Klima (Probleme) , Photovoltaik , … einmal anders : Die Anstalt (ZDF)

(24.05.22, zdf) , Original : hier

Die Anstalt vom 24. Mai 2022 — Politsatire mit Max Uthoff und Claus von Wagner

Die USS Enterprise kehrt zurück zur Erde. Auf ihrer Mission suchen Max Uthoff und Claus von Wagner, zusammen mit Gisa Flake, Maxi Gstettenbauer und Maike Kühl, in den unendlichen Weiten des Klimawandels nach einer Lösung zur Rettung der Menschheit.

Videolänge: 48 min Datum: 24.05.2022 : Video verfügbar bis 31.05.2023

Faktencheck zur Sendung !!

Die Einzelclips der Sendung

Die Anstalt vom 24. Mai 2022 Die Anstalt – E-Mobilität 2022  Videolänge 7 min · Comedy Die Anstalt vom 24. Mai 2022 Die Anstalt – Grünes Wachstum  Videolänge 11 min · Comedy Die Anstalt vom 24. Mai 2022 Die Anstalt – Spock vs. Habeck  Videolänge 11 min · Comedy Die Anstalt vom 24. Mai 2022 Die Anstalt – Zurück in die Vergangenheit  Videolänge 4 min · Comedy Die Anstalt vom 24. Mai 2022 Die Anstalt – Spock: Stand-Up-Debut  Videolänge 4 min · Comedy Die Anstalt vom 24. Mai 2022 Die Anstalt – Maxi Gstettenbauer zu Lieferketten  Videolänge 4 min · Comedy Die Anstalt vom 24. Mai 2022


Die Anstalt vom 27. Februar 2018

https://www.youtube.com/watch?v=vB3X_gKVBTg

Klimawandel – Mit Anny Hartmann, Hennes Bender, Alfons, Harald Lesch
‪„Captain, die Anstalt ist wieder da!“– „Auf den Schirm!“

Faktencheck (von 2018 ) !!


Mehr von der Anstalt

Bauen neu denken — Holzbau ? — evtl. auch für die Neustr.

(26.04.22, tagesschau.de) , Original : hier

Warnung vor Umweltzerstörung —
UN fordern neue Regeln für Sandabbau

Stand: 26.04.2022 11:30 Uhr

Weltweit wird immer mehr Sand für Bauprojekte verwendet – mit verheerenden Folgen für die Natur. Das UN-Umweltprogramm fordert in einem neuen Bericht Konsequenzen – etwa ein Verbot von Sandabbau an Küsten.

Die massive Nachfrage nach Sand angesichts des weltweiten Baubooms droht Ökosysteme zu zerstören und das Risiko für Naturkatastrophen zu erhöhen. Der Sandverbrauch habe sich innerhalb von zwei Jahrzehnten verdreifacht, berichtet das UN-Umweltprogramm (UNEP).

Sand sei nach Wasser der meistverwendete Rohstoff der Erde. 40 bis 50 Milliarden Tonnen Sand, Kies, Splitt und Schotter würden im Jahr verarbeitet – unter anderem für die Herstellung von Beton. Das entspricht etwa 18 Kilogramm Sand pro Erdenbürger pro Tag – oder genug, um eine 27 Meter breite und 27 Meter hohe Wand rund um den Erdball zu bauen.

Mehr Sand verarbeitet als gebildet

Die UNEP warnt in ihrem neuen Bericht “Sand und Nachhaltigkeit: 10 strategische Empfehlungen zur Abwendung einer Krise” davor, dass mehr Sand verarbeitet wird als sich natürlich bildet. Sand entsteht über Millionen Jahre durch die Verwitterung von Gestein, das Hitze, Kälte, Wind und Wetter ausgesetzt ist.

Sand müsse als strategischer Rohstoff eingestuft werden, der nicht nur zum Bauen benötigt wird, sondern auch wichtige Umweltfunktionen habe. Zum Beispiel könne der Abbau von Sand an Flussmündungen, -deltas, Stränden, in Küstennähe und auch in Wüsten problematisch sein. Das könne Ökosysteme zerstören, der biologischen Vielfalt schaden und zur Versalzung von Grundwasser und Erosion beitragen, was das Risiko von Sturm- und Überschwemmungsschäden erhöhe.

Anderer Umgang mit Sand gefordert

Sand müsse deshalb einen Preis bekommen, der auch seine Wichtigkeit für die Umwelt widerspiegele. Sand an Flüssen und Küsten zu belassen sei die günstigste Strategie, um sich gegen den Klimawandel zu wappnen. Der Sandabbau an Küsten etwa sollte ganz verboten werden, fordert die UNEP. Auf hoher See sollten zum Schutz der Ökosysteme für den Sandabbau internationale Standards entwickelt werden.

Länder sollten Bestandsaufnahmen machen und die Kreislaufwirtschaft fördern. So eigneten sich etwa Bau- und Abbruchmaterial oder Erzsand aus Bergwerksabfällen zur Wiederverwendung im Bau.

UN-Umweltprogramm fordert: Weniger Sand verbrauchen!

00:48 Min UN-Umweltprogramm fordert: Weniger Sand verbrauchen! Sandra Biegger, SWR, 26.4.2022 · 12:42 Uhr

Experiment Energiewende – schaffen wir das?

60.000 erforderliche Windräder, wo sollen die aufgestellt werden? Wer versorgt uns bei Dunkelflaute mit Strom und hält unser Stromnetz die Umstellung aus?


(10.03.2022 ∙ odysso – Wissen im SWR ∙ SWR) , original : hier , hier

Ist die rechtzeitige Umstellung auf erneuerbare Energieträger, die das Klima weniger belasten zu leisten?

Ist die Energiewende zu schaffen?

Viele Experten sagen „ja“, aber wo und wann sollen die 60.000 neuen Windräder aufgestellt werden? Wer versorgt uns bei Dunkelflaute mit Strom und hält unser Stromnetz das überhaupt aus?

In 23 Jahren soll Deutschland CO2-neutral sein. Alle Kohle-, Atom-, Gas- und Ölkraftwerke sollen dann abgestellt bzw. CO2-frei sein. Bis dahin sollen die regenerativen Energien und Wasserstoff unseren Energiebedarf zu 100% decken. Das ist ein unglaublicher Zeitplan, der eine Menge Fragen aufwirft.

Wie sollen wir ohne CO2-Emmissionen heizen?

Eine der größten CO2-Verursacher in Deutschland sind die Heizungen in unseren Häusern, die ca. Dreiviertel der CO2-Emissionen in den Haushalten ausmachen. Öl-, Gas- und Kohleheizungen sollen deshalb vor allem durch elektrische Wärmepumpen ersetzt werden, die nur ein Drittel bis ein Viertel der Energie verbrauchen. Diese Einsparmöglichkeiten werden allerdings nur erreicht, wenn die Gebäudehülle perfekt isoliert ist. Dazu gehören alle Außenwände, die Fenster und das Dach. Außerdem müssen alle Raumheizkörper durch Flächenheizungen im Boden, an der Wand oder an der Decke ersetzt werden. Erst durch mehrere Quadratmeter- große Heizungsoberflächen, kann das Heizsystem dann mit niedrigen Betriebstemperaturen von 40° statt 70 oder 80° betrieben werden.

Wenn diese beiden energetischen Vorbedingungen allerdings nicht erfüllt werden, können Wärmepumpen die Heizkosten sogar ansteigen lassen. Ob sich dieses Konzept vor allem bei Altbauten überall realisieren lässt, ist wegen der hohen Kosten sehr fraglich.

Mehrere Platten mit Heizung sind an einer Wand im Rohbau angebracht. (Foto: SWR)
Eine Flächenheizung an Wand, Boden oder Decke ist eine der Bedingungen, damit die Wärmepumpe Energie sparen kann.

Die Energiewende benötigt mehr Strom statt weniger – warum?

Außer den Heizungen sollen auch unsere Autos und viele Industrieprozesse in Zukunft mit elektrischem Strom, anstatt mit Öl und Gas betrieben werden. Wir werden deshalb eindeutig mehr Strom benötigen, aber nicht so viel mehr, wie man erwarten würde. Denn elektrische Anwendungen sind effizienter als

Anwendungen mit Verbrennungsprozessen. Ein Beispiel ist das E-Auto: Ein Kleinwagen, der für 100Kilometer zirka sechs Liter Benzin benötigt, verbraucht mit E-Motor etwa 15KWh. Rechnet man diese elektrische Energie in Benzin um, entspricht das gerade einmal 1,5 Liter. Damit liegt das E-Auto bei nur einem Viertel des Verbrauchs eines Benziners. Experten des Fraunhofer Instituts ISE in Freiburg rechnen deshalb damit, dass sich unser Gesamtenergieverbrauch trotz einem etwas erhöhten Stromverbrauch, sogar halbieren wird.

Ein Elektroauto wird an der Stromtankstelle betankt (Foto: SWR)
Ein Elektroauto braucht nur ein Drittel bis ein Viertel der Energie eines Benziners

Woher soll der ganze grüne Strom kommen?

Wir werden durch das Abstellen der fossilen Kraftwerke eine Menge zusätzlicher Windräder und Solarflächen benötigen. Die Anzahl der Windräder muss sich deshalb ca. Verdreifachen und die der Solarmodule Vervierfachen. Dazu braucht es viele Flächen, auf denen die Anlagen stehen können. Das ist einer der Nachteile der regenerativen Energie. Laut der Umfragen ist die überwiegende Mehrheit der Deutschen dennoch für den Ausbau der Erneuerbaren. Trotzdem kann das Ausbauziel mit der bestehenden Gesetzeslage bis 2045 nicht erreicht werden, weil die Genehmigungszeiträume für Windräder im Durchschnitt 5-7 Jahre dauern. Zu lange, um die erforderlichen 2000 Windräder pro Jahr zu realisieren.

Vogelperspektive auf eine Landschaft mit Feldern und Wäldern, in der sehr viele Windräder stehen. (Foto: SWR)
Die Anzahl der Windräder auf dem Festland muss sich verdreifachen. Heute sind es ca. 30.000

Können Batterien genügend Strom speichern?

Selbst wenn die Anzahl der Windräder und Solarmodule wie gewünscht zunimmt, gibt es ein Problem: Was ist, wenn die Sonne nicht scheint und auch kein Wind weht? Gerade im Winter zeigt sich immer wieder, dass Wind- und Sonnenenergie oft tagelang kaum einen Beitrag zur Stromherstellung leisten können, sondern Kohle und Gaskraftwerke die Energielücken schließen müssen.

Die Lösung wären große Speicher, die an Wind- und Sonnen-reichen Tagen die Stromüberschüsse aufnehmen. Heutige Batteriespeicher, selbst sehr große, können allerdings nur Sekunden, Minuten oder maximal Stunden einer Dunkelflaute überbrücken.

Im Keller der Batterie: Die Speicherbehälter sehen aus wie die Fässer in einem Weinkeller. (Foto: SWR)
Selbst eine der größten Batterien Deutschlands im Pfinztal bei Karlsruhe kann nur für einige Stunden die Energie eines Windrads speichern (Redox-Flow, 10MWh).

Woher kommt unser Strom künftig bei tagelanger Dunkelflaute?

Im Plan der Regierung soll die Versorgungssicherheit in den kommenden Jahren mit bestehenden Kraftwerken garantiert werden. Allerdings werden deren Laufzeiten bis 2030 immer weiter verkürzt, weil Wind- und Solarstrom zunehmen. Danach sollen die Gaskraftwerke mit grünem Wasserstoff betrieben werden, der CO2-frei ist und in Tanks und Kavernen eingelagert werden kann. Auch hier gibt es noch viele offene Fragen, weil die benötigte Menge an Wasserstoff z.B. nicht allein in Deutschland produziert werden kann.

Echte Langzeitspeicher können dagegen Wasserkraftwerke in Norwegen sein, denn seit 2021 hat man das norwegische Netz direkt mit dem deutschen Stromnetz über den sogenannten Nordlink (ein Tiefseekabel) verbunden. Überschüssiger Strom aus Deutschland kann jetzt in Norwegen direkt verbraucht werden. Während dieser Zeit drosselt man die Wasserkraftwerke dort und das Wasser sammelt sich in den Stauseen. Später, wenn in Deutschland wieder Strom benötigt wird, lässt man das Wasser wieder durch die Generatoren der Wasserkraftwerke abfließen und wir erhalten so quasi unseren Strom wieder zurück. Deutschland könnte so mehrere Tage mit Strom versorgt werden. Einzige Voraussetzung ist allerdings, dass auch der sogenannte Südlink bis nach Süddeutschland fertig gestellt wird, weil man dort besonders viel Strom braucht.

Kartengrafik die eine Verbindung zwischen Deutschland und Norwegen zeigt. (Foto: SWR)
Nordlink-Verbindung zwischen den Strom-Netzen in Norwegen und Deutschland. Mit deutschen Stromüberschüsse können künftig dort die Speicherseen gefüllt werden.

Reicht das bestehende Stromnetz für die Energiewende aus?

Während in der Vergangenheit der Strom in ca. 350 zentralen Großkraftwerken termingerecht und passend für die Verbrauchsspitzen produziert wurde, werden im künftigen Netz mehrere Millionen regenerative Kraftwerke dezentral den Strom einspeisen. Und das in völliger Abhängigkeit vom Wetter.

Unser heutiges Stromnetz ist für diese Aufgaben noch nicht ausreichend vorbereitet, weder was die die Kapazität der Kabel und Transformatoren betrifft, noch was die Steuerung der Balance zwischen Verbrauch und Erzeugung angeht. Denn Verbrauch und Erzeugung müssen in jeder Sekunde exakt ausgeglichen sein, weil Spannungsschwankungen sonst das Netz zusammenbrechen lassen können. Damit die Stromnetz-Leitzentralen hier den Überblick behalten, sollen nach und nach in allen Haushalten intelligente Stromzähler, sogenannte Smartmeter installiert werden. Sie werden minutengenau die Verbrauchs- und Stromeinspeisedaten an die Leitzentrale übermitteln. Das Ziel dabei ist, die Auslastung der Netze über die Smartmeter besser zu steuern.

Moderner Stromzähler unter Klarsichtgehäuse (Foto: SWR)
Der intelligente Stromzähler oder Smartmeter mit Minuten-genauer Übermittlung des Stromverbrauchs an die Netzbetreiber.

Linktipps:

Energy-Charts des Fraunhofer ISE. Vielfältige Grafiken und Karten zum Thema Energie in Deutschland: Aktueller Strommix, Kraftwerke, Emissionen, Preise, Klima

Klimaneutrales Deutschland 2045: Wie Deutschland seine Klimaziele schon vor 2050 erreichen kann (AGORA-Studie)

Grafik zum Aufbau des deutschen Stromnetzes

Energieatlas BW: Karte der Verteilnetze in BW

Lesetipp:

Baden unter Strom: Eine Regionalgeschichte der Elektrifizierung

Bernward Janzing

dold Verlag, Vöhrenbach

ISBN: 978-3-927677-27-2

Seiten 304, 29,00 Euro aus der Sendung vom Do., 10.3.2022 22:20 Uhr, odysso – Wissen im SWR, SWR Fernsehen

Die Themen der Sendung

Weltklimarat IPCC Bericht Teil III

Wie können Treibhausgase herunter gefahren werden , damit die Erde NICHT 2 Grad wärmer wird.


Links zu Dokumenten


Auswahl an Presseberichten

Klimaschutz: Zwei Hände halten ein Modell der Weltkugel
  • Am Montag hat der Weltklimarat (IPCC) den neuen Weltklimabericht vorgestellt. Das Papier bewertet die Folgen des Klimawandels. Und es zeigt auf, wie sich die Zukunft nachhaltig gestalten lässt.

CORRECTIV.Klima — neuer Schwerpunkt bei correctiv

(29.03.22 , correctiv.org) , Original bzw. neue Seite : https://correctiv.org/schwerpunkte/klima/https://correctiv.org/schwerpunkte/klima/

Recherchen & Events zur Klimakrise

Wie verändert sich unser Leben durch eine erhitzte Erde, wie kann ein klimagerechter Wandel gelingen – und wer bremst die nötigen Maßnahmen? CORRECTIV.Klima berichtet langfristig und nachhaltig über die Klimakrise. Gemeinsam mit Lokalmedien setzen wir deutschlandweite Recherchen um und laden zu Veranstaltungen ein. Zusammen finden wir heraus, welche Ansätze wirklich etwas bewegen.


Wie die Bundesregierung Milliarden für den Kohleausstieg hochrechnete

Die Folgekosten des Kohlebergbaus könnten am Ende die Steuerzahler tragen – und nicht der Betreiber. Schuld daran ist auch die Politik, die sich vom Investor vorführen lässt.

Die Heartland-Lobby

Wie das US-amerikanische Heartland Institute Leugner des Klimawandels in Deutschland unterstützt, um Maßnahmen zum Klimaschutz zu untergraben. 

Energiewende: Solar-Investoren drängen auf Ackerland

In Ostdeutschland häufen sich Anträge für große Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen. Das führt zu Konflikten und gefährdet Natur, Landwirtschaft und die Energiewende.

KlimaWandel — Learning for Future Uni-Bonn

( , ) , Original : hier


Im WiSe 21/22 startet ein interdisziplinäres Seminar für Studierende der Universität Bonn sowie der Hochschule Bonn Rhein-Sieg zum Thema Klimawandel. Die Teilnehmer/innen erarbeiten durch interaktive Podien, Workshops und Wissenschaftskommunikation öffentlichkeitswirksame Vorschläge im Sinne von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Die erarbeiteten Ergebnisse werden am Ende überregional vorgestellt.

Das Projekt

Wir wollen etwas bewegen!

Unser Ziel: mit unserem Projekt dazu beizutragen, dass deutsche Hochschulen ihre Lehre tatsächlich erfolgreich an Bildung für nachhaltiger Entwicklung (BNE) ausrichten; dass Studierende ihre Hochschulbildung aktiv mitgestalten, um in der Uni nicht nur über gesellschaftlich drängende Herausforderungen wie Klimawandel zu lernen, sondern diesen kompetent begegnen zu können – in ihrer Fachrichtung und über verschiedene Disziplinen hinweg. Das ist unsere Vision. Deshalb setzen wir mit Studierenden im Projekt “KlimaWandel – Learning for Future” die Diskussion zum notwendigen neuen Lernen und Lehren im Bereich Klimawandel vor Ort greifbar um. Und sorgen durch Vernetzung dafür, dass wir Impulse von außen integrieren und unsere Erkenntnisse weiterverbreiten.

Mit unserem Projekt “KlimaWandel – Learning for Future” (gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW) wollen wir Studierende stärken, Change Agents in eigener (Bildungs)sache zu sein: Wie wollen sie leben? Wie wollen sie sein? Und – was ihre Hochschulbildung angeht – was wollen sie lernen?

Das Projekt insgesamt besteht aus einer ineinandergreifenden Reihe von öffentlichen (und gestreamten) Podiumsveranstaltungen und Podcasts sowie Seminar-Workshops mit interdisziplinären Studierenden von Uni Bonn und Hochschule Bonn Rhein-Sieg. Die Ergebnisse der Studierenden werden diese am 22. Juni 2022 auf einer NRW-weiten Veranstaltung zu Bildung und Klima Bildungspolitiker*innen, Wissenschaft und interessierter Öffentlichkeit vorstellen. Projektbegleitende Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit soll dafür sorgen, dass es nicht nur in den beteiligten Hochschulen einen Impuls in die Lehre gibt, sondern darüber hinaus in die Hochschulszene und die interessierte Öffentlichkeit.

FlowChart Ergebnisse
Veranstaltungen

Wichtig ist uns: Die Studierenden entwicken ihre Empfehlungen für den Hochschulbetrieb. Dabei wird es z.B. um Werte und persönliche Narrative für Klimahandeln gehen, um Engagement und Kompetenzen für Nachhaltigkeit, das Neudenken von Rollen der Studierenden und Wissenschaftler*innen sowie eine neue Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. D.h. wir arbeiten nicht nur ergebnis-, sondern auch stark prozessorientiert und richten unsere Arbeit an Konzepten der verantwortungsvollen Wissenschaft und Innovation sowie von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aus.

Weil wir voneinander lernen und gemeinsam mehr bewegen wollen, vernetzen wir uns mit Initiativen, die aus verschiedensten Perspektiven an unserer geteilten Mission einer neuen Hochschulbildung für eine nachhaltige Entwicklung arbeiten. Der von Studierenden ausgehende Impuls für neues Lernen und Lehren im Bereich Klimawandel soll auch eine Übertragung auf Hochschulbildung in anderen komplexen Fragestellungen in Bezug auf die Erreichung der Sustainable Development Goals (z.B. SDG 4, 7, 12, 13, 15) ermöglichen und somit den Lehr-Lernprozess erweitern.

Weitere Links

Freiheitsenergie: — PV aufs Dach — Vorgaben für mehr Energieeffizienz werden vorgezogen

(06.03.22 , golem.de ) , Original : hier

Die Bundesregierung will die Gebäudeeffizienz schneller erhöhen und ab 2025 Wärmepumpen zur Regel und Photovoltaik verpflichtend machen.

… die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas zu reduzieren und will Vorgaben für mehr Energieeffizienz auf das kommende Jahr vorziehen, berichtet die Wochenzeitung Welt am Sonntag, der ein Papier des Wirtschaftsministeriums dazu vorliegt ….

Demnach plant die Bundesregierung für Neubauten ab 2025 eine Photovoltaikdachpflicht sowohl für den privaten als auch für den gewerblichen Bereich. Außerdem sollen schon ab 2025 vornehmlich Wärmepumpen eingebaut und Gebäude an Wärmenetze angeschlossen werden, ….

Zur Umsetzung der Solardachpflicht sollen zinsgünstige Förderkredite angeboten werden. Im Koalitionsvertrag heißt es, dass ab 2025 nur noch Heizungen verbaut werden dürfen, die auf Basis von 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden. Diese Maßnahme soll nun zeitnah umgesetzt werden.

Putin schaden heißt Energie sparen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte dem ARD-Hauptstadtstudio: “Wenn man Putin ein bisschen schaden will, dann spart man Energie.” Verbraucher könnten pro Heizsaison 200 Euro sparen, indem sie zweimal täglich stoßlüften, statt das Fenster auf Kipp zu stellen. Unternehmen könnten Energie sparen, wenn ihnen “klare Standards für die maximale Raumtemperatur von Büros vorgegeben werden”.

Energiewende: Finanzminister plant 200 Milliarden Euro für Klimaschutz ein — es geht ….

(07.03.22, golem.de ) , Original : hier

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will bis 2026 rund 200 Milliarden Euro für die Energiewende Deutschlands einplanen.

Bundesfinanzminister Christian Lindner plant mittelfristig rund 200 Milliarden Euro für den klimafreundlichen Umbau des Landes ein. Dies sagte der FDP-Politiker am Sonntag in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin.

Mit der Summe sollten Investitionen in Ladesäulen getätigt, die Modernisierung der Industrie vorangetrieben, die Wasserstoff-Erzeugung erhöht sowie die Dämpfung des Strompreises realisiert werden. Letzteres geschieht nach Angaben von Lindner durch die Abschaffung der Umlage für Erneuerbare Energien (EEG-Umlage), die künftig nicht mehr von Stromkunden, sondern aus Steuereinnahmen finanziert werde.

….

2. März 1972 – Club of Rome stellt Studie “Grenzen des Wachstums” vor — WDR-Zeitzeichen

(02.03.22 , wdr.de ) , Original : hier — weitere Links siehe unten

Wann werden die Ressourcen der Erde nicht mehr ausreichen für die Bevölkerung des Planeten? Diese Frage will der Club of Rome wissenschaftlich klären lassen. Das Ergebnis sorgt 1972 für einen weltweiten Schock – allerdings kaum zu einer Verhaltensänderung der Menschheit.

Gerade einmal 100 Jahre geben die beauftragten Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) der Erde noch, bevor es zu einem ökonomischen und ökologischen Kollaps kommen könnte.

Der Grund: Die Industrienationen verbrauchen zu viele Rohstoffe für ihren stetig steigenden Wohlstand. Zugleich wächst die Bevölkerung ständig, immer mehr Menschen müssen sich die begrenzten Ressourcen teilen. Audio starten, abbrechen mit Escape

“Club of Rome” zeigt die Grenzen des Wachstums auf (am 02.03.1972)

WDR ZeitZeichen. 02.03.2022. 14:54 Min.. Verfügbar bis 02.03.2099. WDR 5.

Audio Download . Download mit LINUX: Rechte Maustaste und “Ziel speichern unter” oder “Link speichern unter”.

Diese Studie war ein Schock – einerseits. Andererseits: Der “homo sapiens” ist nicht besonders klug mit der Erkenntnis umgegangen, die vor 50 Jahren vom Club of Rome veröffentlich wurde: dass Wachstum auf Kosten der natürlichen Ressourcen des Planeten nicht dauerhaft funktionieren kann.

Mehr Wohlstand durch Wachstum?

Damit bezweifelt der am 2. März 1972 vorgestellt Bericht “Die Grenzen des Wachstums” die grundlegenden Annahmen der westlichen Wirtschaftspolitik. “Mehr Wachstum erhöht den Wohlstand für alle” könnte laut den MIT-Wissenschaftlern bald an Grenzen stoßen.

“Wir haben ein Wohlstandsniveau erreicht, das die Saat der Zerstörung in sich trägt und eine völlige Neuordnung der sozialen, politischen und sonstigen Verhältnisse in der Welt erforderlich macht”, erklärt Alexander King seinerzeit. Der Chemiker gehört zum 1968 gegründeten Club of Rome, ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Humanisten und Industriellen.

Die Zukunft der Menschheit

Die Mitglieder treibt nichts Geringeres als die Frage nach der Zukunft der Menschheit um. Doch ohne Fakten keine Antworten. Die soll der Ökonom Dennis Meadows und seine Kolleg:innen am MIT mittels einer Computersimulation liefern.

Die Volkswagenstiftung finanziert die Studie. In die komplexe Modellrechnung fließen die damals bekannten Daten zum Bevölkerungswachstum, zu Industrialisierung, Unterernährung, Rohstoffausbeutung und der Zerstörung von Lebensraum ein – und werden in Beziehung gesetzt.

“Ein hohles und irreführendes Werk”

Die dabei errechnete Prognose über “Die Grenzen des Wachstums” sorgt für Aufruhr: “Weltuntergangs-Vision aus dem Computer”, schreibt der Spiegel. Die New York Times lässt die Studie auf einer ganzen Seite auseinander nehmen und nennt sie “ein hohles und irreführendes Werk.”

Neben der Kritik gibt es viel Zuspruch. Das schmale Buch ist in einfacher Sprache geschrieben, damit ist es auch für Nicht-Wissenschaftler gut verständlich. “Die Grenzen des Wachstums” und seine regelmäßig aktualisierten Nachfolger werden in 30 Sprachen übersetzt und zählen zur Standard-Umweltliteratur des 20. Jahrhunderts.

Wenig gelernt in 50 Jahren

Dennoch wird zu wenig getan, um die darin vorhergesagte Katastrophe abzuwenden. “Die Trends haben sich fortgesetzt, sie haben sie sogar noch beschleunigt”, sagt Mojib Latif, Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome.

Das beste Beispiel dafür sei der Klimawandel. “Wir sehen weltweit, was es bedeutet, wenn sich das Klima immer weiter erwärmt”, so Latif mit Blick auf Wetterextreme und steigende Meeresspiegel. “All das wird sich fortsetzen, wenn wir nicht schleunigst die Umkehr einleiten.”


(02.03.22 , sr ) , Original : hier

Anfang der 1970er Jahre, noch spricht kaum jemand von versiegenden Rohstoffen, Waldsterben oder gar Klimakatastrophe. Doch schon vor der ersten Ölpreiskrise 1973 weist der Club of Rome auf die missliche Lage der Menschheit hin. 1972 erscheint sein bahnbrechender Bericht, der uns “Die Grenzen des Wachstums” aufzeigt.

Seit seiner Veröffentlichung sind von diesem Buch über 30 Millionen Exemplare in 30 Sprachen verkauft worden. Zum ersten Mal wurden Computersimulationen eingesetzt, um die zentrale Frage der Weltwirtschaft zu stellen: Wann werden die Erde und ihre natürlichen Ressourcen nicht mehr ausreichen für die Bevölkerung?

Der gemeinnützige und internationale Club of Rome, 1968 gegründet um sich für eine nachhaltige Zukunft der Menschheit einzusetzen, hatte die Studie in Auftrag gegeben. Forscher am Massachusetts Institute of Technology kamen zu dem Ergebnis, dass innerhalb von 100 Jahren ökonomischer und ökologischer Kollaps drohen. Doch davon unberührt wuchsen in der Folge die Weltbevölkerung, Industrialisierung, Umweltverschmutzung, Nahrungsmittelproduktion und Ressourcenerschöpfung.

“Die Grenzen des Wachstums” und seine regelmäßig aktualisierten Nachfolger sind Teil des Kanons der großen Umweltliteratur des 20. Jahrhunderts. Dennoch hat die Öffentlichkeit wenig getan, um die darin vorhergesagte Katastrophe abzuwenden.

Von Veronika Bock und Ulrich Biermann


(02.03.22 , tagesschau.de ) , Original : hier

“Die Grenzen des Wachstums” Als der Club of Rome erstmals warnte

Vor 50 Jahren veröffentlichte der Club of Rome den Bericht “Die Grenzen des Wachstums”. Der erste umfassende, wissenschaftlich fundierte Report zur Zukunft der Erde warnte vor einer nur auf Wachstum ausgelegten Welt. Von Tjada Huchtkötter, SWR

Am 2. März 1972 veröffentlichte der Club of Rome einen Bericht mit dem Titel “Die Grenzen des Wachstums”. Er basierte auf den Ergebnissen eines neuartigen Forschungsprojekts: Unter Leitung des Ökonomen Dennis Meadows hatte ein 17-köpfiges Forschungsteam in den USA am Massachusetts Institute of Technology (MIT) aufwendige Computersimulationen durchgeführt. Von der Volkswagenstiftung mit 800.000 Dollar finanziert, untersuchten sie, wie sich fünf Trends gegenseitig über die Zeit beeinflussen würden: Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Unterernährung, nicht erneuerbare Ressourcen sowie Umweltschäden. 08.05.2012 Club of Rome stellt neue Studie “2052” vor Die Anfänge des Schrumpfens 1972 rüttelte der Club of Rome mit seiner Studie “Die Grenzen des Wachstums” einen im Dauerboom schwelgenden Westen auf.

Globale Katastrophe bis spätestens 2100

Ziel dieses Berichts war es weniger, Prognosen für die Zukunft zu geben. Vielmehr wollten die Forschenden verstehen, welche Dynamiken durch exponentielles Wachstum und die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Trends entstehen könnten. Dafür entwickelten sie zehn Szenarien, die jeweils auf etwas anderen Annahmen beruhten. Bei den Hochrechnungen wurde sehr deutlich: Ein “Weiter so” würde es ohne massive Krisen nicht geben können.  

Wenn die Menschheit unverändert weiterleben würde wie bisher, so die Studie, wäre mit einem starken Anstieg der Weltbevölkerung zu rechnen. Die Rohstoffvorräte würden in wenigen Jahrzehnten zur Neige gehen, oder ihre Förderung könnte so kostspielig werden, dass sich der Abbau nicht mehr lohne. Die lange stark wachsende Industrie würde dann einbrechen, Umweltverschmutzung den Zusammenbruch weiter beschleunigen. Bis spätestens 2100 wäre eine Katastrophe für die Weltgesellschaft unvermeidbar.

Eine solche Entwicklung könne auch nicht durch technischen Fortschritt aufgehalten werden, ergab der Bericht “Die Grenzen des Wachstums”. Technischer Fortschritt könnte zwar die Zeit bis zu einem Zusammenbruch verlängern; er würde die Grenzen des Wachstums aber nur ein Stück verschieben und nicht aufhalten. Technische Innovation, folgerte der erste Bericht an den Club of Rome, müsse zwingend mit sozialen und politischen Maßnahmen verbunden werden, um weltweit zu einem ökologischen wie sozialen Gleichgewicht zu kommen.

Dennis Meadows (Archiv) | picture-alliance / dpa

Der Ökonom Dennis Meadows, hier ein Foto von 1998, leitete das 17-köpfige Team, das den Bericht “Grenzen des Wachstums” anfertigte. Bild: picture-alliance / dpa

“Faktor Mensch” nicht genug berücksichtigt?

Obwohl Meadows und sein Team transparent arbeiteten, die Grenzen ihrer Hochrechnungen offenlegten und die Lückenhaftigkeit ihrer Berechnungen betonten, stieß “Die Grenzen des Wachstums” auch auf massive Kritik. So sei das menschliche Verhalten als wichtiger Faktor eines solchen Modells nicht genügend mit einbezogen worden. Die Grundausrichtung der damaligen Studie wurde dennoch seit 2008 mehrmals wissenschaftlich als richtig bestätigt, zuletzt 2020.

In der Folge wurde der erste Bericht an den Club of Rome aus dem Jahr 1972 zweimal aktualisiert und fortgeschrieben: 1992 und 2012. Die Studie war Auftakt für weitere wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit den Konsequenzen des Wachstums innerhalb der planetaren Grenzen. Christian Berg vom deutschen Club of Rome analysiert in seinem 2020 erschienenen Buch “Ist Nachhaltigkeit utopisch?” viele Hürden für nachhaltiges Handeln wie falsche Marktanreize, Politikversagen, moralische Defizite oder Systemträgheiten. Er zeigt, wie diese durch andere Denk- und Verhaltensweisen überwunden werden könnten. Andere greifen einzelne Aspekte des damaligen Berichts auf und analysieren spezielle Probleme wie die prekäre Lage der Ozeane und Wälder.   02.03.2022 Debatte über Wachstum Wie sich Wirtschaft wandeln könnte Kann die Wirtschaft immer weiter wachsen?

Ausgangspunkt vieler neuer Ideen

In Volkswirtschaftslehre und Soziologie hat sich eine Beschäftigung mit den Möglichkeiten und Bedingungen einer Postwachstumsgesellschaft etabliert. Basierend auf den Gedanken des Berichts von vor 50 Jahren stellt sich seither die Frage, ob es überhaupt noch Wachstum geben darf, ob nicht auch wirtschaftliche Schrumpfprozesse mit einem guten Leben vereinbar sein können. Und wenn Wachstum: Was darf wachsen und was nicht?

Fossile Energien wie Kohlestrom gelten als Auslaufmodelle, erneuerbare Energien, grüner Wasserstoff als zukunftsträchtig. Wenn es überhaupt Wachstum geben kann ohne absehbare Katastrophe, dann nur ein Wachstum innerhalb klarer nachhaltiger Grenzen, so viel scheint sicher.

Bericht verstärkte Entwicklung der Gesellschaft

Seit Ende der 1960er-Jahre waren Unmut und Skepsis gegenüber ungebremstem Wirtschaftswachstum auf Kosten von Umwelt und menschlichen Lebensgrundlagen gestiegen. Der Bericht an den Club of Rome kam damals genau zur richtigen Zeit, fundierte den Unmut in der Gesellschaft wissenschaftlich und bestärkte den bis heute anhaltenden Wunsch, etwas verändern zu wollen.

Nicht zufällig entstanden dann in den 1970er-Jahren Organisationen wie Greenpeace und der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND oder auch ab 1972 der Prozess innerhalb der Vereinten Nationen, der Arten- und Klimaschutz international thematisiert. Das führte etwa 1983 zur Weltkommission Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Bericht), später zu den Milleniums-Entwicklungszielen der UN oder auch zum Pariser Klimaabkommen.

Auch heute, 50 Jahre und viele Umweltkonferenzen später, klingt die damalige Empfehlung sehr aktuell: Um eine Katastrophe zu vermeiden, muss es der Menschheit gelingen, ein ökologisches und wirtschaftliches Gleichgewicht herzustellen und anstatt am Prinzip des “Weiter so” festzuhalten, die Transformation hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsordnung zu schaffen. Meadows und sein Team waren sich schon vor 50 Jahren sicher: Je früher die Menschheit das begreifen und handeln würde, desto wahrscheinlicher könnte sie einen Kollaps verhindern.


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