Aus der WirtschaftsWoche : Klimawandel Bäume kühlen heiße Städte – doch sie brauchen dringend Hilfe

(25.06.22 , Wirschafts Woche) , Original : hier

Weil es wie in diesem Frühjahr seltener geregnet hat, fehlt es den Bäumen an Wasser.

Bäume können überhitzte Städte herunterkühlen, müssen aber aufwendig bewässert werden. Einige Start-ups versprechen Abhilfe. Ist das die Lösung für die grüne Stadtoase von morgen?

Heiß, heißer, am heißesten: Deutschland erlebt das zweite Hitzewochenende in Folge. Vor einer Woche registrierte der Deutsche Wetterdienst Höchsttemperaturen von örtlich über 37 Grad. Und nun erreicht die Hitze auch den Norden der Republik. In solchen Hitzewellen klettern die Temperaturen in den Innenstädten bis zu zehn Grad höher als im Umland. Bäume könnten eigentlich helfen, diese Temperaturen in trockenen Metropolen zu mildern: Denn während Beton und Asphalt Sonnenwärme speichern, kühlen sie durch Verdunstung und Schatten. 

Aber den Hölzern der Innenstädte geht es nicht gut. „Unsere Stadtbäume sind gestresst“, sagt Sonja Knapp vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Weil es wie in diesem Frühjahr seltener geregnet hat, fehlt es den Bäumen an Wasser. In den schütteren Baumkronen bildet sich Totholz, durch die Trockenheit breiten sich Pilze schneller aus.

Die Zahl der Bäume, die laut Statistischen Bundesamt gefällt werden müssen, steigt. Und Nachpflanzungen sind aufwendig: Ein Jungbaum zwischen dem vierten und zehnten Jahr verschlingt in der Stadt Leipzig während der Sommermonate bis zu 800 Liter Wasser, erst dann reicht sein Wurzelwerk tief genug, um ans Grundwasser zu gelangen. Wenn dies der mit Leitungen durchzogene Stadtboden überhaupt ermöglicht. Insgesamt bewässert die Stadt bereits seit Ende April rund 8000 Bäume.

Sensoren im Boden 

Nun bieten gleich mehrere deutsche Start-ups Unterstützung an. „Die Grünflächenämter sind nicht dafür ausgelegt, so viele Bäume zu bewässern, wie es durch den bereits spürbaren Klimawandel erforderlich wird“, sagt Daniel Brand. Vergangenes Jahr gründete er in Celle das Start-up Awatree. Die Sensoren des Unternehmens ermitteln, wie trocken die Erde um einen Baum herum ist. Außerdem greift Awatree auf Niederschlagsdaten, Wettervorhersagen, die regionalen Baumkataster und Satellitenbilder zurück. So ermittelt das Start-up täglich den Wasserbedarf eines Baumes. Der wird dann automatisiert gegossen – von einem dezentralen Wassertank, den das Unternehmen beispielsweise als Stadtbank um den Baum herum verkleidet hat und bis zu 1000 Liter Wasser fassen kann.

20 dieser Behälter hat Awatree seit der Gründung im vergangenen Jahr schon verbaut, unter anderem für den Energieversorger Mainova. Auf einer Webseite können Mitarbeiter des Grünflächenamts oder auch engagierte Bürgerinnen und Bürger den Wasserbedarf und den Stand des Wassertanks einsehen – und den Sensor über eine Funktechnologie ansteuern. Dafür gab es vergangenes Jahr ein erstes Investment, eine zweite Finanzierungsrunde soll noch in diesem Jahr folgen.

Auf ein ähnliches smartes Bewässerungssystem für Stadtbäume setzt auch die Stadt Essen. Gemeinsam mit der Universität Trier läuft derzeit das Pilotprojekt Treecop. Mittels Satelliten- und Bodenfeuchtesensordaten will die Stadt sehen, wo, wann und wie stark gewässert werden muss. Kommendes Jahr soll es eine Onlinekarte geben, auf der auch Bürgerinnen und Bürger nachschauen können, welcher Baum in ihrer Nachbarschaft dringend Wasser braucht.

Doch es gibt eben auch Probleme, die sich nicht digital lösen lassen: Über Jahrzehnte ist eine Infrastruktur entstanden, die Bäumen nicht gut tut. Gehwege sind gepflastert, Straßen geteert. Das erschwert es, den hiesigen Linden, Ahornen, Eschen und Platanen Regenwasser aufzunehmen. Stattdessen fließt es in die Kanalisation ab. In den Hitzeperioden rufen Kommunen deshalb immer wieder ihre Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Stadtbäume zu gießen, fahren selbst mit Tankwägen umher oder nutzen Wasserbeutel, die das Wasser nach und nach in den Wurzelbereich abgeben. „Das ist eine reaktive Maßnahme der Kommunen“, sagt Geoökologin Knapp.

Vorausschauende Warte für Bäume

Eine andere Möglichkeit, irreparable Schäden zu vermeiden, bietet das Münchner Start-up Treesense. Das Unternehmen hat ein Tool entwickelt, dass rechtzeitig Alarm schlägt. Dafür wird ein Sensor in der Baumkrone angebracht, der den Wasserhaushalt analysieren kann. Der Sensor erfasst alle 15 Minuten den elektrischen Impulswiderstand in den Xylem-Kanälen, die Wasser und Nährstoffe in Pflanzen transportieren. Eine steigende Kurve zeigt an, dass der Baum zunehmend in Trockenstress gerät. Wird der rote Bereich erreicht, berechnet ein Algorithmus die effizienteste Route für die Bewässerungsteams, um möglichst viele betroffene Bäume mit einer Fahrt zu gießen. Dafür wurde das Start-up zuletzt vom Bundeswirtschaftsministerium beim Gründungswettbewerb in der Kategorie „Digitale Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet.

In Mainz und Marburg, Madrid und Mailand laufen derzeit Pilotprojekte. Rund 100 Sensoren haben die Treesense-Gründer, der Forstwissenschaftler Giancarlo Foderà, Maschinenbauer Semir Babajic, Elektrotechniker Julius Kübler und Mathematiker Moritz Spielvogel, dort inzwischen an Bäumen montiert. Stehen 50 Platanen an einer Allee, sagt Babajic, dann reiche für die ganze Stadt ein einziger Sensor.

Wasser ist noch günstig

Denn wenn ein Baum austrocknet, ist das nicht nur schlecht fürs Klima: Äste, die abbrechen, sind eine Gefahr für Anwohner und den Straßenverkehr. Stark beschädigte Bäume werden deshalb gefällt. Im Berliner Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg werden es allein in diesem Jahr 2000 der 42.000 Bäume sein, wie das Baummanagement des Straßen- und Grünflächenamts schätzt. Dafür reichen die Ressourcen nicht aus, kritisiert Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann. Außerdem würden Bäume am Leben gehalten, die mittelfristig an den heutigen Standorten nicht überleben könnten.

Klimaresilientere Arten pflanzen, mehr Platz schaffen und mittels Daten bedarfsgerecht gießen – all dies könnte helfen, die Bäume länger am Leben zu halten. Und doch gerät diese Erkenntnis schnell in Vergessenheit, wenn es  wieder mehr regnet. Das weiß Awatree-Gründer Brand nur zu gut. Der Start des Start-ups im vergangenem Jahr fiel just in den regenreichsten Sommer seit zehn Jahren. „Das haben wir natürlich gemerkt. Der Fokus lag damals auf Starkregenschutz, beide Wetterextreme nehmen zu.“


Tip von Stefan

120 Jahre alte Bäume durch Neubau gefärdet — wiedermal

(20.06.22, waz) , Original : hier


Baumschutz, Querenburg/Wiemelhausen. 


In Querenburg und in Wiemelhausen ist wertvoller Baumbestand durch neue Wohnbebauung gefährdet. Naturschutzbeirat und Anwohner schlagen Alarm.

Ein Naturdenkmal in Querenburg, eine 120-jährige Esskastanie, Auf dem Aspei 47, droht abzusterben. Heidi Hopkins, Mitglied im Naturschutzbeirat: ‟Der Verdacht liegt nahe, dass zugunsten der Immobilienwirtschaft eine Naturkostbarkeit, ein Stadtbild prägendes Naturdenkmal, an dem sich viele Querenburger und Hustädter erfreuten, wider besseres Wissen geopfert wurde.”

Nachbarn konnten Abholzung aufhalten

Schon 2017 lag für den Baum Auf dem Aspei eine Fällgenehmigung vor. Durch einen Eilantrag konnten Nachbarn die Abholzung vorerst aufhalten. Die dortige Esskastanie nennt Hopkins ‟ein mahnendes Beispiel für Fehlverhalten”. Es habe zwar eine sogenannte ökologische Baubegleitung gegeben, ‟die aber nicht respektiert wurde”. Trotz zahlloser Hinweise des Naturschutzbeirates habe es rechtswidrige Überschreitungen zulasten der Lebensfähigkeit des Naturdenkmals gegeben: Wurzeln wurden gekappt, Häuser zum Teil zu nahe an dem Baum gebaut, im Wurzelbereich wurde eine Tiefgarage errichtet. Der Wurzelraum war während der Bauarbeiten als Lagerraum benutzt worden. Folge: Der Baum trägt in der Krone keine Blätter mehr.

Anwohnerin Elisabeth von Roden erinnert sich: ‟Auf dem Grundstück Auf dem Aspei 45-47 war seinerzeit für die Bebauung die Esskastanie als einziger erhaltenswürdiger Baum stehengeblieben, wohingegen eine alte Eiche, eine alte Zeder, eine Birne und eine Kiefer gefällt worden waren.”

Und weiter: ‟Am 16. März 2017 teilte mir Michael Grothe vom Umwelt- und Grünflächenamt in einem Brief die Begründungen zur Fällerlaubnis der gefällten Bäume mit, am Ende des Briefes äußerte er sich auch noch zur Edelkastanie: ,Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass sich auf dem Baugrundstück auch ein Naturdenkmal (Edelkastanie) befindet. Dieser Baum hat einen höheren Schutzstatus. Das Umwelt- und Grünflächenamt hat sich bereits zum Zeitpunkt der Bauvoranfrage für den Erhalt des Naturdenkmals eingesetzt. Das Bauvorhaben wurde umgeplant, damit die Edelkastanie erhalten werden kann. Es liegt ein Baumschutzkonzept vor. Der Schutz der Edelkastanie wird über eine ökologische Baubegleitung sichergestellt.‚”

Wie dieses Baumschutzkonzept aussehe, wisse sie nicht. Wie der Baum in diesem Jahr aussieht, sehe sie. ‟Es ist jedenfalls ein Trauerspiel, und viele Anwohnerinnen und Anwohner sind besorgt und enttäuscht.”

Alte Eichen an der Charlottenstraße

Laut Heidi Hopkins vom Naturschutzbeirat drohen nun auch drei alte, schutzwürdige Eichen an der Charlottenstraße abzusterben, die durch Wohngebäude und Straßen umzingelt werden sollen. ‟Unersetzlicher, wichtiger Lebensraum für Mensch und Tier steht auf dem Spiel. Großzügiger Schutzraum und ausreichendes Umfeld sind notwendig für den Erhalt der Eichen. Eine sogenannte Wurzelbrücke über die Eichen für Lkw- und Kfz-Verkehr zur Hinterlanderschließung rettet diese Eichen nicht, sondern ist ein zusätzlicher Eingriff. Sie ersetzt den notwendigen Abstand nicht.”

Sie appelliert an die Vernunft der verantwortlichen Politiker, Freiflächen und Biodiversität sowie Lebensqualität im Klimanotstand zu erhalten. Am heutigen Dienstag wird in der Ratssitzung unter anderem über die Planung an der Charlottenstraße entschieden.

Klimagutachteneingefordert

Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung schließt sich dem an. Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt: ‟Die Ratsmitglieder wären angesichts der aktuellen Warnungen des Regionalverbandes Ruhr vor Hitzebelastungen im Sommer gut beraten, den von der Verwaltung vorgelegten Satzungsbeschluss nicht einfach durchzuwinken. Die Stabsstelle Klimaschutz hat in ihrer Stellungnahme auch bereits den Weg empfohlen, der auch im für Bochum ausgerufenen Klimanotstand angezeigt erscheint: Anhand eines Klimagutachtens sind vorab die zu erwartenden Auswirkungen auf das Plangebiet zu überprüfen.”

GNK – Global Nachhaltige Komune

Zu den Dokumenten und Links zum “Klimaplan Bochum 2035

(23.05.22) Tagesordnung 3. Sitzung 09.06.22, 17h

(06.05.22) Vorbereitung nächste GNK DO 09.06. 17-20h

  • Materialien
  • Einladung
    • Liebe Mitglieder der GNK-Steuerungsgruppe in Bochum,  
      der Ersatztermin für unsere verschobene Sitzung vom 07. April 2022 findet nun am 09. Juni 2022 von 17-20 Uhr statt. Der Ort wird noch bekannt gegeben.  
    • Ziel der Sitzung ist es, einen Grundkonsens zu den entworfenen Leitlinien und strategischen Zielen zu erreichen. Dies erfolgt über eine Diskussion der Zielentwürfe und einen Abstimmungsprozesses mit Mehrheitsentscheid. Es ist daher wichtig, dass Sie sich mit dem bestehenden Entwurf zu Leitlinien und strategischen Zielen vor der Sitzung vertraut machen.  
    • Im zweiten Teil der Sitzung werden wir im Rahmen von handlungsfeldspezifischen Kleingruppen erste Entwürfe für operative Ziele erarbeiten. Jedes Mitglied der Steuerungsgruppe kann im Rahmen der Sitzung nur an einer Handlungsfeld-Kleingruppe teilnehmen, Impulse zu weiteren Handlungsfeldern können jedoch im Rahmen einer nachgeschalteten Online-Abfrage eingereicht werden.
    • In GNK-Prozess in Bochum werden die folgenden Handlungsfelder bearbeitet:   
      • ·         Nachhaltige Verwaltung
      • ·         Lebenslanges Lernen & Kultur 
      • ·         Soziale Gerechtigkeit & zukunftsfähige Gesellschaft
      • ·         Nachhaltige Wirtschaft & gute Arbeit
      • ·         Globale Verantwortung & Eine Welt
      • ·         Nachhaltiger Konsum & gesundes Leben  
    • Wir möchten Sie auch noch daran erinnern, im Zuge der Anmeldung Ihr präferiertes Handlungsfeld für die Gruppenarbeit mitanzugeben – falls Sie dazu noch keine Rückmeldung gegeben haben. Bitte orientieren Sie sich in der Handlungsfeldzuordnung an Ihrem fachlichen und institutionellen Hintergrund.  Bitte richten Sie Ihre Zu- oder Absage zur Teilnahme an der 3. Sitzung bis zum 29. Mai 2022 an (MGrenz@bochum.de).  

Mit freundlichen Grüßen  


(10.12.21) Umfrage zu den Handlungsfeldern

  • Die Stadt Bochum erarbeitet zur Zeit eine Nachhaltigkeitsstrategie unter dem Namen Global Nachhaltige Kommune (GNK). Infos : hier
  • Protokoll s. unten
  • Informationen über die Strategien zur Entwicklung von Nachhaltigkeit / Zukunftsfähigkeit / Lokale Agenda 21 gibt es hier und beim AKU : hier
  • Wir sind herzlich gebeten, bis zum 17.12.2021 an der Onlineabfrage für:
    Leitlinien und strategische Ziele zu den sechs Handlungsfeldern des GNK Prozesses
    teilzunehmen.
  • Unsere Vorschläge müssen zusammengefasst im Onlinetool eingetragen werden.
  • Schon im Voraus vielen Dank für Eure Beteiligung.

Hinweise zur Handhabung:

  1. Diese Dokument herunterladen und lokal abspeichern ( hier ) (Demo-Ansicht s.u)
  2. Das gespeicherte Dokument mit einem PDF-Viewer (muss Formulare können) öffenen
  3. Ab Seite 5 in die Formular-Felder Eure Wünsche / Ideen eintragen
  4. Dokument speicher !
  5. Ausgefülltes Dokument bis MI 15.12.21 an boklima [at] boklima.de schicken

(( Da für jede Initiative (also ganz Boklima) nur eine Abstimmung erlaubt ist , werden wir ALLE Antworten zusammenführen und in das Abgabe-Web-Formular eintragen ))

Ziele können genannt werden für die Themenbereiche:
- nachhaltige Verwaltung
- lebenslanges Lernen und Kultur
- gute Arbeit und nachhaltiges Wirtschaften
- soziale Gerechtigkeit und zukunftsfähige Gesellschaft
- nachhaltiger Konsum und gesundes Leben
- globale Verantwortung und eine Welt

ErläuterungsMail von Frau Grenz

Grenz, Protokoll der letzten GNK-Steuerungsgruppensitzung am 30.11.

—–Ursprüngliche Mitteilung—–
Von: Grenz, Marina <MGrenz@bochum.de>
An: Grenz, Marina <MGrenz@bochum.de>
Verschickt: Fr, 10. Dez 2021 13:14
Betreff: Protokoll der letzten GNK-Steuerungsgruppensitzung am 30.11.
Die Anhänge dieser Mail können unter: https://boklima.de/?p=10609 nachgelesen werden
Sehr geehrte Mitglieder der Steuerungsgruppe GNK Bochum,  

im Nachgang zur zweiten Strategiesitzung des GNK-Prozesses hatten sich Steuerungsgruppenmitglieder bezüglich der Handlungsfelder noch einmal per Mail an alle Teilnehmenden der Veranstaltung / an die Steuerungsgruppe gewandt. In Rücksprache mit unseren Projektbüros EPC und der LAG21 möchten wir Ihnen auf Ihre Anmerkungen gerne antworten:  

  • Der Klimaplan Bochum 2035 bildet alle inhaltlichen Aspekte aus den Themenbereichen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung ab. Dies umfasst die in der Veranstaltung der 2. Sitzung dargestellten und dem Klimaplan 2035 zugeordneten Handlungsfelder in kompletter inhaltlicher Breite. Auch beispielsweise die Handlungsfelder „Wohnen & Nachhaltige Quartiere“, „Nachhaltige Mobilität“ oder „Ressourcenschutz“ sind in den Handlungsfeldern des Klimaplans abgebildet.
  • In der Anmeldung zur Auftaktveranstaltung wurden die Handlungsfelder teils verkürzt genannt, so dass bei Durchsicht womöglich der Eindruck entstehen konnte, dass Teilthemen fehlen. Dies haben wir nun etwas breiter formuliert, damit mögliche Missverständnisse in Zukunft vermieden werden.
  • Der GNK-Prozess wird sich somit basierend auf dem Ergebnis der Abstimmung vom 30.11.2021 in den verbleibenden drei Sitzungen der Steuerungsgruppe auf die Handlungsfelder „Nachhaltige Verwaltung“, „Lebenslanges Lernen & Kultur“, „Soziale Gerechtigkeit & zukunftsfähige Gesellschaft“, „Nachhaltiger Konsum & gesundes Leben“ sowie „Globale Verantwortung & Eine Welt“ konzentrieren.
  • Zu jeder der drei Ebenen der Nachhaltigkeitsstrategie (Leitlinien und strategische Ziele, operative Ziele und Maßnahmen) werden im Prozess gesonderte Abfragen und Impulssammlungen mit den Mitgliedern der Steuerungsgruppe stattfinden.
  • Wir möchten Sie herzlich bitten, bis zum 17.12.2021 an der Onlineabfrage für Leitlinien und strategische Ziele zu den sechs Handlungsfeldern des GNK Prozesses teilzunehmen.
  • Wir sehen, dass bisher viele von Ihnen schon teilgenommen haben, jedoch leider keine Antworten ergänzt wurden. Daher möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, noch bis nächste Woche, Ihre Inhalte einzutragen. Wir möchten Sie bitten, uns keine unaufgeforderten ausgearbeiteten Teilkonzepte oder formlose Dokumente mit Zielwünschen zuzusenden. Jedes Mitglied der Steuerungsgruppe sollte die gleichen Möglichkeiten der Teilnahme am Erarbeitungsprozess haben. Dies versuchen wir bestmöglich über einheitliche Abfrage- und Diskussionsschleifen zu ermöglichen. Eine weitere Fristverlängerung ist leider nicht möglich, da wir uns in einer Projektförderung befinden, die einem festen Zeitplan folgt.
  • Da eine Präsenzveranstaltung am 30.11. leider aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich war, mussten wir auf eine digitale Variante umsteigen. Diese haben wir verkürzt stattfinden lassen (von 3 Stunden auf 1 Stunde), um Ihnen die Möglichkeit zu geben, die restliche Zeit für die Umfrage zu nutzen. Ohne die pandemischen Einschränkungen wäre die Erarbeitung vor Ort und ihm Rahmen der Sitzung bereits erfolgt. Am 30.11. wurde dieser Sachverhalt auch von der LAG21 erklärt und dargestellt. In 2022 hoffen wir auf die Durchführung von Präsenzveranstaltungen; dies entscheidet sich jedoch anhand der pandemischen Ausgangslage und jeweiliger Rahmenbedingungen.   
  • Die entsprechende Aufteilung der Themenbereiche auf den GNK-Prozess und den Klimaplan ist – wie dies ja auch in der 2. Sitzung bestätigt wurde – aus unserer Sicht synergetisch und effizient. Dies vor allem unter dem Aspekt, dass wir so schnell wie möglich in die Umsetzung von Maßnahmen kommen müssen, von besonderer Bedeutung. Dem Klima kommt so auch die notwendige prioritäre Bedeutung zu. ·        Beide Prozesse sind unter dem Dach der Nachhaltigkeit miteinander verzahnt. Eine gute Abstimmung zwischen beiden Prozessen ist auch auf operativer Ebene gewährleistet.   Wir ermuntern Sie noch einmal ausdrücklich, sich rege und auch konstruktiv in diese wichtigen Prozesse einzubringen. Davon lebt der Wandel und letztlich die Entwicklung der notwendigen Maßnahmen.
  • Für Rückfragen zur methodischen und fachlichen Ausgestaltung der anstehenden Erarbeitungsschritte und Sitzungen im Rahmen des Klimaplans und der Nachhaltigkeitsstrategie stehen wir sowie unsere Projektbüros Ihnen gerne zur Verfügung. Dort sind Ihre Anliegen gut aufgehoben, so dass wir darum bitten, generelle Anliegen und konstruktive Kritik entsprechend zielgerichtet anzubringen. Bitte sehen Sie aus datenschutzrechtlichen Gründen zukünftig davon ab, die projektbezogenen Kontaktlisten für Antwortschreiben bzw. Anfragen zu verwenden, sondern kommen Sie gerne direkt auf uns bzw. die jeweiligen Ansprechpartner*innen der Projektbüros zu.   Anbei finden Sie das Protokoll und die Präsentation unserer letzten Steuerungsgruppensitzung am 30. November.  

Wir freuen uns auf den weiteren Austausch mit Ihnen auch im kommenden Jahr.  

Mit freundlichen Grüßen & eine schöne Adventszeit Sonja Eisenmann & Marina Grenz  


(11.12.21) Protokoll 1. Steuerungsgruppe vom 30.11.21

1. Präsentation Ergebnisse SteuerungsGruppe

2. Protokoll

3. Klimaknigge


(Aktualisiert) Klimaplan — die 2. : 26.04.22, 10h, Stadtarchiv ; Dokumentation (epc)

(19.05.22) Dokumentation von epc zum Workshop


Aufruf zur 2. Runde , Achtung Anmeldung bis 20.04 :

(Infos zur 1. Runde : hier ;
Beteilinug , Ideen zum Klimaschutz : Direkt zum Klimadialog , Direkt zur Klimamap )

Programm :

Sehr geehrte Klima-Fachinteressierte,

wie Sie u.a. bereits durch die Auftaktveranstaltung im Dezember letzten Jahres oder auch im Zusammenhang mit weiteren Klima-Aktivitäten erfahren haben, erarbeitet die Stadt Bochum mit Unterstützung externer Gutachter*innen, unter anderen durch uns – der EPC gGmbH – zurzeit den Klimaplan Bochum 2035. Die Zielvision für das Jahr 2035 ist die klimaneutrale, erneuerbare Schwammstadt Bochum. Die Stärkung der Klimaresilienz gegen die bereits eingetretenen Folgen der Klimakrise ist hierbei ein zentrales Ziel und Handlungsfeld des Klimaplans (weitere Informationen unter www.bochum.de/klimaplan).

Neben einer breiten Bürger*innenbeteiligung ist uns dabei auch der fachliche Input von Expert*innen aus Bochum sehr wichtig. Diesen wollen wir vor allem mit Fachworkshops sicherstellen, die begleitend zur Erarbeitung des Maßnahmenplans für die verschiedenen Handlungsfelder ab Ende April stattfinden. Im Auftrag der Stadt Bochum starten wir nun mit dem ersten Fachworkshop, der den thematischen Fokus auf die Klimafolgenanpassung setzt. Dabei stehen die gesundheitlichen Risiken durch Hitze ebenso wie der Schutz von Infrastrukturen vor Überflutungsereignissen und allgemeine Aspekte der Aufenthalts- und Lebensqualität in Bochum im Mittelpunkt.

Wir laden Sie hiermit herzlich zu diesem Workshop ein: die Veranstaltung findet am

26. April 2022 von 10:00 bis 14:00 Uhr im Stadtarchiv Bochum,
Wittener Str. 47 statt.

Ziel und Schwerpunkt des Workshops wird es sein, Ihre und weitere Maßnahmenvorschläge im Handlungsfeld der Klimafolgenanpassung zu diskutieren und für Bochum zu konkretisieren.

Bitte melden Sie sich bei Daniela Wilden per E-Mail (wilden@e-p-c.de) bis spätestens zum 20. April 2022 verbindlich zurück, damit wir die Veranstaltung entsprechend vorbereiten können. Da wir nicht alle Expert*innen zum Themengebiet der Klimafolgenanpassung im Vorfeld vollständig erfassen können, leiten Sie die Einladung gerne auch an Ihnen bekannte, ausgewiesene Fachkolleg*innen weiter.

Bitte beachten Sie, dass maximal 30 Teilnehmende vor Ort anwesend sein dürfen, um die noch immer gegebenen Corona-Risiken möglichst gering zu halten. Es gilt die 3G-Regel, das Tragen von FFP2-Masken ist empfohlen. Sofern wir mehr als 30 Anmeldungen erhalten, werden wir diese prüfen und ggfs. zusätzlich alternative, u.U. auch digitale Formate einsetzen.

Im Anhang finden Sie einen ersten Programmentwurf für den Workshop. Einige Tage vor dem Workshop erhalten Sie dann das finale Programm sowie weiteren fachlichen Input als Grundlage zur Vorbereitung auf die Veranstaltung.

Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihr Engagement und freuen uns auf Ihre Rückmeldung und Teilnahme. Für Rückfragen stehen Ihnen Dr. Ulrich Eimer (eimer@e-p-c.de) und Daniela Wilden (wilden@e-p-c.de) gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

EPC PROJEKTGESELLSCHAFT FÜR
KLIMA. NACHHALTIGKEIT. KOMMUNIKATION. mbH (gemeinnützig)

BÜRO RUHR – Ruhrallee 185, 45136 Essen ,
+49 (0)201 8945211 , +49 (0)176 34563629                                 
wilden@e-p-c.de
www.e-p-c.de / zum EPC Newsletter


Weitere Links

Klimaplan — die 3. WS-Wohnen: 18.05.22, 14-17h, Stadtarchiv (diesmal Gertec)

Was bisher geschah …

(18.05.22) Kurzbericht vom 3. WS

  • ca 33 Anwesende davon ca. 25 aus Stadt, Stadtverwaltung bzw. addon
  • Visionen : falls man Klimadikatur spielen dürfte …

… folgt …


(05.05.22 ) Aufruf zur 3. Runde , WS – Wohnen :

Von: Gertec <info@gertec.de>
Verschickt: Do, 5. Mai 2022 9:38
Betreff: Klimaplan Bochum 2035; Fachworkshop klimagerechtes und freundliches Wohnen/Quartiere

Sehr geehrte Klima-Fachinteressierte,   wie Sie u.a. bereits durch die Auftaktveranstaltung im Dezember letzten Jahres oder auch im Zusammenhang mit weiteren Klima-Aktivitäten erfahren haben, erarbeitet die Stadt Bochum mit Unterstützung externer Gutachter*innen, unter anderen durch uns – der Gertec Ingenieurgesellschaft – zurzeit den Klimaplan Bochum 2035. Die Zielvision für das Jahr 2035 ist die klimaneutrale, erneuerbare Schwammstadt Bochum (weitere Informationen unter www.bochum.de/klimaplan).   Neben einer breiten Bürger*innenbeteiligung ist uns dabei auch der fachliche Input von Expert*innen aus Bochum sehr wichtig. Diesen wollen wir vor allem mit Fachworkshops sicherstellen, die begleitend zur Erarbeitung des Maßnahmenplans für die verschiedenen Handlungsfelder seit Ende April stattfinden. Im Auftrag der Stadt Bochum führen wir daher einen Fachworkshop durch, der den thematischen Schwerpunkt auf die die klimagerechte Entwicklung des Wohngebäudebestandes und -neubaus legt. Dabei steht die nachhaltige Quartiersentwicklung in Bochum im Mittelpunkt. Mit diesem Workshop sollen auch die bisherigen Aktivitäten der Allianz für Wohnen aufgegriffen und die bisherigen Ergebnisse weiterentwickelt werden.  

Wir laden Sie hiermit herzlich zu diesem Workshop ein: Die Veranstaltung findet am 18. Mai 2022 von 14:00 bis 17:00 Uhr im Stadtarchiv Bochum, Wittener Str. 47 statt. Ziel und Schwerpunkt des Workshops wird es sein, Ihre und weitere Maßnahmenvorschläge im Handlungsfeld Klimagerechtes und -freundliches Wohnen: Gebäudesanierung und Stadtentwicklung zu diskutieren und für Bochum zu konkretisieren.   Bitte melden Sie sich bei Kristine Braun per E-Mail (Kristine.Braun@gertec.de) bis spätestens zum 12. Mai 2022 verbindlich zurück, damit wir die Veranstaltung entsprechend vorbereiten können. Da wir nicht alle Expert*innen zum Themengebiet des klimagerechten und -freundlichen Wohnens im Vorfeld vollständig erfassen können, leiten Sie die Einladung gerne auch an Ihnen bekannte, ausgewiesene Fachkolleg*innen weiter.   Bitte beachten Sie, dass maximal 30 Teilnehmende vor Ort anwesend sein dürfen, um die noch immer gegebenen Corona-Risiken möglichst gering zu halten.

Es gilt die 3G-Regel, das Tragen von FFP2-Masken ist empfohlen. Sofern wir mehr als 30 Anmeldungen erhalten, werden wir diese prüfen und ggfs. zusätzlich alternative, u.U. auch digitale Formate einsetzen.   Im Anhang finden Sie einen ersten Programmentwurf für den Workshop. Einige Tage vor dem Workshop erhalten Sie dann das finale Programm sowie weiteren fachlichen Input als Grundlage zur Vorbereitung auf die Veranstaltung.   Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihr Engagement und freuen uns auf Ihre Rückmeldung und Teilnahme.

Für Rückfragen stehen Ihnen Andreas Hübner (Andreas.Huebner@gertec.de) und Kristine Braun (Kristine.Braun@gertec.de) gerne zur Verfügung.      

Programm :

Weitere Links

Klimaplan Bochum 2035

Zu den Dokumenten und Links zur “GNK– Global Nachhaltige Komune”

(02.05.22) Aufruf IdeenSammliung EPC

Klimaplan Bochum 2035 – Aufruf zur Bürgerbeteiligung — Ideensammlung (e-p-c)


(26.04.22) Klimaplan — die 2. : 26.04.22, 10h, Stadtarchiv

(12.04.21) , Vorbereitung 1. WS 26.04.22, Stdatarchiv

Sehr geehrte Klima-Fachinteressierte,

wie Sie u.a. bereits durch die Auftaktveranstaltung im Dezember letzten Jahres oder auch im Zusammenhang mit weiteren Klima-Aktivitäten erfahren haben, erarbeitet die Stadt Bochum mit Unterstützung externer Gutachter*innen, unter anderen durch uns – der EPC gGmbH – zurzeit den Klimaplan Bochum 2035. Die Zielvision für das Jahr 2035 ist die klimaneutrale, erneuerbare Schwammstadt Bochum. Die Stärkung der Klimaresilienz gegen die bereits eingetretenen Folgen der Klimakrise ist hierbei ein zentrales Ziel und Handlungsfeld des Klimaplans (weitere Informationen unter www.bochum.de/klimaplan).

Neben einer breiten Bürger*innenbeteiligung ist uns dabei auch der fachliche Input von Expert*innen aus Bochum sehr wichtig. Diesen wollen wir vor allem mit Fachworkshops sicherstellen, die begleitend zur Erarbeitung des Maßnahmenplans für die verschiedenen Handlungsfelder ab Ende April stattfinden. Im Auftrag der Stadt Bochum starten wir nun mit dem ersten Fachworkshop, der den thematischen Fokus auf die Klimafolgenanpassung setzt. Dabei stehen die gesundheitlichen Risiken durch Hitze ebenso wie der Schutz von Infrastrukturen vor Überflutungsereignissen und allgemeine Aspekte der Aufenthalts- und Lebensqualität in Bochum im Mittelpunkt.

Wir laden Sie hiermit herzlich zu diesem Workshop ein: die Veranstaltung findet am 26. April 2022 von 10:00 bis 14:00 Uhr im Stadtarchiv Bochum, Wittener Str. 47 statt. Ziel und Schwerpunkt des Workshops wird es sein, Ihre und weitere Maßnahmenvorschläge im Handlungsfeld der Klimafolgenanpassung zu diskutieren und für Bochum zu konkretisieren.

Bitte melden Sie sich bei Daniela Wilden per E-Mail (wilden@e-p-c.de) bis spätestens zum 20. April 2022 verbindlich zurück, damit wir die Veranstaltung entsprechend vorbereiten können. Da wir nicht alle Expert*innen zum Themengebiet der Klimafolgenanpassung im Vorfeld vollständig erfassen können, leiten Sie die Einladung gerne auch an Ihnen bekannte, ausgewiesene Fachkolleg*innen weiter.

Bitte beachten Sie, dass maximal 30 Teilnehmende vor Ort anwesend sein dürfen, um die noch immer gegebenen Corona-Risiken möglichst gering zu halten. Es gilt die 3G-Regel, das Tragen von FFP2-Masken ist empfohlen. Sofern wir mehr als 30 Anmeldungen erhalten, werden wir diese prüfen und ggfs. zusätzlich alternative, u.U. auch digitale Formate einsetzen.

Im Anhang finden Sie einen ersten Programmentwurf für den Workshop. Einige Tage vor dem Workshop erhalten Sie dann das finale Programm sowie weiteren fachlichen Input als Grundlage zur Vorbereitung auf die Veranstaltung.

Wir bedanken uns bereits jetzt für Ihr Engagement und freuen uns auf Ihre Rückmeldung und Teilnahme. Für Rückfragen stehen Ihnen Dr. Ulrich Eimer (eimer@e-p-c.de) und Daniela Wilden (wilden@e-p-c.de) gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen, im Auftrag, D. W. Projektmanagement

EPC PROJEKTGESELLSCHAFT FÜR KLIMA. NACHHALTIGKEIT. KOMMUNIKATION. mbH (gemeinnützig)


(26.12.21, bo-alt) , Kurz-Bericht bei bo-alternativ.de

Der Stadt Bochum ist es gelungen, eine sehr professionelle Firma zu gewinnen, die Bochums „Klima-Anstrengungen“ präsentiert. Die Agentur EPC legte jetzt die Dokumentation der Auftaktveranstaltung des geplanten Prozesses „Klimaplan Bochum 2035“ vor, in der kompetent und umfangreich viele wichtige klimapolitische Anregungen und Ziele aufgeführt werden. EPC hat es geschafft, viele klimapolitische Akteur:innen der Stadt dazu zu bringen, all die Forderungen zu wiederholen, die sie zum größten Teil seit Jahrzehnten vergeblich an die Stadt richten.

In der Dokumentation wird festgehalten: „Ein viel diskutiertes Thema war die Ernsthaftigkeit, mit welcher die Stadt die Zivilgesellschaft in die Ausarbeitung des Klimaplans 2035 einbezieht.“ Ältere Umweltaktivist:innen erinnern sich halt, dass es 1998 einen ganz brauchbaren Radwegeplan gab, der vom Rat beschlossen und nie umgesetzt wurde. Vor 22 Jahren startete der Agenda-Prozess in Bochum mit klimapolitischen Forderungen, die heute noch aktuell sind, weil die rot-grüne Mehrheit im Rat sie nie ernst genommen hat. Ein inzwischen etwas zynisch gewordener älterer Öko meinte am Ende der Auftaktveranstaltung: „Wenn ich die schönen Worte höre, wird mir gleich 1,5 Grad wärmer ums Herz.“.

(22.12.21, epc) Dokumentation
1. Klimaplan-Veranstaltung vom 15.12.21

(PDF-Datei, um 40% verkleinert : hier )


(20.12.21) Berichte von der Klimaplan – Veranstaltung

  • Mitschnitt der Veranstaltung vom 15.12.21 , (3:30:00) :
  • Auftakt Klimaplan Bochum 2035 ; Youtube : hier

  • (16.12.21) Radio Bochum : hier
    • Bochum möchte bis 2035 klimaneutral werden ,
    • Die Stadt Bochum möchte bis 2035 klimaneutral werden. Dafür hat die Stadt den “Klimaplan Bochum 2035” ins Leben gerufen. In dem sollen zusammen mit Bochumerinnen und Bochumern, Ideen für den Klimaschutz gesammelt werden. Im Klimaplan Bochum 2035 soll außerdem festgehalten werden, wie sich unsere Stadt in Zukunft auf Extremwetterereignisse vorbereitet.

0. Teilnahme an der Umfrage zum Klimaplan Bochum 2035 :

(27.12.21, leider nicht mehr aktiv / online !)

Umfrage der Stadt zu Klimaschutz im persönlichen Alltag — nicht mehr Online

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bochum,

der Klimaplan Bochum 2035 nimmt Fahrt auf und wir möchten mit Ihnen zusammen die Weichen für die Zukunft stellen. Ihre Antworten auf unsere Online-Umfrage dienen als wichtige Grundlage für die Entwicklung des Klimaplans Bochum 2035. Lassen Sie uns gemeinsam Bochum
zukunftsfähig gestalten!

Was erwartet Sie?

Mit der folgenden Umfrage möchten wir gerne erfahren, welche Rolle Klimaschutz und Klimafolgenanpassung bereits jetzt und auch künftig in Ihrem Alltag spielen. Zentral ist für uns die Frage, welche Angebote und Unterstützung Sie benötigen, um ihren Alltag klimagerechter zu gestalten. Abschließend werden einzelne soziodemographische Daten, bspw. Alter erhoben. Uns ist es wichtig, dass Sie den Fragebogen ehrlich beantworten – nur so können wir gemeinsam die Zukunft unserer Stadt gestalten.

Nehmen Sie sich also gerne eine Tasse Kaffee oder Tee und schenken Sie dem Klimaschutz in Bochum 10 – 15 Minuten Ihrer Zeit. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Ideen für ein klimaneutrales und klimaresilientes Bochum!



1. Auftakt Veranstaltung MI 15.12.21

Die Stadt will einen “Masterplan Klimaschutz- und Klimafolgenanpassung 2035 für Bochum” erstellen lassen. Dabei sollen auch Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Deshalb lädt die Stadt zu einer Auftaktveranstaltung am 15. Dezember 2021 um 16:30 Uhr ein. Außerdem wird um Beteiligung an einer Umfrage zum Klimaplan Bochum 2035 gebeten.

Ablauf , Aussteller

Ausstellungsplakate und Infos von BoKlima



Forderungen von BoKlima , … als mögliche Sofort-Maßnahme :

  • Sofortmaßnahme 1:  Klimaneutralität jetzt!
    Bei allen aktuell in Planung befindlichen Neubau- und Sanierungsvorhaben städtischer Gebäude:
    Planung und Ausführung mit dem verbindlichen Ziel klimaneutrale Gebäude mit Schwammfunktion zu schaffen
    (Die städtische Leitlinie vom 1.9.2021 (!) bleibt hinter dieser notwendigen Forderung weit zurück)
  • Sofortmaßnahme 2:  Weckruf Dach!
    Die Dächer aller städtischen Gebäude hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit für die drei vordringlichen Aufgaben:
    – Energiegewinnung (PV oder Solarthermie)
    – Regenwassernutzung
    – Verbesserung des Mikroklimas/Hitzeschutz/Regenwasserrückhaltung (Gründächer)
    klassifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten.
  • Sofortmaßnahme 3:  Mobil zu Fuß und Rad!
    – Große Tempo 20 / 30 Zonen einrichten
    – Innenstadtring als Einbahnstr (Bus-, Taxi-, CarSharing- ; Fahrrad- ; Auto-Spur)
    – kein kostenloses Parken für städtische Mitarbeiter in den Parkhäusern
    – keine Dienstverbrenner für die städtischen Mitarbeiter
    – Tarifsenkung bei der ÖPNV-Nutzung
  • Sofortmaßnahme 4:  Grüne Oase Innenstadt!
    – Erhalt der Freiflächen im Stadtgebiet
    – Begrünung in den Hitzeinseln der Stadt (Bäume, Fassaden- u. Dach-Begrünung (siehe Weckruf Dach!))
  • Energetische Sanierung der ca. 1000 städtischen Gebäude,
  • PV Verpflichtung wo immer es geht (Bundes- u Landesgesetzgebung einwirken)
  • Mobilitäts Aktiviäten
    • Verbesserung des ÖPNV ( Taktung , Anschlüsse, Kosten , …)
    • Tempo 30 Innenstadt (Bundes- u Landesgesetzgebung einwirken)
    • Ausbau von Fahrradwegen
    • Innenstadtring als Einbahnstr ( Bus-, Taxi-, CarSharing- ; Fahrrad- ; Auto-Spur )
  • Begrünung in den Hitzeinseln der Stadt (Bäume, Fassaden- u. Dach-Begrünung + PV)
  • Erhalt aller Freiflächen im Stadtgebiet
  • Regenwasser – Versickerung (statt Kanalisation)
  • Retentions- / Regenrückhalte- Becken schaffen (Wasser auffangen)

— (28.12.221) Anmerkungen / Ergänzungen Heidi : —

  • Baustop auf landwirtschaftlichen Flächen.  (Die qm-Preise für landwirtschaftliche Böden müssen viel höher liegen. Fast kostenlose Vernutzung von Boden! Immobilienfinanzierung machen durch diese niedrigen Bodenpreise zu viel Reibach. Änderung der Gesetzgebung. Wertschätzung des Bodens muß sich ändern.)
  • Gewerbegebiete in den Fokus:
    ökologische, nachhaltige Sanierung der alten/älteren Gebäude und Grundstücke- dort Entsiegelung übergroßer Parkplätze- Dachbegrünung- ästhetisch ansprechende Gestaltung der Regenrückhaltung und des Geländes/Grundstücks- schriftliche Anregungen für Firmen und Gewerbetreibende
  • entsprechende Gestaltung neuer Gewerbegebiete
  • Rub-, Gesundheitscampus: Dachbegrünungen, RRB vor Ort
  • Mobilität
    Kfz-freie Siedlungen mit ökologische.nachhaltiger und ästhetischer Gestaltung- zur Ermöglichen verbessertes Mobilitätsangebot- Entsiegelung übergroßen Parkplätze (s.Lidl, Viktoriastraße)
  • Freiflächen/Grün: -Erhalt und ökologische Aufwertung—-


Links / weitere Infos / Historisches

Stadt Bochum

  • (2015) Energie- und Klimaschutzkonzept Bochum 2030, kurz , lang
    • Ziel:
      65 Prozent weniger CO2-Ausstoß bis 2030 und 85 Prozent weniger CO2-Ausstoß bis 2050 gegenüber dem Basisjahr 1990 in Bochum zu verursachen.
    • Fragen
      1. Kann das erreicht werden ?
      2. Welche Maßnahmen wurden beschlossen ?
      3. Sind diese Maßnahmen wirkungsvoll ?
      4. Was muss darüber hinaus getan werden ?
      5. Resümee für die Zeit 2015 bis 2021 :
        1. Wie viel Energie wurde eingespart ?
        2. Wie viel weniger CO2 Ausstoß gibt es jetzt ?
        3. Wurde erreicht was die Bochumer 2015 wollten : ?
          Was bewegt die Bochumer?
          Das Thema Klimaschutz wird von der Bochumer Bevölkerung oftmals in Zusammenhang mit dem Thema Mobilität gesehen: Über 30 Prozent der Antworten bezogen sich auf Mobilitätsthemen* wie „ÖPNV statt Auto“ oder „doppelt so viele Radwege“ und „günstige Bahn-Tickets“
        4. Bausteine des Energie- und Klimaschutzkonzeptes 2030,
          1. Energie- und Treibhausgasbilanz Bochum 2014:
          – 8.291.994 MWh Endenergie verbraucht und
          – 2.578.125 t CO2e-Emissionen ausgestoßen.
          (370t Einw. x 11t {Bundesdurschnitt UBA } eigentl ca. ~~ 4.3 Mio t)
          Wo sind die Zahlen von heute ?
        5. Die Erfolgskontrolle der Maßnahmen wird vom Klimaschutzmanagement der Stadt Bochum durchgeführt — wo sind sie ??
        6. Eine Datenbank zu Klimaschutz-Maßnamen der Stadt Bochum (die den Namen nicht verdient) : Bisherige Maßnahmen zum Klimaschutz, Klimabildung, Klimafolgenanpassung und Nachhaltigkeit

(Mai 2021) Nachhaltige Städte – Ist Österreich besser ?

  • Ergebnisband „Klimaneutrale Städte” : https://nachhaltigwirtschaften.at/resources/sdz_pdf/schriftenreihe-2021-29-ergebnisband-klimaneutrale-staedte.pdf
  • Der vorliegende Ergebnisband stellt abgeschlossene Projekte aus dem Forschungs- und Technologieprogramm „Stadt der Zukunft“ des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) im Bereich Klimaneutrale Städte vor. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen eine Entwicklung in Richtung energieeffiziente und klimaverträgliche Stadt unterstützen, die auch dazu beiträgt, die Lebensqualität und die wirtschaftliche Standortattraktivität zu erhöhen. Schriftenreihe 29/2021
    Redaktionelle Gestaltung: Bianca Pfefferer, Hannes Warmuth (ÖGUT)
    Herausgeber: BMK
  • Downloads zur Publikation
    • ENERGIEPLANUNG AUF QUARTIERSEBENE.
      • Kostenoptimierte Regelung von Stadtquartieren
      • Tool für integrale, multidisziplinäre Planung.
      • Synergiepotenziale in der Stadtentwicklung.
      • Praxisnahe Sondierung nachhaltiger Quartiere
    • SANIERUNG UND NACHVERDICHTUNG .
      • Sozialverträgliche Verdichtungskonzepte. .
      • Denkmalschutzverträgliches Sanierungskonzept .
      • Nachverdichtung mit interdisziplinärem Ansatz
    • INFRASTRUKTUR-KONZEPTE.
      • Umgestaltung des öffentlichen Raums
      • Innovative Stadtentwicklung im
      • Bahnhofsumfeld .

    • weitere Ergebnisse : hier
    • GREEPASS für Städte : hier
      • GREENPASS® ermöglicht Städten und Kommunen die standardisierte Evaluierung, Optimierung und Zertifizierung städtebaulicher Projekte – um die optimale Klimaresilienz und Kosteneffizienz zu gewährleiste


sonstige Links

Historisches zur Agenda 21 / Frühere Ergebnisse

  • Lokale Agenda 21 bei Wikipedia : hier
  • (, AKU) Lokale Agenda 21
    • Agenda 21 ‒ das ist die Tagesordnung für das 21. Jahrhundert, das was zu tun ist im 21 Jahrhundert. Lokal ‒ auf eine bestimmte Stadt bezogen, in unserem Falle auf Bochum.
    • Das ökologisch Notwendige ökonomisch sinnvoll und sozial gerecht umsetzen. Die Entwicklung der Dritten Welt ermöglichen und die berechtigten Ansprüche zukünftiger Generationen berücksichtigen.”
    • Unter diesem Leitziel sind alle Kommunen weltweit 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro aufgefordert worden, mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, den gesellschaftlichen Gruppen und der Wirtschaft einen Handlungsplan aufzustellen.
  • (, AKU) Beginn des Bochumer Agendaprozess
    • Bgeinn in Bochum 1998/1999
      Der Rat der Stadt hatte mit Beschluss vom 30.10.1997 die Verwaltung beauftragt ein Konzept zur Durchführung dieses Anhörungs-Prozesses zu entwickeln.
      Der AkU hat sich für die Erstellung einer Bochumer Agenda 21 mit der dazu gehörigen umfangreichen Anhörung der Bochumer Bürgerinnen und Bürger durch Politik und Stadtverwaltung engagiert.
    • 18.06.1998 Beschluss vom Rat
      ” Durchführung des Agenda-Anhörungsprozesses beschlossen”
    • 15.12.1998 1. Beiratssitzung :, zu der die vom Rat festgelegten gesellschaftlich relevanten Bochumer Gruppen mit je einem Vertreter/einer Vertreterin eingeladen wurden.
    • 30.01.1999 Info Börse zur Agenda , 1.Schritt in die Öffentlichkeit :
      Eco-Textil auf dem Holland-Gelände in Bochum-Wattenscheid vollzogen.
    • 15.05.99 richtiger Start der Bochum-Agenda 21:
      Agenda-Auftaktveranstaltung auf dem Dr.-Ruer-Platz
      – Der AkU ist im Agendabeirat vertreten.
      – Weitere Bochumer Agenda-Gremien sind die Agendaforen bzw. die Arbeitskreise, das verwaltungsinterne Agendabüro
    • Der Bochumer Agenda-Prozess ist NICHT MEHR auf der Homepage der Stadt Bochum vorhanden
      • Einige Bruch-Stücke sind im Internet-Gedächtnis zu fionden : hier
    • 28.08.01 , Rat verabschiedet zweiundzwanzig Agenda-Leitlinien
    • RUB entwickelt Indikatoren Set
      Um festzustellen ob das Verwaltungshandeln und die politischen Beschlüsse im Einklang mit diesen Leitlinien stehen,
    • Auf Ebene des Landes NRW gibt es viel geeignetere Indikatorensets, die aber nur für Teilbereiche vorliegen.
      Der AkU hat bereits in seinem Vorschlag zum Ratsbeschluß zum Start des Agenda-Prozesses den Rat aufgefordert gleichzeitig ein Verfahren zu beschließen mit dem der Einklang zwischen den aufzustellenden Agenda-Leitlinien und dem Verwaltungs- bzw. politischem Handeln überprüft werden kann. Dies ist nicht geschehen.
      Dieses Verfahren ist wegen seiner Oberflächlichkeit klanglos in den Verwaltungsschubladen verschwunden.

Experiment Energiewende – schaffen wir das?

60.000 erforderliche Windräder, wo sollen die aufgestellt werden? Wer versorgt uns bei Dunkelflaute mit Strom und hält unser Stromnetz die Umstellung aus?


(10.03.2022 ∙ odysso – Wissen im SWR ∙ SWR) , original : hier , hier

Ist die rechtzeitige Umstellung auf erneuerbare Energieträger, die das Klima weniger belasten zu leisten?

Ist die Energiewende zu schaffen?

Viele Experten sagen „ja“, aber wo und wann sollen die 60.000 neuen Windräder aufgestellt werden? Wer versorgt uns bei Dunkelflaute mit Strom und hält unser Stromnetz das überhaupt aus?

In 23 Jahren soll Deutschland CO2-neutral sein. Alle Kohle-, Atom-, Gas- und Ölkraftwerke sollen dann abgestellt bzw. CO2-frei sein. Bis dahin sollen die regenerativen Energien und Wasserstoff unseren Energiebedarf zu 100% decken. Das ist ein unglaublicher Zeitplan, der eine Menge Fragen aufwirft.

Wie sollen wir ohne CO2-Emmissionen heizen?

Eine der größten CO2-Verursacher in Deutschland sind die Heizungen in unseren Häusern, die ca. Dreiviertel der CO2-Emissionen in den Haushalten ausmachen. Öl-, Gas- und Kohleheizungen sollen deshalb vor allem durch elektrische Wärmepumpen ersetzt werden, die nur ein Drittel bis ein Viertel der Energie verbrauchen. Diese Einsparmöglichkeiten werden allerdings nur erreicht, wenn die Gebäudehülle perfekt isoliert ist. Dazu gehören alle Außenwände, die Fenster und das Dach. Außerdem müssen alle Raumheizkörper durch Flächenheizungen im Boden, an der Wand oder an der Decke ersetzt werden. Erst durch mehrere Quadratmeter- große Heizungsoberflächen, kann das Heizsystem dann mit niedrigen Betriebstemperaturen von 40° statt 70 oder 80° betrieben werden.

Wenn diese beiden energetischen Vorbedingungen allerdings nicht erfüllt werden, können Wärmepumpen die Heizkosten sogar ansteigen lassen. Ob sich dieses Konzept vor allem bei Altbauten überall realisieren lässt, ist wegen der hohen Kosten sehr fraglich.

Mehrere Platten mit Heizung sind an einer Wand im Rohbau angebracht. (Foto: SWR)
Eine Flächenheizung an Wand, Boden oder Decke ist eine der Bedingungen, damit die Wärmepumpe Energie sparen kann.

Die Energiewende benötigt mehr Strom statt weniger – warum?

Außer den Heizungen sollen auch unsere Autos und viele Industrieprozesse in Zukunft mit elektrischem Strom, anstatt mit Öl und Gas betrieben werden. Wir werden deshalb eindeutig mehr Strom benötigen, aber nicht so viel mehr, wie man erwarten würde. Denn elektrische Anwendungen sind effizienter als

Anwendungen mit Verbrennungsprozessen. Ein Beispiel ist das E-Auto: Ein Kleinwagen, der für 100Kilometer zirka sechs Liter Benzin benötigt, verbraucht mit E-Motor etwa 15KWh. Rechnet man diese elektrische Energie in Benzin um, entspricht das gerade einmal 1,5 Liter. Damit liegt das E-Auto bei nur einem Viertel des Verbrauchs eines Benziners. Experten des Fraunhofer Instituts ISE in Freiburg rechnen deshalb damit, dass sich unser Gesamtenergieverbrauch trotz einem etwas erhöhten Stromverbrauch, sogar halbieren wird.

Ein Elektroauto wird an der Stromtankstelle betankt (Foto: SWR)
Ein Elektroauto braucht nur ein Drittel bis ein Viertel der Energie eines Benziners

Woher soll der ganze grüne Strom kommen?

Wir werden durch das Abstellen der fossilen Kraftwerke eine Menge zusätzlicher Windräder und Solarflächen benötigen. Die Anzahl der Windräder muss sich deshalb ca. Verdreifachen und die der Solarmodule Vervierfachen. Dazu braucht es viele Flächen, auf denen die Anlagen stehen können. Das ist einer der Nachteile der regenerativen Energie. Laut der Umfragen ist die überwiegende Mehrheit der Deutschen dennoch für den Ausbau der Erneuerbaren. Trotzdem kann das Ausbauziel mit der bestehenden Gesetzeslage bis 2045 nicht erreicht werden, weil die Genehmigungszeiträume für Windräder im Durchschnitt 5-7 Jahre dauern. Zu lange, um die erforderlichen 2000 Windräder pro Jahr zu realisieren.

Vogelperspektive auf eine Landschaft mit Feldern und Wäldern, in der sehr viele Windräder stehen. (Foto: SWR)
Die Anzahl der Windräder auf dem Festland muss sich verdreifachen. Heute sind es ca. 30.000

Können Batterien genügend Strom speichern?

Selbst wenn die Anzahl der Windräder und Solarmodule wie gewünscht zunimmt, gibt es ein Problem: Was ist, wenn die Sonne nicht scheint und auch kein Wind weht? Gerade im Winter zeigt sich immer wieder, dass Wind- und Sonnenenergie oft tagelang kaum einen Beitrag zur Stromherstellung leisten können, sondern Kohle und Gaskraftwerke die Energielücken schließen müssen.

Die Lösung wären große Speicher, die an Wind- und Sonnen-reichen Tagen die Stromüberschüsse aufnehmen. Heutige Batteriespeicher, selbst sehr große, können allerdings nur Sekunden, Minuten oder maximal Stunden einer Dunkelflaute überbrücken.

Im Keller der Batterie: Die Speicherbehälter sehen aus wie die Fässer in einem Weinkeller. (Foto: SWR)
Selbst eine der größten Batterien Deutschlands im Pfinztal bei Karlsruhe kann nur für einige Stunden die Energie eines Windrads speichern (Redox-Flow, 10MWh).

Woher kommt unser Strom künftig bei tagelanger Dunkelflaute?

Im Plan der Regierung soll die Versorgungssicherheit in den kommenden Jahren mit bestehenden Kraftwerken garantiert werden. Allerdings werden deren Laufzeiten bis 2030 immer weiter verkürzt, weil Wind- und Solarstrom zunehmen. Danach sollen die Gaskraftwerke mit grünem Wasserstoff betrieben werden, der CO2-frei ist und in Tanks und Kavernen eingelagert werden kann. Auch hier gibt es noch viele offene Fragen, weil die benötigte Menge an Wasserstoff z.B. nicht allein in Deutschland produziert werden kann.

Echte Langzeitspeicher können dagegen Wasserkraftwerke in Norwegen sein, denn seit 2021 hat man das norwegische Netz direkt mit dem deutschen Stromnetz über den sogenannten Nordlink (ein Tiefseekabel) verbunden. Überschüssiger Strom aus Deutschland kann jetzt in Norwegen direkt verbraucht werden. Während dieser Zeit drosselt man die Wasserkraftwerke dort und das Wasser sammelt sich in den Stauseen. Später, wenn in Deutschland wieder Strom benötigt wird, lässt man das Wasser wieder durch die Generatoren der Wasserkraftwerke abfließen und wir erhalten so quasi unseren Strom wieder zurück. Deutschland könnte so mehrere Tage mit Strom versorgt werden. Einzige Voraussetzung ist allerdings, dass auch der sogenannte Südlink bis nach Süddeutschland fertig gestellt wird, weil man dort besonders viel Strom braucht.

Kartengrafik die eine Verbindung zwischen Deutschland und Norwegen zeigt. (Foto: SWR)
Nordlink-Verbindung zwischen den Strom-Netzen in Norwegen und Deutschland. Mit deutschen Stromüberschüsse können künftig dort die Speicherseen gefüllt werden.

Reicht das bestehende Stromnetz für die Energiewende aus?

Während in der Vergangenheit der Strom in ca. 350 zentralen Großkraftwerken termingerecht und passend für die Verbrauchsspitzen produziert wurde, werden im künftigen Netz mehrere Millionen regenerative Kraftwerke dezentral den Strom einspeisen. Und das in völliger Abhängigkeit vom Wetter.

Unser heutiges Stromnetz ist für diese Aufgaben noch nicht ausreichend vorbereitet, weder was die die Kapazität der Kabel und Transformatoren betrifft, noch was die Steuerung der Balance zwischen Verbrauch und Erzeugung angeht. Denn Verbrauch und Erzeugung müssen in jeder Sekunde exakt ausgeglichen sein, weil Spannungsschwankungen sonst das Netz zusammenbrechen lassen können. Damit die Stromnetz-Leitzentralen hier den Überblick behalten, sollen nach und nach in allen Haushalten intelligente Stromzähler, sogenannte Smartmeter installiert werden. Sie werden minutengenau die Verbrauchs- und Stromeinspeisedaten an die Leitzentrale übermitteln. Das Ziel dabei ist, die Auslastung der Netze über die Smartmeter besser zu steuern.

Moderner Stromzähler unter Klarsichtgehäuse (Foto: SWR)
Der intelligente Stromzähler oder Smartmeter mit Minuten-genauer Übermittlung des Stromverbrauchs an die Netzbetreiber.

Linktipps:

Energy-Charts des Fraunhofer ISE. Vielfältige Grafiken und Karten zum Thema Energie in Deutschland: Aktueller Strommix, Kraftwerke, Emissionen, Preise, Klima

Klimaneutrales Deutschland 2045: Wie Deutschland seine Klimaziele schon vor 2050 erreichen kann (AGORA-Studie)

Grafik zum Aufbau des deutschen Stromnetzes

Energieatlas BW: Karte der Verteilnetze in BW

Lesetipp:

Baden unter Strom: Eine Regionalgeschichte der Elektrifizierung

Bernward Janzing

dold Verlag, Vöhrenbach

ISBN: 978-3-927677-27-2

Seiten 304, 29,00 Euro aus der Sendung vom Do., 10.3.2022 22:20 Uhr, odysso – Wissen im SWR, SWR Fernsehen

Die Themen der Sendung

Klimaplan Bochum 2035 – Aufruf zur Bürgerbeteiligung — Ideensammlung (e-p-c)

(02.05.22, WAZ) , Bericht des Klimaplan-Workshops

(31.03.22, e-p-c) , via E-Mail

Leider fehlt immer noch der nächste konkrete Termin — soll ca. Mitte April sein


Liebe Unterstützer*innen des Klimaplans Bochum 2035,
seit unserer Auftaktveranstaltung im Dezember 2021 hat sich einiges getan.

Als ein zentraler Baustein des Prozesses haben wir zwei Formate für die Beteiligung der Bochumer Bürger*innen auf den Weg gebracht.

Über den sog. Klimadialog können im Stil eines Forums Ideen für den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung in Bochum eingebracht und mit anderen Nutzer*innen diskutiert werden.

Die Klimamap bietet darüber hinaus die Möglichkeit, auf einer Karte von Bochum bekannte Probleme sowie Lösungsansätze zur Klimafolgenanpassung zu verorten.

Hierzu zählen bspw. Hitzeinseln oder Problemstellen bei Starkregen.
Nähere Informationen entnehmen sie bitte dem beigefügten Flyer (s.u.).
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Einladung in Ihren Netzwerken teilen und an interessierte Personen weiterleiten.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihre Ideen! Mit freundlichen Grüßen

i.A. D.W. (EPC)

EPC-Flyer zur Beteiligung zum Klimaplan :

Weitere Links

Weitere Links außerhalb von Boklima

KlimaWandel — Learning for Future Uni-Bonn

( , ) , Original : hier


Im WiSe 21/22 startet ein interdisziplinäres Seminar für Studierende der Universität Bonn sowie der Hochschule Bonn Rhein-Sieg zum Thema Klimawandel. Die Teilnehmer/innen erarbeiten durch interaktive Podien, Workshops und Wissenschaftskommunikation öffentlichkeitswirksame Vorschläge im Sinne von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Die erarbeiteten Ergebnisse werden am Ende überregional vorgestellt.

Das Projekt

Wir wollen etwas bewegen!

Unser Ziel: mit unserem Projekt dazu beizutragen, dass deutsche Hochschulen ihre Lehre tatsächlich erfolgreich an Bildung für nachhaltiger Entwicklung (BNE) ausrichten; dass Studierende ihre Hochschulbildung aktiv mitgestalten, um in der Uni nicht nur über gesellschaftlich drängende Herausforderungen wie Klimawandel zu lernen, sondern diesen kompetent begegnen zu können – in ihrer Fachrichtung und über verschiedene Disziplinen hinweg. Das ist unsere Vision. Deshalb setzen wir mit Studierenden im Projekt “KlimaWandel – Learning for Future” die Diskussion zum notwendigen neuen Lernen und Lehren im Bereich Klimawandel vor Ort greifbar um. Und sorgen durch Vernetzung dafür, dass wir Impulse von außen integrieren und unsere Erkenntnisse weiterverbreiten.

Mit unserem Projekt “KlimaWandel – Learning for Future” (gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW) wollen wir Studierende stärken, Change Agents in eigener (Bildungs)sache zu sein: Wie wollen sie leben? Wie wollen sie sein? Und – was ihre Hochschulbildung angeht – was wollen sie lernen?

Das Projekt insgesamt besteht aus einer ineinandergreifenden Reihe von öffentlichen (und gestreamten) Podiumsveranstaltungen und Podcasts sowie Seminar-Workshops mit interdisziplinären Studierenden von Uni Bonn und Hochschule Bonn Rhein-Sieg. Die Ergebnisse der Studierenden werden diese am 22. Juni 2022 auf einer NRW-weiten Veranstaltung zu Bildung und Klima Bildungspolitiker*innen, Wissenschaft und interessierter Öffentlichkeit vorstellen. Projektbegleitende Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit soll dafür sorgen, dass es nicht nur in den beteiligten Hochschulen einen Impuls in die Lehre gibt, sondern darüber hinaus in die Hochschulszene und die interessierte Öffentlichkeit.

FlowChart Ergebnisse
Veranstaltungen

Wichtig ist uns: Die Studierenden entwicken ihre Empfehlungen für den Hochschulbetrieb. Dabei wird es z.B. um Werte und persönliche Narrative für Klimahandeln gehen, um Engagement und Kompetenzen für Nachhaltigkeit, das Neudenken von Rollen der Studierenden und Wissenschaftler*innen sowie eine neue Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. D.h. wir arbeiten nicht nur ergebnis-, sondern auch stark prozessorientiert und richten unsere Arbeit an Konzepten der verantwortungsvollen Wissenschaft und Innovation sowie von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aus.

Weil wir voneinander lernen und gemeinsam mehr bewegen wollen, vernetzen wir uns mit Initiativen, die aus verschiedensten Perspektiven an unserer geteilten Mission einer neuen Hochschulbildung für eine nachhaltige Entwicklung arbeiten. Der von Studierenden ausgehende Impuls für neues Lernen und Lehren im Bereich Klimawandel soll auch eine Übertragung auf Hochschulbildung in anderen komplexen Fragestellungen in Bezug auf die Erreichung der Sustainable Development Goals (z.B. SDG 4, 7, 12, 13, 15) ermöglichen und somit den Lehr-Lernprozess erweitern.

Weitere Links

Abholzungen von Bäumen — SPD , Grüne haben’s verbockt und bedauern’s nun

(24.03.22, WAZ) . Original : hier

(24.03.22) Ein Leserbrief

Warum wurde für das Grundstück der ehemaligen Rüsingschule eigentlich kein B-Planverfahren mit Umweltbericht und Bürgerbeteiligung durchgeführt? Das Grundstück ist im Rahmen eines sogenannten „Interessenbekundungsverfahrens“ veräußert worden. Bei der Erstellung des Exposes im Rahmen dieses Verfahrens wurde der verhängnisvollen Satz formuliert: „Die Baukörper müssen entlang des Straßenrandes der Rüsingstraße und des Anemonenweges platziert werden, um den Straßenrand städtebaulich zu fassen“. In diesem Moment wurde bereits beschlossen, dass alle Bäume gefällt werden. Angeblich sei das Bauprojekt „von den politischen Gremien beraten worden“. Wirklich? Die politischen Gremien durften die Entscheidung, welcher Investor den Zuschlag bekommt, lediglich zur Kenntnis nehmen, bevor im nichtöffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses abgestimmt wurde. Für die Anwohner hat sich die Lebensqualität verschlechtert und sie hatten noch nicht einmal den Hauch einer Chance, sich zu dem Bauprojekt zu äußern, geschweige denn Einfluss zu nehmen.

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