Bärbel Höhn bei BoKlima / GLS zum Auftakt der Diskursreihe “Wachstum ohne Grenzen?”

In einem spannenden Vortrag unter dem Thema : “Afrika: Armut überwinden – Umwelt und Klima schützen ” erläutert Bärbel Höhn wie sie und der Verein ‘Faire Welt e.V.’ das Thema Wachstum und Umweltschutz in Afrika angehen. Nach einer Reihe von Statisiken zu Co2 – Emissionen, Einkommensverteilung in der Welt und in Afrika zeigte sie konkrete Solar-Projekte in einigen Staaten. Insbes. wie diese der Bevölkerung zur Selbstständigkeit verhelfen .

Ipressionen und die Folien

Die Folien zum Download (7MB – PDF) : hier


Die weiteren Vorträge der Diskursreihe : hier

Der Flyer als PDF : hier

Petition bei Campact und openPetition : Erneuerbare Energien verteidigen!

Es läuft eine weitere Petition gegen den Angriff von Frau Reiche auf die Erneuerbaren Energien bei Campact — bitte mitzeichnen :

a) bei Campact

Link : https://weact.campact.de/petitions/erneuerbare-energien-verteidigen

Für wettbewerbsfähige Unternehmen und starken Mittelstand, 

für Wohlstand und saubere Energie

Mit den Gesetzesvorhaben für EEG und Netzpaket, die im Juli das Kabinett passiert haben, droht ein erheblicher Einbruch beim Ausbau der Erneuerbaren. Als Unternehmer und Beschäftigte der Erneuerbaren-Branche, und als Menschen aus der ganzen Breite der Gesellschaft, sagen wir: Wer den Ausbau der Erneuerbaren ausbremst, bedroht die Modernisierung unseres Landes.

Die Folgen sind schon jetzt gravierend. Die Ankündigungen haben so viel Unsicherheit in den Markt gebracht, dass die Investitionsbereitschaft einbricht, Arbeitsplätze wegfallen und Marktanteile an China verloren gehen – bis in unseren industriellen Kern, der Auto- und Elektroindustrie. Milliardeninvestitionen liegen auf Eis. 

Wir fordern die Abgeordneten des Bundestags auf, Netzpaket und Erneuerbare-Energien-Gesetz so zu ändern, dass sie keine Investitionshemmnisse schaffen.

Um die Energiewende voranzubringen, brauchen wir:

  • einen gesetzlichen Rahmen, der Planungssicherheit, Investitionsanreize und Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren sichert – und für mehr Tempo beim Ausbau von Sonne und Wind an Land und auf See sorgt und den bestehenden Betrieben für Bioenergie und Wasserkraft eine Perspektive bietet.
  • eine Ausbauoffensive für Verteilnetze, Stromspeicher und die Digitalisierung des Energiesystems. Wer teures fossiles Gas durch Erneuerbare ersetzt, senkt die Strompreise für alle.
  • europäische Unabhängigkeit durch eine eigene Herstellerindustrie – und ihren Schutz vor unfairem Wettbewerb.
  • eine niedrigere Stromsteuer für alle, damit E-Autos und Wärmepumpen attraktiver werden und die Strompreise für alle sinken.

Die Erneuerbaren Energien sind Grundlage für Wohlstand, Sicherheit und einen enkeltauglichen Planeten – gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass das so bleibt! 


b) bei Open Petition

link : https://www.openpetition.de/petition/online/kein-prosumer-aufschlag-faire-netzentgelte-und-bestandsschutz-fuer-private-pv-anlagen

Kein Prosumer-Aufschlag: Faire Netzentgelte und Bestandsschutz für private PV-Anlagen

Die Bundesnetzagentur hat im Rahmen der Reform der Stromnetzentgelte („AgNes“) einen vollständigen Festlegungsentwurf veröffentlicht. Danach sollen Haushalte, die mit einer Photovoltaikanlage Strom erzeugen und einen Teil davon selbst verbrauchen, künftig als sogenannte „Prosumer“ einen zusätzlichen jährlichen Aufschlag bezahlen.

Nach dem aktuellen Entwurf soll dieser Aufschlag ab dem 1. Januar 2029 zwischen 70 und 90 Prozent des regulären netzseitigen Grundpreises betragen. Gemeint ist der Grundpreis des Netzbetreibers innerhalb der Stromrechnung, nicht der gesamte Grundpreis des Stromliefervertrags.

Ein einfaches Beispiel: Beträgt der netzseitige Grundpreis 100 Euro im Jahr, würden weitere 70 bis 90 Euro hinzukommen. Der netzseitige Grundpreis würde dadurch auf insgesamt 170 bis 190 Euro steigen. Die tatsächliche Höhe wäre abhängig vom jeweiligen Netzgebiet.

Betroffen wären grundsätzlich Haushalte im Niederspannungsnetz mit einem jährlichen Netzbezug bis 100.000 Kilowattstunden, deren Netzbezug durch eine eigene Erzeugungsanlage verringert wird. Auch eine Zwischenspeicherung des selbst erzeugten Stroms in einem Batteriespeicher lässt die Einstufung als Prosumer nach dem Entwurf nicht entfallen. Kleine Steckersolaranlagen beziehungsweise Balkonkraftwerke sollen dagegen ausgenommen werden. Die Bundesnetzagentur begründet den Aufschlag damit, dass Prosumer weniger Kilowattstunden aus dem öffentlichen Netz beziehen und dadurch weniger verbrauchsabhängige Netzentgelte bezahlen, das Netz aber weiterhin nachts, im Winter oder bei leerem Speicher benötigen.

Wir fordern die Bundesnetzagentur, den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung auf, die geplante pauschale Zusatzbelastung für private Photovoltaikanlagen in dieser Form zu verhindern.

Unsere Forderungen sind:

  1. Kein pauschaler Prosumer-Aufschlag: Private Betreiber von Photovoltaikanlagen dürfen nicht allein deshalb mit einem zusätzlichen Grundpreis belastet werden, weil sie selbst erzeugten Strom verbrauchen und dadurch weniger Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen.
  2. Verbindlicher Bestandsschutz: Für bereits errichtete oder verbindlich beauftragte Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wärmepumpen muss ein langfristiger Bestandsschutz gelten. Bestehende Investitionen sollten mindestens 20 Jahre ab Inbetriebnahme vor einem solchen Aufschlag geschützt werden.
  3. Abrechnung nach tatsächlicher Netznutzung: Netzentgelte sollen sich an nachvollziehbaren Kriterien wie dem tatsächlichen Netzbezug, der gemessenen Leistungsspitze, der Anschlussleistung und dem Zeitpunkt der Netznutzung orientieren – nicht pauschal am Vorhandensein einer Photovoltaikanlage.
  4. Berücksichtigung netzdienlichen Verhaltens: Batteriespeicher, steuerbare Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und Energiemanagementsysteme können das Stromnetz entlasten. Dieses Verhalten muss berücksichtigt und darf nicht durch einen pauschalen Aufschlag entwertet werden.
  5. Transparente und unabhängige Prüfung: Vor der Einführung einer neuen Belastung müssen die Berechnungsgrundlagen und die Auswirkungen auf private Haushalte, die Energiewende und zukünftige Investitionen vollständig veröffentlicht und unabhängig geprüft werden.

Diese Petition richtet sich nicht dagegen, dass alle Stromkunden einen fairen Beitrag zur Finanzierung des Stromnetzes leisten. Sie richtet sich gegen eine pauschale Zusatzbelastung allein aufgrund des Betriebs und der Eigennutzung einer Photovoltaikanlage.

Begründung

Ich bin von diesem Vorhaben persönlich betroffen. Meine Familie und ich haben mehr als 70.000 Euro in eine Photovoltaikanlage mit rund 15 kWp, einen Batteriespeicher mit rund 16 kWh sowie eine Erdwärmepumpe investiert. Diese Investitionen erfolgten nicht zufällig. Bürgerinnen und Bürger wurden über Jahre politisch dazu aufgefordert, erneuerbare Energie zu erzeugen, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren und auf klimafreundliche Heiztechnik umzusteigen. Gleichzeitig wurden fossile Energieträger durch den CO₂-Preis verteuert.

Viele Menschen haben deshalb Kredite aufgenommen oder ihre Ersparnisse eingesetzt. Sie haben im Vertrauen auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die langfristigen energiepolitischen Ziele mehrere Zehntausend Euro investiert. Es beschädigt dieses Vertrauen, wenn die erfolgreiche Verringerung des Netzstrombezugs nun als Begründung für einen zusätzlichen pauschalen Grundpreis verwendet wird.

Auch Betreiber von Photovoltaikanlagen bezahlen bereits für jede Kilowattstunde, die sie aus dem öffentlichen Netz beziehen, Netzentgelte. Haushalte mit Wärmepumpen benötigen insbesondere im Winter weiterhin erhebliche Strommengen und beteiligen sich deshalb auch über ihren Verbrauch an den Netzkosten.
Eine pauschale Gebühr bildet die tatsächliche Beanspruchung des Stromnetzes nicht ausreichend ab. Zwei Haushalte mit einer gleich großen Photovoltaikanlage können das Netz vollkommen unterschiedlich nutzen. Ein Haushalt kann mit einem Batteriespeicher und einem intelligenten Energiemanagement Verbrauchsspitzen reduzieren. Ein anderer Haushalt kann zur selben Zeit eine deutlich höhere Leistung aus dem Netz beziehen. Trotzdem würden beide grundsätzlich denselben prozentualen Prosumer-Aufschlag bezahlen.

Selbst das im Auftrag der Bundesnetzagentur veröffentlichte Gutachten weist darauf hin, dass ein pauschaler Aufschlag nur eine geringe Treffgenauigkeit hinsichtlich der tatsächlichen Eigenverbrauchsvorteile besitzt und Investitionsentscheidungen für Photovoltaikanlagen zusätzlich belastet. Es ist nachvollziehbar, dass die Stromnetze zuverlässig finanziert werden müssen. Die Finanzierung des Netzausbaus ist jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie darf nicht einseitig auf diejenigen verlagert werden, die eigenes Kapital eingesetzt haben, um erneuerbare Energie zu erzeugen und ihren Verbrauch fossiler Energie zu verringern.

Besonders problematisch ist der fehlende Bestandsschutz für den Prosumer-Aufschlag. Für bestimmte neu geplante Einspeiseentgelte sieht der Entwurf einen bis zu 20-jährigen Schutz bestehender Erzeugungsanlagen vor. Ein vergleichbarer Schutz für private Prosumer ist beim Grundpreisaufschlag bislang nicht vorgesehen. Gerade bereits getätigte Investitionen müssen jedoch verlässlich kalkulierbar bleiben.Ohne Vertrauens- und Bestandsschutz entsteht ein fatales Signal: Wer heute aufgrund politischer Empfehlungen in klimafreundliche Technik investiert, muss jederzeit damit rechnen, morgen aufgrund genau dieser Investition zusätzlich belastet zu werden. Das kann zukünftige Investitionen in Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpen erheblich bremsen.

Jetzt muss gehandelt werden, weil es sich noch um einen Entwurf handelt. Die Bundesnetzagentur nimmt bis zum 18. September 2026 Stellungnahmen entgegen und beabsichtigt, die endgültige Festlegung noch im Jahr 2026 zu beschließen. Die neue Netzentgeltsystematik soll ab dem 1. Januar 2029 angewendet werden.


Wachstum ohne Grenzen ? — Diskursreihe von BoKlima und GLS Bank

Boklima freut sich über die Kooperation mit der GLS Bank in diesem Herbst 2026 und wir treffen uns immer dienstags in den Monaten September, Oktober November in den Räumen der GLS-Bank in der Christstraße.
Wir hoffen auf Euer Interesse!

Konkret :

Es gibt 3 Vorträge mit Diskussion , jeweils 18:30 im Werkraum der GLS.
Bitte unbedingt anmelden !! : hier ,

  • DI 08.09.26, Bärbel Höhn, Ausbau , der erneuerbaren Energien in afrikanischen Ländern. Wie ist dort das Verhältnis zwischen Nachhaltigkeit und Wachstum?
  • DI 06.10.26, Dr. Tobias Vogel , wozu Gesellschaften auf Wachstum angewiesen sind und wie sie sich von Wachstum unabhängig machen könnten
  • DI 17.11.26, Prof. Dr. Achim Truger , beschreibt aus sozioökonomischer Sicht die Funktion von Wachstum in der wirtschaftlichen Entwicklung und welche Faktoren Wachstum beeinflussen

Plakat / Aushang / Ankündigung :


Hier der Download als pdf (zum weiterverteilen / aushängen )


Eine Veranstaltung von BoKlima, in Kooperation mit der GLS Bank, unterstützt vom Bochum Fond


Ausführlicher Flyer :

Hier der pdf Download des 2-seitigen Flyers (zum Weiterverteilen )


Zur Anmeldung : hier (externe Seite der GLS-Bank)

Impressionen der letzten PV Workshops

Im Juni und Juli gab es wieder 3 gut besuchte PV Workshops : in der VHS, bei IfNun in Dahlhausen und einen zusammen mit den Grünen im Gute Laune Hof in Langendreer.

Bei allen Workshops gab es sehr interessante Diskussionen und wir konnten doch einer Reihe von Leuten helfen und hoffentlich motivieren in die PV-Welt einzusteigen .

Insbes. bei der gemeinsamen Veranstaltungen mit den Grünen im Gute Laune Hof informierten sich 50 Interessierte über Solarstrom

Bochum. Rund 50 Interessierte kamen zur Veranstaltung „Solarstrom – was kann ich tun?“ in den Gute Laune Hof Langendreer. Die Grünen im Bochumer Osten informierten zusammen mit Experten der Klimaschutzinitiative BoKlima über Photovoltaik sowohl für das Eigenheim als auch für Mehrfamilienhäuser sowie über Balkonkraftwerke. Es gab praktische Tipps für den Einstieg in die eigene Solarstromerzeugung und Rechenbeispiele zur Wirtschaftlichkeit.
Im Praxisteil testeten die Teilnehmenden bei praller Sonne, wie sich die Verschattung einzelner Solarmodule auf den Stromertrag auswirkt.
Eines nahmen alle Teilnehmenden mit: Solarerzeugung für den Eigenverbrauch spart Geld.

Impressionen vom 14.07.26, Gute Laune Hof :

Impressionen vom 27.06.26 , IfNun , Dahlhausen

Impressionen vom 19.06.26 , VHS

Info Balkon PV : Sicherheitsloch in Hoymiles Microwechselrichter (von heise)

(07.07.26, heise) , vollst. Artikel bei heise.de : hier
(( https://www.heise.de/news/Sicherheitsalbtraum-Wechselrichter-Hoymiles-laesst-Nachbarschaften-verstummen-11357067.html ))

Schwere Funkschwachstellen bei Hunderttausenden PV-Anlagen erlauben laut Forschern das Abschalten im Vorbeifahren und sogar die physische Zerstörung der Geräte.

Es geht dabei um die Modell-Reihen MH, HMS sowie HMT . Deren Funkprotokolle sind unsicher, sodass sich “böse Mitmenschen / Institutionen” mit relativ wenig Aufwand in deren Funknetz einhacken können und die WR manipulieren , abschalten oder … können .

Als Empfehlung gibt Heise z.Zt. :

Die Hacker fordern verbindliche Mindeststandards und ein Verbot von Einspeisegeräten in der EU, die Firmware-Updates ohne kryptografische Authentifizierung via Funk akzeptieren.

Bis echte Patches vorliegen, bleibt Betreibern als Notlösung nur, über die Original-Software ein Diebstahlschutzpasswort zu vergeben, die Abfrageintervalle in Open-Source-Tools drastisch zu erhöhen oder die Solarmodule physisch vom Wechselrichter zu trennen.

DUH HitzeCheck für Deutschland – Bochum muss oberes Mittelfeld halten

Stadtbäume sind kein Luxus, sondern lebensnotwendig. Deshalb brauchen wir jetzt verbindliche Regeln, die Stadtgrün endlich als das behandeln, was es ist:
unverzichtbare Infrastruktur für Hitzeschutz, Gesundheit und Lebensqualität.

Wo wir Flächen entsiegeln und Stadtgrün stärken müssen

Die Sommer in Deutschland werden immer heißer, mit gefährlichen Folgen für Mensch, Natur und Infrastruktur. Jährlich werden in Deutschland rund 62 Quadratkilometer Fläche neu versiegelt, das entspricht etwa der Größe der Stadt Fürth. Etwa die Hälfte aller Siedlungs- und Verkehrsflächen ist bereits versiegelt: betoniert, gepflastert oder durch Tiefgaragen unterbaut. Diese Flächen heizen sich stark auf und kühlen sich nachts kaum ab – ein Risiko besonders für ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen. mehr : hier

In Zusammenarbeit mit der Luftbild Umweltplanung Planung GmbH hat die Deutsche Umwelthilfe in den letzten Jahren aufgedeckt, wo Flächen versiegelt sind, die Hitzebetroffenheit besonders hoch ist und wo schützendes Grün fehlt. 

HitzeCheck deutscher Städte : hier

Bochum liegt im oberen Mittelfeld knapp hinter den beiden einzigen Städten mit gutem Ergebnis: Wuppertal und Kiel. Dieses gute Ergebnis gilt es zu halten und weitere Baumverluste zu vermeiden.
Zwischen 2018-2025 hat Bochum 9627 Bäume verloren (Neupflanzungen nicht mitgezählt). Auch wenn diese Zahl eine “rechnerische Annäherung” ist (Grundlage ist der fernerkundlich gemessene Rückgang des Beschirmungsgrades), drohen ohne aktives Gegenhalten weitere Baumverluste. Der “Beschirmungsgrad” und damit die Beschattung der Wohnviertel würde damit zurückgehen.

-> direkt zum DUH Baumfällmelder Gibt es Bäume in deiner Stadt, deren Fällung geplant ist?

Informationen zu :

  • Hitze-Check 2026: Wie entwickeln sich die Städte und wie gehen sie mit ihrem Baumbestand um?
  • Forderungen :
    • eine verbindliche Obergrenze für Neuversiegelung im Raumordnungsgesetz
    • verbindliche Instrumente für Kommunen wie Grünflächenfaktoren oder Freiraumsatzungen
    • Reform von Baugesetzbuch und Landesbauordnungen, um blau-grüne Infrastruktur zu fördern
    • flächendeckende Einführung von ambitionierten Baumschutzsatzungen

Baumverluste in Bochum

DUH sammelt gefährdete Bäume : Jetzt bedrohte Bäume melden!

(( Was Boklima mal im kleinen angefangen hatte führt die DUH jetzt größer aus …. ))

macht mit ….

Gemeinsam machen wir deutlich: Stadtbäume sind kein Luxus, sondern unverzichtbar. Sie spenden Schatten, schützen vor Hitze und machen unsere Städte lebenswerter. Damit aus deiner Unterstützung echter politischer Druck wird, brauchen wir jetzt Hinweise aus ganz Deutschland. Wir wollen sichtbar machen, wo Stadtbäume konkret bedroht sind.

Kennst du einen Ort in deiner Stadt, an dem Bäume gefällt werden sollen oder bereits von Fällungen bedroht sind? Dann nenn ihn uns über den Baumfällmelder. Jeder Hinweis hilft dabei, bedrohte Bäume sichtbar zu machen, den Druck für ihren Schutz zu erhöhen und Gesetzesänderungen voranzubringen. Wir können keine Einzelfälle verfolgen/begleiten. Ausgewählte Fälle möchten wir genauer prüfen und gegebenenfalls auch juristisch begleiten – bis hin zu einer möglichen Musterklage für einen besseren Schutz unserer Stadtbäume. Wenn dein Hinweis dafür infrage kommt, melden wir uns bei dir per E-Mail. Danke, dass du Teil dieser Bewegung bist.

Zur Baummeldung bei der DUH : hier

Anregungen der DUH — Bochum sollte sich ein Beispiel nehmen

Hitze in der verdichteten Stadt — Eine Dokumentation und Handlungshilfe
für die kommunale Praxis : hier

das (s.5) könnte man doch auch mal in Bochum probieren :

S.8 :

Petitionen zum Baum-Erhalt — bitte mitzeichnen / unterschreiben

(1) Boklima : hier , hier , direkt zur Petition : hier
Wir fordern:
– Erste Priorität für Bäume und Wälder in unserer Stadt
– Volle Transparenz bei Kompensationsmaßnahmen

Die Bäume und Wälder unserer Stadt müssen in planerischen Abwägungsprozessen ein viel höheres Gewicht bekommen! In der Vergangenheit sind schon viele verloren gegangen, einige konnten von aktiven Bochumer Bürger:innen vor der Rodung bewahrt werden. Wir wollen, dass dem Erhalt von Bochums Bäumen bei allen Baumaßnahmen eine deutlich höhere Priorität eingeräumt wird, als es bisher der Fall ist. Und im Falle von Kompensationsmaßnahmen soll für die Bürger:innen jederzeit nachvollziehbar sein, wo und wie diese durchgeführt werden.

Hier sind unsere Bäume aktuell unter Druck:hier


(2) DUH , Jetzt Petition für mehr Stadtgrün unterschreiben!
Fast eine Million Bäume sind in den letzten Jahren aus deutschen Städten verschwunden. Während sich unsere Städte durch die Klimakrise immer unerträglicher aufheizen, werden ausgerechnet große Stadtbäume, unsere wirksamsten natürlichen Klimaschützer und Schattenspender, vielerorts bedenkenlos geopfert: für Bauprojekte, Parkplätze und kurzfristige Profitinteressen. Das ist ein politisches Versagen mit fatalen Folgen. Denn mit jedem gefällten Baum verlieren wir nicht nur Grün und Lebensqualität, sondern vor allem lebenswichtigen Schutz vor Hitze, die längst zu einer massiven Gesundheitsgefahr geworden ist.

Unsere Forderungen:

  1. Baumschutz vor Baurecht
  2. Verbindliche Mindeststandards für Stadtgrün: die 3-30-300-Regel
  3. Kein Baum weniger
  4. Pflege und Bewässerung sichern
  5. Stadtgrün als lebensnotwendige Gesundheitsinfrastruktur anerkennen

Solarstrom — was kann ich tun? : DI 14.07, 17:30 , Gute Laune Hof

Gemeinsame Infoveranstaltung von BoKlima und den Grünen-Langendrer :

Am Di 14.07.27 um 17:30h
im Gute Laune Hof, Alte Bahnhofstraße 9

Es gibt sowohl Theorie wie auch Praxis wie bei den anderen Balkon PV-Workshops von BoKlima.

Themen / Beschreibung

In Theorie und Praxis wird aufgezeigt, wie der Wunsch nach einer eigenen kleinen Photovoltaikanlage Wirklichkeit werden kann.

Sogenannte Balkonkraftwerke sind ein wunderbarer erster Schritt, um Erneuerbare Energie zu Hause selbst zu erzeugen, selbst zu nutzen, die Stromrechnung zu mindern und Teil der Energiewende zu werden.

In einem Vortragsteil werden zunächst die Grundlagen der solaren Stromgewinnung erläutert und die Besonderheiten der Balkonkraftwerke dargestellt.

Anschließend geht’s ganz praktisch weiter: Solarmodul, Wechselrichter, Verkabelung, Steckverbindungen usw. können angefasst und selbst zusammengebaut werden.

Wenn die Sonne scheint, erzeugen wir zum Abschluss des Workshops gemeinsam euren ersten Solarstrom!

Erweiterung

Es werden diesmal auch Fragen zu Dach-PV Anlagen zu Solarstrom im Mehrfamilienhaus besprochen

Pressemitteilung der Grünen Langendreer :

(Bilder: Thomas Marzinzik)

WebinarHinweis : Prof. Stefan Rahmstorf: “Kippt die atlantische Meereszirkulation AMOC?”

In der Webinar-Reihe von Sven Gigold (Europaparlament) gibt es am
DI 07.07 von 19:00-20:30 ein Webinar mit Prof: Stefan Rahmsdorf :

Europe Calling Klimawissenschaftsupdate mit Prof. Stefan Rahmstorf: “Kippt die atlantische Meereszirkulation AMOC?”

siehe auch : hier

Gleich hier anmelden

Früher galt der Zusammenbruch der großen atlantischen Meereszirkulation (Volksmund: Golfstrom) als hochgefährliches, aber unwahrscheinliches Szenario. Doch neue Klimadaten und verbesserte Klimamodelle zeigen: Das Risiko für das Erreichen dieses Kipppunktes ist dramatisch gestiegen.

Die Folgen für Europa wären katastrophal und könnten schon in den nächsten Jahrzehnten eintreten. 

Die atlantische Meereszirkulation transportiert große Mengen Wärme nach Europa und sorgt so für unser vergleichsweise mildes Klima. Fällt sie aus, droht Nordeuropa eine Abkühlung um mehrere Grad. In Norddeutschland würde sich durch Erreichen des Kipppunkts die Zahl der Frosttage stark erhöhen. Zugleich nähme der Temperaturunterschied zwischen Nord- und Südeuropa drastisch zu. Die Folge könnten  stärkere Stürme und Niederschläge in Europa sein.

Dieses Szenario gilt heute nicht mehr als unwahrscheinlich, sondern als realistische Gefahr.  

Nur durch einen Kurs konsequenten Klimaschutzes lässt sich dieses Schreckensszenario noch mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindern.

Der weltweit bekannte und führende Ozeanograph und Klimaforscher Prof. Stefan Rahmstorf forscht seit über 30 Jahren zu diesem Thema. In diesem Europe Calling Webinar wird er den aktuellen Forschungsstand allgemeinverständlich darstellen. Es moderieren Sven Giegold und Maximilian Fries.

Termin: Dienstag, 7.7.2026, 19:00 – 20:30 Uhr

Gleich hier anmelden: LINK

Stellungnahme zur Bochumer Wärmeplanung von AKU , Bund und BoKlima

Die Wärmeplanung für die Stadt Bochum, die diese entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zum 30.06.2026 erstellt hat, ist im Entwurf veröffentlicht. ( ENtwurf Stadt Bochum : hier )

Das Bochumer Klimaschutzbündnis BoKlima, die BUND Kreisgruppe Bochum und der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum AkU nehmen hierzu Stellung.

Kurzfassung

Ausführliche Stellungnahme


weitere Infos

Zu diesem Thema veranstaltet der Mieterverin Bochum eine Info-Veranstaltung :
Veranstaltung „Kommunale Wärmewende – Bleibt Heizen bezahlbar?“ am 24.6. : hier

Links zu weiteren Berichten

Wärmeplanung in Bochum — Wärmeplan veröffentlicht, Interview mit BoKlima

Die Stadt Bochum hat einen Entwurf für den Bochumer Wärmeplan veröffentlicht. Bevor der Plan Anfang Oktober im Rat beschlossen wird, lädt die Stadt zur Beteiligung ein. Wie der Mieterverein Bochum berichtet : hier .

  • Info-Veranstaltung des Mietervereins: am 24.6. um 19 Uhr in die KoFabrik
  • online Einsicht via Consul
    (leider wiedermal ohne interaktive Beteiligung wofür Consul EIGENTLICH gedacht ist) :
    unter www.bochum-mitgestalten.de/kommunale-waermeplanung 
  • öffentliche Auslage :
    vom 18. Mai bis zum 19. Juni (im Technischen Rathaus, Hans-Böckler-Straße 19, Zimmer 1.0.210)

Der Ruhrnalist Kai Rüsberg — auch stark auf Mastodon vertreten — hat dazu einen Radiobeitrag im Dlf veröffentlicht und Stephanie von BoKlima interviewt :
Deutschladfunk Kultur : Kommunale Wärmeplanung – Womit Bochumer Mieter und Vermieter rechnen müssen https://share.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.html?audio_id=dira_EAE64EF6666711F17FD148DF3755BF60


Weitere Infos