Die Verbraucherzentrale Bochum NRW klärt über 6 Stromsparmythen auf und stellt 6 Irrtümer klar und lädt zur Beratung ein : >>Sparen bei den Stromkosten hat im Alltag vieler privater Haushalte eine hohe Bedeutung. Doch einige überlieferte Tipps und Verhaltensweisen entpuppen sich häufig als Irrtum oder haben gegenteilige Effekte. „Wichtig ist, sich zu informieren, seine Verhaltensweisen kritisch zu prüfen und Schritt für Schritt die eigenen Stromsparroutinen im Alltag zu finden und anzuwenden“, sagt Stephanie Kallendrusch, Energieberaterin von der Beratungsstelle Bochum der Verbraucherzentrale NRW. Doch was sind gängige Irrtümer rund um Strom sparen im Haushalt?
Irrtum1: Licht an- und ausschalten verbraucht mehr Strom als Licht brennen zu lassen Stimmt nicht! Das gilt weder für moderne LED- noch für Halogenlampen. Leuchtmittel, die ausgeschaltet sind, verbrauchen immer weniger Energie als brennende. Wer beim Verlassen eines Raumes die Beleuchtung ausschaltet, spart Strom und damit bares Geld. Der Irrtum stammt noch aus der Zeit der als Energiesparlampen bekannten Kompaktleuchtstofflampen. Bei diesen erhöhte ein häufiges An- und Ausschalten den Stromverbrauch und verkürzte ebenso ihre Lebensdauer.
Irrtum 2: Ungenutzte Ladegeräte in der Steckdose verbrauchen keinen Strom Nein! Der Energieverbrauch bei einem Smartphone- oder Tabletladekabel ohne aktiven Ladevorgang ist zwar kaum messbar. Allerdings verbrauchen alle im Stromnetz befindlichen elektrischen Geräte auch im Leerlauf Energie. Wer mehrere Ladegeräte im Haushalt nutzt, kann die Netzteile nach Gebrauch wieder aus der Steckdose ziehen oder dafür stromsparende, abschaltbare Steckdosenleisten einsetzen. Damit lassen sich alle Geräte in einem Schritt vom Stromnetz trennen.
Irrtum 3: Geräte im Standby-Modus kosten kein Geld Entspricht nicht der Wahrheit! Standby-Geräte wie Fernseher, Musikanlage, Spielkonsole und andere Geräte im Haushalt laufen im Standby im Bereitschaftsmodus weiter. Eine abschaltbare Steckdosenleiste schafft Abhilfe. Beim Internet-Router, der nie ganz ruht, kann man in den Einstellungen in den Stromspar-Modus wechseln. Denn der jährliche Stromverbrauch eines Routers ist ähnlich hoch wie der eines Kühlschranks. So lässt sich der Stromverbrauch nachts, wenn der Router keine aktive Funktion hat, per Programmierung reduzieren.
Irrtum 4: Backofen vorheizen ist immer notwendig Fast nie! Meist steht dies als Zubereitungstipp auf vielen Back- und Kochrezepten und auf Verpackungen von Fertigprodukten. Bis auf wenige Rezeptausnahmen wie beispielsweise Blätterteig, bei dem es auf eine hohe Temperatur von Beginn an ankommt, gelingen die Produkte auch so bei gleichem Geschmack. Ein Nachteil beim Vorheizen: Man wartet oft zu lang, bis etwa Fertigprodukte in den Backofen gestellt werden und verbraucht unnötig Energie. Grundsätzlich empfiehlt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung des Gerätes. In der Regel finden sich dort Temperatur- und Zeitempfehlungen und Anregungen zum energiesparenden Backen.
Irrtum 5: Eco-Programm bei Wasch- und Spülmaschinen läuft zu lange und spart keinen Strom Stimmt nicht. Bei Waschmaschinen im Eco-Modus beruht die längere Waschdauer auf längerem Einweichen der Wäsche und häufigerem Hin- und Herschaukeln der Trommel. So wird eine höhere Aufheizenergie vermieden, weil die reinigende Bewegung der Trommel weniger Energie benötigt als das Aufheizen des kalten Wassers auf 60 Grad. Ähnliches gilt bei Spülmaschinen im Eco-Programm: Die häufigere und längere Bewegung der Sprüharme benötigt weniger Strom als das Aufheizen des Wassers im Normalbetrieb.
Irrtum 6: Tiefkühltruhe kühlt besser, je niedriger die Temperatur ist Nein! Beim Tiefkühlen sind minus 20 Grad nicht besser als minus 18 Grad für die Haltbarkeit von tiefgekühlten Lebensmitteln. Das Wachstum von Mikroorganismen wird bei minus 18 Grad vollends gestoppt, eine niedrigere Temperatureinstellung verbraucht daher unnötig Strom. Wichtig ist, dass man Türen von Gefrierschränken nicht zu lange geöffnet hat und nach dem Füllen und Entnehmen von Lebensmitteln schnell wieder schließt. So bleibt die Kühltemperatur konstant und es sammelt sich weniger Eis an. Hat sich bereits Eis im Kühlfach gebildet, hilft Abtauen beim Energiesparen.
Im September 2025 hat BoKllima zusammen mit der Verbraucherzentrale Bochun 4 PV (Photovoltaik) -Veranstaltungen durchgeführt. Hier nun ein paar Impressionen.
Am 06.09.25 waren wir auf dem Hammer-Stadtteil und Kirch-Fest. Ähnlich wie in Linden wurde hier kleine Vorführungen und eher Einzelgespräche geführt. Es gab recht reges Interesse und interessante Gespräche, insbes. auch mit Leuten , die schon länger eine PV-Anlage haben.
Am 24.09.25 gab es zum ersten Mal einen PV-Spaziergang. (( Ankündigung : “WattWanderung” — PV-Spaziergang (in Stiepel) )) Hier wurden 4 laufende Dachanlagen gezeigt und besprochen sowie 3 sog. Balkonkraftwerke. Es waren Anlagen aus den Anfängen (2010) und neue Anlagen aus 2023, 2024. Hier wurden viele Fragen und Probleme besprochen — insbes. auch die Handweker- / Solatuer-Situation. Eine Dachanlage wurde selbst geplant, das Material selbst besorgt und es gab ‘nur’ einen Dachdecker zur Montage und einen Elektriker zum Anschluss. Hier warten 8 Leute mit dabei.
Am 26.09.25 wurden in einem Online-Vortrag BalkonKraftWerke erklärt und diskutiert.
Am 27.09.25 haben wir wieder unseren ‘großen’ VHS-PV-Workshop mit Vortrag und Praxisteil zum Selber stöpseln und breitem Fragen und Diskussionsteil durchgeführt — diesmal allerdings in den Räumlichkeiten der Verbraucherzentrale . (( Ankündigung : 27.09.25 , VHS, BoKlima — Sonnenstrom für Alle” nächster Workshop zu Balkon-Kraftwerken )) . Leider war die Sonnen-Energie-Ausbeute in der Grossen-Beck-Str wg. der hohen Gebäude drumherum sehr gering. Hier nahmen 12 Leute teil.
Am 30.09.25 fand in der VHS ein Workshop zur Bochumer Wärmeplanung und dem Nutzen von Wärmepumpen statt. Dieser fand in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW, Scientists for Future und der Dortmunder Energie-Ag statt.
Thema und Inhalt
Erfahren Sie mehr über Wärmepumpen, kommunale Wärmeplanung und Fördermöglichkeiten! Ein Heizungstausch gewinnt mit Blick auf die kommunale Wärmeplanung, das Gebäudeenergiegesetz und mögliche Förderungen zunehmend an Bedeutung. Stephanie Kallendrusch, Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW in Bochum, Helge Ehrhardt, Scientist for Future und Horst Wessel von der Energie AG des Klimabündnis Dortmund erläutern in diesem Vortrag die technischen Grundlagen von Wärmepumpen aber auch den Stand der kommunalen Wärmeplanung in Bochum. Im Anschluss werden bereits umgesetzte Beispiele aus dem Bochumer Umfeld vorgestellt und diskutiert.
WDR 5 Morgenecho – Interview 25.09.2025 05:40 Min. Audio : hier
Laut neuer Forschungsergebnisse könnte sich die Erde bis 2050 um drei Grad erwärmen. “Dann steht zu befürchten, dass wir in Deutschland sogar um neun Grad höhere Temperaturen haben”, erklärt Meteorologe Karsten Schwanke. Das ziehe “größte Probleme” mit sich.
Der ExtremWetterKongress ist die führende interdisziplinäre Fachtagung für Extremwetter im Klimawandel in Deutschland und als Dialogveranstaltung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit wichtiger Beitrag der aktiven Klimakommunikation. Zu den Referentinnen und Referenten zählen die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Expertinnen und Experten. Nutzen Sie die Gelegenkeit zum Netzwerken, persönlichen Austausch und zur Arbeit an dem Themenfeld, dessen Ereignisse nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Zukunft, große Folgen und Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben wird: Extremwetter im Klimawandel. (Deutsche Klima-Konsotium )
(24.09.25, zdf) , Ist das Klima noch zu retten? Deutschland erwärmt sich so schnell wie kaum eine andere Region der Erde. Extremwetter nimmt dadurch rasant zu. Forscher warnen: Städte müssen sich dringend anpassen.
Anpassung ist der Schlüssel Vor allem den Städten bleibt nichts anderes übrig, als sich anzupassen. Denn schon jetzt ist klar: Großstädte wie Hamburg sind von einem Temperaturanstieg viel stärker betroffen als ländliche Regionen. Die Gründachstrategie ist ein Baustein. Einige der begrünten Dächer in der Stadt betreut Marco Schmidt. Der Biologe von der Technischen Universität Berlin misst die Verdunstungseffekte auf den grünen Dächern. Die haben eine so starke Kühlleistung, dass die Mitarbeitenden das drinnen deutlich merken. “Wenn es im Sommer draußen anfängt zu regnen”, erläutert der Biologe, “und es ist total heiß im Sommer, dann sind gleich 10 bis 15 Grad weg.”
(( !! in den Räumen der Verbraucherzenztrale , Grosse Beckstr. 15 ))
Boklima motiviert und informiert in seinen Workshops zu Balkon-Kraftwerken / Mini-PV-Anlagen … :
” Sonnenstrom für Alle – mein erstes Balkonkraftwerk – Vortrag und Workshop zum Schnuppern und Anfassen “
Aus der DASA Dortmund :
Themen / Beschreibung
In Theorie und Praxis wird aufgezeigt, wie der Wunsch nach einer eigenen kleinen Photovoltaikanlage Wirklichkeit werden kann.
Sogenannte Balkonkraftwerke sind ein wunderbarer erster Schritt, um Erneuerbare Energie zu Hause selbst zu erzeugen, selbst zu nutzen, die Stromrechnung zu mindern und Teil der Energiewende zu werden.
In einem Vortragsteil werden zunächst die Grundlagen der solaren Stromgewinnung erläutert und die Besonderheiten der Balkonkraftwerke dargestellt.
Anschließend geht’s ganz praktisch weiter: Solarmodul, Wechselrichter, Verkabelung, Steckverbindungen usw. können angefasst und selbst zusammengebaut werden.
Wenn die Sonne scheint, erzeugen wir zum Abschluss des Workshops gemeinsam euren ersten Solarstrom!
Eine Veranstaltung vom Bochumer Klimaschutzbündnis (BoKlima.de)
BoKlima — das Bochumer Klimaschutz-Bündnis — wendet sich mit seinem 21. Klimanotstandsbrief (KNB) an die SPD Fraktion. Thema ist das Bebauungsplanverfahren 0294 „Overdycker Straße“ in Hamme. Dort sollen 65 Wohneinheiten und eine KiTa entstehen. Opfer dieser Pläne ist wie so oft eine Waldfläche. Die SPD hat die Pläne bereits gutgeheißen. BoKlima zeigt jedoch Ideen, wie das Wäldchen gerettet werden könnte:
21. Klimanotstandsbrief des Bochumer Klimaschutzbündnisses
An Frau Simone Gottschlich, Herrn Jörg Laftsidis sowie die gesamte SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bochum
Der Wald an der Overdyker Straße muss nicht sterben, Sie haben es in der Hand!
Sehr geehrte Frau Gottschlich, sehr geehrter Herr Laftsidis, sehr geehrte Damen und Herren der SPD-Fraktion,
der im Frühjahr d.J. bekannt gemachte Bebauungsplanentwurf der VBW wurde von Ihnen, Frau Gottschlich und Herr Laftsidis, für die Bochumer SPD positiv bewertet 1.
Diese Einschätzung können wir nach Durchsicht der Unterlagen nicht teilen und möchten Ihnen daher unsere Bedenken gg. die Abholzung des Wäldchens wie auch unsere alternativen Überlegungen mitteilen. Dabei sei zunächst unterstellt, dass die 65 neuen Wohneinheiten und die KiTa des städtebaulichen Entwurfs an diesem Ort tatsächlich auch benötigt werden.
Unser Ansatzpunkt ist der Umstand, dass der Kernbereich des Wäldchens etwa die Hälfte des B-Plangebietes ausmacht (Overdyker Wäldchen = rot umrandeter Bereich = südlicher Bereich des B-Plans), und wir überlegt haben, wie die aktuell genau dort angesiedelten Funktionen anderweitig erfüllt werden könnten um diesen Wald zu retten.
Auf der Kernfläche des Overdyker Wäldchens befinden sich gemäß Entwurf im Wesentlichen:
8 Reihen-EFH
1 MFH mit 15 WE (Gebäude 1)
1 MFH mit 9 WE, jed. nur zur Hälfte (Gebäude 2) (in Summe somit rd.28 WE)
1 KiTa
1 Parkplatz mit 34 Stellplätzen nebst aufwändiger und unglücklicher Zuwegung
Es gilt also diese Funktionen außerhalb der Waldfläche unterzubringen und gleichzeitig die Freifläche, im Norden des Gebietes, zu optimieren.
Hier unsere Lösungsansätze:
Es ist vorgesehen das nördlichste der neuen Wohnhäuser (Gebäude 4), das direkt an die dreigeschossigen Mehrfamilienhäuser der Untere Heidestraße anschließt, viergeschossig auszuführen. Diesen Gedanken finden wir richtig. Deshalb, aber auch generell, bietet es sich daher an den vorbeschriebenen Geschosswohnungsbau im Bestand ebenfalls um mindestens ein Geschoss zu ergänzen.
Die Einfamilienhäuser des B-Planentwurfs sind generell fraglich, entsprechende Diskussionen, auch in unserer Stadt, sind bekannt. Deshalb würden wir vorschlagen, als Alternativangebot zu den EFH’s, einige der möglichen Aufstockungen als attraktive Penthousewohnungen in gehobener Ausstattung und Größe auszuführen. Darüber hinaus könnten die in dem vorgenannten Gebäudebestand befindlichen viergeschossigen Wohnhäuser ebenfalls um ein Penthouse, etwa in Form eines Staffelgeschosses, erweitert werden.
Aufstockungen im Gebäudebestand sind aus Sicht von BoKlima jedwedem weiteren Flächenverbrauch vorzuziehen. Das Potenzial zusätzlichen Wohnraums allein in der unmittelbaren Nachbarschaft des B-Plangebietes ergibt sich aus folgender ersten Abschätzung: Die bislang auf der bewaldeten Fläche geplanten 28 Wohneinheiten dürften sich allein hierdurch kompensieren lassen.
Die unbewaldete Fläche des Baugebietes (nördlicher Bereich) soll gem. Entwurf neben den neuen Wohnhäusern mit rd. 37 WE bislang auch einen weiteren Parkplatz, eine Spielfläche sowie eine Retentionsfläche erhalten. Lediglich unter den Gebäuden 3 und 4 soll eine Tiefgarage entstehen. Hier schlagen wir eine andere Aufteilung und Schwerpunktsetzung vor: Die großflächige Auskofferung aufgrund der notwendigen Bodensanierung sollte für die Anlage einer ebenso großflächigen Tiefgarage genutzt werden, sodass die beiden geplanten ebenerdigen Parkplätze (einer im bisherigen Wald) entfallen können.
Die Spielfläche sowie den Außenbereich der KiTa würden wir direkt am Waldrand anordnen und somit den Wald, wenigstens teilweise, mitnutzen können.
Was die Bebauung dieser Fläche mit bisher 37 Wohnungen betrifft (65 WE – 28 WE) könnte diese nunmehr deutlich intensiviert werden. Durch die vorgeschlagene Verlagerung der Spielfläche und des KiTa-Außenbereichs an den Waldrand und in den Wald hinein, sowie durch Wegfall des Parkplatzes, ergeben sich zusätzliche Bauflächen, die nicht nur Raum für 37 Wohnungen bieten, wie bisher, sondern die auch Platz für die KiTa schaffen.
Eine Kita muss heute kein freistehendes Gebäude sein. Das zeigen zahlreiche Beispiele, etwa die KiTa Luthers Garten in einem gelungenen Neubauprojekt in Bonn:
Deswegen schlagen wir vor die KiTa im Erdgeschoss, ggf. auch bis ins 1. Obergeschoss, eines der neuen Mehrfamilienhäuser zu projektieren, und diesen Baukörper, vor allen anderen, nahe an den Wald heranzurücken.
Die von der VBW vorgelegte Planung entspricht nach unserer Auffassung nicht den heutigen Erfordernissen an eine zukunftsfähige Stadt. Wir sehen auch keine Notwendigkeit, dass Bochum-Hamme dieses Wäldchen verlieren muss. Deshalb bitten wir die Bochumer SPD Ihre Haltung in der Frage zu überdenken. Ihrer Rückäußerung sehen wir mit großem Interesse entgegen.
Bochum, den 12. September 2025
Gez.: Ihre Bürger*innen des Bochumer Klimaschutzbündnisses Mailkontakt: boklima@boklima.de Homepage: www.boklima.de Kopien: Presseverteiler, Bündnisverteiler
Sven Giegold, Staatssekretär a.D. hat auf “inn.it” eine Petition gestartet um einen massiven Rückschritt bei den Erneuerbaren Energien: “Die Förderung für neue private Photovoltaikanlagen soll gestrichen werden” von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zu stoppen .
Bitte mitzeichnen und weiter verteilen (Weitere Stellungnahmen / Kritik von div. Medien ganz unten, “weitere Infos”)
“Wir brauchen mehr Solarenergie auf unseren Dächern, nicht weniger. Wir brauchen mehr Unabhängigkeit von Trump und den Öl- und Gasdiktaturen.
Doch statt dafür zu sorgen, dass günstige grüne Energie vom Dach auch Gas aus der Heizung und Öl aus dem Auto verdrängt – oder mit Nachbarinnen und Nachbarn geteilt werden kann, will Ministerin Reiche ein zentrales Erfolgsmodell der Energiewende streichen. Ohne eine Alternative zu bieten.
Die Einspeisevergütung hat seit 25 Jahren über 5 Millionen Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer motiviert, in klimafreundlichen Solarstrom zu investieren. Sie hat Solarenergie zur günstigen Energiequelle aller Zeiten gemacht, Arbeitsplätze geschaffen, Abhängigkeiten von Öl- und Gasimporten verringert – und das Klima geschützt. Natürlich müssen die Regeln weiterentwickelt werden, aber dabei darf der Solarboom nicht abgewürgt werden.
Denn immer noch sind die meisten privaten Dächer ungenutzt und erst 23% unserer Energieversorgung erneuerbar.
Doch statt diesen Weg zu stärken, verunsichert Reiche private Investoren und verlagert die Chancen der Erneuerbaren alleine auf große Konzerne. Das ist ein klarer Bruch mit dem Koalitionsvertrag und ein Schlag ins Gesicht für alle, die auf ihrem Dach sauberen Strom erzeugen wollen.
Wir brauchen Reformen der Förderungen keinen ersatzlosen Stopp:
➡️ Faire Vergütung für den Solarstrom neuer und bestehender Anlagen
➡️ Anreize für die netzdienliche Nutzung von Speichern, E-Mobilität, flexible Netze und Energy Sharing wie in Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal
➡️ Stärkung der dezentralen Erneuerbaren statt Politik für Energiekonzerne
Als stv. Vorsitzender der Grünen kämpfe ich dafür, dass die Energiewende in Bürger:innenhand bleibt. Bitte unterstütze diesen Einsatz und unterzeichne jetzt!
Der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum (AkU) sucht Helferinnen und Helfer — Kontaktaufnahme wird unter info@aku-bochum.de oder Tel.: 66444.
Auch in Bochum wachsen eine Reihe von Pflanzen die sich stark ausbreiten und aus anderen Erdteilen stammen. Sie sind nicht an die heimische Natur angepasst und richten ökologische Schäden an. Es handelt sich um invasive Neophyten. Allgemein bekannt sind die Herkulesstauden, auch Riesenbärenklau genannt und das rosa-violett blühende Indische Springkraut.
Bei Berührung kann der Saft der Herkulesstauden unter dem Einfluss von Sonnenlicht schmerzhafte Verbrennungen verursachen. Beide Pflanzenarten bilden große Bestände und verdrängen einheimische Pflanzen. Da wo sie auf großen Flächenwachsen können Vögel ihre Jungen nicht ernähren. Nestlingesterben, weil die Eltern nicht genügend eiweishaltige Raupen finden. An den eingeschleppten Springkraut- und Herkulespflanzen finden sie nämlich keine Raupen.
Der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum (AkU) sucht daher Helferinnen und Helfer um die Pflanzen – in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde – zu beseitigen.
Termine werden witterungsabhängig telefonisch vereinbart. Kontaktaufnahme wird unter : info@aku-bochum.de Tel.: 66444 erbeten.
Ebenfalls bittet der AkU um Mitteilung von Standorten der beiden Pflanzenarten außerhalb des Ruhrtals.<<
Die Stadt Bochum / Stadtwerke Bochum hat/haben einen ersten Entwurf für die kommunale Wärmeplanung veröffentlicht , zu dem BoKlima, BUND und Greenpeace eine gemeinsame Stellungnahme (unterstützt durch das Umweltinstitut München) verfasst haben (s.u.) .
Veröffentlichung der Ergebnisse der Eignungsprüfung, der Bestandsanalyse und der Potentialanalyse
Die Kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Planungsinstrument der Stadt Bochum mit dem Ziel, eine treibhausgasneutrale, verlässliche und kostengünstige Wärmeversorgung vorzubereiten und sicherzustellen. Sie bietet einen Orientierungsrahmen, doch aus ihr resultieren keine Verpflichtungen für Gebäudeeigentümer und -nutzer, eine bestimmte Art der Wärmeversorgung zu nutzen. Ebenso lässt sich aus ihr auch kein Versorgungsanspruch für bestimmte Medien der Wärmeversorgung ableiten. Regelungen zur Art der Wärmeversorgung leiten sich aus nachfolgenden Planungen, z.B. den Ausbauplanungen von Energieversorgern und Netzbetreibern oder aus anderen Gesetzen z. B. dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab.
Die Kommunale Wärmeplanung wird von der Stadt Bochum auf der Grundlage des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) und des Landeswärmeplanungsgesetzes (LWPG) durchgeführt und mit dem Beschluss des Rates der Stadt Bochum zum Wärmeplan Mitte 2026 abgeschlossen. In Bochum erarbeiten wir die Planung zusammen mit den Stadtwerken Bochum und den Bochumer Wohnungsunternehmen, mit denen eine gemeinsame Arbeitseinheit, die Unit Wärmewende, gegründet wurde und ein gemeinsamer Lenkungskreis Wärmewende den Prozess steuert.
Die Kommunale Wärmeplanung besteht aus den fünf Arbeitsschritten Eignungsprüfung, Bestandsanalyse, Potentialanalyse, Zielszenario/Wärmeversorgungsgebiete und Umsetzungsstrategie/Maßnahmen. Die genaue Beschreibung der Inhalte der Arbeitsschritte und der Beteiligungsprozesse dazu finden Sie in den Informationen zum Konzept und Ablauf der Kommunalen Wärmeplanung. Die drei ersten Arbeitsschritte sind jetzt durchgeführt worden und werden Ihnen unter den Ergebnissen der Eignungsprüfung, der Bestandsanalyse und der Potentialanalyse vorgestellt. Alle Angaben beziehen sich auf die Ebene der Gesamtstadt oder eines Baublocks. Es sind keine Rückschlüsse auf einzelne Grundstücke, Gebäude oder Haushalte möglich.
Wir sind an Ihren Rückmeldungen zu den Ergebnissen interessiert, die Sie uns als Stellungnahme bis zum 4. Juli 2025 an waermeplanung@bochum.de senden konnten.