Die große Dürre — ARD

(29.08.22, ARD) Die Story im Ersten: Die große Dürre

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Deutschland bereitet sich auf Dürren vor, Bauern kämpfen gegen die Trockenheit, Notfallpläne werden erarbeitet. Wie lange reicht unser Wasser noch? Dieser Frage geht Filmemacher Daniel Harrich gemeinsam mit einem Forscherteam nach.

(29.08.22, ARD) Hart aber fair — Die Jahrhundert-Dürre: Erleben wir gerade unsere Zukunft?

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Dauerhitze, kaum Regen: Deutschland im Dürre-Sommer. Ist das schon der Alltag in Zeiten des Klimawandels? Müssen wir lernen, mit dem Wassermangel zu leben, uns für einen grünen Rasen und vollen Pool schämen? Die Diskussion nach der Dokumentation zum Thema.


Weitere Sendungen zum Thema (MediathekView)

( Die Links führen jeweils zu den Videos in mp4 in mittlerer Auflösung , hohe Auflösung ist über die MediathekView und dann Suche nach dem Titel abrufbar )

Vorstellung / Erklärung / Motivation Solar – Balkonmodul


Inhalte dieser Seite :


Die Energiewende schaffen wir nur gemeinsam!


Themen – Gliederung
Balkon-Solar-Initiative — mehr PV-Anlagen

  1. Allgemeine Informationen / Hintergründe / Historie : Auf dieser Seite weiter unten
  2. Infos zu — unseren PV-Modul- Sammelbestellungen : hier (Neu: 02.11.22)
  3. Infos zu — Wechselrichtern – Typen , Beschaffung , … : hier (Ergänzt KomplettSet : 17.10.22)
  4. Infos zu — Befestigungssystemen u Beschaffung : hier
  5. Infos zu — Anmeleverfahren bei Bochum-Netz : hier ; bei Dortmund_Netz : hier
  6. Infos zu — Transparente Glas-Glas-Module (Teil-Licht-Durchlaessig) : hier
  7. Infos zu — Vorführungen / Schulungen / Workshops
    (BoKlima zusammen mit KlimaBündnis Dortmund, VerbraucherZentrale, VHS, … ) : hier
  8. Infos zu — erfolgreichen Installationen unserer Sammelbestellungen : hier
  9. Infos zu — Installations-Hilfen / Anleitungen aus dem Netz : hier (Neu 17.10.22)
  10. Infos zu — (Presse-)-Berichte aus (Nachbar-) -Städten / Förderungen : hier (Jena fördert, 11.11.22)

( Bild : Dank an , Marie Jacobi , Visualrecording.de)

Aktuelles

Interessierte Menschen an einer Schulung / Beratung / Austausch / … Bitte hier Kontakt (EM) hinterlassen


Infos zu Solar- Balkon-Modulen

Direkt zur Kurz-Info dem Flyer


Warum Photovoltaik (Solar) – Module?

  • Klimakrise mildern
  • Öl, Gas durch erneuerbare Energien ersetzen
  • Abhängigkeit von Energieimporten minimieren
  • eigenen Beitrag leisten
  • Strom sparen
  • (15.03.22, spektrum.de) , Lohnt eine Solaranlage auf dem Dach noch?

Motivation : Klimakrise – Energieabhängigkeit – FriedensEnergie in der Presse —
JedeR kann was beitragen (mehr …)

  • Abhängigkeit von fossilen Energien und Importe aus problematischen Regionen reduzieren ==> durch erneuerbare Energieträger z.B. Sonne ersetzen
    • (07.03.22, sonnenseite.com) , Solarenergie ist Friedensenergie
      Laut dem Nachrichtenportal EURAKTIV schickt Europa täglich einen Scheck über 1 Mrd. Euro an den russischen Präsidenten Putin, um seine Energieimporte zu zahlen.
      Deutschland hat dafür gesorgt, dass die russischen Banken, die den Energiedeal abwickeln, von den Sanktionen ausgenommen werden. Russland kann also weiterhin Gas, Öl, Kohle und Brennelemente für Atomkraftwerke in großem Umfang liefern, die Rechnungen werden beglichen.
  • ….
  • wattbewerb.de : Wettbewerb für Städte und Gemeinden, Ziel: beschleunigter Ausbau von Photovoltaik. Bochum noch nicht registriert 🙁 (Dortmund: Platz 156 von 176 Städten (5. März 2022))
  • PV-Module bieten auch ökonmische Vorteile :
    • rentieren sich nach ein paar Jahren,
    • Stromkosten senken
    • ….

Energiewende im Kleinen — wie geht das :

  • z.B. durch eigne kleine Photovoltaik-Anlagen am Balkon , im Garten , an der Fassade , Beispiele :
https://www.s-i-z.de/produkte/anlagen/steckdosenmodul/

Weitere Vorführungen / Schulungen / Hilfen (u.a. zusammen mit KlimaBündnis Dortmund) – Termine gibt’s : hier


Infos der Verbraucherzentrale
(mehr …)

Mit Stecker-Solargeräten können Sie auch als Mieter:in und Wohnungseigentümer:in eigenen Sonnenstrom erzeugen:

  • Auch auf dem Balkon etc können Sie selbst Solarstrom erzeugen und verbrauchen.
  • Stecker-Solargeräte produzieren Strom für den Eigenbedarf
  • Die Balkon-Modulsysteme sind sicher und lohnen sich langfristig betrachtet auch finanziell.
  • Einige Regeln und Anforderungen sind noch unnötig kompliziert, davon sollten Sie sich aber nicht abschrecken lassen.

Für Miet- und Eigentumswohnungen gilt:
Wenn Sie das Solarmodul an der Balkonbrüstung oder der Hauswand anbringen wollen, müssen Vermieter:in oder Eigentumsgemeinschaft in der Regel zustimmen.
Seit 2020 das Wohneigentumsgesetz (WEG) geändert wurde, ist hierfür keine Einstimmigkeit mehr nötig, sondern nur noch eine mehrheitliche Erlaubnis

Link : Verbraucherzentrale.nrw/… hier


Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist balkon-pv-img-20210913-124536214-hdr-768x1024.jpg
(24.09.21) Impressionen vom KlimaStreik (DBM)

Flyer zum Photovoltaik Balkon Modul
hier : pdf

Was bringt es?

  • 2,5 kWh pro Tag (Sonnentag)
  • 300 kWh pro Jahr
    (== ca. Kühlschrank + Router + Waschmaschine )
  • 100€ weniger Stromkosten 
  • Rentiert sich in 6-8 Jahren
  • 150kg / Jahr weniger CO²
    (2,5 Tonnen CO2 in 20 Jahren gespart)

Was kostet es?

  • 2 Solarmodule a 330W (1.6m x 1m)
    • ca 170€ / Modul == 340€
  • 1 Wechselrichter ca 260€
  • Montagesystem ca 20-70€
  • 2 Stunden Arbeit
  • == 630€-68e0€
Weitere Beispielrechnungen /Simulationsrechner (mehr …)

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) :

Stecker-Solar-Simulator Dieser Rechner zeigt Ihnen, wie viel Strom und Geld Sie mit ei­nem Stecker­solar­gerät am Balkon, an der Haus­wand oder auf dem Dach ein­sparen.

Photovoltaik Rechner für Hausdächer von Solaranlage.eu
Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage hängt von einigen Einflussfaktoren ab. Der Photovoltaik Rechner ermittelt den zu erwartenden Ertrag und die Vergütung anhand weniger Angaben. Damit bietet er eine wichtige Hilfe bei der Investitionsentscheidung. 

PV-Modulberechnung an Hand einer Karte und visuellem Dach-Markieren : hier (https://stromrechner.ibc-solar.de/)

Siehe auch : (15.03.22, spektrum.de) , Wieviel können Balkonmodule und mobile Anlagen beisteuern?

von Energie – Arbeitsgruppe, Klima Bündnis Dortmund:

Energie – Arbeitsgruppe, Klima Bündnis Dortmund

Verwirrt aber interessiert?

FR 25.03.22 – Klimastreiktag vor dem DBM

Komm zum Stand von BoKlima,
Sieh es dir an

  • Am Stand von Boklima / Bochumer Initiativen

selber ausprobieren :
Ausleihen (kostenlos) und testen

  • Für einen Monat kostenlos ausleihen.
  • Stecker in eine normale Steckdose stecken.
  • fertig und sich freuen.

Fragen an: testen@1megawatt.de , boklima@boklima.de ,
bzw. über unser Kontaktformular


Ausrichtung / Aufstellorte

Grundsätzlich eignen sich :

Süden , Westen , Osten

Eignung von Dächern selber abfragen und prüfen via Solarkataster : hier ,
via Stadtwerke : hier

Bürokratisches

Jedes PV-Modul muß registriert werden —
ist aber einfach (BoKlima hilft)
(mehr …)

Anmelden :

  • die deutschen Netzbetreiber wollen, dass alle Erzeugungsanlagen, unabhängig von ihrer Leistung, bei ihnen gemeldet werden. Diese Forderung haben sie in die entsprechende Vorschrift (Anwendungsregel VDE-AR-N 4105) hineingeschrieben. Vorgesehen ist dabei für Erzeuger bis 600 Watt
  • Hier gibt es ein Anmelde-Formular : hier
  • UND ein Anmeldung bei : Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister.
    • Registrierung ist Pflicht : Alle neuen Anlagen, die Strom erzeugen, müssen (innerhalb eines Monats) in das neue Marktstammdatenregister eingetragen werden
    • Wenn Sie Ihre Anlage nicht registrieren, drohen ein Bußgeld und der Verlust Ihrer EEG-Vergütung.

Bezugsquellen fertig Module , Solar-Dachzigel (Auswahl)
(mehr …)

Links zu fertig konfektionierten Balkon-Modulen
Stecker rein — fertig !

  • shop von ‘Bild der Wissenschaft’ – Komplettpaket (rel. teuer)
  • Solar Info Zentrum , Neustadt/W : Das SIZ-Plugin-System
    • auch via Balkonmodul.de
    • Das Alleinstellungsmerkmal: alle Bauteile werden komplett in Deutschland produziert.
    • Das 300 Wp-Modul aus monokristallinem Silizium wird von der Sonnenstromfabrik in Wismar für SIZ produziert.
    • Abmessungen: 1.550 x 1.010 x 60 mm (H x B x T) , Gewicht: 20 kg
    • Der integrierte Modulwechselrichter von AEConversion aus Bielefeld (315 W) erfüllt alle notwendigen rechtlichen Bestimmungen über eine Verteilerdose können einfach 2 Module (2 Wechselrichter) miteinander verbunden werden (600 Wp)
    • Ein eigens entwickelter Modulrahmen (C-Profil), gleichzeitig der Montagerahmen, ermöglicht eine schnelle, einfache und sichere Montage
    • Montageanleitung
    • Preisliste (sehr hochpreisig beginnt ab 740€)
  • maxx solar & energie GmbH & Co. KG , 99880 Waltershausen, BalkonModul
  • indielux, Berlin


Bezugsquellen Test : Solar + Speicher (techstage)

Top 6 Solargeneratoren: die besten Powerstations mit Photovoltaik
Mobile Solargeneratoren mit Akku und 230 V versprechen höchstmögliche Unabhängigkeit von Stromnetz. TechStage zeigt, welche Powerstations in der Praxis am besten abschneiden.

Bezugsquellen selbstbau (Auswahl)
(mehr …)

Beispiele für Halterungen (mehr …)


Weitere Möglichkeit : PV- Anlage mieten (auf eigenem Dach)

Angebot / Infos der Stadtwerke Bochum
(mehr …)

Angebote von weiteren Firmen :

  • enpal : enpal — Solaranlage zur Miete

Beispiel-Modul von :

Das Beispiel Modul wurde freundlicher Weise von : http://1megawatt.de/ zur Verfügung gestellt. – Danke !

Erfahrungsberichte Aufbau und Anschluss von PV-Anlagen

  • Beschreibung: Aufbau einer Anlage auf einem Gartenhaus :
    Die Vision: Klimawandel wuppen – Dorstfeld klimaneutral ok, das wird noch.
    http://horstwessel.eu/solaranlage/
  • Initiative aus Dortmund Dorstfeld : “1 Megawatt für Dorstfeld”
  • !! Vorbild für Bochum , schaffen wir 2 Megawatt ? 🙂 !!


Weitere Links zu Presse-Berichten über Balkon-Solar-Anlagen (mehr …)


Quellenagabe / Bildmaterial / Hintergrundinfos
(mehr …)

Videos auf youtube

Was macht man, wenn man kein eigenes Haus hat, aber gerne selbst Strom, am besten über Solar, produzieren möchte? Man baut sich ein Balkonkraftwerk! Wie das ganze funktioniert, worauf man achten muss und ob es ma Ende überhaupt etwas bringt zeigt uns Mr. Balkonkraftwerk höchstpersönlich Holger Laudeley in diesem Video!

Link : hier

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Diskussion um Normen und Rechtliches
Link : hier
(Achtung Bayrisch )

https://youtu.be/mo1B5pMW2gk

Energie – Vergleich (youtube)



Weitere Fragen , Wünsche , etc bitte an : boklima@boklima.de oder via
Balkon – PV – Kontaktformular : hier

Flyer vom 25.03



Aktuelles — Historisch

  • (24.06.22) Anmeldung zur Theorie-Vorstellung Balkon-Solar-Anlagen
    Jetzt hier via Energie-ag.1megawatt aus Dortmund :
    •  zum Online-Seminar am 06.07.22 um 19:00 Uhr anmelden
      • ‘BookNow’ anklicken , dann erst registrieren (Link unten) , dann anmelden , dann Online-Seminar buchen
      • Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt.
      • Da das Anmeldeverfahren per email beim letzten Mal mit sehr viel Aufwand verbunden war, wollen wir jetzt ein Buchungssystem ausprobieren. Wir bitten um Verständnis, falls es hakt, für uns uns ist das auch neu und wie bereits erwähnt, wir stemmen all diese Arbeit ehrenamtlich!
      • Bei Fragen wenden Sie sich an michael.janke@posteo.de

BoKlima im Trailer Interview

(27.04.22, trailer) , Original hier , Trailer-ruhr.de

Der Krieg und das Klima

Das Bochumer Klimaschutzbündnis fordert transparente und engagierte Klimapolitik vor Ort

„Klimaschutz und Energiewende sollen für alle erfahrbar und mitgestaltbar werden“ – das ist den beiden Mitinitiatoren des Bochumer Klimaschutzbündnisses wichtig. Sicherlich gebe es die Politik, die mit Richtlinien für eine klimagerechtere Welt sorgen müsse – parallel dazu könne aber auch ein Umdenken bei jedem Einzelnen angeregt werden. Es lohne sich nicht, den Leuten Angst zu machen vor der Klimakatastrophe, stattdessen brauche es neue Erzählungen davon, wo wir hinwollen mit Klima- und Umweltschutz, und dafür müsse man miteinander ins Gespräch kommen. Und das tun I. und T. bei ihrem Infostand auf der Wiese des Bergbaumuseums. Mitgebracht haben sie ein Stecker-Solar-Modul, das jede*r bequem privat nutzen kann, ob auf dem Balkon der Mietwohnung oder auf dem Dach des Gartenhäuschens.

Vernetzung und Zusammenschluss

…. mehr


weitere Klima und Energie Themen im Trailer

Experiment Energiewende – schaffen wir das?

60.000 erforderliche Windräder, wo sollen die aufgestellt werden? Wer versorgt uns bei Dunkelflaute mit Strom und hält unser Stromnetz die Umstellung aus?


(10.03.2022 ∙ odysso – Wissen im SWR ∙ SWR) , original : hier , hier

Ist die rechtzeitige Umstellung auf erneuerbare Energieträger, die das Klima weniger belasten zu leisten?

Ist die Energiewende zu schaffen?

Viele Experten sagen „ja“, aber wo und wann sollen die 60.000 neuen Windräder aufgestellt werden? Wer versorgt uns bei Dunkelflaute mit Strom und hält unser Stromnetz das überhaupt aus?

In 23 Jahren soll Deutschland CO2-neutral sein. Alle Kohle-, Atom-, Gas- und Ölkraftwerke sollen dann abgestellt bzw. CO2-frei sein. Bis dahin sollen die regenerativen Energien und Wasserstoff unseren Energiebedarf zu 100% decken. Das ist ein unglaublicher Zeitplan, der eine Menge Fragen aufwirft.

Wie sollen wir ohne CO2-Emmissionen heizen?

Eine der größten CO2-Verursacher in Deutschland sind die Heizungen in unseren Häusern, die ca. Dreiviertel der CO2-Emissionen in den Haushalten ausmachen. Öl-, Gas- und Kohleheizungen sollen deshalb vor allem durch elektrische Wärmepumpen ersetzt werden, die nur ein Drittel bis ein Viertel der Energie verbrauchen. Diese Einsparmöglichkeiten werden allerdings nur erreicht, wenn die Gebäudehülle perfekt isoliert ist. Dazu gehören alle Außenwände, die Fenster und das Dach. Außerdem müssen alle Raumheizkörper durch Flächenheizungen im Boden, an der Wand oder an der Decke ersetzt werden. Erst durch mehrere Quadratmeter- große Heizungsoberflächen, kann das Heizsystem dann mit niedrigen Betriebstemperaturen von 40° statt 70 oder 80° betrieben werden.

Wenn diese beiden energetischen Vorbedingungen allerdings nicht erfüllt werden, können Wärmepumpen die Heizkosten sogar ansteigen lassen. Ob sich dieses Konzept vor allem bei Altbauten überall realisieren lässt, ist wegen der hohen Kosten sehr fraglich.

Mehrere Platten mit Heizung sind an einer Wand im Rohbau angebracht. (Foto: SWR)
Eine Flächenheizung an Wand, Boden oder Decke ist eine der Bedingungen, damit die Wärmepumpe Energie sparen kann.

Die Energiewende benötigt mehr Strom statt weniger – warum?

Außer den Heizungen sollen auch unsere Autos und viele Industrieprozesse in Zukunft mit elektrischem Strom, anstatt mit Öl und Gas betrieben werden. Wir werden deshalb eindeutig mehr Strom benötigen, aber nicht so viel mehr, wie man erwarten würde. Denn elektrische Anwendungen sind effizienter als

Anwendungen mit Verbrennungsprozessen. Ein Beispiel ist das E-Auto: Ein Kleinwagen, der für 100Kilometer zirka sechs Liter Benzin benötigt, verbraucht mit E-Motor etwa 15KWh. Rechnet man diese elektrische Energie in Benzin um, entspricht das gerade einmal 1,5 Liter. Damit liegt das E-Auto bei nur einem Viertel des Verbrauchs eines Benziners. Experten des Fraunhofer Instituts ISE in Freiburg rechnen deshalb damit, dass sich unser Gesamtenergieverbrauch trotz einem etwas erhöhten Stromverbrauch, sogar halbieren wird.

Ein Elektroauto wird an der Stromtankstelle betankt (Foto: SWR)
Ein Elektroauto braucht nur ein Drittel bis ein Viertel der Energie eines Benziners

Woher soll der ganze grüne Strom kommen?

Wir werden durch das Abstellen der fossilen Kraftwerke eine Menge zusätzlicher Windräder und Solarflächen benötigen. Die Anzahl der Windräder muss sich deshalb ca. Verdreifachen und die der Solarmodule Vervierfachen. Dazu braucht es viele Flächen, auf denen die Anlagen stehen können. Das ist einer der Nachteile der regenerativen Energie. Laut der Umfragen ist die überwiegende Mehrheit der Deutschen dennoch für den Ausbau der Erneuerbaren. Trotzdem kann das Ausbauziel mit der bestehenden Gesetzeslage bis 2045 nicht erreicht werden, weil die Genehmigungszeiträume für Windräder im Durchschnitt 5-7 Jahre dauern. Zu lange, um die erforderlichen 2000 Windräder pro Jahr zu realisieren.

Vogelperspektive auf eine Landschaft mit Feldern und Wäldern, in der sehr viele Windräder stehen. (Foto: SWR)
Die Anzahl der Windräder auf dem Festland muss sich verdreifachen. Heute sind es ca. 30.000

Können Batterien genügend Strom speichern?

Selbst wenn die Anzahl der Windräder und Solarmodule wie gewünscht zunimmt, gibt es ein Problem: Was ist, wenn die Sonne nicht scheint und auch kein Wind weht? Gerade im Winter zeigt sich immer wieder, dass Wind- und Sonnenenergie oft tagelang kaum einen Beitrag zur Stromherstellung leisten können, sondern Kohle und Gaskraftwerke die Energielücken schließen müssen.

Die Lösung wären große Speicher, die an Wind- und Sonnen-reichen Tagen die Stromüberschüsse aufnehmen. Heutige Batteriespeicher, selbst sehr große, können allerdings nur Sekunden, Minuten oder maximal Stunden einer Dunkelflaute überbrücken.

Im Keller der Batterie: Die Speicherbehälter sehen aus wie die Fässer in einem Weinkeller. (Foto: SWR)
Selbst eine der größten Batterien Deutschlands im Pfinztal bei Karlsruhe kann nur für einige Stunden die Energie eines Windrads speichern (Redox-Flow, 10MWh).

Woher kommt unser Strom künftig bei tagelanger Dunkelflaute?

Im Plan der Regierung soll die Versorgungssicherheit in den kommenden Jahren mit bestehenden Kraftwerken garantiert werden. Allerdings werden deren Laufzeiten bis 2030 immer weiter verkürzt, weil Wind- und Solarstrom zunehmen. Danach sollen die Gaskraftwerke mit grünem Wasserstoff betrieben werden, der CO2-frei ist und in Tanks und Kavernen eingelagert werden kann. Auch hier gibt es noch viele offene Fragen, weil die benötigte Menge an Wasserstoff z.B. nicht allein in Deutschland produziert werden kann.

Echte Langzeitspeicher können dagegen Wasserkraftwerke in Norwegen sein, denn seit 2021 hat man das norwegische Netz direkt mit dem deutschen Stromnetz über den sogenannten Nordlink (ein Tiefseekabel) verbunden. Überschüssiger Strom aus Deutschland kann jetzt in Norwegen direkt verbraucht werden. Während dieser Zeit drosselt man die Wasserkraftwerke dort und das Wasser sammelt sich in den Stauseen. Später, wenn in Deutschland wieder Strom benötigt wird, lässt man das Wasser wieder durch die Generatoren der Wasserkraftwerke abfließen und wir erhalten so quasi unseren Strom wieder zurück. Deutschland könnte so mehrere Tage mit Strom versorgt werden. Einzige Voraussetzung ist allerdings, dass auch der sogenannte Südlink bis nach Süddeutschland fertig gestellt wird, weil man dort besonders viel Strom braucht.

Kartengrafik die eine Verbindung zwischen Deutschland und Norwegen zeigt. (Foto: SWR)
Nordlink-Verbindung zwischen den Strom-Netzen in Norwegen und Deutschland. Mit deutschen Stromüberschüsse können künftig dort die Speicherseen gefüllt werden.

Reicht das bestehende Stromnetz für die Energiewende aus?

Während in der Vergangenheit der Strom in ca. 350 zentralen Großkraftwerken termingerecht und passend für die Verbrauchsspitzen produziert wurde, werden im künftigen Netz mehrere Millionen regenerative Kraftwerke dezentral den Strom einspeisen. Und das in völliger Abhängigkeit vom Wetter.

Unser heutiges Stromnetz ist für diese Aufgaben noch nicht ausreichend vorbereitet, weder was die die Kapazität der Kabel und Transformatoren betrifft, noch was die Steuerung der Balance zwischen Verbrauch und Erzeugung angeht. Denn Verbrauch und Erzeugung müssen in jeder Sekunde exakt ausgeglichen sein, weil Spannungsschwankungen sonst das Netz zusammenbrechen lassen können. Damit die Stromnetz-Leitzentralen hier den Überblick behalten, sollen nach und nach in allen Haushalten intelligente Stromzähler, sogenannte Smartmeter installiert werden. Sie werden minutengenau die Verbrauchs- und Stromeinspeisedaten an die Leitzentrale übermitteln. Das Ziel dabei ist, die Auslastung der Netze über die Smartmeter besser zu steuern.

Moderner Stromzähler unter Klarsichtgehäuse (Foto: SWR)
Der intelligente Stromzähler oder Smartmeter mit Minuten-genauer Übermittlung des Stromverbrauchs an die Netzbetreiber.

Linktipps:

Energy-Charts des Fraunhofer ISE. Vielfältige Grafiken und Karten zum Thema Energie in Deutschland: Aktueller Strommix, Kraftwerke, Emissionen, Preise, Klima

Klimaneutrales Deutschland 2045: Wie Deutschland seine Klimaziele schon vor 2050 erreichen kann (AGORA-Studie)

Grafik zum Aufbau des deutschen Stromnetzes

Energieatlas BW: Karte der Verteilnetze in BW

Lesetipp:

Baden unter Strom: Eine Regionalgeschichte der Elektrifizierung

Bernward Janzing

dold Verlag, Vöhrenbach

ISBN: 978-3-927677-27-2

Seiten 304, 29,00 Euro aus der Sendung vom Do., 10.3.2022 22:20 Uhr, odysso – Wissen im SWR, SWR Fernsehen

Die Themen der Sendung

Klimapodcast Gradmesser „Wir schaffen die Klimaziele nicht annähernd“

(17.12.21, tagesspiegel.de) , Original : hier

Podcast mit Klimaphysiker Wolfgang Lucht.

Direkt zum Podcast : hier

Deutschland reißt die 1,5-Grad-Grenze und verpulvert viel zu schnell sein CO2-Budget. Was das bedeutet, und wie sich die Politik jetzt Emissionen schön rechnet. Ruth Ciesinger

SPD, Grüne, FDP und Union – sie haben sich im Wahlkampf demonstrativ zum 1,5-Grad-Ziel bekannt. Und jetzt? Bisher bringen auch die Pläne der Ampel bei weitem nicht so schnell CO2-Neutralität, wie Deutschland sie nach dem Pariser Klimaabkommen erreichen müsste. „Wir schaffen die Klimaziele nicht annähernd“, sagt Klimaphysiker Wolfgang Lucht. https://cdn.podigee.com/podcast-player/podigee-podcast-player.html?id=pdg-aa36757&iframeMode=script

Wenn die Menschheit mit einer Zwei-Drittel-Wahrscheinlichkeit die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen will, bleibt Ihr aktuell ein CO2-Budget von rund 320 Gigatonnen, das noch in die Atmosphäre verheizt werden kann. Wenn nicht drastisch gegengesteuert wird, das ergeben die Berechnungen des Weltklimarates, dann ist das Budget in etwas mehr als sieben Jahren aufgebraucht.

Aber wie lässt sich so ein globales CO2-Budget eigentlich so leicht errechnen? Warum ist es ungleich schwerer, einen gerechten Verteilungsmaßstab für die einzelnen Staaten zu finden? Mit was für Tricks rechnet die Politik jetzt Emissionen schön? Um diese Fragen und mehr geht es in dieser Gradmesser-Folge mit Professor Wolfgang Lucht, Leiter der Abteilung für Erdsystemanalyse am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen.

Spannend außerdem: Wenn Menschen wissen, worum es in der Klimakrise wirklich geht, dann sind sie zu deutlich größeren Einschränkungen bereit, das hat Wolfgang Lucht bei seiner Begleitung des Bürgerrates Klima gemerkt. „Da geht noch viel mehr“, sagt er. Doch die Regierung muss vorher erstmal ehrlich sein.

CO2-Ausstoß weltweit: Treibhausgasemissionen pro Kopf nach Ländern

Da die negativen Auswirkungen von CO2 auf das Klima nur sehr langsam im Verlaufe von Jahrhunderten bis Jahrtausenden abklingen müssen die historischen Emissionen bei der Verantwortung der einzelnen Staaten zu Grunde gelegt werden.

(27.07.21, tech-for-future) , Original : hier

Welche Länder haben den höchsten CO2-Ausstoß pro Kopf? Und warum steigen die Treibhausgasemissionen weltweit immer weiter?

Deutschland verursacht nur 2,4% der weltweiten Treibhausgasemissionen” sagen Klimaschutzgegner. Das stimmt zwar, aber wir stellen auch nur 1% der Weltbevölkerung.

Die CO2-Emissionen pro deutschem Staatsbürger sind also mehr als doppelt so hoch, als sie im Durchschnitt sein dürften. Und selbst der Durchschnitt muss rapide sinken – bis auf Null.

Statt zu fallen, steigt der weltweite CO2-Ausstoß immer weiter. Wir stoßen immer schneller immer mehr CO2 aus – außer vermutlich im Corona-Jahr 2020.

Deutschland hat auch absolut gesehen höhere CO2-Emissionen als fast alle anderen Länder. Wir sind mit unseren 2,4% auf Platz 6 der Klimasünder, hinter China, USA, Russland, Indien und Japan.

Und das ist nur der Anteil, den wir heute noch ausstoßen. Historisch gesehen sind wir mit 5,6% der kumulierten CO2-Emissionen die viertgrößte Klimasau.

Also so viel zum Thema, Deutschland wäre unbedeutend beim Klimaschutz. Lies weiter für einen kompletten Ländervergleich.

Entwicklung des CO2-Ausstoßes weltweit

CO2 Ausstoss weltweit nach Kontinent - CO2-Ausstoß weltweit: Treibhausgasemissionen pro Kopf nach Ländern

Nach wie vor wachsen die CO2-Emissionen Jahr für Jahr. Das heißt, statt weniger auszustoßen, stellen wir weltweit jedes Jahr neue Emissionsrekorde auf.1

Das liegt aktuell vor allem an Asien, wie man bei der Aufteilung nach Kontinenten sieht. China ist dabei der große Vorreiter auf dem langen Weg von der dritten Welt in die erste. Aber auch Südasien und Südostasien holen langsam auf.

Wenn Schwellen- und Entwicklungsländer zu etwas bescheidenen Wohlstand kommen wollen, dann geht das nur über Wachstum. Und für Wachstum braucht man Energie. Die günstigste Energiequelle Kohle ist aber leider klimaschädlich.

In Südamerika und vor allem Afrika gibt es zwar auch sehr viele Schwellen- und Entwicklungsländer, aber das sind noch schlafende Riesen. Wenn Afrika endlich aus der Subsistenzwirtschaft erwacht, dann werden die CO2-Emissionen deutlich steigen – außer wir schaffen es bis dahin klimafreundliche Energie deutlich günstiger zu machen.

Ländervergleich: CO2-Ausstoß nach Ländern im Jahr 2019

CO2 Ausstoss weltweit nach Land - CO2-Ausstoß weltweit: Treibhausgasemissionen pro Kopf nach Ländern

Es stimmt, im Vergleich zu den Top-Emittenten wie China oder den USA stößt Deutschland deutlich weniger CO2 aus. Unser Beitrag ist aber immer noch sehr groß, siehe Ländervergleich.

Wir sind mit 2,4% Anteil an den Gesamtemissionen unter den sechs schlimmsten Klimasündern der Welt. Und das obwohl wir ein kleines Land mit nur 83 Millionen Einwohnern sind.

CO2-Ausstoß weltweit pro Kopf

Und China hat ist immerhin das bevölkerungsreichste Land mit 1,4 Milliarden Einwohner. Um die Bevölkerung zu berücksichtigen macht es Sinn die CO2-Emissionen pro Kopf anzugeben:

CO2 Ausstoss weltweit pro Kopf - CO2-Ausstoß weltweit: Treibhausgasemissionen pro Kopf nach Ländern
  • 38,2 tCO2/Kopf: Luxembu

https://www.tech-for-future.de/wordpress/wp-content/uploads/2021/07/CO2-Ausstoss-weltweit-kumuliert-treemap.png

CO2 Ausstoss weltweit kumuliert treemap - CO2-Ausstoß weltweit: Treibhausgasemissionen pro Kopf nach Ländern

Tip von Ingo

Der Traum von der grünen Cloud — Wie wirken Cloud-Dienste auf Klima und Umwelt?

(03.10.21, heise.de ) , Original : hier

Wie wirken Cloud-Dienste auf Klima und Umwelt? Darüber ist wenig bekannt, doch Gerichtsurteile, und politische Vorgaben erhöhen den Druck auf die IT-Branche.
Von Christiane Schulzki-Haddouti

Wie viel CO2-Emissionen sind mit “Hallo Siri!” verbunden? Wie hoch ist der Wasserverbrauch? Welcher Rohstoffaufwand steht hinter der Rechenleistung? Und wie viel Energie kostet der kleine Sprachbefehl? Die Antwort ist kurz: Man weiß es nicht. Noch nicht. Denn Siri ist eine verteilte Anwendung. Was in der iPhone-App und was auf der Server-Anwendung abläuft, ist Firmengeheimnis von Apple.

Um mehr Licht in die “Blackbox Cloud” zu werfen, untersuchten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration sowie des Berliner Öko-Instituts für das Umweltbundesamt im Projekt “Green Cloud-Computing” vier typische Nutzungsszenarien: Storage, Streaming, Videokonferenz und virtueller Desktop. Zu diesen einzelnen Cloud-Dienstleistungen lassen sich nun Aussagen treffen, wenn diese sich auf den Umweltverbrauch eines bestimmten Cloud-Dienstes in einem bestimmten Rechenzentrum beziehen. Die Studie wurde vor kurzem veröffentlicht.

Die neue Green-Cloud-Computing-Methodik (GCC-Methodik) erfasst den Umweltaufwand zur Herstellung von Informationstechnik und zum Betrieb von Rechenzentren in vier Wirkungskategorien: Rohstoffaufwand (ADP), Treibhausgasemissionen (GWP), Kumulierter Energieaufwand (CED) und Wasserverbrauch. Der Umweltaufwand lässt sich für einzelne Serviceeinheiten benennen. Dabei kann es sich um eine Stunde Nutzung, um einen einzelnen Kunden oder eine einheitliche Datenmenge handeln. Die GCC-Methodik kann für eine umweltbezogene Produktdeklaration wie einen CO2-Fußabdruck oder eine Energieverbrauchskennzeichnung für Cloud-Services genutzt werden.

Um den Umweltaufwand verschiedener Nutzungsarten für ein “Proof of Concept” beispielhaft erfassen und bewerten zu können, suchten die Forscher Cloud-Dienste, die genau eine Nutzungsart als Dienstleistung anbieten, um aus deren Verbräuchen eine Aussage zu den spezifischen Cloud-Nutzungen ableiten zu können. Der Wasserverbrauch wurde dabei nicht berücksichtigt, da keines der untersuchten Rechenzentren über Wasser-relevante Kühlsysteme und -Gebäudetechnik verfügte. Die Kennzahlen zum Rohstoffverbrauch konnten nur für zwei Rechenzentren gebildet werden.

Für die Bewertung von Online-Storage untersuchten die Wissenschaftler vier Rechenzentren und stellten fest, dass die Bandbreite der GCC-Kennzahlen von 166 bis zu 280 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Terabyte Speicherplatz reichte. Die Aussage besagt, wie viele CO2-Emissionen jährlich pro Terabyte belegtem Online-Speicher freigesetzt werden.

Für Videostreaming wurde ein Streamingdienst untersucht, der wie eine Art Online-Videorekorder funktioniert: Nutzer können jeden beliebigen Film online aufnehmen und sich zu einem späteren Zeitpunkt ohne Lizenzgebühren abspielen lassen. Das bedeutet, dass die Server- und Speicherinfrastruktur ausschließlich für Streaming genutzt wird. Pro Stunde Videostream wurde ein CO2-Fußabdruck von 1,46 Gramm CO2-Äquivalenten erzeugt. Hinzu kommen 0,014 Mikrogramm Antimon-Äquivalente für den Rohstoffverbrauch und 24 Kilojoule für Primärenergie. Eine vollständige CO2-Bilanz für Videostreaming müsste allerdings auch die CO2-Emissionen in Netzwerken und in Haushalten einbeziehen.

Für Videokonferenzen wurde eine Online-Plattform untersucht, die auf Basis der Open-Source-Software Jitsy Videokonferenzen anbietet. Die Treibhausgasemissionen zur Teilnahme an einer Stunde Videokonferenz betragen 2,27 Gramm CO2-Äquivalente für die Herstellung der Server (15 Prozent) und für den Energieverbrauch im Rechenzentrum (85 Prozent). Für die Gesamt-Bilanz spielt die Endgeräte-Auswahl die entscheidende Rolle: Während mit Laptop die Teilnahme an einer Videokonferenz mit 55 Gramm CO2-Äquivalenten/Stunde verbunden ist, sind es mit einem großen Videomonitor bereits 295 Gramm CO2-Äquivalente/Stunde.

Für das Rechenbeispiel für die virtuelle Desktop-Infrastruktur versorgte eine Behörde 890 Thin Client-Arbeitsplätze über ein eigenes Rechenzentrum: Dafür werden im Rechenzentrum jährlich Rohstoffe in Höhe von 0,22 Gramm Antimon-Äquivalente, Treibhausgasemissionen von 59 Kilogramm Kohlendioxid-Äquivalente sowie Primärenergie in Höhe von 995 Megajoule aufgewendet. Etwa Dreiviertel dieser Aufwände entfallen auf die Server-Seite.

Die Forscher zeigten in ihrem Projekt, dass eine Erfassung der Umweltverbräuche möglich ist und dass sich die Verbräuche auch einzelnen Diensten zuordnen lassen.

Der Weg in die Praxis ist allerdings noch weit. Sowohl der IT-Branchenverband Bitkom wie auch der Internet-Verband eco halten bereits eine genauere Erfassung des Energieverbrauchs für wenig praxisfreundlich, von Wasser, CO2-Emissionen und Rohstoffen ganz zu schweigen. Immerhin spricht sich der Bitkom-Verband dafür aus, ein europaweit einheitliches Energielabel auf Basis bestehender Normen wie etwa der Rechenzentrumsnorm EN50600 zu entwickeln. Grundsätzlich solle ein Energieausweis für Rechenzentren, wie er dem Bundesumweltamt vorschwebt, “nur auf Basis branchenüblicher Kriterien”ausgestellt werden. Das heißt: Energieverbrauch erfassen: ja, die Energieeffizienz messen: nein. Den “Blauen Engel” für Rechenzentren lehnt er im Übrigen als “nicht praxistauglich” ab.

Ergänzung PV- Vorstellung , Solarmodule mit Stein-Optik verschmelzen mit der Fassade

(29.09.21, heise) , Origonal : hier

*** zu unserer Balkon-Kraftwerks-Seite : Infos zum Photovoltaik-Balkon-Modul ***

Das Institut für Solarenergieforschung hat ein Verfahren entwickelt, handelsübliche Photovoltaik-Module optisch besser in Steinfassaden zu integrieren. Von Gregor Honsel

Die PV-Module mit der Stein-Optik. (Bild: ISFH)

Bläulich schimmernde Solarzellen wirken bei Häusern meist als Fremdkörper. Auch bedruckte Module für Fassaden haben immer noch die Anmutung farbiger Glasscheiben. Forscherinnen und Forscher des Instituts für Solarenergieforschung (ISFH) in Hameln haben nun ein neues Verfahren entwickelt, PV-Module unauffällig in Gebäude einzufügen (Paper). Deren Oberfläche sieht nicht nur aus wie Stein – sie besteht aus Stein.

Dazu ersetzten die Wissenschaftler entweder die Frontscheibe eines handelsüblichen PV-Moduls komplett durch ein Steinfurnier, oder sie laminierten ein Steinfurnier auf die bestehende Frontscheibe auf. Auf diese Weise lassen sich Module auch nachrüsten.

Laut PV-Magazine bestehen die insgesamt 1,5 Millimeter dünnen Furniere aus Glasfaserkunststoff und einer 0,5 Millimeter dicken Steinschicht. Die raue Steinoberfläche wirke auch für Betrachter, die aus nächster Nähe vor der Fassade stehen oder sie berühren, authentisch, sagte Hauptautor Arnaud Morlier gegenüber dem PV-Magazine.

Allerdings halbiert sich durch die Verschattung auch der Wirkungsgrad. Ein weiteres Problem: Je nach Maserung und Störungen lassen die Steinfurniere nur ungleichmäßig Licht durch – etwas, was Solarzellen gar nicht gerne haben. Als Abhilfe schlagen die Hamelner vor, die Lichtdurchlässigkeit des Laminats vor der Montage zu scannen und nur die eher homogenen Bereiche zu verwenden.

Werden Module an einer Fassade montiert, sinkt die Stromausbeute gegenüber konventionellen Dachmodulen weiter, weil sie schlechter zur Sonne ausgerichtet sind. Trotzdem können sie eine sinnvolle Ergänzung zu Dachmodulen sein – etwa, weil sie an Ost- und Westfassaden morgens respektive abends verstärkt Strom liefern.

Für die Tests lieferte ein Partner dünne Schichten aus Schiefer, das sich leicht ablösen lässt. Doch was ist mit Kunden, die keine Schiefer-, sondern beispielsweise eine Sandsteinfassade haben? “Jeder Stein ist anders”, sagt Mitautor Robert Wittek gegenüber TR. “Wir arbeiten aber bereits an Verfahren für andere Steinsorten.” Bei weichen Steinen wie Sandstein sei es beispielsweise denkbar, ihn zu mahlen und die Körner in ein Harzbett einzubringen. Auch mit Holz haben die Hamelner bereits experimentiert. Folgeprojekte sollen nun die Kommerzialisierung vorantreiben.

24.09 – Vorstellung PV – Balkonmodul

Die aktuelle Seite mit weiteren Infos zu unserer Balkon-Solar-Initiative :
hier ( https://boklima.de/pv )


Das mobile Balkon – PV-Modul zum
ausprobieren (aus Dortmund-Dorstfeld)

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist balkon-pv-img-20210913-124536214-hdr-768x1024.jpg
(24.09.21) Impressionen vom KlimaStreik (DBM)

Flyer zum Photovoltaik Balkon Modul
hier : pdf

Was bringt es?

  • 2,5 kWh pro Tag (Sonnentag)
  • 300 kWh pro Jahr
    (Kühlschrank+Router+Waschmaschine )
  • 100€ weniger Stromkosten 
  • Rentiert sich in 6-8 Jahren
  • 150kg / Jahr weniger CO²
    (2,5 Tonnen CO2 in 20 Jahren gespart)

Was kostet es?

  • 1 Solarmodul 380W (2m x 1m)
  • 1 Wechselrichter
  • Stromzähler zum zeigen
  • Montagesystem
  • 2 Stunden Arbeit
  • 400€-500€

Verwirrt aber interessiert?

24.09 – Klimastreiktag vor dem DBM

Komm zum Stand von BoKlima,
Sieh es dir an

  • Am Stand von Boklima / Bochumer Initiativen

selebr ausprobieren :
Ausleihen (kostenlos) und testen

  • Für einen Monat kostenlos ausleihen.
  • Stecker in eine normale Steckdose stecken.
  • fertig und sich freuen.

Fragen an: testen@1megawatt.de , boklima@boklima.de


Infos für Mieter : (Verbraucherzentrale.nrw)
(mehr …)

Mit Stecker-Solargeräten können Sie auch als Mieter:in und Wohnungseigentümer:in eigenen Sonnenstrom erzeugen:

  • Auch auf dem Balkon etc können Sie selbst Solarstrom erzeugen und verbrauchen.
  • Stecker-Solargeräte produzieren Strom für den Eigenbedarf
  • Die Balkon-Modulsysteme sind sicher und lohnen sich langfristig betrachtet auch finanziell.
  • Einige Regeln und Anforderungen sind noch unnötig kompliziert, davon sollten Sie sich aber nicht abschrecken lassen.

Für Miet- und Eigentumswohnungen gilt:
Wenn Sie das Solarmodul an der Balkonbrüstung oder der Hauswand anbringen wollen, müssen Vermieter:in oder Eigentumsgemeinschaft in der Regel zustimmen.
Seit 2020 das Wohneigentumsgesetz (WEG) geändert wurde, ist hierfür keine Einstimmigkeit mehr nötig, sondern nur noch eine mehrheitliche Erlaubnis

Link : Verbraucherzentrale.nrw/… hier

Ausrichtung / Aufstellorte

Grundsätzlich eignen sich :

Süden , Westen , Osten

Eignung selber abfragen und prüfen via Solarkataster : hier ,
via Stadtwerke : hier

Bürokratisches

Jedes PV-Modul muß registriert werden —
ist aber einfach
(mehr …)

Anmelden :

  • die deutschen Netzbetreiber wollen, dass alle Erzeugungsanlagen, unabhängig von ihrer Leistung, bei ihnen gemeldet werden. Diese Forderung haben sie in die entsprechende Vorschrift (Anwendungsregel VDE-AR-N 4105) hineingeschrieben. Vorgesehen ist dabei für Erzeuger bis 600 Watt
  • Hier gibt es ein Anmelde-Formular : hier
  • UND ein Anmeldung bei : Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister.
    • Registrierung ist Pflicht : Alle neuen Anlagen, die Strom erzeugen, müssen (innerhalb eines Monats) in das neue Marktstammdatenregister eingetragen werden
    • Wenn Sie Ihre Anlage nicht registrieren, drohen ein Bußgeld und der Verlust Ihrer EEG-Vergütung.

Steckdosenmodule in Aktion

https://www.s-i-z.de/produkte/anlagen/steckdosenmodul/

Bezugsquellen fertig Module (Auswahl)
(mehr …)

Links zu fertig konfektionierten Balkon-Modulen
Stecker rein — fertig !

  • Solar Info Zentrum , Neustadt/W : Das SIZ-Plugin-System
    • auch via Balkonmodul.de
    • Das Alleinstellungsmerkmal: alle Bauteile werden komplett in Deutschland produziert.
    • Das 300 Wp-Modul aus monokristallinem Silizium wird von der Sonnenstromfabrik in Wismar für SIZ produziert.
    • Abmessungen: 1.550 x 1.010 x 60 mm (H x B x T) , Gewicht: 20 kg
    • Der integrierte Modulwechselrichter von AEConversion aus Bielefeld (315 W) erfüllt alle notwendigen rechtlichen Bestimmungen über eine Verteilerdose können einfach 2 Module (2 Wechselrichter) miteinander verbunden werden (600 Wp)
    • Ein eigens entwickelter Modulrahmen (C-Profil), gleichzeitig der Montagerahmen, ermöglicht eine schnelle, einfache und sichere Montage
  • Techwerke Bürgerenergie , Kirchheim
  • maxx solar & energie GmbH & Co. KG , 99880 Waltershausen, BalkonModul
  • indielux, Berlin

Bezugsquellen selbstbau (Auswahl)
(mehr …)

Beispiel-Modul von :

Das Beisiel Modul wurde freundlicher Weise von : http://1megawatt.de/ zur Verfügung gestellt. – Danke !


Weitere Möglichkeit : PV- Anlage mieten (auf eigenem Dach)

Angebot / Infos der Stadtwerke Bochum
(mehr …)

Erfahrungsberichte Aufbau und Anschluss von PV-Anlagen

  • Beschreibung: Aufbau einer Anlage auf einem Gartenhaus :
    Die Vision: Klimawandel wuppen – Dorstfeld klimaneutral ok, das wird noch.
    http://horstwessel.eu/solaranlage/
  • Initiative aus Dortmund Dorstfeld : “1 Megawatt für Dorstfeld”
  • !! Vorbild für Bochum , schaffen wir 10 Megawatt ? 🙂 !!


Quellenagabe / Bildmaterial / Hintergrundinfos
(mehr …)

Videos auf youtube

Was macht man, wenn man kein eigenes Haus hat, aber gerne selbst Strom, am besten über Solar, produzieren möchte? Man baut sich ein Balkonkraftwerk! Wie das ganze funktioniert, worauf man achten muss und ob es ma Ende überhaupt etwas bringt zeigt uns Mr. Balkonkraftwerk höchstpersönlich Holger Laudeley in diesem Video!

Link : hier

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Diskussion um Normen und Rechtliches
Link : hier
(Achtung Bayrisch )

https://youtu.be/mo1B5pMW2gk



Weitere Fragen , Wünsche , etc bitte an : boklima@boklima.de

Flyer vom 24.09


Höherer C02-Ausstoß als vor 2020: Trend trotz Corona ungebrochen

(25.08.21, taz) , Original : hier

Weltweit steigen die Treibhausgas-Emissionen weiter stark an. Wissenschaftler fordern eine „blitzschnelle Energiewende“.

Nach der Coronakrise werden global mehr Treibhausgase ausgestoßen als vorher

BERLIN taz | Der weltweite Einbruch von Industrieproduktion und Verkehr in der Covidpandemie hat den Trend zu global immer weiter steigenden Treibhausgas-Emissionen nicht gebrochen – ganz im Gegenteil: Stromverbrauch und CO2-Ausstoß aus dem Energiesektor lagen im ersten Halbjahr 2021 um 5 Prozent höher als in der ersten Hälfte 2019, also vor der Pandemie. Das geht aus einer Studie des britischen Thinktanks Ember hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wird und 63 Länder analysiert, die 87 Prozent des weltweiten Stroms verbrauchen. „Die hochschießenden Emissionen sollten die Alarmglocken auf der ganzen Welt läuten lassen“, sagte Ember-Chef Dave Jones. „Wir bauen nicht besser wieder auf, sondern schlechter.“ Eine „blitzschnelle Energiewende“ sei nötig, um das 1,5-Grad-Limit einzuhalten.

Dabei wurde im letzten Jahr weltweit die Rekordsumme von 380 Milliarden Dollar in saubere Energien investiert. 57 Prozent des zusätzlichen Stromverbrauchs kamen laut Studie von Wind und Sonne – aber die restlichen 43 Prozent eben von dreckiger Kohle. Der Anteil von Gas blieb gleich, Wasserkraft und Atom nahmen ab. In den alten Industriestaaten der EU, in den USA, Japan und Südkorea sanken die Emissionen aus dem Strom und Erneuerbare wurden wichtiger, aber vor allem wegen langsamer wachsender Stromnachfrage, hieß es. Doch in China, Indien, der Mongolei, Vietnam oder Bangladesch sei das Wirtschaftswachstum noch nicht vom CO2-Ausstoß abgekoppelt: Hier stiegen die Emissionen rapide an.

Genau vor diesem Szenario hatte die Internationale Energieagentur IEA im Juli gewarnt. Von den weltweit 16 Billionen Dollar für den ökonomischen Wiederaufbau flossen demnach 2,3 Billionen in die Wirtschaft, aber nur 380 Milliarden in saubere Energie. Das öffentliche und private Geld ging vor allem in den Verkehr, effiziente Gebäude und neue Treibstoffe. Diese jährliche Summe werde bis 2030 etwa stabil bleiben, sei aber nur ein Drittel der jährlichen Billion, die für eine weltweite Energiewende gebraucht werde, so die IEA.

Zwischen den Staaten gibt es große Unterschiede: während die alten Industrieländer 76 Milliarden an Steuergeld für Investments in saubere Energien vorsahen, waren es bei Schwellenländern nur 8 Milliarden. Und während einige Länder wie Südafrika, Indien, China und Thailand teilweise auch in Stromleitungen oder Energieeffizienz investierten, gaben viele Länder ihre knappen Mittel für kurzfristige Hilfen bei Stromkosten der Haushalte oder für ihre Energiekonzerne aus.

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