Speeddating der Klima-Initiativen — Impressionen

Eine der buntesten Veranstaltungen im Rahmen von “Jetzt! Ein Wochenende fürs Klima / 2. Bochumer Klimakonferenz. — Programm” war sicherlich das Initiativen – Speeddating.

Hier waren u.a. die MüllMonster sehr beeindruckend…..

Einige Impressionen :


Folgende Initiativen haben sich vorgestellt :

  1. Block:
    • fff Bochum + Klimawende
    • Scientists 4 f
    • Kostnixladen
    • Students ff
    • Leihladen + a tip tap
    • bib der Dinge
    • Stadt für Alle/ Bündnis Gutes Wohnen
    • Arbeitskreis Umweltschutz
    • Boklima / Balkonkraftwerke
  2. Block:
    • EssBO! Ernährungsrat Bochum e.V.
    • Hof Bergmann
    • Solawi
    • Stadt Park Garten
    • Orchester des Wandels
    • Extinction Rebellion

(( An den Videos wird wg. 2er technischer Pannen noch gearbeitet; sie erscheinen dann demnaechst hier ))

Lativ: “Werden nicht unter 1,5 Grad bleiben”

WDR 5 Morgenecho – Interview. 21.11.2022. 06:22 Min..

Die 27. UN-Klimakonferenz ist beendet. Die Kritik an den Beschlüssen ist groß. Klimaforscher Mojib Latif findet die Entrüstung “merkwürdig”. Es sei nämlich schon vorher klar gewesen, dass manche Länder ein Klima-Abkommen “nicht ernst nehmen”.

direkt zum Audio : hier



weitere Reaktionen

Klimaschutz: “Viele Menschen fühlen sich nicht zuständig”

WDR 5 Morgenecho – Interview. 21.11.2022. 06:56 Min..

Um die Klimaziele zu erreichen, müssen sich alle Menschen für den Klimaschutz einsetzen. Es falle uns schwer, ein Problembewusstsein zu entwickeln, sagt Katharina van Bronswijk von Psychologists for Future. Als Brücke könnten die eigenen Werte dienen.

direkt zum Audio: hier

37. Plenum TO , MI. 16.11.2022 18h , Umweltzentrum, Alsenstr

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Toll — jetzt mal wieder draußen ….

In Real Life …. (( im Umweltzentrum, Alsenstr. 27))



ENTWURF Tagesordnung
MI 16.11.2022 , 18h — in Präsenz
(Umweltzentrum , Alsenstr)

ORGA

TOP’s

(01) Begrüßung insbesondere neuer Mitstreiter:innen

(02) Neues / Berichte / Gremien / GNK / …
—– 02.02

(03) Teilnahme / Mitgestalten Veranstaltungen
—– 03.01 SA 19.11. 14h Speeddatting KlimaInis : Flyer besprechen
—– ………….. https://boklima.de/?p=12481

(04) Balkon – Solar Initiative
—– siehe auch : Vorstellung / Erklärung / Motivation Solar – Balkonmodul
—– …… – https://boklima.de/?p=11237 ,
—– 04.01 Eigene Veranstaltung ala Dortmund evtl in Präsenz (VHS; …)
—– …….. ToDo’s : PM , Hintergrund Infos …. , Moderation , ….
—– 04.02 Stand der Sammelbestellungen / 4. Sammelbestellung ist verteilt
—– ……… (Interesse: balkonsolar@boklima.de
—– ………. bzw.: https://boklima.de/?page_id=11312)
—– 04.03 SolarMesse Düsseldorf

(05) Boklima-Veranstaltung : Planung einer Diskussionsveranstaltung zu den Solar-Initiativen der Stadt / Stadtwerke
—– Einladen von …. ; Stadtwerke ; Thorsten Coss wäre dabei (Gross-AnlagenBau)
—– Diskussion kleine vs. grosse Anlagen

(06) Bespielen von Mastodon https://ruhr.social/@boklima

(07) Motivation zum Klimaschutz



(10) Sonstiges / Übrig gebliebenes , evtl folgende Themen falls gewuenscht
—– 09.01 Bespielen der Plattform : https://govolunteer.com/suche/projekte (Mariya)
—– 09.02 AlleeStr – :
—– 09.03 Ausblick 2022 : insbes. Landtagswahl NRW Aktionen
—– 09.04 Beteiligung GermanZero

(11) Sonstiges / Übrig gebliebenes Bauprojekte und Abholzungen Bochum Stand / Aktionen
—– 11.01 Neustr. / Königsalle / Weitere

(12) Sonstiges … Fortbildung Umweltschutz (nua nrw = Natur- und Umweltakademie):
—– https://www.nua.nrw.de/bildungsprogramm



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Sofortmaßnahmen-Entwurf

(s. auch im PAD : https://yopad.eu/p/BoKlima-Plenum-12.05-365days )

Stefan vom 15.12.2021 m.d.B. um Durchsicht und Kommentierung:
*    bis 10. Jan ’22 Editieren / verfeinern / …..
*    auf dem Plenum am 19.01 sollen diese ‘finalisiert’ werden
* Ziel als Forderung für Sofortmaßnahmen in einem KNB veröffentlichen

Sofortmaßnahme 1:  Klimaneutralität jetzt!
  • Bei allen aktuell in Planung befindlichen Neubau- und        Sanierungsvorhaben städtischer Gebäude:
    • Planung und Ausführung mit dem verbindlichen Ziel klimaneutrale Gebäude mit Schwammfunktion zu schaffen
    • (Die städtische Leitlinie vom 1.9.2021 (!) bleibt hinter dieser notwendigen Forderung weit zurück)
Sofortmaßnahme 2:  Weckruf Dach! 
  • Die Dächer aller städtischen Gebäude hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit für die drei vordringlichen Aufgaben:
    • Energiegewinnung (PV oder Solarthermie)
    • Regenwassernutzung 
    • Verbesserung des Mikroklimas/Hitzeschutz/Regenwasserrückhaltung (Gründächer)
  •         klassifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten.
Sofortmaßnahme 3:  Mobil zu Fuß und Rad! 
  • Große Tempo 20 / 30 Zonen einrichten — Innenstadt!
    • im Detail aufführen
      • Innenstadtring als Einbahnstr (Bus-, Taxi-, CarSharing- ;  Fahrrad- ; Auto-Spur)
  •   kein kostenloses Parken für städtische Mitarbeiter in den Parkhäusern
  •   keine Dienstverbrenner für die städtischen Mitarbeiter
  •   Tarifsenkung bei der ÖPNV-Nutzung
Sofortmaßnahme 4:  Grüne Oase Innenstadt! 
  • Erhalt der Freiflächen im Stadtgebiet
  • Begrünung in den Hitzeinseln der Stadt
    (Bäume, Fassaden- u.  Dach-Begrünung (siehe Weckruf Dach!)) 

—- Ergänzungen Heidi (Dez’21) —

  • Baustop auf landwirtschaftlichen Flächen. (Die qm-Preise für landwirtschaftliche Böden müssen viel höher liegen. Fast kostenlose Vernutzung von Boden! Immobilienfinanzierung machen durch diese niedrigen Bodenpreise zu viel Reibach. Änderung der Gesetzgebung. Wertschätzung des Bodens muß sich ändern.)
  • – Gewerbegebiete in den Fokus: ökologische, nachhaltige Sanierung der alten/älteren Gebäude und Grundstücke- dort Entsiegelung übergroßer Parkplätze- Dachbegrünung- ästhetisch ansprechende Gestaltung der Regenrückhaltung und des Geländes/Grundstücks- schriftliche Anregungen für Firmen und Gewerbetreibende
  • – entsprechende Gestaltung neuer Gewerbegebiete
  • – Rub-, Gesundheitscampus: Dachbegrünungen, RRB vor Ort
  • Mobilität: – Kfz-freie Siedlungen mit ökologische.nachhaltiger und ästhetischer Gestaltung- zur Ermöglichen verbessertes Mobilitätsangebot- Entsiegelung übergroßen Parkplätze (s.Lidl, Viktoriastraße)
  • Freiflächen/Grün:-Erhalt und ökologische Aufwertung




Uni Konstanz : Klima im Wandel – von Kipppunkten, Korallen und Klimakonferenzen

Veranstaltung vom 11.11 und 12.11 an der Uni Konstanz:

Die Klimakrise fordert nicht nur Politik und Gesellschaft auf eine bisher nicht dagewesene Art und Weise heraus. Auch die Wissenschaft muss sich – über alle Disziplinen hinweg – drängenden Aufgaben und Fragen stellen.

Die interessierte Öffentlichkeit ist zu einem abwechslungsreichen hybriden Formatmix aus Vorträgen, Interviews, Kurzfilmen und Expertentalks eingeladen.
(u.a. auch mit Prof. Stefan Rahmstorf)

Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung stehen in drei Blöcken drei thematische Dimensionen des Klimawandels auf dem Programm: die physikalische, die biologische und die gesellschaftliche Dimension mit ihren jeweiligen Kernfragen


https://youtu.be/d5bHkJJN0dc

Link zur Veranstaltung vom 11.11 (inbsbes die Diskussion ab ca 02:45)
Themen: Klimamodellierung, Kipppunkte, Wetterextreme, Klimaneutralitätspfade,
technische Lösungen …
Mit Beiträgen von: Cyril Brunner, Giso Hahn, Friederike Otto, Hans-Otto Pörtner, Stefan Rahmstorf, Michael Sterner, Ricarda Winkelmann

Link zur Veranstaltung vom 12.11
Themen: Ökosysteme, Korallenriffe, Ernährungssicherheit, Vogelzug, Insekten, Waldumbau …
Mit Beiträgen von: Giovanni Galizia, Lena, Gubler, Mark van Kleunen, Theo Straub, Christian , Voolstra, Martin Wikelski, Sonja Wipf
Themen: Klima als öffentliches Gut, Steuerungs-mechanismen, internationale Zusammenarbeit, Klimabewegung, Green Cities …
Mit Beiträgen von: Frank Best, Andreas , Diekmann, Catherine Gall, Sebastian Koos,
Laura Puttkamer, Gabriele Spilker und dem Impro-Theater Konstanz


Arte : Re: Energie für morgen – Keine Angst vor Alternativen

(11.11.22, Arte ) , Arte Mediathek : hier

Direkter Link zum Video via MetdiathekView : hier (mittlere Auflösung)

Klimaschutz und Zukunftssicherung

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Wichtige Hinweise zu

  • Biogas / Biogas-Speichder / Fernwärma (ab ca. 02:00)
  • Solar-Dachziegeln / PV-Dachziegeln aus Deutschland (ab ca. 07:40 )
  • Windkraft

Die momentane Krise in der Energieversorgung belastet das politische und ökologische Klima. Wegen der explodierenden Öl- und Gaspreise wünschen sich immer mehr Menschen Reformen und Innovationen. Doch wie können Klimaschutz und Versorgungssicherheit gleichzeitig gewährleistet werden?

Martin Lass hat schon vor Jahren erkannt: Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit sind keine Gegensätze. Als Landwirt betreibt er auf seinem Familienhof eine Biogasanlage, die in Zeiten der Krise einen Boom erlebt. Er hat eine regionale Lösung entwickelt, um nachhaltig Energie zu speichern. Sein Biogas- und Wärmespeicher macht Energie dann nutzbar, wenn sie auch benötigt wird.

Auch Cornelius Paul hat den Grundstein seiner Idee vor mehreren Jahren gelegt: Solardachziegel. Schon 600 Häuser hat der Unternehmer mit ihnen decken lassen, die von herkömmlichen Ziegeln kaum zu unterscheiden sind. Doch Pauls Firma hat ein Problem: Es fehlen Handwerkerinnen und Handwerker, um die Aufträge abzuarbeiten.
Dass aus Krisen auch Chancen erwachsen können, davon ist Lars Angenent überzeugt. Der niederländische Mikrobiologe und Bioingenieur forscht an der Universität Tübingen zu Mikroben, winzig kleinen Lebewesen, die eines unserer größten Probleme lösen könnten: die Speicherung erneuerbarer Energie. Wird ihnen Wasserstoff zugeführt, können sie dabei CO2 binden und Methan, also Biogas, produzieren.

Ein großer Schritt in die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und in eine sichere Versorgung.
Die Pioniere der nachhaltigen Energieversorgung möchten zu Hause damit anfangen, Mensch und Natur zu schützen. Doch die Uhr tickt: Bis 2030 will Deutschland 80 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen – und seit dem Ukraine-Krieg wünschen sich immer mehr Menschen schnelle Alternativen.

  • Land : Deutschland ; Jahr : 2022 ; Herkunft : ZDF

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Link zur Balkon-Solar-Seite von Boklima : boklima.de/pv


Weitere Klima Reportagen bei Arte :

  • Mit offenen KartenUmwelt und Klima: Welche Länder sind am “grünsten”?
    • Auf allen Kontinenten versuchen Zivilgesellschaft und Politiker:innen, die komplexen ökologischen Problemlagen zu bewältigen. Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen sind in vielen Bereichen anzutreffen: erneuerbare Energien, innovative Verkehrsnetze, Müllvermeidung, biologischer Anbau, Naturschutzgebiete und mehr. “Mit offenen Karten” stellt einige Maßnahmen vor.
      Der Weltklimarat geht in seinem jüngsten Bericht davon aus, dass die weltweiten CO₂-Emissionen noch vor 2025 den Höhepunkt erreichen müssen, damit die globale Erwärmung 1,5 Grad Celsius nicht überschreitet. „Mit offenen Karten“ zeigt auf allen Kontinenten beispielhafte Methoden, mit denen Politik und Zivilgesellschaft die komplexen ökologischen Problemlagen zu bewältigen versuchen. Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen sind in vielen Bereichen anzutreffen: erneuerbare Energien, innovative Verkehrsnetze, Müllvermeidung, biologischer Anbau, Naturschutzgebiete und mehr. Beleuchtet werden auch die verschiedenen Test- und Evaluierungskriterien für neue Ideen.
      • Moderation : Emilie Aubry ; Land : Frankreich ; Jahr : 2021 ; Herkunft : ARTE F
  • Wo ist die perfekte Energie?42 – Die Antwort auf fast alles ; Sendung vom 20/11/2022
    • Via MediathekView direkt zum Video : hier
      • Lange bevor es das Wort Energiekrise gab, waren die Energieströme auf der Erde klar verteilt und wohl dosiert – bis wir Menschen vor etwa 500.000 Jahren das Feuer in den Griff bekamen. Mittlerweile verbrauchen wir so viel Energie, dass unser Planet an seine Grenzen stößt. Könnten wir nicht eine Energie entdecken, die Erde und Klima schont und gleichzeitig unerschöpflich ist?
        • Die Energie aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas hat unser modernes Leben erst ermöglicht; gleichzeitig schadet sie aber Klima und Umwelt. Finden wir eine Energiequelle, die genauso viel Energie liefert und trotzdem sauber und überall verfügbar ist – eine Art perfekte Energie?
    • Was die Energiedichte betrifft, galt Atomkraft nach ihrer Entdeckung als perfekte Energiequelle. Bei der Kernspaltung reichen wenige Gramm Uran aus, um genauso viel Energie zu gewinnen wie aus der Verbrennung mehrerer Tonnen Erdöl, sagt die Atomphysikerin Emmanuelle Galichet. So groß die Vorteile der Atomenergie, so groß sind jedoch auch die Risiken – nicht zuletzt bei der Lagerung hochradioaktiven Atommülls.
    • Ist Solarenergie da nicht die bessere Wahl? Immerhin ist sie nahezu risikofrei, vergleichsweise umweltfreundlich und noch dazu unerschöpflich. Problem nur: Sonnenenergie in ausreichenden Mengen einzufangen ist sehr wetterabhängig. Eva Unger vom Helmholtz-Zentrum Berlin arbeitet daher an neuen Solarzellen, die mehr Sonnenlicht in Strom umwandeln sollen.
      • Die Suche führt auch zur Geothermie: Unterhalb der Erdoberfläche ist Wärmeenergie gespeichert. Sie stammt zum einen aus der Restwärme der Erdentstehung, zum anderen aus dem radioaktiven Zerfall von Uran im Inneren der Erde, sagt Roland Lehoucq, Forscher am französischen Forschungszentrum für Atomenergie und alternative Energien, CEA.
        • Vielleicht schafft es ja die Forschung, eine neue Energieform nutzbar zu machen: Kernfusion. Am größten Versuchsreaktor der Welt, ITER, wird gerade gebaut. Geht es nach Markus Roth von der TU Darmstadt, sollen schon im nächsten Jahrzehnt erste Reaktoren aus der Fusion von Wasserstoffkernen Strom produzieren. Ist sie das, die perfekte Energie?
    • Regie : Lucas Gries ; Land : Deutschland ; Jahr : 2022 ; Herkunft : HR
  • Kann Geoengineering das Klima retten?42 – Die Antwort auf fast alles Sendung vom 22/01/2022
    • Inzwischen ist es klar: Für die Erderwärmung sind wir verantwortlich und wir müssen die Emissionen senken. Doch das geht viel zu langsam. Was wäre also, wenn wir die Erde irgendwie selbst abkühlen, ins Klimasystem eingreifen, unser C02 zurückholen? Das Klempnern am Klima ist längst keine Science-Fiction mehr. Es nennt sich Geoengineering und bündelt Eingriffe ins Klimasystem.
      • Aber brauchen wir Geoengineering? Der Physiker Andreas Oschlies vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel gibt eine klare Antwort: „Der Zug ist abgefahren, nur mit Reduktion der Emissionen schaffen wir unsere Klimaziele nicht mehr.“ Ohne Eingriffe ins System werden wir die Erderwärmung demnach nicht auf 1,5 beziehungsweise 2 Grad begrenzen können. Wir müssen, so sieht es auch der Weltklimabericht, einen großen Teil unseres CO2 wieder aus der Atmosphäre zurückholen, das nennt sich „negative Emissionen“. Es gibt naturnahe Methoden wie Aufforstung, Moore bewässern, CO2 von Biogasanlagen speichern aber auch technische Lösungen wie CO2-Filteranlagen.
    • Die Klimawissenschaftlerin Julia Pongratz von der LMU München stellt aber klar: „Es ist kein Pferderennen. Es wird nicht die eine Methode geben, die uns rettet.“ Alle Methoden bergen hochskaliert Risiken, daher braucht es einen Mix von Maßnahmen.
    • Doch es gäbe auch eine schnellere Methode zur Erdballkühlung: Schwefeldioxid mit Ballons oder Flugzeugen in der Stratosphäre versprühen. Dort entstehen Schwebeteilchen, die sich wie eine Art Sonnenschirm in die Atmosphäre legen und Sonnenstrahlen reflektieren. So könnte man die Erde um ein, zwei Grad kühlen. Doch der Vorschlag ist umstritten.
      • Es gibt unkalkulierbare Nebenwirkungen: Niederschläge könnten sich verändern, in manchen Regionen käme es zu Trockenheit und Ernteausfällen. Und der Himmel wäre nicht mehr blau. Trotz all dieser Nebenwirkungen sind Feldversuche geplant. Jennie Stephens von der Northeastern University in Boston warnt vor diesem solaren Geoengineering: Es berge so viele Unklarheiten und Ungerechtigkeiten, „Wir müssen das ausdiskutieren, bevor die Idee weiter vorangetrieben wird.“ Denn: Wer entscheidet, wann eine globale Manipulation des Klimas richtig ist?
        • Regie : Petra Thurn ; Land : Deutschland ; Jahr : 2021 ; Herkunft : HR

Stefan Rahmstorf: Radikal sind die, die immer so weitermachen

(09.11.22, piqd.de ) , Original : hier

Die ersten zehn Monate in diesem Jahr war es in Deutschland so warm gewesen wie noch nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor rund 140 Jahren. Wie der Deutsche Wetterdienst ermittelte, lag die Durchschnittstemperatur von Januar bis Ende Oktober bei knapp zwölf Grad. Zuletzt sorgte ein durcheinandergeratener Jetstream für einen “Oktobersommer”, der Höhenwind bewegte sich einfach nicht – und brachte tagelang warme afrikanische Luftmassen nach Mitteleuropa. Immer eindringlicher werden die Warnungen der Wissenschaft: Wenn die globale Durchschnittstemperatur mehr als 1,5 Grad über das vorindustrielle Niveau steigt, werden mehrere Klima-Kipppunkte ausgelöst – wie eine umfassende neue Untersuchung nahelegt, die Anfang September im Fachmagazin Science veröffentlicht wurde. Nach Prognosen der WHO könnten die 1,5 Grad bereits in vier Jahren – 2026 – erreicht sein.

Und was macht die Politik? Die Bundesregierung nimmt in Deutschland alte, abgeschaltete Kohlekraftwerke neu ans Netz und baut mit den LNG-Terminals eine neue fossile Infrastruktur auf, die die Bundesrepublik viele Jahre in eine neue fossile Abhängigkeit treiben wird. “Jetzt unmittelbar in dieser Krise … haben wir uns neue Ressourcen erschlossen. Und das ist verantwortlich, gerade auch dann, wenn man auf dem richtigen Weg ist, aus den fossilen Ressourcen auszusteigen”, erklärt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf der Klimakonferenz COP 27.

Stefan Rahmstorf, Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam und einer der renommiertesten Klimawissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, kommentiert im Interview mit der taz die Rolle des Kanzlers so:

Olaf Scholz kommt mir nicht wie ein wirklich flammender Klimaschützer vor, der sich hier voll ins Zeug legt, um eine Katastrophe in letzter Minute abzuwenden, die uns eben tatsächlich droht.

Das Fenster der Möglichkeit, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, schließe sich gerade, wenn wir noch einmal drei, vier Jahre warten, sei es einfach unmöglich. Denn es komme beim Klimaproblem auf die kumulativen Emissionen an. Rahmstorf:

Man kann nicht wie bei anderen Umweltproblemen sagen, naja, wenn wir die Ziele dieses Jahr nicht erreichen, erreichen wir sie halt in zehn Jahren. Das ist bei den Klimazielen eben nicht möglich, sondern sie sind dann einfach nicht mehr erreichbar.

Warum aber hört die Politik nicht auf die Wissenschaft?

Meine Erfahrung mit der Politik der letzten 25 Jahre ist, dass es letztlich doch mehr braucht als nur sachliche Argumente, sondern offensichtlich auch den öffentlichen Druck, die Angst, Wahlen zu verlieren.

Also beispielsweise “radikale” Aktionen wie jüngst die Straßenblockade in Berlin, der eine tote Radfahrerin nachgesagt wurde? Oder Kartoffelbrei auf Monet? Rahmstorf dazu:

Ich finde, der UN-Generalsekretär Guterres hat etwas sehr Gutes dazu gesagt: Radikal sind doch nicht die jungen Leute, die demonstrieren, sondern radikal sind die, die immer so weitermachen wie bisher und dabei unseren ganzen Planeten zerstören.


Klimaforscher zur COP27: „Durchaus Gründe zur Hoffnung“

(06.11.22, taz.de ) , Original : hier — Interview mit Stefan Rahmstorf

Teile der Ampel hätten die Dringlichkeit des Klimaschutzes nicht verstanden, so Stefan Rahmstorf. Die Emissionen müssten auf null. Klimafreundliche Technik sei bereits vorhanden.

taz: Herr Rahmstorf, was muss auf der Weltklimakonferenz in Scharm al-Scheich passieren, damit Sie sagen: Das war ein Erfolg?

Stefan Rahmstorf: Entscheidend ist, dass Selbstverpflichtungen abgegeben werden, die Emissionen deutlich schneller zu reduzieren. Gerade hat der „Emissions Gap Report“ der UN wieder deutlich gezeigt, dass wir den Klimaschutz beschleunigen müssen, um die Emissionen weltweit bis 2030 zu halbieren. Ich denke allerdings, dass in Scharm al-Scheich wieder vor allem um Geld diskutiert wird: Wer muss für die Klimaschäden bezahlen?


 Jetzt! Ein Wochenende fürs Klima / 2. Bochumer Klimakonferenz. — Programm

Wir sind (mittlerweile) neun Bochumer Kultur- und  Bildungseinrichtungen, die sich zu Klima und Nachhaltigkeitsthemen in unserer Stadt vernetzt haben. Mit dabei sind die Bochumer Symphoniker, das Deutsche Bergbaumuseum, das Kunstmuseum Bochum, das Planetarium Bochum, das PRINZ- REGENT-THEATER, das ROTTSTR 5 THEATER, die Ruhrtriennale, das Schauspielhaus Bochum und die Volkshochschule Bochum.

Unser Klimafestival findet auch dieses Jahr parallel zur UN-Klimakonferenz statt (diesmal in Sharm-El-Sheik) vom 18. – 20. November 2022. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Ein dreitägiges Programm an fünf verschiedenen Orten in der Stadt mit Events, Musik, Tanz, Performance, Workshops, Diskussionen, einer Liveberichterstattung aus dem Pressezentrum von Sharm- El- Sheik und dem Speeddating der Bochumer Klima – und Umweltinitiativen.

Impressionen vom 1. Speeddating : hier

Flyer und Programm :


Klimawochenende // Teaser V5

Klimawochenende // Trailer V5


Mobilitätswende ala Katja Diehl — auch in Bochum ??

Mobilitätswandel ist für mich, wenn möglichst viele ohne eigenes Auto selbstbestimmt und sicher mobil sein können.

Katja Diehl ist eine deutsche Autorin und Podcasterin mit dem Themengebiet Mobilität und Verkehrswende .


Über meine gesamte Berufstätigkeit hinweg habe ich mir tiefe Kenntnis über Nachhaltigkeit mit dem Schwerpunkt Mobilität der Zukunft angeeignet. Durch diesen Fokus entstand ein umfassendes Netzwerk in Deutschland und anderen europäischen Ländern.

Ich verstehe Mobilität in erster Linie nicht technisch. Vielmehr sehe ich die umfassende Herausforderung einer Einstellungs- und Verhaltensänderung im Vordergrund. Die Angebote, Produkte und technischen Entwicklungen in diesem Thema ignoriere ich dabei nicht, im Gegenteil: Durch meine langjährige Expertise in diesem Segment ist es mir wichtig, den Menschen im Fokus zu behalten und die entsprechenden sinnvollen Lösungen gemeinsam mit den Menschen zu etablieren, deren Mobilität verändert werden soll.

Einmal wöchentlich schaue ich in den Rückspiegel: Was hat mich in der Woche bewegt? Welche Ideen und Personen in der Mobilitätswende?

von Katja Diehl – She Drives Mobility

Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt

Ein Plädoyer für eine inklusive und klimagerechte Verkehrswende – Mit Schwung, Know-how und Kreativität macht die Mobilitätsexpertin Katja Diehl Lust auf eine Gesellschaft, die gemeinsam eine attraktive und klimafreundliche Zukunft für alle baut. Eine Zukunft, die mehr Lebensqualität in Städten und auf dem Land bietet sowie moderne Formen von Arbeit berücksichtigt.

»Jede:r sollte das Recht haben, ein Leben ohne ein eigenes Auto führen zu können.«

»Autokorrektur« will Kick Off einer Gesellschaft sein, die gemeinsam eine attraktive Mobiltätszukunft baut – und zwar schon heute. In Katja Diehls Vorstellung der Zukunft können die Menschen Auto fahren, so sie es denn wollen. Sie müssen es aber nicht mehr – denn es gibt attraktive Alternativen.

Momentan ist nicht alles in unserem Land fair und klimagerecht, inklusiv und bezahlbar aufgestellt. Die Bedürfnisse vieler Menschen werden nicht angemessen berücksichtigt. Das können wir ändern, davon ist Mobilitätsexpertin Katja Diehl überzeugt und läutet die Verkehrswende ein.

Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl weist den Weg zu einer gerechten und fairen Mobilität der Zukunft, die den Menschen ins Zentrum stellt und unsere Welt lebenswert macht.

Viele weiter Ideen im Handbuch Autokorrektur : hier

Mobilitätswandel: Diese „Autokorrektur“ fordert Verkehrsexpertin Katja Diehl : hier

(), GLS-Bank , Digitale Veranstaltung : Mobilitätswende: Festgefahren?!Mit den Mobilitäts-Expert*innen Cem Özdemir,  Katja Diehl, Prof. Dr. Peter Hennicke, Mirko Schulte; Viedo bei Vimeo : hier

Club of Bochum. Gespräch zur Lage unserer Stadt — Reihe :Wie wollen wir hier leben?

Fortsetzung der Schauspielhaus Reihe “Wie wollen wir leben” — diesmal im BerbauMuseum :

Eine Veranstaltung im Rahmen von Jetzt! Ein Wochenende fürs Klima

Die Veranstaltungsreihe lädt die Menschen aus Bochum ein, gemeinsam über Verbesserungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Stadt zu diskutieren, sich miteinander zu vernetzen – und inspirieren zu lassen. Bewohner*innen, Verantwortliche der Stadt und Fachleute kommen ins Gespräch, ganz konkret. Das Forum findet jedes Mal mit anderem Schwerpunkt statt.

20.11.2022: Club of Bochum. Gespräch zur Lage unserer Stadt
Im Rahmen von Jetzt! Ein Wochenende fürs Klima

Zum Abschluss der 2. Bochumer Klimakonferenz und 50 Jahre nach dem berühmten Bericht des Club of Rome Die Grenzen des Wachstums fragen wir in unserer Stadt nach dem Stand der Dinge. Wo stehen wir? Was muss noch getan werden? Und wie soll das Bochum der Zukunft aussehen? Am 20. November um 14.00 Uhr ist die achte Ausgabe unseres Klimaforums diesmal zu Gast im Deutschen Bergbau-Museum Bochum.

Gäst*innen:
– Benjamin Bechtel, Professor für Urban Climatology
– Rebecca Freitag, ehem. UN Jugenddeligierte für Nachhaltige Entwicklung
– Michael Farrenkopf, Wirtschafts- u. Bergbauhistoriker
– Mi-Yong Becker, Professorin für Nachhaltigkeit & Transfer
– Viktor Grinewitschus, Professor für Energie & nachhaltiges Wohnen
– Mohammad Nor Suliman, BUNDjugend NRW

Moderation: Jason Bartsch

  • Ort: Deutsches Bergbau-Museum Bochum , Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum
  • So.20.11.22 , 14:00 — 16:00
  • Eintritt frei
  • Wie wollen wir hier leben?
  • Klima- und Nachhaltigkeitsforum für Bochum
  • +++ Schauspielhaus for Future +++
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