Video — aus fürs Klima: Wie man CO2 bei Videokonferenzen einsparen kann

( 17.02.21 , von heise.de Org: hier , D.Hutzler )

Videokonferenzen sind wie Streaming-Dienste schlecht für die CO2-Bilanz. Eine geringere Videoqualität hilft – oder einfach die Videoübertragung abschalten.

Meetings, Familientreffen, der Spieleabend mit Freunden – das alles findet seit einem knappen Jahr vorwiegend per Videokonferenz statt.

Eine Begleiterscheinung dieser Entwicklung ist die Debatte um die Umweltfolgen von Streaming und Co. Doch wie groß ist der ökologische Fußabdruck wirklich? Und wie lässt sich gegensteuern?

Die Zahlen sind zunächst schwindelerregend. 32 Exabyte Datenverkehr wurden im Jahr 2020 am nach eigenen Angaben weltgrößten Internetknoten DE-CIX in Frankfurt gemessen. Das entspreche einem acht Millionen Jahre andauernden Video-Anruf, heißt es von dort. Insbesondere in den Bereichen Homeoffice, Streaming und Videospiele seien die Datenmengen gestiegen. Und im März 2020 wurde mit 9 Terabit Datendurchsatz pro Sekunde ein Rekord verzeichne, der im November mit 10 Terabit pro Sekunde nochmal übertroffen wurde. Das hat Folgen.

In einer Modellstudie haben US-Forscher berechnet, dass die weltweite Internetnutzung zuhause im Zuge der Corona-Pandemie um 15 bis 40 Prozent gestiegen ist. Der damit verbundene zusätzliche Energieaufwand in den Rechenzentren und für die Datenübertragung sei für bis zu 3,2 Millionen zusätzliche Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich, heißt es in der im Januar erschienen Studie “The overlooked environmental footprint of increasing Internet use”. Das ist mehr, als ein Land wie Montenegro pro Jahr ausstößt (Stand 2016).

Wen nun beim Serien-Marathon das schlechte ökologische Gewissen plagt, für den haben die Autorinnen und Autoren konkrete Tipps parat. Würde man etwa vier Stunden lang Videos in HD-Qualität pro Tag streamen, entspräche das einem monatlichen Ausstoß von 53 Kilogramm CO2-Äquivalenten. Wer von HD- auf Standard-Qualität wechsle, drücke diesen Wert auf 2,5 Kilogramm – und spare etwa soviel ein, wie 150 Kilometer Autofahrt ausmachten.

Auch für die täglichen Videokonferenzen hat die Studie Zahlen parat. Wer beispielsweise 15 Meetings von einer Stunde pro Woche habe, komme auf einen monatlichen Ausstoß von 9,4 Kilogramm.

Mit ausgeschaltetem Video sinke dieser Wert auf 377 Gramm.

Die eingesparten Emissionen seien etwa mit denen vergleichbar, die entstünden, wenn man ein Smartphone für über drei Jahre jede Nacht auflade.

Wichtig ist, dass es sich dabei um einen globalen Mittelwert handelt. Davon auf einzelne Länder wie Deutschland zu schließen, sei jedoch schwierig, sagt die an der Studie beteiligte Umweltingenieurin Renee Obringer. “Es kann sein, dass Sie mit einem Server in China oder den USA verbunden sind, wenn Sie in Berlin ein Video online ansehen.” Es mache jedoch einen Unterschied, wie der Strommix in einzelnen Ländern zusammengestellt sei und wie modern die Übertragungssysteme seien.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) sind insbesondere die Übertragungswege zentral. Ein Videostream in HD-Qualität per Glasfaserkabel sei mit knapp zwei Gramm CO2-Ausstoß pro Stunde etwa 50-mal effizienter als eine Übertragung per UMTS, also dem 3G-Datenfunk. “Bei Glasfaser hat man unterwegs kaum Verluste”, erklärt Marina Köhn. Sie leitet das Forschungsvorhaben “Green Cloud-Computing” des UBA in Kooperation mit dem Fraunhofer IZM. Das liege daran, dass größere Datenmengen per Glasfaser über eine größere Distanz ohne Verstärkung übertragen werden können. Der Anteil der Rechenzentren an der CO2-Bilanz des Videostreaming sei im Vergleich zur Übertragung “überraschend gering”.

Generell könne man aber sagen: Um CO2 einzusparen sei es immer eine gute Idee, die Videoqualität herunterzustellen.

Doch trotz der Zahlen zum Energieverbrauch von Videostreaming: Klimafreundlicher als lange Anreisen sind die Konferenzen allemal. “Innerhalb von einem Radius von zehn Kilometern könnten vielleicht echte Treffen effizienter sein”, schätzt Köhn. Doch sobald längere Fahrten oder gar Flüge anstünden, habe die Videokonferenz vermutlich einen Vorteil.



CO2 Emissionen lt. data.worldbank.org

Co2 Emissionen der Jahre 1980 – 2016 (Länder interaktiv auswählbar) : hier

( hier können auch die Roh-Daten für eigene Reports heruntergeladen werden ! )

CO2 emissions (kt) – Montenegro, Germany, Denmark, Finland, France, BelgiumCarbon Dioxide Information Analysis Center, Environmental Sciences Division, Oak Ridge National Laboratory, Tennessee, United States.License : CC BY-4.0  LineBarMapLabel



( siehe auch bei heise.de Streamen ohne Schuldgefühle, Original : hier )

Streamen ohne Schuldgefühle: Was Nutzer für den Klimaschutz tun können

( 28.02.20 , Christof Windeck; Christian Wölbert )

( Klimaschutz, Streaming, Strom sparen, Umweltschutz )

Auch im digitalen Alltag kann man das Klima schonen. Das heißt jedoch nicht, dass man auf seine Lieblingsserien verzichten muss.

Außer über den Energiehunger der globalen IT wird auch oft über die Klimaschädlichkeit konkreter Anwendungen diskutiert. Vor allem Online-Videos werden dabei angeprangert. „Streaming ist das neue Fliegen“, titelte die Neue Zürcher Zeitung vor ein paar Monaten. Und die Nachrichtenagentur AFP meldete, eine halbe Stunde Streaming verursache so viel CO2 „wie eine Autofahrt von 6,28 Kilometern“.

Im selben Atemzug werden Nutzer aufgefordert, ihren Serienhunger zu zügeln. So wirbt die französische Klima-Denkfabrik „The Shift Project“ für „digitale Nüchternheit“. Manch einer schlägt sogar vor, wieder zur DVD zu greifen statt zu streamen.

Doch viele der durch das Netz geisternden Zahlen und Vergleiche stellen sich bei näherem Hinsehen als fragwürdig ­heraus. Bevor wir zu unseren Klimaschutztipps kommen, klären wir deshalb zunächst ein paar Grundlagen.

c’t-Schwerpunkt IT und Klimawandel

Den Energiebedarf von Anwendungen wie Streaming kann man grob in drei Blöcke unterteilen: das Endgerät, die Netze und die Rechenzentren. Den Verbrauch der Geräte kann man messen oder aus der Akkulaufzeit ableiten. Aktuelle Smartphones benötigen zum Videoabspielen etwa 1 bis 3 Watt. Tablets liegen eher bei 3 bis 5 Watt, Laptops bei 6 bis 20 und Fernseher bei 30 bis über 200 Watt, je nach Modell.

Der Netzwerkausrüster Ericsson hat kürzlich Schätzwerte für das Beispiel Videostreaming veröffentlicht. Er berücksichtigt das Netzwerk in der Wohnung des Nutzers mit 5 Watt; 10 Watt rechnet er für alle weiteren beteiligten Netze und Rechenzentren hinzu. So kommt man auf einen Gesamtstromverbrauch von 0,018 kWh für eine Stunde Streaming am 3-Watt-Smartphone. Am 100-Watt-Fernseher wären es 0,115 kWh. Mit dem deutschen Strom-Mix entspricht das einem CO2-Ausstoß von 9 respektive 56 Gramm.

Ericsson hat als Konzern natürlich ein Interesse daran, digitale Technik in ein grünes Licht zu rücken. Ein unabhängiger Forscher nennt gegenüber c’t höhere Zahlen: Der Green-IT-Experte Ralph Hintemann vom Berliner Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit geht „grob geschätzt“ von 30 bis 500 Gramm CO2 für eine Stunde Streaming aus, je nach Endgerät, Auflösung und Art der Datenübertragung; Mobilfunk kostet nämlich mehr Energie als Festnetz samt WLAN (wobei über Mobilfunk in der Regel nur kurze Clips gestreamt werden).

Zum Vergleich: Pro Kilometer Autofahrt mit einem typischen Benziner kommen aus dem Auspuff etwa 180 Gramm CO2. Bei sechs Kilometern sind es rund 1080 Gramm. Die oben zitierte Aussage, eine halbe Stunde Streaming schade dem Klima so wie sechs Kilometer Autofahrt, ist also weit übertrieben.

Klimakiller Streaming

Bevor man aus solchen Rechnungen irgendwelche Schlüsse zieht, muss man noch die Alternativen zum Streaming ­bedenken. Wer einfach nur auf dem Sofa sitzt und Däumchen dreht, drückt den Strombedarf keineswegs auf Null. Der WLAN-Router schluckt im Leerlauf nicht viel weniger Strom als unter Volllast. Die Infrastruktur zur Cloud hin läuft auch weiter, bestenfalls spart man ein paar Watt, weil die Betreiber dynamisch reagieren.

Und die gute, alte DVD schadet dem Klima mindestens genauso stark wie Streaming. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine US-Studie aus dem Jahr 2014: Bestellt man die DVD beim Online-Händler, falle der gesamte Energiebedarf inklusive Produktion, Versand, DVD-Player und TV ähnlich hoch aus wie beim Streaming. Fährt man mit dem Auto zur Videothek oder zum Geschäft, schneide die Silberscheibe deutlich schlechter ab. Obendrein kann man die DVD nicht am sparsamen Handy abspielen, und das WLAN bleibt ja auch eingeschaltet.

Der Ratschlag, weniger Videos zu streamen, hilft dem Klima also nicht unbedingt und kann sogar nach hinten losgehen, je nachdem, was man stattdessen mit seiner Zeit anstellt.

Wie also sinnvoll als Privatmensch das Klima schonen? Das Umweltbundesamt nennt als „Big Points“ in erster Linie den Einsatz von Ökostrom, Fahrradfahren auf Kurzstrecken, eine gute Wärmedämmung, weniger tierische Lebensmittel und seltener zu fliegen.

Es lohnt sich aber auch, im IT-Bereich näher hinzusehen. Schließlich macht Kleinvieh auch Mist, und vieles kann man ohne Aufwand oder Komforteinbußen umsetzen. Streamt man nur allein, kann man überlegen, ob das Tablet reicht oder es der 42-Zoll-Flatscreen sein muss. Wer unbenutzte Apps löscht, vermeidet unnötige große Update-Downloads. Und man kann hinterfragen, welche Daten wirklich regelmäßig oder doppelt und dreifach in der Cloud gesichert werden müssen.

Außerdem lohnt es sich, unnötige Stromfresser zu suchen. Im typischen Haushalt verschlingen allein Standby-Geräte 20 bis 100 Watt. Geräte, die selten benutzt werden, aber einen hohen Standby-Verbrauch haben, trennt man am besten über eine schaltbare Steckerleiste vom Strom. Wie Sie Ihren Energieverbrauch im Haushalt optimieren können, haben wir in einem separaten Beitrag für Sie zusammengestellt.

Ein zweiter Hebel ist das möglichst lange Nutzen von Geräten. Bei fast allen IT-Produkten für Privatnutzer überwiegt nämlich der Herstellungsaufwand den Stromverbrauch in der Nutzungsphase. Je länger man sie verwendet, desto klimafreundlicher werden sie ganz von allein. (cwo)

Faktencheck: Braucht eine Google-Suche 1000 Ws Energie?

Ende der 2000er-Jahre kursierten Berichte, laut denen eine einzige Suchanfrage bei Google ebensoviel Strom schlucke wie eine Energiesparlampe pro Stunde braucht. Das war Quatsch, wie Google 2009 in einem Blog-Beitrag klarstellte: Demnach verwandelten die Google-Server seinerzeit pro Anfrage rund 1 Kilojoule Strom in Abwärme, also 1000 Wattsekunden oder 0,0003 kWh. Ob dieser Richtwert heute noch stimmt, verrät Google nicht, denn auch er wurde für die kuriosesten Hochrechnungen missbraucht.

Außerdem blieb der Energiebedarf der Netze, die eine Anfrage zu Google leiten und die Antwort zurück, stets außen vor. Es gibt dermaßen viele Faktoren, die den Energiebedarf einer Suchanfrage beeinflussen, dass sich keine sinnvollen Vergleiche zu anderen Arten der Energienutzung ziehen lassen. Öffentlich verrät Google lediglich, im Jahr 2018 rund 10 Terawattstunden Ökostrom verbraten zu haben – auf welche Dienste wie viel davon entfällt, verschweigt Google ebenso wie die Anzahl der Suchanfragen pro Jahr.


Aufruf lasst uns darüber im Forum sprechen !

Runter vom Gas (Theory of Change)

( 12.02.21 ) Runter vom Gas

Direkt zum Audio-Podcast : Runter vom Gas Wer Nordstream 2 will, will auch weniger Klimaschutz.

Theory of Change - Der Podcast für progressive Politik

All Episodes › Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Alle sprechen über Nordstream 2 – doch kaum darüber, worum es eigentlich geht. Wir lichten das geopolitische Gestrüpp aus Putin, USA und Gaslobby, damit sichtbar wird, was die Riesenpipeline wirklich ist: ein Klimaverbrechen.


weitere Infos


Heisszeit : Facts for Future. Mit Vollgas in die Klimakatastrophe – und wie wir auf die Bremse treten ( Latif)

Klimawandel kompakt

Der Meteorologe Mojib Latif erklärt die Mechanismen des anthropogenen Klimawandels und hinterfragt, warum bisher so wenig dagegen unternommen wird.von Larissa Tetsch

Mojib LatifHeißzeitVerlag: Herder, Freiburg im Br. 2020ISBN: 9783451386848 | Preis: 20,00

Wegen der Covid-19-Pandemie sind derzeit viele drängende Probleme in den Hintergrund geraten. Zu ihnen gehört der menschengemachte Klimawandel, der bis zum Ausbruch der Epidemie – befeuert von der Bewegung »Fridays for Future« – in den Medien sehr präsent war. Viele befürchten, die pandemiebedingte Wirtschaftskrise könnte mittelfristig zu Ausgabenkürzungen in allen möglichen Bereichen führen, einschließlich des Klimaschutzes. Der unfreiwillige Lockdown, die damit verbundene massive Ausweitung von Homeoffice und Homeschooling sowie die drastisch zurückgegangene Zahl der Flüge und Autofahrten haben andererseits gezeigt, dass es grundsätzlich möglich ist, die anthropogenen CO2-Emissionen sehr deutlich zu senken. Vielleicht führt dies zu einem Umdenken in Politik und Gesellschaft.

Epochaler Bezug

Der bekannte Meteorologe Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel hat nun dieses leicht verständliche Buch zum Thema vorgelegt. Auf 200 Seiten führt er einschlägige Fakten auf mit der Absicht, sie so zu zeigen, »wie sie sind«, ohne zu beschönigen und ohne zu dramatisieren. Als Buchtitel hat er das Wort des Jahres 2018 gewählt: »Heißzeit« – ein Begriff, der nicht nur auf den extrem heißen und trockenen Sommer 2018 anspielt, sondern durch die Ähnlichkeit zu »Eiszeit« einen epochalen Bezug bekommt.

Das Buch thematisiert mehr als nur die Ursachen und Folgen des Klimawandels. Diese nehmen lediglich etwa die Hälfte von »Heißzeit« ein, bevor der Autor im zweiten Teil nach den Gründen fahndet, warum Menschen – von Ausnahmen abgesehen – in Sachen Klimaschutz nur schwer dazu zu bewegen sind, ihr Verhalten zu ändern. Als wesentlichen Faktor identifiziert er die Entkopplung von Ursache und Wirkung. So machen sich die Folgen des anthropogenen Klimawandels bislang vor allem in Regionen bemerkbar, die besonders wenig zu den klimatischen Veränderungen beigetragen haben – allen voran in den Polargebieten und im Südpazifik. In den wohlhabenden, hoch entwickelten Staaten Europas, der USA und China dagegen, die zusammen den weitaus größten Teil der menschengemachten CO2-Emissionen verantworten, prägen sich die klimatischen Folgen langsam und für viele bisher kaum merklich aus. Gerade solche Länder stehen aber besonders in der Pflicht umzusteuern, zumal sie oft noch historisch am stärksten vom Raubbau an der Natur profitiert haben. In dem Zusammenhang beleuchtet Latif die organisierte Desinformation, um den menschengemachten Klimawandel zu verharmlosen oder zu leugnen – seit Jahrzehnten finanziell üppig unterstützt von der fossilen Brennstoffindustrie – sowie die Rolle, die Politik, Medien und Social Media dabei spielen.

( Aus Spektrum.de, Original : hier )


Euch ist sicher Mojib Latif bekannt, Professor am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. 2020 ist von ihm im Herder Verlag, Freiburg, ein hervorragendes Buch erschienen mit dem Titel: HEISSZEIT: Facts for Future. Mit Vollgas in die Klimakatastrophe – und wie wir auf die Bremse treten (Spiegel-Bestseller). Vielleicht habt Ihr Interesse, Zeit und Muse, es zu lesen.  

( Lesetip von Heidi )

Energie speichern (WDR5, Quarks)

Die ewige Geschichte, Energie zu speichern Teil 2

(Original hier )

Wenn es im Winter kalt ist, sind wir froh, wenn wir es uns zuhause kuschelig warm machen können, oder? Wo die Energie dafür herkommt, fragen wir uns meistens nicht. Gleichzeitig zeigen Umfragen, dass viele Menschen die Energiewende unterstützen. Also dafür sind, dass wir deutlich mehr Energie aus erneuerbaren Quellen nutzen. Damit das klappt, werden Energiespeicher benötigt. Wie die Zukunft der Energiespeicherung aussehen könnte, berichtet Annika Franck.

( Direkt zum Audio : hier )


So lässt sich zu viel Strom speichern

( Original hier )

Wind und Sonne liefern uns immer mehr Energie. Manchmal sogar zu viel. Wie steht es um die Stromspeicher? Quarks-Reporterin Lara Schwenner gibt einen Überblick über den Status Quo der Energiespeicher-Technologien.

( Direkt zum Audio : hier )

Klimaschutz erfolgreich gestalten – Was Behörden tun könn (t) en

(Studie bei der Bezirksregierung : https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/n/nachhaltigkeit_klimaschutz/Klimaschutz-erfolgreich-gestalten—Was-Behoerden-tun-koennen.pdf )

Handlungsfelder Windkraft, Wasserkraft und Verkehrswende
Prof. Dr. Thorsten Attendorn

Klimaschutz erfolgreich gestalten Was Behörden tun können

Prof. Dr. Thorsten Attendorn
Professor an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung des Landes NRW
thorsten.attendorn@hspv.nrw.de

Erstellt im Auftrag der Bezirksregierung Arnsberg 25. Februar 20202

Der Klimawandel ist eine der größten Besorgnisse weltweit. Ausweislich des IPCC- Sonderberichts ist nach dem Stand der Wissenschaft eine Beschränkung der Erderwär-mung auf deutlich unter 2°C, besser noch auf 1,5°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau anzustreben, um unumkehrbare Klimafolgen zu vermeiden. Neue Verbindlichkeit der Klimaziele Zugleich Verfehlung der Ziele für 2020

Trotz nicht zu verkennender fachlicher Prognoseunsicherheiten wird dieser Stand-punkt den globalen, europäischen und nationalen Zielvorgaben zugrunde gelegt. Das Protokoll von Paris sowie die EU-Zielsetzungsprozesse nehmen hierauf Bezug und sind nunmehr verbindlicher operationalisiert und mit prozeduralen Absiche-rungen versehen. Im jüngst verabschiedeten Bundes-Klimaschutzgesetz werden nunmehr erstmals (für die öffentliche Hand) verbindliche Zielvorgaben für die Re-duktion der CO2-Emissionen niedergelegt, die auch mit einem Überprüfungs- und Nachsteuerungsmechanismus ausgestattet sind.Allerdings ist nach jetzigem Stand davon auszugehen, dass die Ziele für 2020 ver-fehlt werden.

Auch die Erreichung der Ziele für 2030 erscheint gegenwärtig frag-würdig. Schon wurden „Klimaklagen“ von privater Seite erhoben, blieben allerdings bislang aus prozessrechtsstrukturellen Gründen erfolglos.Stagnation des Ausbaus erneuerbarer Energien

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Klima-Anpassungsgipfel US-Regierung „bedauert“ Klimapolitik der Trump-Jahre

(von deutsclandfunk.de : hier )

25. Januar 2021

Der Klima-Beauftragte der US-Regierung, John Kerry, verspricht eine Kursänderung. (Ritzau Scanpix)

Die US-Regierung hat auf dem sogenannten Klima-Anpassungsgipfel deutlich gemacht, dass sie eine Kursänderung der bisherigen Politik des Landes plant.

Der neue US-Klima-Beauftragte Kerry betonte auf der zweitägigen Onlineveranstaltung, Präsident Biden habe die Bekämpfung des Klimawandels zu einer Priorität seiner Regierung erklärt. Man bedauere die Politik seines Vorgängers Trump.

Bundeskanzlerin Merkel mahnte mehr internationale Kooperation im Kampf gegen die globale Erderwärmung an. Sie sagte zusätzliche Hilfen von 220 Millionen Euro zu, um die ärmsten Länder der Welt in diesem Bereich besser zu unterstützen. Die Mittel stammen aus dem Bundesentwicklungsministerium und sollen teilweise als Kredite ausgezahlt werden

Der Anpassungsgipfel bereitet die Weltklimakonferenz vor, die Ende des Jahres in Glasgow stattfindet. Organisiert wird er von den Niederlanden. Zu den Teilnehmern zählen Staats- und Regierungschefs in aller Welt ebenso wie Vertreter der UNO.



(von zdf.de : hier )

Internationaler Klima-Gipfel – Merkel: 220 Millionen für Entwicklungsländer

Datum: 25.01.2021 21:35 Uhr

Im Kampf gegen den Klimawandel mahnt Merkel eine stärkere internationale Kooperation an und sagt Millionenhilfen an Entwicklungsländer zu.

Der Klimawandel betrifft alle – die ärmsten Länder aber am allermeisten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim Klima-Anpassungsgipfel zusätzliche Hilfen in Höhe von 220 Millionen Euro zugesagt, um die ärmsten Länder der Welt im Kampf gegen den Klimawandel besser zu unterstützen. Die Mittel stammen aus dem Bundesentwicklungsministerium und sollen teilweise als Kredite ausgezahlt werden.

Müller: Millionen für Entwicklungsländer “wichtiges Signal”

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) bezeichnete die zusätzliche Unterstützung als “wichtiges Signal” und verwies auf die Milliardenschäden, die Naturkatastrophen im vergangenen Jahr gerade in den ärmsten Ländern angerichtet hatten. “Laufen die Entwicklung einfach so weiter, dann tragen vor allem die Entwicklungsländer die katastrophalen Folgen”, warnte der CSU-Politiker. Schon heute gebe es 20 Millionen Klimaflüchtlinge, die ihre Lebensgrundlagen verloren hätten. “Nach Einschätzung der Weltbank können daraus in wenigen Jahren 140 Millionen Menschen werden.”

Als unzureichend kritisierte hingegen die Organisation Brot für die Welt Merkels finanzielle Zusagen. Die Bundesregierung werde “dem Problem der wachsenden Anpassungskosten und auch der zunehmenden Klimaschäden im Globalen Süden nicht gerecht”, beklagte Brot-für-die-Welt-Klimaexpertin Sabine Minninger.

Immer mehr Naturkatastrophen werden weltweit durch den Klimawandel verursacht. Beitragslänge: 1 min Datum: 07.01.2021

Merkel: Klimawandel zusammen bekämpfen

Merkel mahnte überdies mehr internationale Kooperation im Kampf gegen die globale Erderwärmung an. Gemeinsam hätten es die Staaten in der Hand, die Folgen des Klimawandels auf Umwelt, Wirtschaft und Sicherheit einzudämmen, sagte Merkel am Montag in einer Video-Botschaft an den von den Niederlanden organisierten Online-Gipfel. Der neue US-Klima-Beauftragte John Kerry versprach eine Korrektur der Klimapolitik seines Landes.

Der Klimawandel gefährdet unsere Umwelt, unsere Wirtschaft, unsere Sicherheit – überall auf der Welt. Aber gemeinsam haben wir es in der Hand, die Folgen einzudämmen.

Angela Merkel

Der zweitägige Anpassungsgipfel bereitet die Weltklimakonferenz COP 26 vor, die Ende des Jahres in Glasgow stattfindet. Zudem soll eine Anpassungsagenda mit praktischen Lösungen und Plänen bis zum Jahr 2030 beschlossen werden, an denen sich auch die freie Wirtschaft und Institutionen wie die Weltbank beteiligen sollen.

Kerry: USA stolz, beim Klima zurück zu sein

Der Klima-Beauftragte der neuen US-Regierung, John Kerry, gab seinem “Bedauern” über die Klimapolitik seines Landes unter Ex-Präsident Donald Trump Ausdruck. Der neue US-Präsident Joe Biden habe die Bekämpfung des Klimawandels zu einer “Top-Priorität” seiner Regierung erklärt, betonte Kerry.

“Eine deutliche Abkehr von Trumps Politik”, so ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf. Beitragslänge: 2 min Datum: 24.11.2020

Wir haben nun Gott sei Dank einen Präsidenten, der anführt, die Wahrheit sagt und den die (Klima-)Frage umtreibt.

John Kerry

Die USA seien “stolz, zurück” auf der Weltbühne zu sein und würden “alles in unserer Macht stehende tun”, um ihre Abwesenheit in den vergangenen vier Jahren zu kompensieren. Unter Trump hatten sich die USA einseitig aus dem Pariser Klimaabkommen zurückgezogen. Biden machte den Schritt wenige Stunden nach seiner Amtseinführung in der vergangenen Woche rückgängig.

Klimadiskurs nrw — ‘neuer’ Verein

Neuer Verein : Klimadiskurs.nrw
Wirklich mehr als ein Industrieverband ??


KlimaDiskurs.NRW

Wer sind wir?

Mit dem gemeinnützigen und unabhängigen Verein KlimaDiskurs.NRW wollen wir den Klimaschutz voranbringen und gleichzeitig den Industrie- und Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen sichern. Die Vernetzung der wesentlichen Akteure aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ist dabei Kern unseres Wirkens. In enger Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern fördern wir den diskursiven Austausch zu klimarelevanten Themen – ganz im Sinne einer Lobby für gemeinsames Handeln!

Was sind unsere Ziele und wie arbeiten wir? Das erfahren Sie in dem folgenden Video!
https://www.youtube.com/embed/Bj1FN5k-e5o?feature=oembed&wmode=opaque

Finden Sie die Themen, für die wir uns engagieren, genauso wichtig wie wir? Dann werden Sie doch mit Ihrem Unternehmen, Ihrem Verband oder Ihrem Verein Mitglied des KlimaDiskurs.NRW! Nur gemeinsam mit Ihnen können wir unsere Ziele rund um den Klimaschutz erreichen. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!

Der KlimaDiskurs.NRW informiert

Neuer Beirat: Hochrangige klimapolitische Persönlichkeiten unterstützen KlimaDiskurs.NRW

Der KlimaDiskurs.NRW kann in seinem Engagement für nachhaltigen Klimaschutz und die Erhaltung des Industrie- und Wirtschaftsstandortes ab sofort auf zusätzliche hochrangige Unterstützung durch einen neu gegründeten Beirat zählen. Dr. Susanne Dröge, Dr. Peter Jahns, Dr. Juliane Kronen, Prof. Dr. Barbara Praetorius, Wolfgang Saam, Andreas Skrypietz und Prof. Dr. Klaus Töpfer werden dem Verein in der neuen Projektförderphase mit ihren vielfältigen Erfahrungswerten im klimapolitischen Geschehen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene beratend und kritisch-analytisch begleitend zur Seite stehen.

Pressemitteilung

Im Dialog

Aus unserem #Newsletter: Wer ist die Akteursinitiative ‘Zukunft #Wasserstoff#NRW‘? Heute traf sich der unabhängige Zusammenschluss zu seiner konstituierenden Sitzung und geht nun gemeinsam voran für mehr #Klimaschutz
klimadiskurs-nrw.de/akteursinitiat…

Führt Klimaaktivismus zum Burn-out?(Podcast , zeit.de)

( Original bei Zeit.de , hier )

Podcast: Woher weißt Du das? / Psychische Belastung: Führt Klimaaktivismus zum Burn-out?

( direkt zum Audio : hier )

Wer sich für Klimapolitik engagiert, kann schnell verzweifeln. Psychologen reden vom Activism-Burn-out. Was hinter der Diagnose steckt, erklärt der ZEIT-WISSEN-Podcast.
Von Hella Kemper, Max Rauner und Joelle Altmann 17. Januar 2021, 12:54 Uhr

Ein Burn-out wird oft mit Überarbeitung im Beruf verbunden. Von der Diagnose können aber auch Aktivistinnen und Aktivisten betroffen sein, die sich zum Beispiel für Klimaschutz, Menschenrechte, Feminismus oder gegen Rassismus einsetzen. Wenn man sehr für ein Thema brennt, kann das politische Engagement in Erschöpfung umschlagen. Wie man einem “Activism-Burn-out” vorbeugt, erklärt ein Psychologe im ZEIT-WISSEN-Podcast. Die Methoden kommen aus den USA und wurden im Wahlkampf von Barack Obama erprobt.

Das zweite Thema: Die kasachische Hackerin Alexandra Elbakyan macht Raubkopien von Millionen wissenschaftlichen Fachartikeln und …


( Tip von Stefan )