Erdüberlastungstag — Ab Mittwoch lebt Deutschland auf Pump

(05.05.22, tagesschau.de) , Original : hier

Deutschland hat laut Umweltschützern schon ab Mittwoch alle Ressourcen verbraucht, die bei einer nachhaltigen Nutzung für das ganze Jahr zur Verfügung stünden. Das ist einen Tag früher als im vergangenen Jahr.

Deutschland hat nach Berechnungen von Umweltschützern in diesem Jahr bereits morgen seine ökologischen Ressourcen für das Jahr 2022 aufgebraucht. Während der weltweite Erdüberlastungstag im Hochsommer erreicht werden wird, fällt der deutsche Earth Overshoot Day dieses Mal auf den 4. Mai, wie das Global Footprint Network errechnet hat. Im vergangenen Jahr war es der 5. Mai. Vor 20 Jahren hatte der weltweite Erschöpfungstag noch im Oktober gelegen.

Gründe für den diesjährigen frühen Termin sind demnach unter anderem der weiterhin viel zu hohe Energieverbrauch, der hohe CO2-Ausstoß im Verkehr und in der Massentierhaltung sowie die Verunreinigung von Böden, Luft und Grundwasser.

“Über dem Limit”

“Der Welterschöpfungstag verdeutlicht einmal mehr, wie sehr wir über dem Limit leben, unsere knappen Ressourcen vergeuden und wie schlecht wir unsere Ökosysteme weiter behandeln”, sagte der deutsche WWF-Naturschutz-Vorstand Christoph Heinrich. Rechnerisch sei der deutsche Anteil an den natürlichen Ressourcen der Erde schon nach den ersten vier Monaten des Jahres aufgebraucht. “Wenn alle Länder auf der Welt so ‘haushalten’ würden wie Deutschland, bräuchte es mehr als drei Erden.”

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärte, der frühe deutsche Erdüberlastungstag sei ein Alarmsignal und Armutszeugnis für eine verfehlte Umwelt- und Naturschutzpolitik der vergangenen Jahre.

“Wir leben auf Pump und auf Kosten der Menschen im globalen Süden”, sagte Bundesgeschäftsführerin Antje von Broock. “Wir alle tragen mit unserer Art zu leben, zu arbeiten, zu konsumieren, zu essen, zu bauen oder zu reisen, dazu bei, den Planeten auszuplündern.” Der Krieg in der Ukraine zeige zusätzlich, wie knapp und wie kostbar die endlichen Ressourcen seien. 29.07.2021 Erdüberlastungstag Menschheit verbraucht “1,74 Erden” Die Welt erreicht heute den sogenannten Erdüberlastungstag.

Tempolimit gefordert

Von Broock forderte von der Bundesregierung, das geplante Energieeffizienzgesetz mit verbindlichen Zielen ausstatten. Für die einzelnen Sektoren müssten wirksame Vorgaben zur Energieeinsparung festgelegt werden: “Einfach umzusetzende und sofort wirksame Maßnahmen wie ein generelles Tempolimit auf Autobahnen sollten schnell eingeführt werden.” Für die rasche energetische Modernisierung von Gebäuden seien gesetzliche Vorgaben notwendig. In der Landwirtschaft müsse der energieintensive Düngemitteleinsatz verringert werden.

An dem von Umweltschutzorganisationen ausgerufenen “Welterschöpfungstag” sind nach Berechnungen von Forschern sämtliche Ressourcen und Puffer aufgebraucht, welche die Erde auf natürlichem Wege ersetzen könnte.

03.05.2022 Website des Global Footprint Network footprintnetwork.org


Daten der letzten Jahre lt. Wikipedia : 2019 fiel der Erdüberlastungstag für Deutschland auf den 3. Mai,[17] 2021 auf den 5. Mai und 2022 auf den 4. Mai.[18]

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Im Schlussplenum können die Arbeitsrunden ihre Erkenntnisse und Pläne vorstellen, untereinander und mit Lino Zeddies diskutieren. Impulse aus diesem Plenum wollen wir in einer weiteren Veranstaltung aufgreifen. Angedacht sind auch Vorträge in der Reihe Fremde Gedanken, die sich mit dem Verständnis von „Natur“ in anderen Kulturen beschäftigen.  

Ablauf

  • 10.00 Willkommen und Einführung
  • 10.15 – 11.45 Impulsvortrag mit Diskussion: Lino Zeddies von Reinventing Society
  • 11.45 – 12.15 Pause, zwei der Arbeitsgruppen gehen zur “Pfingstblume”
  • 12.15 – 13.30 Arbeitsgruppen
  • 13.30 – 14.00 Pause
  • 14.00 – 15.30 Arbeitsgruppen
  • 15.30 – 16.00 Pause, “Pfingstblume” Arbeitsgruppen gehen zum Gemeindehaus
  • 16.00 – 17.15 Forum mit Berichten aus den Arbeitsgruppen; Gespräch mit Lino Zeddies  

Veranstalter

Eine Veranstaltung der Ev. Stadtakademie Bochum e.V. in Kooperation mit der GLS Treuhand und Extinction Rebellion Bochum.

Vortrag Lino Zeddies

Lino Zeddies ist Berater für Transformation, Selbstorganisation und Utopieentwicklung bei Reinventing Society – Zentrum für Realutopien.

Nach Lebensstationen als Pluraler Ökonom, Geldreformer und Coach in denen er sich ntensiv mit gesellschaftlicher und innerer Transformation auseinandersetzte, ist sein Wirken auf integrale Gesellschaftsentwicklung ausgerichtet. Im April 2020 hat er das Buch “Utopia 2048” veröffentlicht, in dem er die zahlreichen kleinen und großen Lösungen für eine schönere Welt erzählerisch zusammenfügt. Reinventing Society ist ein gemeinnütziger und unabhängiger Think-and-Do Tank, der Ende 2020 gegründet wurde, um gesellschaftliche Utopien eines guten Lebens innerhalb der planetaren Grenzen zu entwickeln und Menschen zu befähigen, die eigenen und systemischen Zukunftspotenziale zu verwirklichen.

Dazu schaffen wir utopische Erfahrungsräume, in denen wünschenswerte Zukünfte mit neuen Logiken fühlbar werden und Lust entsteht, Zukunft aktiv zu gestalten.

Mehr Infos und Newsletter: https://www.realutopien.de

KostenEine Veranstaltung der Ev. Stadtakademie Bochum in Kooperation mit der GLS Treuhand und XR Bochum.   Eine Anmeldung ist erforderlich: office.stadtakademie@kk-ekvw.de; 0234 962904-661.Der Eintritt ist frei. Wir sorgen für Getränke. Bitte bringen Sie sich selbst ihre Brotzeit mit.  
Termine11.09.2021 10:00 – 17:15 Uhr

DeutschlandAtlas zeigt : Viel versiegelt – wenig Wald

Bochum im Vergleich mit anderen Ruhrgebietsstädten

(18.08.21, bo-alternativ) , Original hier ; von Martin B , Thomas B


Die Bundesregierung hat ihren interaktiven Deutschlandatlas aktualisiert und erweitert. Hier lässt sich z. B. erkennen, wie die Flächennutzung in Bochum im Vergleich zu anderen Städten aussieht. Dass die Versiegelung von Flächen im Ruhrgebiet stärker ist als im bundesweiten Durchschnitt, ist naheliegend. Wie heftig Bochum aber selbst im Vergleich der Ruhrgebietsstädte zubetoniert ist, machen die Zahlen und deren Visualisierung deutlich.

BoKlima / Bo-alternativ zeigt dies am Beispiel Flächenversiegelung und Waldbestand.



Die weitere Versiegelung von Flächen war von der Grünen Ratsfraktion in Frage gestellt worden. Der grüne Fraktionsvorsitzender Sebastian Pewny erklärte am 30. Juni in einer Pressemitteilung: „Die Zustimmung zum Wohnungsbau auf der Fläche Hattinger Straße/Hinter der Kiste im Südwesten ist für uns schwierig. Die Zielkonflikte zwischen Wohnungsneubau und Naturschutz treten immer offener unauflösbar zu Tage. Diese Fläche wird die letzte unversiegelte Fläche sein, der wir zustimmen.“

Die Bochumer SPD warf daraufhin den Grünen Koalitionsbruch vor. Die Grünen knickten ein und veröffentlichten am 7. Juli eine gemeinsame Erklärung mit der SPD: „SPD und GRÜNE stehen zum Koalitionsvertrag. Sie stehen auch zu dem bisher erfolgreich umgesetzten Handlungskonzept Wohnen.“ Hierin wird die weitere Versiegelungen von Flächen zwar problematisiert, aber für notwendig betrachtet.

Durch die Hochwasserkatastrophe ist ein neues gesellschaftliches Bewusstsein über die Folgen der Versiegelung von Flächen entstanden. Es ist nicht auszuschließen, dass auch in der SPD neu darüber nachgedacht wird.
Der Grüne Fraktionsvorsitzende traut sich allerdings nicht, jetzt seine Position vom 29. Juni zu bekräftigen. Die weich gespülte neue grüne Formulierung in einer Pressemitteilung vom 16. Juli lautet: „Flächenversiegelung begrenzen“.

Visualisierungen

Hier mal die visualisierten Daten aus dem DeutschlandAtals – heruntergebrochen auf die zentralen Ruhrgebietsstädte :

Zunächst der Anteil der versiegelten Fläche:

Und dies zeigt den minimalen Wald-Anteil den Bochum noch übrig gelassen hat (nur Herne und Duisburg sind schlimmer dran):

Hinweise und Links zu den Originaldaten

Betriebskonzept für die Markthalle im “Haus des Wissens” in Zeiten des Klimawandels (3.KNB)

3. KBN – (22.04.20) Betriebskonzept für die Markthalle im “Haus des Wissens” in Zeiten des Klimawandels

Klimanotstandsbrief Ein offener Brief des Bochumer Klimaschutzbündnisses
an den Oberbürgermeister der Stadt Bochum sowie die im Rat vertretenen Parteien zum
Betriebskonzept für die Markthalle im “Haus des Wissens” in Zeiten des Klimawandels

Sehr geehrter Herr Eiskirch,
sehr geehrte Damen und Herren,

aus aktuellem Anlass möchten wir uns in Ergänzung unseres Klimanotstandsbriecs vom 16.2.2020 nochmals zu Wort melden.
Die Beschlussvorlage Nr. 20200932 sowie die zugehörige Präsentation haben wir uns vor dem Hintergrund des mit Ratsbeschluss vom 6.6.2019 ausgerucenen Klimanotstands und der daraus resultierenden Vorgaben für die Verwaltungsarbeit durchgesehen und geben dazu
folgendes zu Bedenken:

Wäre für die Markthalle nicht eine klare und zukunftsgerichtete Aufgabenstel-
lung von Nöten?
Anders als nach der Überschrict „Decinition der Arbeitsaucgabe I und II“ zu erwarten, cindet
sich dort leider keine Aucgabenbeschreibung oder Decinition. Es werden lediglich
unsystematisch ein paar Merkmale genannt, die nicht neu sind.
Hätte man hier nicht zuerst eine zeitgemäße, das heißt zukunctscähige Aucgabenstellung
erwarten dürcen, die auch auc einer Analyse der komplexen Ancorderungen, wie sie sich aus
dem Klimanotstandsbeschluss ergeben, cußt?
Könnte die Markthalle nicht weit mehr als nur eine „Doppelfunktion“ wahrneh-
men?
Soweit eine Doppelcunktion der Markthalle als „Erlebniseinkaucsort“ und als
„gesellschactlicher Begegnungsort“ aucgerucen wird bedauern wir, dass das Konzept hier
nicht viel mehr in die Tiece und Breite geht: denn neben den Funktionen ERLEBEN,
EINKAUFEN und BEGEGNUNG drängen sich doch die Funktionen des ERFAHRENS und
daraus resultierenden LERNENS geradezu auc. Wo sonst, als in einer Markthalle eines
„Hauses des Wissens“ sollte eine solche breite Aucstellung zum Konzept werden?

Bochumer Klimaschutzbündnis – Offener Brief zum HdW – N01 2020
2020-04-22
Landwirtschaft,
dwirtschaft, biologische Landwirtschaft und Tierhaltung, Fairer Handel (fair trade) oder
Müllvermeidung sucht man in diesem Betriebskonzept vergebens.
Der gesamte Text ist zudem, bis auc vereinzelte Ausnahmen, im generischen Maskulin cormu-
corm
liert. Internationale
ionale Studien verweisen aber auc einen engen Zusammenhang zwischen einer
gendergerechten Sprache und Ercolgen in der Erreichung von Klimazielen (UBA Texte
23/2018). Das bedeutet, , auch Gendergerechtigkeit würde uns in der Klimakrise weiterhelcen!
weiterhelcen
Mit anderen Worten: Politik und Öccentlichkeit wurde hier ein Konzept von vorgestern
vorgelegt, das weder die hochgesteckten Erwartungen,
Erwartungen die an dieses Strategie-2030-Projekt
Strategie
zu
stellen sind, ercüllt, , noch wurde hier in irgendeiner Weise
eise der Ratsbeschluss zum
Klimanotstand
otstand umgesetzt, in dem es bekanntlich heißt:
„Die Kommune wird die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische,
gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen
Entscheidungen berücksichtigen und wenn immer möglich jene Entscheidungen prioritär
behandeln, welche den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen.“
Bochum, den 22. April 2020
Gez.:
Ihre Bürger*innen des Bochumer Klimaschutzbündnisses (www.BoKlima.de)
c/o Dr. I. Franke (Sprecher von BoKlima)
AkU e.V., Alsenstraße
enstraße 27, 44789 Bochum
Mailkontakt: boklima@boklima.de
Homepage:
www.BoKlima.de (im Aucbau)

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