Baumfällungen Kesterkamp

Auch am Kesterkamp geht die Stadt ohne Rücksicht auf Natur und Umwelt vor …

(03.03.21 ) Einige Leserbriefe zu dem WAZ-Artikel

Hier erst mal einige Presseberichte; Unterlagen zu den Fällungen folgen.

( 25.02.21 ) WAZ Bericht

( In vollständiger Größe hier und bei WAZ-online : hier )

( 24.02.21 ) WDR Bericht

( Original : hier )

Aufregung um Fällung von 50 Bäumen in Bochum

Von Daniel Chur

Die Stadt Bochum fällt in diesen Tagen knapp 50 Bäume in einer Wohnstraße. Die Anwohner und mehrere Initiativen protestieren. Die Stadt rechtfertigt die Maßnahme.

Für viele war die Nachricht ein Schock: Ein kompletter Straßenzug im Bochumer Stadtteil Linden verliert in diesen Tagen seine Bäume. Die Stadt fällt am Donnerstag und Freitag knapp 50 Straßenbäume, in Vorbereitung auf größere Bauarbeiten. Aber auch, weil die Bäume laut einem Gutachten krank sind.

Stadt: Baumfällung unvermeidbar

In der Straße soll ein neuer Radweg entstehen und es sollen neue Versorgungsleitungen gelegt werden. Bei diesen Arbeiten sei es laut Stadt unvermeidbar, dass wichtige Teile der Wurzeln entfernt werden. Mittelfristig würde dies zu einem Absterben der Bäume führen.

Zudem seien viele Bäume krank. Die Trockenheit und die Krankheit Eschentriebsterben hätten bereits viele in einen schlechten Zustand versetzt. Das zeige ein Gutachten, so Marcus Kamplade, Baum-Manager der Stadt Bochum. Auch die Biologische Station und der Naturschutzbeirat hätten zugestimmt.

Initiativen tragen Bedenken vor

Für Anwohner, Umweltaktivisten und die Initiative Radwende Bochum bleiben die Vorgänge unverständlich, zumal die Bürger nicht in die Pläne eingebunden worden sein sollen. Die Radwende kritisiert in einem Brief an die Bochumer Verwaltung und Politik nicht nur Aspekte der Radwegplanung, sondern auch das Fällen der Bäume.

“Bäume und vor allem auch Straßenbäume haben eine wichtige Funktion für das Stadtklima. So wird es ja auch von der Stadt und der Politik kommuniziert. Leider wird dies in der Praxis immer wieder ausgehebelt”, so die Initiative, die der Meinung ist, dass auch die Arbeiten anders verlaufen könnten: “Ein vorsichtiges Verlegen der Leitungen ist sicherlich teurer aber nicht unmöglich.”

Allgemein : Klimawandel in der Stadt und auf dem Land

WDR 5 Neugier genügt – Freifläche. 24.02.2021. 10:06 Min.. Verfügbar bis 23.02.2022. WDR 5.

Audio starten, abbrechen mit Escape

Audio Download . Download mit LINUX: Rechte Maustaste und “Ziel speichern unter” oder “Link speichern unter”.

Stadt pflanzt 68 neue Bäume

Baum-Manager Marcus Kamplade hält dagegen, dass neue Bäume für die Straße auch ökologisch wichtig seien: “Wir müssen auch für die Zukunft pflanzen.”

Die kranken Straßenbäume würden aufgrund ihres Zustandes kaum noch etwas fürs Klima tun, die neuen für die nächsten Generationen dagegen eine Menge. Die Stadt will zum Ende der Bauarbeiten 68 neue Bäume in der Straße pflanzen.

Video starten, abbrechen mit Escape

WDR-Klimatag: Fakten zum Klimawandel. Lokalzeit Ruhr. 24.02.2021. Verfügbar bis 03.03.2021. WDR. Von Christian Beisenherz, Till Krause.


( 04.01.21 ) Kesterkamp Anwohner kämpfen für ihre Straßenbäume in Bochum

Mit Mahnwachen protestieren Kesterkamp-Anwohner in Bochum-Linden gegen bevorstehende Baumfällungen. Sie hoffen auf stadtweite Strahlkraft.

Annette Kopka zündet mit ihrem Mann rote Kerzen und Fackeln an und steckt sie in ihren Vorgarten. Unweit von ihrem Haus ist eine schwarze Schleife um eine Platane gebunden, weitere Anwohner haben Grabkerzen aufgestellt. „Wir sind gegen den Straßenausbau in der geplanten Form, denn ihm fallen viele alte Bäume zum Opfer“, sagt Kopka. Die Bäume –Eschen, Birken, Ahorn, Eiben und Platanen – müssten bleiben, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Wöchentliche Mahnwachen

Diese Forderung wollen die Anwohner am Kesterkamp mit einer wöchentlichen Mahnwache unterstreichen: Weil der Start am letzten Sonntag in 2020 (27.) ins Wasser fiel, ging es mit dem ersten Sonntag im neuen Jahr (3.) los. „Die Bäume speichern CO2 und sind Emissionsschutz“, nennt Frank Höfener zwei Gründe, die aus Sicht der Lindener für den Erhalt der Bäume sprechen. Die Stadt, die die Fahrbahn verbreitern und einseitig einen Fahrradweg errichten will, hält das nicht für möglich. Aus ihrer Sicht sind die Fällungen von 49 geschützen Bäumen unausweichlich.

Kritik am Straßenumbau

„Es werden nicht genug Anstrengungen unternommen, um die Bäume zu erhalten”, ist sich Rüdiger Hossiep sicher. Wie weitere Anwohner vermutet auch er, dass die Neuordnung der Straße vor allem Logiken von Zuschüssen und verfügbaren Geldern folgt – und weniger dem Klima- und Umweltschutz. „Ein Fahrradweg macht auf dem Verbindungsstück gar keinen Sinn, weil er an den Hauptverkehrsstraßen Hattingerstraße und Dr.-C.-Otto-Straße gar nicht angebunden ist”, sagt zum Beispiel Kopka. Und auch Höfener meint: „Hier ist eine 30er Zone, aber es wird gerast. Wir wünschen uns, dass die Straße verkehrsberuhigter wird und nicht verbreitert wird.”

Anwohner: Ersatzbepflanzung reicht nicht

Die Ersatzbepflanzung, die im Zuge des Umbaus geschaffen werden soll, reicht aus Sicht der Anwohner nicht aus. „Selbst, wenn man junge Bäume nachpflanzt, würde es zig Jahre dauern, bis sie die Funktion der jetzigen ersetzen können”, sagt Christa Jodeleit, Initiatorin der Mahnwache. Vor dem Hintergrund der heißen Sommer sei es ohnehin fraglich, ob sie überhaupt angehen. Für die 49 geschützten Bäume, die nach der Zustimmung des Naturschutzbeirates im vergangenen Oktober abgeholzt werden dürfen, will die Stadt 68 neue mit einem Umfang von 30 bis 40 Zentimetern pflanzen.

( WAZ – Original : hier )

Stadt schafft weitere ‘grüne Straßen’ in Wattenscheid


siehe hierzu auch Waz-Artikel : hier

Umwelt, Projekt Grüne Straßen Wattenscheid

Ralf Drews 07.02.2021,

Wattenscheid.  „Grüne Straßen“ in Wattenscheid: Dieses Projekt hat die Stadt Bochum gestartet. 56 neue Bäume wurden bisher gepflanzt. Und es geht weiter.

Viele Wattenscheider Straßenräume zeichnen sich durch stadtbildprägende Baumreihen und Alleen aus. Im Zuge des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) will die Stadt Bochum mit dem Projekt ‟Grüne Straßen” die Bepflanzung an den Wattenscheider Straßen “auch in Zukunft erhalten und sogar erweitern”, erklärt die Verwaltung. An vielen Stellen wurden allerdings zuvor Bäume gefällt, was Bürger kritisieren.

Austausch von Bäumen im ersten Projektteil in Wattenscheid

Diese erste Phase der Projektumsetzung beinhaltete laut Stadt, “überalterte oder kranke Bäume, die ein Sicherheitsrisiko für den Straßenverkehr sowie für Spazierende darstellen, auszutauschen”. Ein erster Erfolg dieses Projekts seien nun 56 neue Bäume, die vom 11. Januar bis zum 29. Januar gepflanzt wurden und jetzt mehrere Straßen in Wattenscheid

Statistiken Deutschland versagt beim Klima­schutz: Pariser Klimaschutzabkommen derzeit unerreichbar.

( von : https://www.volker-quaschning.de/datserv/CO2-D/index.php )


Starker Rückgang der Emissionen im Jahr 2020 wird nur wegen der Coronakrise erreicht.


Durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise sind die Kohlendioxidemissionen im Jahr 2020 stark gesunken. Die Bundesregierung erreicht damit recht unerwartet doch noch ihre eigenen Klimaschutzziele für das Jahr 2020.
Diese sind aber für das Einhalten des Pariser Klimaschutzabkommens viel zu gering. Um den globalen Temperaturanstieg durch den Klimawandel auf 1,5°C zu begrenzen, sollten die Kohlen­dioxid­emissionen bis zum Jahr 2035 auf null sinken. Dafür sind die bislang eingeleiteten Klimaschutzmaßnahmen viel zu gering. Nach der Coronakrise ist beim Wiederhochfahren der Wirtschaft ein erneuter Anstieg der Emissionen zu erwarten.

Vor allem nach dem Fall der Mauer und der deutschen Wiedervereinigung konnten Anfang der 1990er-Jahre in Deutschland große Erfolge bei der Reduktion der Treibhausgasemissionen erzielt werden. Zwischen 1990 und 1995 gingen die Gesamtemissionen fast um 11 Prozent zurück. Dieser Rückgang war jedoch hauptsächlich auf den wirtschaftlichen Umbruch in den neuen Bundesländern zurückzuführen. In den alten Ländern haben die Treibhausgasemissionen in diesen Jahren sogar noch zugelegt.

Seit dem Jahr 2000 war erneut ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Der Einsatz erneuerbarer Energien, die Nutzung emissionsärmerer Energieträger und rationelle Energieverwendung zeigen erste Resultate. Zum Erreichen der langfristigen Klimaschutzziele ist jedoch ein deutlich schnellerer Rückgang der Treibhausgasemissionen erforderlich.

Wegen der Wirtschaftskrise gingen im Jahr 2009 die Emissionen sprunghaft zurück. Der Energieverbrauch nahm rapide ab und damit auch die Treibhausgasemissionen. Ein Zeichen nachhaltiger Energiepolitik ist dieser Rückgang allerdings nicht. Dies zeigt der erneute Anstieg im Jahr 2010.

Kohlendioxid macht in Deutschland knapp 90 Prozent aller Treibhausgasemissionen aus. Andere Gase wie Methan oder Lachgas sind hier von untergeordneter Bedeutung. Weit über 90 Prozent der gesamten Kohlendioxid­emissionen sind wiederum energiebedingt, stammen also aus der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der gesamten Kohlendioxidemissionen, die folgende Tabelle weist energiebedingte Kohlendioxidemissionen, Gesamt-Kohlendoxidemissionen und Gesamt-Treibhausgasemissionen getrennt aus.

Kohlendioxidemissionen in Deutschland

Kohlendioxidemissionen in Deutschland

Kohlendioxid­emissionen in Deutsch­land in Mt (Mrd. kg)

Jahrenergie­bedingte
CO2-Emis­sionen
Gesamt-
CO2-Emis­sionen
2020
2019705,6
2018704,1755,4
2017735,1786,7
2016752,5800,5
2015749,3795,8
2014745,2792,9
2013788,1835,7
2012769,2817,0
2011763,1812,7
2010784,5833,1
2009745,9789,1
2008802,5854,1
2007796,9850,9
2006822,8878,0
2005811,7865,9
2004820,0885,9
2003835,0900,5
2002838,0899,3
2001852,0915,7
2000839,8899,4
1999857,0895,4
1998864,0922,8
1997895,0930,8
1996872,0958,4
1995881,1938,0
1994881,8938,9
1993900,6955,1
1992910,5964,6
1991955,91012,9
1990989,91050,9

*) vorläufige Schätzung
Energiebedingte Emissionen: Emissionen ohne Industrieprozesse
Quellen: UNFCCC, DIW, Umweltbundesamt, AGEB, eigene Abschätzungen

Treibhausgas­emissionen in Deutsch­land in Mt (Mrd. kg)

Jahrgesamte
Treib­haus­gas­emis­sionen
Änderung
gegenüber Vorjahr
2020722-10,3%
2019804,6-6,3%
2018858,4-4%
2017894,3-1,7%
2016909+0,6%
2015906+0,4%
2014902,4-4,6%
2013941,6+2,1%
2012924,1+0,6%
2011919,4-2,8%
2010942,3+5,4%
2009906,4-6,9%
2008973,8+0,2%
2007971,8-2,7%
2006998,8+0,7%
2005991,5-2,7%
20041018,9-1,7%
20031036,1-0,3%
20021039,4-2,0%
20011060,4+1,4%
20001045,8-0,1%
19991046,7-3,1%
19981079,8-2,3%
19971105,3-3,0%
19961139,7+1,6%
19951121,8-0,3%
19941124,9-1,6%
19931143,8-0,8%
19921152,8-4,2%
19911203,0-3,7%
19901249,5

Gesamt-Treibhausgasemissionen: CO2, CH4, N2O, FKW, SF6
Quellen: Agora Energiewende, UNFCCC, DIW, Umweltbundesamt, AGEB, eigene Abschätzungen

© 01/2020 Volker Quaschning

Verkehr und Flächen-nutzung / -Umwidmung ; Fußgänger statt Autos (WDR – Quarks) , u.a.

  • Verkehrsflächen in der Stadt – wer bekommt wie viel Raum?; Wdr5, Quarks , 06.01.21, ( hier ab ca Min 18:14 )
    • Suche nach zukunftstauglichen Konzepten ; Interessante Aspekte und Konzepte um Autoverkehr zurückzudrängen . — auch für Bochum ?
    • Gespräch mit Prof. Ulrike Reuter , Uni Wuppertal
      ( „Wer in der Stadt ohne Auto leben will, der kann das!“… )
    • Leitbild autogerechte Stadt hinterfragen
    • Tempo 30 in den Innen-Stätten
    • Grüne Welle für Räder (und Fußgänger Anm.Boklima)
    • Aufenthaltsflächen : Kinder , Fußgänger
    • Kaufkraft , Einkauferlebnis , … sinkt NICHT in autofreien Bereichen,
      positive Beispiele : Münster , Freiburg , Mailand , Bologna , Zürich , Koppenhagen , …
    • Fläche ohne Vorfahrtsregeln

Ein 2.tes Audio zum Thema , WDR 5 Quarks – Wissenschaft und mehr . 05.01.2021.

Audio Download . Download mit LINUX: Rechte Maustaste und “Ziel speichern unter” oder “Link speichern unter”.

Corona Impfungen – Fußgänger statt Autos – Klimabilanz 2020 ( ab ca. Min 31:15)

Die Giraffe ist bedroht; Wie Russland und China gegen Corona impfen; 70 ist das neue 60!; Tiefsee-Tauchen im Senckenberg Museum;
Wien – Platz für Fußgänger statt Autos; Warum die gute Klimabilanz 2020 täuscht;

Audio Download . Download mit LINUX: Rechte Maustaste und “Ziel speichern unter” oder “Link speichern unter”. RSS: Podcast .



Erschreckend für Bochum ( PM der Stadt, 06.01.21 ) :

6. Januar 2021

Fahrzeugbestand ist im Dezember gestiegen

In Bochum waren im Dezember insgesamt 256.968 Fahrzeuge aller Klassen gemeldet. Das sind 402 mehr als im November. Der PKW-Bestand stieg um 436 auf insgesamt 206.866. Es waren 15.999 LKW angemeldet, 17 mehr als im November. 173 Busse sind im Stadtgebiet unterwegs, einer weniger als im Vormonat. Die Zahl der Krafträder sank im Dezember um 34 auf nun 16.194. Die Zahl der Zugmaschinen sank um sechs auf 812 und die der Anhänger sank um elf auf 14.950. Es sind 1.974 sonstige Fahrzeuge in Bochum unterwegs, eins mehr als im Vormonat. In Bochum fahren seit Dezember 15.284 Fahrzeuge mit Wattenscheider Kennzeichen, ein Plus von 36. Die Zahl der Elektrofahrzeuge erhöhte sich im Dezember um 176 auf 1.755. Außerdem sind 5.922 E-Hybrid-Fahrzeuge in Bochum gemeldet, 753 mehr als im Vormonat.

Stadt BochumReferat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation- Pressestelle -Willy-Brandt-Platz 2-644777 Bochum



Eine Welt ohne Autos (S01/E01)
15.11.2020 ∙ Eine Welt ohne … ∙ Das Erste

Dazu passt auch dieses Video aus der ARD Mediathek : hier

Kein Auto auf den Straßen – ist das möglich? Wie werden wir uns zukünftig fortbewegen? Fahrrad, Carsharing, autonome Autos? Was wollen wir?



Bremens Verkehrssenatorin: Autofahren noch zu einfach und attraktiv

In diesem Zusammenhang auch interessant ( Org bei heise : hier ) :

Erstmals übernimmt eine Grünen-Politikerin den Vorsitz der Verkehrsministerkonferenz der Länder. Die Bremer Senatorin will die Verkehrswende voranbringen. ( 31.12.2020 11:45 Uhr )

Die neue Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Bremens Senatorin Maike Schaefer (Grüne), will die Verkehrswende zum Schwerpunkthema zwischen Bundesländern und Bund machen. Das Thema sei sehr vielschichtig, betreffe alle Menschen, Städte und ländliche Regionen, Umweltfragen und Sicherheitsaspekte und auch Art und Anteil der Verkehrsträger.

Autofahren ist in Deutschland noch zu einfach und attraktiv. Wir müssen den Menschen alternative Angebote machen, die attraktiver als das Auto sind”, sagte Schaefer, die am 1. Januar für zwei Jahre als erste Grünen-Politikerin den Vorsitz der Verkehrsministerkonferenz übernimmt.

Ein Aspekt sei es, die Innenstädte autofreier zu gestalten. Dazu gehöre etwa eine intelligente Parkraumbewirtschaftung. “Wenn Parken am Straßenrand teurer als in Parkhäusern ist, dann werden weniger Pkws im öffentlichen Raum stehen. Dafür braucht es auch eine ausreichende Zahl von Parkhäusern in Stadtzentren.” Bremen bezeichnete Schaefer als “eine Art Reallabor”. So würden in der Hansestadt etwa Park & Ride-Systeme ausgebaut, also Systeme, bei denen Autofahrer ihre Fahrzeuge auf eigens dafür geschaffenen Parkplätzen abstellen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahren. Außerdem werde der Rückbau wichtiger Innenstadtstraßen vorangetrieben, Fahrradstraßen würden angelegt.

All das muss einhergehen mit einer Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs“, sagte Schaefer. Wenn Taktzeiten verändert werden sollten, seien mehr Fahrzeuge nötig. “Und dann muss man über Förderprogramme sprechen, denn es kann nicht sein, dass die Attraktivität des ÖPNV allein vom Geldbeutel der Kommunen abhängt.”



Weitere Interessante Audios beim WDR : hier

Wie unser Verkehr der Natur zusetzt

Wer zwanzigmal um die Erde fährt, hat etwa so viel Strecke zurück gelegt, wie wenn er einmal über alle deutschen Strassen fahren würde. Die Fläche, die in Deutschland für Mobilität in Anspruch genommen wird, ist gigantisch. Häufig wird sie zudem “versiegelt”. Das schadet uns und der Natur. Doch es ginge auch anders.

Klimakommunikation : So gelingen Gespräche über den Klimawandel (WDR, Quarks)

( WDR – Quarks – Serie zum Klimawandel : hier )

Spricht man den Klimawandel an, stößt man oft entweder auf Gleichgültigkeit oder löst einen Streit aus. Wie es besser geht.

( Original hier ) ; 23. Dezember 2020

Inhalt

  • Wieso sollte man mit Freunden und Familie überhaupt über die Klimakrise sprechen?
  • Warum reagieren Menschen gleichgültig, wenn man sie auf den Klimawandel anspricht?
  • Warum enden Gespräche übers Klima oft im Streit?
  • Wie kann ich konstruktiver das Thema Klimakrise ansprechen?

Warum sollte man mit Freunden und Familie überhaupt über die Klimakrise sprechen?

Wenn man seinen engen Freundeskreis verlässt und mit alten Schulfreunden oder der Familie über die Klimakrise spricht, geht das nicht immer gut. Entweder man stößt auf Gleichgültigkeit oder das Gespräch endet in einem Streit. Es ist nicht allzu gut erforscht, wie häufig Menschen sich überhaupt über den Klimawandel unterhalten. In den USA sprechen einer Studie zufolge zwei Drittel selten oder nie mit Familie oder Freunden darüber. Allerdings sind die Menschen in Deutschland einer Studie von 2017 zufolge besorgter über den Klimawandel als in den USA – direkt übertragbar sind diese Ergebnisse also nicht.

Dass sich gar nicht so viele Gespräche darum drehen, könnte daran liegen, dass viele falsch einschätzen, wie ihre Mitmenschen zu dem Thema stehen. Und: Viele überschätzen, wie wenige Menschen in einer Gesellschaft den Klimawandel leugnen. In ….

Deshalb wäre es sinnvoll, das Schweigen zu brechen

Die leichteste Lösung, diesen Teufelskreis zu beenden, ist, das Thema einfach anzusprechen. Hinzu kommt: Menschen finden Informationen, die von engen Bekannten oder Familienmitgliedern kommen, erscheinen uns besonders glaubwürdig, zumindest in Bezug auf den Klimawandel. Eine Studie aus dem Jahr 2019 hat Gespräche über den Klimawandel im persönlichen Umfeld untersucht und herausgefunden: Häufigeres Sprechen über das Thema hat dazu geführt, dass sich die Menschen mehr über den Klimawandel informiert haben und überzeugter von der wissenschaftlichen Faktenlage waren. Auch ….

Warum reagieren Menschen gleichgültig, wenn man sie auf den Klimawandel anspricht?

Ein Gespräch über den Klimawandel zu beginnen, ist ja allerdings nur der erste Schritt. Häufig reagieren Menschen abweisend oder zumindest gleichgültig, wenn sie auf das Thema angesprochen werden. Eine Erklärung dafür ist, dass es sich oft nicht so anfühlt, als würde das Thema sie wirklich betreffen. „In der Diskussion wirkt der Klimawandel oft weit weg, sowohl zeitlich als auch räumlich“, erklärt Prof. Monika Taddicken, die an der Technischen Universität Braunschweig zu Wissenschaftskommunikation forscht. „Am schwierigsten ist aber diese lebensweltliche Ferne. Als Laie weiß ich gar nicht: Warum betrifft mich das? Was …

Verschiedene Generationen sehen die Diskussion ganz unterschiedlich

Auch das Gefühl von Machtlosigkeit spielt eine wichtige Rolle. In Studien hat sich gezeigt, dass viele Menschen davon ausgehen, dass sie selbst nichts am Klimawandel ändern können – und Politik und Wirtschaft auch nicht unbedingt ausreichend handeln würden. Wer sich so fühlt, hat natürlich wenig Lust, das Thema ohne Ziel immer wieder zu besprechen. Hier sieht Taddicken unter anderem ein Generationenproblem. Denn ältere Menschen hätten einen ganz anderen Blick auf die Klimadiskussion als junge. „Für einige Leute ist das Thema sehr frustrierend. Sie haben den Eindruck, das alles schon einmal gesehen zu haben. Zum Beispiel hatten viele große Hoffnungen auf die Kopenhagener Klimakonferenz 2009, aber danach ist einfach gar nichts passiert.“

In diesem Artikel erklären wir dir mehr über Eigenschaften verschiedener Generationen.

Die gute Nachricht ist: Wie viel jemand über den Klimawandel weiß und wie sehr er sich selbst als betroffen einschätzt, hängt positiv zusammen – und zwar vermutlich in beide Richtungen. Das heißt auf der einen Seite, dass Menschen, die sich stärker vom Klimawandel betroffen fühlen, sich auch mehr darüber informieren. Aber wer mehr über den Klimawandel lernt, befürchtet …

Warum enden Gespräche übers Klima oft im Streit?

Ist das Thema Klimawandel einmal angesprochen und das erste Desinteresse des Gesprächspartners überwunden, steht häufig schon die nächste Hürde an. Zumindest manche Menschen scheint das Thema sehr wütend zu machen, sie geraten in eine Verteidigungshaltung und argumentieren so emotional, dass man sich kaum noch dagegen wehren kann. Noch weniger ist eine konstruktive Diskussion möglich. Aber woran liegt das?

Der Klimawandel ist nicht das einzige wissenschaftliche Thema, das zu hitzigen Diskussionen führen kann. Auch Gespräche über Gesundheitsthemen, zum Beispiel Impfen oder Covid-19, lösen manchmal wütende Gegenreden aus. Der Jurist und Sozialwissenschaftler Dan Kahan erforscht das Phänomen, dass bestimmte wissenschaftliche Themen wie der Klimawandel zwar faktisch gut belegbar sind, aber die Gesellschaft trotzdem stark polarisieren. Kahan erklärt das unter anderem mit der Theorie der kulturellen Erkenntnis („cultural cognition“), die besagt, dass Menschen Risiken und damit zusammenhängende Fakten so bewerten, dass sie zu ihren Wertevorstellungen passen. Das heißt, bei einer Diskussion über den Klimawandel ist sich jeder sicher, dass er oder sie die Risiken richtig einschätzt. Wenn die Ansichten nicht zusammenpassen, kann es schnell zu einem Streit kommen.

Wir verteidigen unsere Weltsicht unterbewusst

Dieser Effekt kann so weit gehen, dass zwei Menschen nicht einmal dieselben Quellen für vertrauenswürdig halten. Laut Kahan orientiert man sich eher an wissenschaftlichen Experten und Expertinnen, die eher eine Position vertreten, die dem eigenen Weltbild entspricht. Das kann natürlich ebenfalls ein Streitpunkt sein: Ist meine Klimawissenschaftlerin kompetenter als dein Forscher?

Auch der Bestätigungsfehler („confirmation bias“) spielt bei der Erklärung eine Rolle. Wir glauben eher Informationen, die in unser Weltbild passen. Denn es ist kognitiv anstrengender, Informationen in unser Überzeugungssystem einzubauen, die alle anderen Überzeugungen bedrohen. Besonders stark wirkt der Bestätigungsfehler, wenn es um die eigenen Werte geht. Und Diskussionen um den Klimawandel drehen sich oft darum: Sind Flugreisen noch in Ordnung, was ist mit Fleischverzehr?

Warum es schwierig ist, Menschen bloß anhand von Fakten zu überzeugen, erklären wir hier.

Wie kann ich konstruktiver das Thema Klimakrise ansprechen?

Zuerst einmal: Viel Verständnis für den Gesprächspartner mitbringen. Je nachdem, wie er aufgewachsen ist und das Thema Klimawandel wahrgenommen hat, ist es vielleicht gut nachvollziehbar, wenn er abwehrend reagiert. „Die älteren Generationen haben vielleicht noch das Spiegel-Titelbild von 1986 im Kopf, mit dem Kölner Dom unter Wasser“, sagt die Kommunikationswissenschaftlerin Monika Taddicken. „Oder denken beim Klimawandel an Katastrophenfilme wie ‚The Day After Tomorrow‘. Diese Dramatisierung hat diese Menschen stark geprägt.“ Und wer ausschließlich Weltuntergangsszenarien vor dem inneren Auge hat, wenn er an den Klimawandel denkt, hat vermutlich einfach nicht so viel Lust, darüber zu sprechen.

Ein konstruktiverer Ansatz ist es, weniger abstrakt über den Klimawandel zu sprechen. Was bedeutet er genau für mich, meine Zukunft und meine Region? „Man kann das Thema stärker in die Alltagswelt holen“, sagt Taddicken. „Muss bald vielleicht mehr gedüngt werden? Warum sind sinkende Grundwasserspiegel ein Problem?“ In ihren Studien hat die Forscherin immer wieder beobachtet, dass die Menschen an einem Punkt gedanklich stehenbleiben. „Sie denken an das Bild vom traurigen Eisbären, der auf seiner Scholle schwimmt. Der kann einem leidtun, aber da hat man selbst keinen Ansatzpunkt. …

Über Gefühle in der Klimakrise sprechen

Genauso wichtig in Gesprächen über den Klimawandel ist es, offen mit eigener Unsicherheit umzugehen. Die Klimawissenschaft ist komplex und basiert zu großen Teilen auf Modellen, die verschiedene Zukunftsszenarien berechnen. Taddicken empfiehlt, es offen anzusprechen, wenn man sich mit einer Sache nicht sicher ist. „Zum Beispiel kann ich in so einer Situation sagen: Ich weiß, dass ich das irgendwo gelesen habe und es sehr überzeugend fand. Aber ich kann auch nicht mehr genau sagen, wie das war. Vielleicht schauen wir einfach nochmal schnell zusammen rein“, rät sie.

Auch Fragen können helfen, ein Gespräch konstruktiver zu machen. Zum Beispiel: Wie fühlst du dich denn, wenn du an den Klimawandel denkst? Vielleicht stellen sich so sogar gemeinsame Ängste oder Sorgen heraus, die verbinden können. Oder Lösungsansätze, an die man selbst noch gar nicht gedacht hat. Auch die eigenen Gefühle deutlich zu machen, anzusprechen, wenn die Klimakrise beispielsweise Angst einjagt, kann helfen, Verständnis zu bekommen. Selbst wenn zum Beispiel zwei Generationen ganz anders auf die Klimapolitik blicken, können sie sich trotzdem einigen, dass sie sich Sorgen machen, wenn schon wieder ein Sommer heiß und trocken war.

Autorin: Lena Puttfarcken

„Elektromobilität“ und warum sie so, wie sie derzeit vorgeschlagen wird, nicht funktionieren kann (Vortrag rc3)

Vortrag von André Igler, Philipp Schaumann and telegnom auf dem rc3 vom 29.12.20 : Video : hier


Mit sehr interessanten Aussagen , Zahlen und Fakten zur E-Mobilität zur Diskussion :
* Es bräuchte 4 x Datteln 4 zur Stromerzeugung ODER
* Es bräuchte ein rechtecckiges Gebiet von 33KM Kantenlänge voller Solarmodule …..


Elektromobilität ist das politische Schlagwort der Stunde. Und gleichzeitig so etwas wie das Heisenberg’sche Unschärfetheorem in der Politik: Je näher eins hinschaut, desto unschärfer und verworrener wird die Sachlage. Ein Situationsbericht.

Individuelle Mobilität ist für die Meisten von uns wichtig: Die Freiheit, jederzeit dorthin reisen bzw. fahren zu können, wo man gerade hin möchte, ist ein Grundprinzip unserer modernen Gesellschaft. Gerade in der deutschen Geschichte hat das Wort „Reisefreiheit“ einen ganz besonderen Klang. Und auch jetzt, wenn in der Pandemie unsere Reisefreiheit eingeschränkt wird, zeigt sich, welch hohen Stellenwert dieses Thema in unser aller Bewusstsein einnimmt. Leider hat die Technik, die wir für unsere individuelle Mobilität gewählt haben, nämlich die der fossilen Treibstoffe, einen dummen Nachteil: Wenn wir so weitermachen wie bisher, fackeln wir dabei den Globus ab. Aber Rettung naht in Form des Zauberwortes „Elektromobilität“. Das wird nicht nur das Umweltproblem lösen, besagte Technologie ermöglicht überdies, weil digitalisiert, auch autonom, sprich: Demnächst werden wir möglicherweise nicht nur elektrisch und daher ohne Abgase, sondern auch ohne eigenes Zutun dorthin fahren können, wo wir hin wollen; und weil Computer ja keine Fehler machen, wird es auch keine Unfälle mehr geben. Endlich: Jeder Deutsche bekommt seinen eigenen Chauffeur. Der Politik ist es damit bitter ernst: Im unlängst enthüllten Budgetvorschlag der EU für die kommende Periode sind alleine 35 Mrd. Euro unter dem Titel „Elektromobilität“ veranschlagt. Mindestens noch einmal so viel soll von den einzelnen Mitgliedstaaten kommen. Fahren wir also demnächst alle autonom, elektrisch und entspannt einer sorgenfreien Zukunft entgegen? Leider nein, wie sich beim näheren Hinschauen herausstellt. Der Hype, der hier gemacht wird, ist derart falsch, dass eins gar nicht weiß, wo es anfangen soll, ihn zu widerlegen. Wir haben daher alles zusammengetragen, was zum derzeitigen Standpunkt an Info zu Elektromobilität verfügbar ist, und sind zu der Aussage gekommen: Nein. Oder, in einer etwas längeren Form: So, wie Politik und Wirtschaft heute von Elektromobilität und autonomem Individualverkehr träumen, wird es – kann es – nie kommen. Denn, wie es der britische Dokumentarfilmer Adam Curtis 2016 in seinem Film „HyperNormalization“ so hübsch formuliert hat: „Over the past 40 years, politicians, financiers and technological utopians, rather than face up to the real complexities of the world, retreated. Instead, they constructed a simpler version of the world in order to hang on to power. And as this fake world grew, all of us went along with it, because the simplicity was reassuring.“

Kontakte in Matrix: André = @aigler:matrix.org @philipp_s:matrix.org telegnom = Chaos.social/@telegnom

PDF des Talks auf https://frab.cccv.de/system/event_attachments/attachments/000/004/225/original/e-Mobilitaet-rc3.pdf?1609186179


Download

Video MP4 WebM
Subtitles Help us to subtitle this talk!
Audio MP3

WAZ – Trotz Corona: 2020 bringt Bewegung in die Stadtteile — Und der Klimaschutz bleibt auf der Strecke ….

( WAZ 30.12.20 , Jahresrückblick , original hier ) , Uli Kolmann 30.12.2020, 15:51

Bochum.  Der Blick zurück zeigt: Corona kann die Entwicklung in den Bochumer Stadtteilen nicht stoppen. Ein zentrales Thema: Bürgerbeteiligung.

Auf jeden Fall turbulent, das gilt für 2020. Das ablaufende Jahr war extrem, unter dem Diktat der Pandemie waren viele Entwicklungen ungewöhnlicher als üblich. Buchstäblich alles im öffentlichen Leben verlief in veränderten Bahnen. Aber es wurde geplant und gebaut wie lange nicht mehr, und die Bürgerbeteiligung bei vielen Projekten erreichte eine neue Dimension,
( Anm. BoKlima — bzw. fand NICHT statt, sieh auch hier auf BoKlima.de ) vielfach allerdings auch der Protest.

Den Auftakt macht das Vorhaben der Wilma Immobilien-Gesellschaft, die auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche Wohnhäuser bauen will. Der Name “Hinter der Kiste(Anm. BoKlima , siehe hier ) in Linden wird bekannt. Auch oberhalb des Neuen Gymnasiums an der Querenburger Straße soll gebaut werden, für 270 Wohnungen werden Rodungen angekündigt.

Immer wieder ein Aufreger: Baumfällungen an vielen Stellen Bochums

Im Amtshaus Weitmar kommt es zum Eklat, als gleich drei Bürgerinitiativen ihrem Ärger vor der Bezirksvertretung Südwest Luft machen: aus Weitmar-Mark/Stiepel, das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung und aus dem Bereich Bahnhof Weitmar/Schloßstraße. (Anm. Boklima , siehe hier ) Ruchbar wird dann, dass am Ruhrort in Dahlhausen gebaut werden soll, an vielen Stellen Bochums protestieren die Nachbarn, weil Bäume für Projekte fallen sollen. Das gilt etwa an der Alexandrinenstraße, am Aldi-Markt Herner Straße, in der Lennershof-Siedlung und auch an der Neu-/Kreuzstraße. Am Castroper Hellweg wird mehr Verkehr befürchtet, wenn die Großküche für die Katholischen Kliniken entsteht.

+++ Hier wird in Bochum gebaut – eine Übersicht +++

….

WAZ erwähnt BoKlima : Erneut scharfe Kritik an der Umwelt-Politik der Stadt Bochum

(WAZ, 29.12.20 , Original : hier )
Umweltschutz – B.Ki. 29.12.2020, 11:28

Auf der ehemaligen Rheinischen Bahntrasse (hier in Wattenscheid) könnte aus Klimaschutzgründen eine Regio-Tram gebaut werden, schlägt die Fraktion "Die Partei & Stadtgestalter" vor.
Auf der ehemaligen Rheinischen Bahntrasse (hier in Wattenscheid) könnte aus Klimaschutzgründen eine Regio-Tram gebaut werden, schlägt die Fraktion “Die Partei & Stadtgestalter” vor. Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Bochum :
Scharfe Kritik an der Klimapolitik der Stadt Bochum kommt von der Fraktion “Die Partei & Stadtgestalter”. Nicht die einzige Kritik.

Nach dem “Bochumer Klimaschutzbündnis” (BoKlima), das der Stadt Bochum ein “Versagen” in der aktiven Klimapolitik vorwirft, kommt jetzt auch von der Fraktion “Die Partei & Stadtgestalter” massive Kritik. “Klimaschutz ist in Bochum nur etwas fürs Schaufenster”, kritisiert Dr. Carsten Bachert-Schneider, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion.

Der Physiker pflichtet dem Klimabündnis BoKlima bei: “Aus dem Blick der Wissenschaft macht die Stadt und die Koalition zu wenig.”

Bochumer Fraktion: “Der Verkehr ist in Bochum der Bereich mit dem höchsten CO2-Ausstoß”

Die Fraktion fordert besonders ein nachhaltiges Verkehrskonzept mit Ausrichtung auf den Öffentlichen Nahverkehr und den Radverkehr. “Der Verkehr ist in Bochum der Bereich mit dem höchsten CO2-Ausstoß”, sagt Bachert-Schneider. “Es ist daher ein großes Versäumnis von den Grünen, die von uns vorgeschlagene Regio-Tram zur Anbindung von Günnigfeld an das Schienennetz zu verhindern. Die Gelsenkirchener Grünen stünden dem Vorschlag offener gegenüber und würden eine Prüfung befürworten.

Nils Brandt von “Die Partei” und Vorsitzender der Fraktion kommentiert satirisch: “Eigentlich war das Ausrufen des Bochumer Klimanotstands ein riesiger Erfolg. Schließlich ist das vorrangigste Ziel zu 100 Prozent erreicht worden: Die Grünen in Bochum konnten mit diesem zahnlosen Papiertiger die Kommunalwahl gewinnen. Dazu mussten sie die Koalition mit der SPD nicht einmal durch echte unbequeme Klimaschutzmaßnahmen gefährden.”