Bauen in Bochum : wo Wohnungen entstehen – eine Übersicht (WAZ)

(26.04.21 WAZ.de , Original : hier )

Neubauprojekte , Bastian Rosenkranz Aktualisiert: 26.04.2021

Bochum.  Vom Ostpark bis Gerthe-West: In Bochum entstehen neue Wohnungen, Häuser und ganze Wohngebiete. Eine Übersicht der großen Neubauprojekte:

  • Bochum baut – im Stadtgebiet entstehen in öffentlicher und privater Hand Wohnungen, Häuser und ganze Neubaugebiete.
  • Dazu gehören in Bochum große Wohnbauprojekte wie der Ostpark oder „Gerthe-West“, nobler Wohnungsbau wie das Dichterviertel oder ungewöhnliche Konzepte wie der Umbau der Antoniuskirche.
  • Doch genauso ist der Wohnungsbau in Bochum Teil einer Diskussion, die Befürworter wie Gegner des Handlungskonzepts Wohnen sowie einzelner Bauprojekte führen.

Das Handlungskonzept Wohnen, das die Stadt 2017 beschlossen hat, sieht den Bau von 800 neuen Wohnungen pro Jahr vor.

Doch die Zweifel wachsen, ob derart viele Neubauten überhaupt nötig sind. Sowohl eine Studie des Analysehauses Wüest Partner als auch eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nahmen die Grünen Anfang November zum Anlass, das Handlungskonzept zur Diskussion zur stellen – beide Analysen legten Bau über Bedarf in Bochum nahe. Wohnungsbau Bochum: Baut die Stadt mehr Wohnungen als gebraucht werden?

Die Kritik auf den Vorstoß der Grünen fiel heftig aus – doch genauso gibt es Zustimmung und sich formierenden Widerstand gegen einzelne Bauprojekte. In Bochum-Linden setzt sich die Bürgerinitiative „Hinter der Kiste“ für den Erhalt von Frei- und Ackerflächen ein, ebenfalls auf die Straße treibt „Gerthe-West“.

Übersicht :

Bauen in Bochum: Ostpark

Es ist die derzeit größte Wohnbauflächenentwicklung in Bochum: das Projekt „Ostpark – neues Wohnen.“ In den Stadtteilen Altenbochum und Laer entstehen in den kommenden Jahren zwei voneinander unabhängige Quartiere, die an die Siedlungen Feldmark im Westen und Havkenscheider Höhe im Osten anknüpfen. Knapp 43 Hektar stehen zur Verfügung, 14 Hektar davon werden bebaut – für den Rest sind Wasser-, Frei- und Grünflächen eingeplant.

Das „Quartier Feldmark“ bekommt Zuwachs zwischen dem Sheffieldring, der Immanuel-Kant-Straße, Feldmark und dem Eichendorffweg. „NRW.Urban“ entwickelt bis Ende 2025 das Gelände, auf dem knapp 700 Wohneinheiten Platz finden werden – zwischen Einfamilien-, Mehrfamilien- und Reihenhäusern sind Stadtvillen und Doppelhaushälften geplant. Ende 2021 sollen in Teilabschnitten die ersten Hochbauten stehen.

Die Nachfrage ist riesengroß, hier lesen Sie den letzten Stand: 500 Bewerbungen trotz hoher Preise. Wohnungsbau Bochum: Wohnen am “Ostpark”: 500 Bewerbungen trotz hoher…

Während in der einen Hälfte des neuen Ostparks bereits schweres Gerät rollt, steckt das „Quartier Havkenscheider Höhe“ noch in der Planungsphase. Östlich der Havkenscheider Straße entstehen 600 Wohneinheiten, einen endgültigen Fertigstellungstermin gibt es noch nicht.

Unsere Berichterstattung zum Projekt „Ostpark – neues Wohnen“:

17 Neubauten umfasst das Konzept bislang, Details lesen Sie hier. Wohnungsbau An der Charlottenstraße in Bochum werden neue Häuser gebaut

Damit erhalten die frisch gebauten Mehrfamilienhäuser, die parallel zur Königsallee entstanden, bald Gesellschaft. Ebenso wie drei mächtige Eichen, die unter Denkmalschutz stehen. Hier fordert vor allem die SPD einen besseren Schutz, nach bisherigen Planungen soll um die Bäume herum gebaut werden.

Die Übersicht zum Neubaugebiet im Bochumer Süden:

Etwas weiter nördlich, an der Querenburger Straße, hält die Bollmann Bauen&Wohnen GmbH ebenfalls das Planungszepter in ihren Händen. Neben dem Neuen Gymnasium entstehen Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser im gehobenen Preissegment.

Wann die ersten Grundsteine gelegt werden, erfahren Sie hier:

Wie es um den Baufortschritt und die Nachfrage im Dichterviertel steht:

Bauen in Bochum: Schloßstraße

Kaum ein Thema diskutieren die Bewohnerinnen und Bewohner von Weitmar wohl so kontrovers wie die Pläne von Stadt und Investor Eckehard Adams Wohnungsbau, an der Schloßstraße insgesamt 270 neue Wohnungen zu errichten – darunter 20 Prozent Sozialwohnungen. Die Bürgerinitiative Schloßpark sieht das Vorhaben überdimensioniert, bei der Vorstellung im Oktober äußerten die Bürger viel Kritik. Schloßstraße Neubau Schloßstraße Bochum: Viel Kritik bei Planvorstellung

Auch die Versiegelung von Flächen und ein mögliches Verkehrschaos in der Siedlung treibt die Bewohner um. Die Planungen für die Wohnungen zwischen 35 und 140 Quadratmetern sind noch im Fluss, die Öffentlichkeit soll weiter eingebunden werden.

Alles rund um die Schloßstraße und den Wohnungsbau in Weitmar:

Bauen in Bochum: „Gerthe-West“

Umstritten ist auch das Bauprojekt im Bochumer Nordosten, das die Stadt und der Treuhänder „NRW.Urban“ als Stadtentwickler seit Ende 2018 vorantreiben: „Gerthe-West“. Auf etwa 13 Hektar Fläche sollen 800 Wohneinheiten entstehen mit dem Ziel, „attraktiven und bezahlbaren Wohnraum“ (Stadt) zu entwickeln. https://www.facebook.com/plugins/post.php?app_id=1650819678556421&channel=https%3A%2F%2Fstaticxx.facebook.com%2Fx%2Fconnect%2Fxd_arbiter%2F%3Fversion%3D46%23cb%3Df344f1b6604abca%26domain%3Dwww.waz.de%26origin%3Dhttps%253A%252F%252Fwww.waz.de%252Ff33050dbfda99a%26relation%3Dparent.parent&container_width=619&href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FGertheWest%2Fposts%2F2806017626391980&locale=de_DE&sdk=joey&width=619

Die Corona-Pandemie erschwert aktuell die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Beteiligungs- und Planungsphase. Dennoch machten Anfang Oktober rund 170 Bochumer ihrem Ärger im Ruhrcongress Luft, vor allem das Wachstum auf Kosten von Grünflächen und die damit verbundenen Einschnitte in die Lebensqualität im Viertel kritisierte Sabine Schoening als Sprecherin der Bürgerinitiative „Gerthe West – so nicht!“

Wie es mit dem Projekt „Gerthe-West“ weitergeht:

Bauen in Bochum: Lewackerstraße

In der Lewacker-Schule in Bochum-Linden fand schon seit 2011 kein Unterricht mehr statt, seit vergangenem Jahr ist auch das Gebäude Geschichte. An dessen Stelle sollen bald Neubauten in die Höhe wachsen, 40 Wohneinheiten in Form von Einfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern sowie einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung sind an der Lewackerstraße geplant.

Mindestens 30 Prozent sollen im geförderten Wohnungsbau entstehen, die Stadt Bochum möchte die Fläche zum Großteil selbst vermarkten. Genauso sollen die mehr als 50 Bäume rund um das Gelände nach Möglichkeit in die Bebauung integriert werden.

Warum das Bauprojekt an der Lewackerstraße erst verspätet Fahrt aufgenommen hat:

Unter Leitung des Kölner Investors Kreer Development GmbH sind 115 neue Wohnungen angedacht, dazu sollen die 15.000 Quadratmeter für Büros, Praxen und Dienstleistungen genutzt werden. Der Startschuss dürfte allerdings erst in mehreren Jahren erfolgen.

Die ersten Informationen zur Ehrenfeldstraße:

Bauen in Bochum: Antoniuskirche

Was passiert mit den vielen Kirchen in NRW, die etwa auf Grund von Gemeindezusammenlegungen entwidmet werden und leer stehen? Im Bochumer Westen haben sich der Planungsausschuss und die Bezirksvertretung Mitte für eine kreative Lösung entschieden: In die Antoniuskirche werden Wohnungen integriert.

Die Antoniuskirche im Griesenbruch soll für Eigentumswohnungen umgebaut werden.
Die Antoniuskirche im Griesenbruch soll für Eigentumswohnungen umgebaut werden.  Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Zwölf anstatt der ursprünglich geplanten 39 Einheiten entstehen, Teile der Kirche wie etwa der Chorraum werden erhalten. Ein Investor erhielt Anfang Oktober die Baugenehmigung – Ziel ist es, den Veränderungsprozess im Stadtumbau West fortzusetzen und die Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil zu fördern.

Wie der Umbau der Antoniuskirche genau geplant ist:

Bauen in Bochum: Lennershof

Bezahlbares Wohnen in Reichweite der Ruhruniversität Bochum – diesen Plan verfolgt die VBW Bauen und Wohnen GmbH in Querenburg, am Lennershof sollen 99 Wohnungen entstehen. VBW-Sprecher Dominik Neugebauer rechnet damit, dass bis 2023 „das komplette Quartier in neuem Glanz strahlt.“ Wohnungsbau Bochum: 99 neue Wohnungen werden am Lennershof gebaut

Zu den 99 Einheiten am Lennershof sollen etwa öffentlich geförderte Mietwohnungen, Studentenwohnungen und Eigentumswohnungen gehören. Lesen Sie hier, wie das Neubauprojekt am Lennershof genau ausgestaltet wird.

@klima.neutral – Der Instagramkanal zur Klimapolitik; Klimakiller mode (WDR)

Was hat die Klimakrise mit mir zu tun? Welche Maßnahmen der Politik helfen wirklich? Und welchen Akteuren sollten wir jetzt zuhören?

Themenwoche 10 – Klimamigration

https://www.instagram.com/p/COFzM96Hn8A/embed/captioned/?cr=1&v=13&wp=465&rd=https%3A%2F%2Fwww1.wdr.de&rp=%2Fnachrichten%2Flandespolitik%2Fklima-neutral-instagram-100.html#%7B%22ci%22%3A0%2C%22os%22%3A39200%7D

Inhaltsverzeichnis




Klimakiller Mode

( von wdr.de : hier )

Audio

Eine Frau näht an einer Jeans mit der Aufschrift "If you can catch me" in dem Slum Shastri Park am Fluß Yamuna im Osten von Delhi, Indien Audio starten, abbrechen mit Escape . 00:00:0000:07:46 Audio starten, abbrechen mit Escape

WDR 3 Resonanzen. 23.04.2021. 07:45 Min.. Verfügbar bis 23.04.2022. WDR 3.

Im Schnitt kauft jeder Deutsche 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr. Doch die Herstellung neuer Klamotten belastet unsere Umwelt massiv. Ein Gespräch mit Textil-Experte Manfred Santen über die CO2-Bilanz von Fast Fashion.

„Die Natur der Zukunft“ : Die Zeitbomben ticken schon

( 23.04.21 Original bei faz.net , hier , Von Christian Schwägerl )

Ein nuanciertes Bild der neuen Ökologie: Bernhard Kegel schildert, wie sich der Klimawandel auf die Natur auswirkt. Seine wichtigste Botschaft betrifft aber nicht Tiere und Pflanzen, sondern den Menschen.

Dass es, wenn wir Menschen die Atmosphäre weiter mit Kohlendioxid und Methan vollpumpen, immer heißer, in manchen Regionen der Erde viel zu trocken und in anderen viel zu nass wird, gehört inzwischen zum Allgemeinwissen. Doch die Klimakrise, in der wir uns befinden, ist kein rein physikalisches Phänomen. Nicht nur die Temperatur und die Verteilung des Wassers auf der Erde verändern sich, nein, alles gerät ins Rutschen, die gesamte Natur.

Die natürlichen Lebensgemeinschaften von heute, also etwa Wälder, Savannen, Korallenriffe und die Tundra, werden „in der Verteilung und Zusammensetzung, wie wir sie kennen, keinen Bestand haben“, warnt der Biologe und Autor Bernhard Kegel in seinem neuen Buch „Die Natur der Zukunft“. Anschaulich und kenntnisreich legt er dar, dass es sich nicht um einen Wandel handelt, wie er ganz normal ist für die Evolution, sondern um ein schnelles und gewaltiges Geschehen. Kegel schöpft dabei wie in früheren Büchern sowohl aus eigenem Erleben wie auch aus einem umfassenden Studium wissenschaftlicher Quellen, was sein Werk zugleich gut lesbar und lehrreich macht.

Warnende Töne

Die Natur gerät durch die Erwärmung schon heute in Bewegung. Nicht nur Tiere, auch Pflanzen reagieren auf die veränderten Klimabedingungen, werden seltener, weil sie mit den Veränderungen nicht mitkommen, oder auch häufiger, weil sich ihnen neue Territorien zur Besiedlung öffnen. In Deutschland etwa sei damit zu rechnen, dass sich Pflanzen wie die Beifuß-Ambrosie, die ursprünglich bei uns nicht heimisch war, aber warmes Klima mag, mit Ausnahme der hohen Gebirgslagen flächendeckend ausbreiten wird. „Für Allergiker ist das keine gute Nachricht“, schreibt Kegel. Schon heute macht diese äußerst allergene Pflanze vielen Menschen zu schaffen. https://aw.faz.net/api/book/3832181385

Zu den Vorzügen des Buchs zählt, dass der Autor kein schwarzweißes, sondern ein nuanciertes Bild der neuen Ökologie zeichnet. So stellt er auch dar, dass Neophyten, also pflanzliche Einwanderer, durchaus eine positive Rolle spielen könnten, wenn sie Funktionen in Ökosystemen übernehmen, die heimische Pflanzen nicht mehr ausfüllen können. Insgesamt überwiegen jedoch die warnenden Töne. Anhand eines früheren Temperaturmaximums der Erdgeschichte, an der Grenze von Paläozän zu Eozän vor rund 56 Millionen Jahren, führt Kegel seinen Lesern vor Augen, mit welchen Umbrüchen in der Natur bei starkem Anstieg von Kohlendioxid und Temperaturen zu rechnen ist: Von Massensterben von Meeresorganismen bis zur evolutionären Schrumpfung von Säugetieren hätten damals die Konsequenzen gereicht.

Eine existentielle Gefahr für viele Vogelarten

Dass die Natur diese Ereignisse verkraftet hat, dürfe uns nicht trösten: Die Phasen des Wandels seien für Lebewesen, die sie durchmachen mussten, oftmals existenzbedrohend gewesen. „Außerdem ist diese Krise (…) anders: Sie ist schneller, sie spielt sich in einer Welt ab, die vom Menschen völlig verändert wurde, in der Arten sich nicht mehr frei bewegen können, in der es überall Grenzen und Hindernisse gibt und in der viele Arten, ganze Ökosysteme bereits angeschlagen und in hohem Maße gefährdet sind“, warnt Kegel.

Akribisch beschreibt der Autor Prozesse, die bereits heute ablaufen. Während sich mancher darüber freuen wird, dass die Winter kürzer werden, bedeutet dies zum Beispiel für viele Vogelarten eine existentielle Gefahr. Die Rhythmen des Vogelzugs seien auf das bisherige Klima eingestellt. Kürzere Winter in Europa bedeuten, dass sich Insekten früher entwickeln. Das bekommen Vogelarten zu spüren, die zur gewohnten Zeit aus den Winterquartieren zurückkehren und deren Jungen dann nicht mehr weiche, gut verdauliche Larven vorfinden, sondern bereits weiterentwickelte Insekten mit härteren Körpern.

Ganze Ökosysteme sind bedroht

Auch physiologisch könnten viele Arten den Veränderungen nicht gewachsen sein, schreibt Kegel. Für Miesmuscheln und andere Meerestiere könnte der Ozean von morgen zu heiß werden. Zwar gebe es in jeder Population „Plastizität“, also Individuen, die mit Extremen besser klarkommen als andere, und zudem die Fähigkeit zur Adaptation, also zu einer schnellen Anpassung an neue Bedingungen. In der warmen Zukunft werde sich das Rad der Evolution aber schneller drehen: „Ob es reichen wird, um entstandene Lücken im Artenbestand wieder zu füllen und Tiere und Pflanzen schnell an den Klimawandel anzupassen, kann heute noch niemand beantworten.“

Dass ganze Ökosysteme bedroht sind, etwa Korallenriffe, und die Erderwärmung zur Ausbreitung von gefährlichen Krankheitserregern und sogar neuen Pandemien beitragen kann, verleihen den Ausführungen ihre Dringlichkeit: „Zeitbomben“ heißt ein Unterkapitel, „Defaunation“ ein anderes.

Erderwärmung stoppen – aber wie? (arte-tv)

( Original bei Arte.tv : hier )

WissenschaftUmwelt und Natur

( 51 Min. Verfügbar vom 10/04/2021 bis 15/06/2021 ;
Nächste Ausstrahlung am Sonntag, 25. April um 06:20 )

Direkt zum Video – mp4 in der Mediathek : hier

Ist der Klimawandel wirklich unaufhaltsam? Technologische Innovationen könnten die Gefahren der Erderwärmung abwehren. Aber ist die Menschheit bereit, weit genug dafür zu gehen?

Die Dokumentation stellt teils vielversprechende, teils aber auch umstrittene neue Verfahren vor, mit denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen, die Zukunft unseres Planeten zu retten.

Seit der Industriellen Revolution sind es Schätzungen zufolge mehr als eintausend Milliarden Tonnen Kohlendioxid, die durch den Einsatz fossiler Brennstoffe auf der Erde in die Atmosphäre ausgestoßen wurden. Enorme Mengen eines Gases, das die Wärmeabstrahlung von der Erde verringert und so zum Temperaturanstieg auf unserem Planeten führt. Jedes Jahr kommen weitere 37 Milliarden Tonnen Kohlendioxid hinzu, von denen wir heute wissen, dass sie mehrere Jahrhunderte in der Erdatmosphäre verbleiben werden. Das Tempo der Erderwärmung wurde lange unterschätzt. Ihre Folgen sind dramatisch: Eisschmelze, Anstieg des Meeresspiegels, verheerende Brände und immer schlimmere Dürren.
Für die Wissenschaft ist klar, dass der Klimawandel weltweite Konzepte und Gegenmaßnahmen erfordert. Die Technologien, mit denen das gelingen könnte, sind zum Teil heute schon vorhanden – und manche Lösungsansätze nutzen das, was die Natur selbst bereithält. Die Dokumentation stellt vielversprechende Verfahren vor, von denen jedoch einige noch umstritten sind, etwa das Filtern von Kohlendioxid aus der Luft, um es anschließend unter der Erdoberfläche zu lagern oder als Baustoff zu verwenden. Eine weitere Möglichkeit, den Treibhauseffekt zu stoppen, wäre mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, zum Beispiel durch den Umstieg auf Wind- und Sonnenenergie.
Andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Versprühen von Kalziumkarbonat-Partikeln, die das Sonnenlicht in der Stratosphäre besonders stark reflektieren, die globale Temperatur senken könnte. Auch das systematische Pflanzen mehrerer Billionen Bäume oder das Kompostieren organischer Abfälle zur Herstellung von Naturdünger könnte dem Klimawandel entgegenwirken.Die Dokumentation untersucht außerdem, mit welchen Kosten die verschiedenen Methoden verbunden sind und ob sie kurzfristig umsetzbar wären – denn die Zeit drängt.

(WAZ) Umstrittenes Neubaugebiet : Stadt holt sich Rüffel ab

(15.04.21 Original WAZ.de : hier ) Von Gernot Noelle

Bochum-Dahlhausen. 
Bei der geplanten Bebauung am Ruhrort hat die Bezirksregierung Arnsberg erhebliche Bedenken. Die Stadt Bochum kommt dabei nicht gut weg.


Nun ist auch herausgekommen, weshalb die Stadt Bochum die Beschlussvorlage für den Bebauungsplan Nummer 997 im Januar plötzlich, kurz vor den politischen Sitzungen, zurückgezogen hat. Die Bezirksregierung Arnsberg hatte kurz zuvor in einer Stellungnahme weiterhin erhebliche Bedenken gegen die angedachte Bebauung geäußert. Die Stadt Bochum, speziell das Planungsamt, kommt dabei gar nicht gut weg.

Bezirksregierung hat wegen Neubaugebiet Bedenken – Rüffel für die Stadt Bochum

Das Bochumer Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung konnte sich Zugang zu einer schriftlichen Stellungnahme aus Arnsberg verschaffen. In diesem Schreiben vom 19. Januar reagiert die Bezirksregierung auf die Antwort des Bochumer Planungsamtes (11. Januar) zur Stellungnahme aus Arnsberg vom 29. Juni 2020, in der die Bezirksregierung erhebliche immissionsschutzrechtliche Bedenken zu dem Planungsentwurf dargelegt hat.

Von diesen Bedenken, das macht die Bezirksregierung sehr deutlich, rückt sie auch nicht ab. Mehr noch: Das Antwortschreiben des Bochumer Planungsamtes wird regelrecht auseinander genommen: Die dargelegten Ausführungen ‟sind teilweise nicht zutreffend und die vorgebrachten immissionsschutzrechtlichen Bedenken werden hierin nicht beantwortet bzw. die angesprochenen Probleme sind nicht erkannt und nicht gelöst worden”, heißt es darin. Stadtentwicklung Neubaugebiet: Stadt hält Klimagutachten nicht für nötig

Arnsberg kommt zu dem Ergebnis, dass die Antwort des Planungsamtes ‟völlig unzureichend” sei und …

Kritik an Stadt Bochum: Lärmmessung zur falschen Zeit am falschen Ort

So wird in Arnsberg etwa moniert, dass die ohnehin nur einmalige und damit wenig aussagekräftige Lärmmessung zur falschen Zeit, wenn ohnehin nicht so viel Lärm sei, und noch dazu an einem geschützten Ort durchführt worden sei. So sei eine Beurteilung der Lärmsituation dort nicht möglich. Im kritischen südwestlichen Bereich des geplanten Wohngebietes hingegen sei nicht gemessen worden. ….

Aus Sicht der Bezirksregierung sei nicht auszuschließen, dass in den oberen Etagen der geplanten Wohnbebauung, die nicht durch die Ofenhalle der benachbarten Fabrik Dr. C. Otto abgeschirmt werden, ‟wesentlich höhere Lärmimmissionen zu erwarten sind”. Stadtteil-Check Dahlhausen: Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan

Die Wilma Immobilien AG will am Ruhrort auf einer Fläche von 2,6 Hektar 64 Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser bauen. Für dieses Bauvorhaben wurde der Bebauungsplan 997 aufgestellt. Darin ist auch festgelegt, dass der Großteil der für die Baugrundstücke und die Erschließung vorgesehenen Flächen wegen Hochwassergefahr um ca. zwei Meter angehoben werden.

Die Bezirksvertretung Südwest hatte sich bereits für das Neubauprojekt in Dahlhausen ausgesprochen. Kurz vor der Sitzung des Ausschusses für Planung und Grundstücke hatte die Verwaltung die Vorlage mit dem Satzungsbeschluss jedoch zurückgezogen. Auch die Beratung und Beschlussfassung in Hauptausschuss und Rat wurden verschoben.

Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung kritisiert, dass die Verwaltung die politischen Gremien bis heute nicht über diese konkreten Bedenken der Bezirksregierung informiert hat.

Thomas Sprenger, Sprecher der Stadt Bochum, hatte sich im Januar auf WAZ-Anfrage so geäußert: ‟Wir haben die Vorlage zunächst zurückgezogen, weil es noch Fragen zu klären gibt, etwa zum Baumbestand und zum Schallschutz. Wir sehen bei einigen offenen Aspekten noch Optimierungsbedarf. Wenn alles geklärt ist, wird der Satzungsbeschluss erneut vorgelegt.” Wohnungsbau Wohnen in Bochum: Neues Park-Viertel — Käufer gesucht

Stadtbaurat Markus Bradtke habe gegenüber dem Netzwerk erklärt, auch wenn das Schallgutachten nun voraussichtlich überarbeitet bzw. ergänzt werde, gehe er davon aus, den Bebauungsplan zum Satzungsbeschluss zu bringen; es handele sich insofern um ein Nachschärfen der Unterlagen im Hinblick auf eine möglichst große Rechtssicherheit. Dies teilt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt für das Netzwerk mit. Er befürchtet, dass es nun nur noch darum gehe, ‟die Unterlagen gerichtsfest zu machen”.

Anfrage an BV Bochum-Mitte Irgendwas mit Bäumen (“Die PARTEI”)

Siehe auch bei den Leserbriefen der WAZ : hier

Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Mitte am 15.04.2021
Betrifft: Irgendwas mit Bäumen und so
Status: öffentlich
Datum: 10.04.2021
Verfasser/in: Arnim Backs ( Die PARTEI)

Gender-Disclaimer:
In diesem Antrag wurde aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Femininum verwendet. Männliche und andere Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint.

Die sehr gute Partei Die PARTEI fragt an:

Kann die Verwaltung bitte ein wenig erklären, was eigentlich in Sachen Bäume, Fällungen, Wiederaufforstung, Nachpflanzungen etc. abgeht?

Das ist ja nicht mehr feierlich, was da so an Bäumen im Bezirk Bochum-Mitte gefällt wird. Und auch wenn es ja seine Gründe haben mag, dass wegen Druckzwiesel, Fäule, Aldi, Pilzbefall , Pflegeheim oder aufgrund sonstiger Erwägungen der ein oder andere Feldahorn oder gar die Kirsche das Zeitliche segnet, so befindet sich Bochum immer noch im Klimanotstand und es müssen ja wohl mindestens mal entsprechende Nachpflanzungen vorgenommen werden.

Kann daher bitte jemand transparent machen:
Wo genau wird nachgepflanzt bzw. wie wird kompensiert?

Wie knietief im Dispo ist der Kontostand auf dem Öko-Konto und wie erfolgt die Buchhaltung dabei?
Wie erfolgt die Auftragsvergabe hinsichtlich der Fällungs-Arbeiten?
Wie erfolgt die Auftragsvergabe hinsichtlich der Nachpflanzungen und sind dabei Faktoren wie
Klimaresilienz berücksichtigt?

Die sehr gute Partei Die PARTEI ist der Ansicht, dass auch zu diesem Themenkomplex ggf. eine Vertreterin des Umweltamtes zu einer Fragestunde geladen werden müsste.

Wäre dies nicht eine dufte Möglichkeit, um den Beta-Test für das neue Videokonferenzsystem der BV Bochum-Mitte durchzuführen, zwinkersmiley?

Arnim Backs
Sehr guter Bezirksvertreter der sehr guten Partei Die PARTEI
Mail: arnim@die-partei-bochum.de

Klimawandel: Wichtiger Antarktisgletscher könnte Kipppunkt erreichen

( 04.04.21 Original und vollständiger Artikel bei zeit.de : hier )

Eine Studie legt nahe, dass das Schmelzen des Pine-Island-Gletschers bereits unumkehrbar ist. Die Konsequenz könnte ein meterhoher Anstieg des Meeresspiegels sein.
von Dr. Jakob Simmank

Eine diese Woche erschienene Studie der britischen Northumbria-Universität legt nahe, dass das Abschmelzen einer der wichtigsten Gletscher der Antarktis nicht mehr aufzuhalten sein könnte (The Cryosphere: Rosier et al., 2021). Die Forscher modellierten den Eisfluss des Pine-Island-Gletscher im Westen der Antarktis und errechneten Kipppunkte, an dem der Eisverlust irreversibel sein könnte.

Der letzte Kipppunkt, so die Analyse der Gletscherforscher, sei erreicht, wenn das Meerwasser in der Nähe des Gletschers sich dauerhaft um mehr als 1,2 Grad Celsius erwärme. Und genau das sei durch eine Erwärmung des zirkumpolaren Tiefenwassers und sich verändernder Winde in der Amundsensee immer wahrscheinlicher, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität. Newsletter

Der Pine-Island-Gletscher verliert schon heute mehr Eis als alle anderen Gletscher der Antarktis. Zusammen mit dem benachbarten Thwaites-Gletscher ist sein Schmelzwasser gegenwärtig für zehn Prozent des globalen Anstiegs des Meeresspiegels verantwortlich.

Der Erstautor der Studie, Sebastian Rosier, sagte laut Pressemitteilung, es sei schon lange über mögliche Kipppunkte für den Pine-Island-Gletscher und antarktische Eisschilde diskutiert worden, “aber unsere Studie ist die erste, die bestätigt, dass [der Gletscher] drei wichtige Schwellenwerte überschreitet”.

Klimawandel: Die Antarktis im Fokus

Klimawandel: Hier sehen Sie das Eis der Erde schmelzen

Hilmar Gudmundsson, Professor an der Northumbria University und Mitautor der Studie, sagte, die Studie sei ein großer Schritt für das Verständnis der Dynamiken dieser Region. Gudmundsson: “Aber die Ergebnisse machen mir auch Sorgen. Wie diese Studie zeigt, könnte es unmöglich sein den Gletscherrückgang aufzuhalten, wenn er einmal begonnen hat.”

Video-Animation :https://www.zeit.de Klimawandel – Was, wenn wir nichts tun?

Waldbrände, Eisschmelze, Unwetter: Der Mensch spürt die Erderwärmung. Wie sieht die Zukunft aus?

Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf erklärt unsere Welt mit 4 Grad mehr.


( Tip von Ingo )

Energie aus Sonne und Wind wird in Ammoniak gespeichert

( 30.03.21 , von Zeit.de , Original hier (mit sehr vielen Kommentaren) )

Von Stefan Schmitt

… Ammoniak ist dem chemischen Laien vom Mist- und Güllegeruch bekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts hatten Fritz Haber und Carl Bosch ein Verfahren entwickelt, um das Gas aus Elementen der Umgebungsluft zu gewinnen. Sein Stickstoffanteil machte Ammoniak zur Basis des Kunstdüngers und damit jener gewaltigen landwirtschaftlichen Produktivität, ohne die heute Milliarden Menschen nicht satt würden. Um das Klima zu schützen, interessieren sich Ingenieure jetzt für seinen anderen Bestandteil, den Wasserstoff.

Das Prinzip:
Während Wasserstoff sehr flüchtig ist, lässt sich Ammoniak leichter lagern und verflüssigen. Seine Strukturformel (NH₃) zeigt: Jedes Stickstoffatom bindet drei Wasserstoffatome an sich, die man bei Bedarf wieder herauslösen kann. Wird Energie aus regenerativen Quellen bei der Erzeugung des Ammoniaks eingesetzt, so sind seine drei H-Atome grüner Wasserstoff – von dem die Schwerindustrie Unmengen benötigt, um klimaneutral zu werden. ….

Die Technik:
Bezeichnenderweise setzte das dünn besiedelte Australien besonders früh auf Ammoniak als “erneuerbaren Brennstoff aus Sonne, Wasser und Luft” (Science). Dort sind die Potenziale für Sonnen- und Windenergie riesig, potenzielle Abnehmer wie die wasserstoffbegeisterten Japaner aber weit entfernt. Da bietet sich verflüssigtes Ammoniak als Exportgut an. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat in ihrem Szenario einer nachhaltigen Entwicklung längst große Mengen Ammoniak eingeplant. Ein erster Schritt dahin ist es, die fürs Haber-Bosch-Verfahren ….

Der Haken:
Ein genereller Vorbehalt gegenüber allen Techniken, die von Ökostrom abhängen, gilt auch hier: Es gibt (noch) viel zu wenig davon. Ein zweiter kommt beim Ammoniak hinzu. Auf konventionellem Wege hergestellt, ist er selbst eine Klimabürde. Nach Berechnungen der Royal Society entfallen rund zwei Prozent des globalen CO₂-Ausstoßes auf seine Erzeugung, diese Emissionen muss man erst einmal drücken. Drittens gibt es noch die Zweifel an der Wasserstoffwirtschaft: Wo ist sie sinnvoll? Wie lange dauert der Aufbau der Infrastruktur?

Stand der Dinge:
Premiere wird der stinkende Energieträger wohl auf hoher See feiern. “Ammoniak hat viele Vorteile, unter anderen jenen, dass man es in Verbrennungsmotoren einsetzen kann”, betont die Reedervereinigung International Chamber of Shipping in einer Studie vom November. Schon 2024 könnte der Hersteller MAN, Weltmarktführer bei Schiffsdieseln, den ersten speziellen Ammoniak-Schiffsmotor auf den Markt bringen. Ein Jahr später soll ausgerechnet im Öl-Königreich Saudi-Arabien ein Ökokraftwerk zur Erzeugung grünen Ammoniaks entstehen.

….

(Tip von Ingo )

Wir essen Wald auf

(29.0ß3.21) Via Correctiv.org , spiegel.de ; Original : hier

Sie trinken gern Kaffee, essen gelegentlich Schokolade? Dann gehören Sie wahrscheinlich zu denen, die im Durchschnitt vier Bäume pro Jahr auf dem Gewissen haben. Der Spiegel berichtet über eine faszinierende Untersuchung einer japanischen Universität, die Daten über das Abholzen der Wälder und die Lieferketten von Produkten verglichen hat. Sie zeigt, wo Wälder für Agrarflächen gerodet werden, welche Produkte aus dem Anbau entstehen und in welchen Ländern diese Produkte konsumiert werden. In Deutschland sind es vor allem Kakao und Kaffee, aber auch Soja und natürlich auch Fleisch. Untersuchungen wie diese führen uns sehr konkret vor Augen, welche Folgen unser Konsum hat.

So viel Wald vernichtet unser Konsum (Spiegel)


Soja, Palmöl, Kakao So viel Wald vernichtet unser Konsum

Für den Anbau vieler Agrarprodukte wird wertvoller Wald abgeholzt. Nun haben Forscher im Detail ermittelt, welcher Konsum die Abholzung fördert – und welchen Anteil Deutschland daran hat. 29.03.2021, 18.05 Uhr

Es ist kein Geheimnis, dass manche Produkte aus dem Supermarktregal nicht die beste Umweltbilanz haben: Güter wie Kaffee, Kakao oder Palmöl werden auf Plantagen angebaut, Rinder brauchen Weideflächen. Dafür müssen in den Erzeugerländern oft wertvolle Wälder weichen. Klimakrise

Lesen Sie mehr über die neuesten Entwicklungen, Hintergründe und spannenden Lösungsansätze in unserem Themenspezial. Alle Artikel

Eine Studie hat nun untersucht, wie viel Waldfläche jeder Verbraucher rein rechnerisch durch seinen Konsum vernichtet.

Für den Zeitraum von 2001 bis 2015 kombinierten sie hochaufgelöste Daten zur Abholzung und ihren jeweiligen Ursachen mit einem globalen Handelsketten-Modell. Zwei Fragen standen bei der Auswertung im Vordergrund: Welche Länder sind über ihren Konsum für welche Abholzungs-Hotspots verantwortlich? Und welche Waldtypen werden durch die globalen Lieferketten vor allem beansprucht – tropische Regenwälder oder andere?

Die Auswertung ergab:

  • »Waldschädigende« Produkte wie Sojabohnen, Palmöl oder Holz werden zumeist von tropischen Ländern wie Brasilien, Madagaskar, Indonesien oder der Elfenbeinküste in die G7-Länder und nach China exportiert.
  • Japanische Konsumenten gefährden durch ihre Nachfrage nach Baumwolle und Sesam vor allem die Küstenwälder Tansanias.
  • Der Konsum von Holz und Gummi in China wiederum führt in Indochina zur Abholzung.
  • Kaffeetrinker in Deutschland, Italien und den USA treiben die Abholzung im vietnamesischen Hochland voran.
  • Holzgewinnung in Nordvietnam wird vor allem durch die Nachfrage in China, Südkorea und Japan angetrieben.

Indem die Forscher die handelsbedingte Abholzung mit Karten zur Baumdichte in Regionen kombinierten, ermittelten sie, wie viele Baumflächen und einzelne Bäume Konsumenten in spezifischen Ländern auf dem Gewissen haben, bezogen auf das Jahr 2015:

  • In Schweden sind es, vor allem wegen der Nutzung von Holz zur Elektrizitäts- und Wärmegewinnung, 22 Bäume – allerdings überwiegend aus heimischen Beständen.
  • In China und Indien sind es dagegen weniger als einer.
  • Die USA kommen auf fünf Bäume pro Kopf.
  • In Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Japan sind es jeweils etwa die Hälfte davon.

Die letztgenannten Länder hinterlassen in Bezug auf Abholzung 91 bis 99 Prozent ihres ökologischen Fußabdrucks in anderen Ländern, im Jahr 2015 entfielen davon 46 bis 57 Prozent auf tropische Wälder. Insgesamt sei gerade dort der Druck durch Abholzung sehr hoch, so die Forscher.

Klimaschutz – Warum deutsche Städte zu wenig tun

(ARD AudioThek, 24.03.21) Original : hier ; Wissen

direkt zum Audio-File : hier

Viele Städte haben inzwischen den “Klimanotstand” ausgerufen. Gleichzeitig hält sich ihr eigenes Engagement für die Energiewende oft in Grenzen. Ist der Druck immer noch nicht groß genug? Von Ralf Hutter. Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/klimaschutz


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