Der (Anti-Atom-)Frühling kommt. Sei dabei und mach mit. Atomausstieg jetzt!

Links :

Ende, aus, vorbei. Seit letzter Nacht kurz vor 0 Uhr ist der belgische *Rissreaktor Tihange-2* endlich vom Netz. Er wurde wegen tausender Risse im Reaktordruckbehälter als besonders gefährlich eingestuft. Dass er jetzt nicht mehr läuft, ist das Verdienst vieler zehntausender Atomkraftgegner*innen. Sie haben mit ihrem grenzüberschreitenden und ausdauernden Protest diesen großartigen Erfolg möglich gemacht. In Aachen wird daher heute Abend gefeiert <http://www.ausgestrahlt.de/_newsletter/tihange-2-doel-3-gemeinsam-gewonnen-gemeinsam-feie/> – gerne auch mit Dir, wenn Du in der Region bist.

Protest und Engagement, das zeigt dieses Beispiel wieder einmal, können sich auszahlen und Änderungen bewirken. Solche Erfolge sollten wir unbedingt feiern! Denn dies gibt uns die Kraft, weiterzumachen.

Weitermachen: In diesem Frühjahr jährt sich die *Atomkatastrophe von Fukushima <http://www.ausgestrahlt.de/themen/atomunfall/fukushima/>* zum zwölften Mal und die *Atomkatastrophe von Tschernobyl <http://www.ausgestrahlt.de/themen/atomunfall/tschernobyl/>* zum 37. Mal. Beide Katastrophen dauern auch heute noch an. Ihre gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen sind immens und betreffen viele tausend Menschen.

.ausgestrahlt und der BUND rufen jetzt zusammen zum *Anti-Atom-Frühling* <http://www.anti-atom-fruehling.de> *2023* auf: Der Winter hat bestätigt, was schon seit dem zweiten Stresstest klar war: Die drei noch laufenden AKW werden auch in Krisenzeiten nicht benötigt. Es ist höchste Zeit, das Atom-Risiko zu beenden, damit sich Katastrophen wie die in Fukushima und Tschernobyl nicht wiederholen. Setze auch Du diesen Frühling ein klares Zeichen für die Energiewende, für 100 % erneuerbare Energien und für den Atomausstieg – damit die AKW endlich abgeschaltet werden.

*» Hier alles zum Anti-Atom-Frühling lesen* <http://www.anti-atom-fruehling.de?pk_campaign=nl230201&pk_kwd=anti-atom-fruehling&pk_source=mail>

Du kannst Deinen Anti-Atom-Protest auf unterschiedliche Weise zeigen und auf die Straße tragen.

Am 11. März, dem Fukushima-Jahrestag, finden *bundesweit Mahnwachen und Aktionen* statt – sicherlich auch in Deiner Nähe. Und wenn nicht: Organisier doch selbst eine Mahnwache. Wir helfen Dir dabei <https://www.ausgestrahlt.de/aktiv-werden/jahrestag-fukushima/> und unterstützen Dich mit praktischen Tipps, kostenlosem Material und machen den Termin in Deiner Region bekannt.

Wer nicht auf die Straße gehen kann und/oder sich zusätzlich informieren möchte, kann dies bei einem unserer spannenden *Vorträge* tun, für die wir viele tolle Referent*innen gewinnen konnten. Mach Dich schlau zum Beispiel über Uran, Atomkraft in Frankreich oder die aktuelle Situation bei der Lagerung unseres Atommülls.

*» Hier klicken für weitere Informationen und Anmeldung* <http://www.ausgestrahlt.de/aktiv-werden/infoveranstaltung-ausgestrahlt/online/12-jahre-fukushima/?pk_campaign=nl230201&pk_kwd=12jahrefukushima&pk_source=mail>

Die gemeinsame *Ausstellung* „Fukushima, Tschernobyl und wir“ <https://ausgestrahlt.pageflow.io/fukushima-tschernobyl-und-wir#292441> von .ausgestrahlt und IPPNW (Ärzte gegen den Atomkrieg) besteht aus 15 Plakaten (DIN A1) und zeigt die Schrecken der beiden bisher größten Atomkatastrophen. Sie schafft Bewusstsein für die Gefahren der Atomkraft. Du kannst Sie überall aufhängen, wo Interessierte vorbeikommen. Bestellung nur per E-Mail an shop@ausgestrahlt.de <mailto:shop@ausgestrahlt.de?subject=Ausstellung%20%E2%80%9EFukushima%2C%20Tschernobyl%20und%20wir%E2%80%9C>.

Eine weitere Möglichkeit, Deinen Protest auf die Straße zu tragen, gibt es am Samstag, den 15. April. An diesem Tag endet die Erlaubnis zum „Streckbetrieb“ für die letzten AKW in Deutschland. Es wird drei *Abschalt-Demos* geben in *München, Neckarwestheim und Lingen*. Organisiert werden die Demos jeweils von einem Bündnis von Anti-Atom- und Umweltorganisationen, darunter BUND und .ausgestrahlt.

*» Mehr Infos zu den Abschalt-Demos* <http://www.anti-atom-fruehling.de?pk_campaign=nl230201&pk_kwd=demo-fruehling&pk_source=mail>

Mach mit! Sei dabei beim Anti-Atom-Frühling! Gerade jetzt ist es wichtiger denn je weiterzumachen. Setzen wir zusammen ein klares Zeichen gegen Atomgefahren und für eine echte Energiewende sowie 100 % erneuerbare Energien. Verabrede Dich mit Deinen Freund*innen und Kolleg*innen für Aktionen. Und bring Deine Anti-Atom-Fahne und/oder ein gelbes X mit. Fahnen und anderes Material kannst Du übrigens kostenlos bestellen <https://www.ausgestrahlt.de/shop/produkte/catalogue/category/jahrestag-fukushima-2023_10/>.

Herzliche Grüße Sarah Lahl
und das ganze .ausgestrahlt-Team

TAZ Schwerpunkt Klimawandel

Klimawandel

Welche Ursachen und Folgen hat die Erderwärmung? Wächst sich die Klimakrise zur Klimakatastrophe aus? Um den Klimawandel aufzuhalten, müssten wir Treibhausgase senken, alternative Energien fördern, ökologisch leben. Die Weltgemeinschaft ringt um gemeinsame Klimaziele.


Viele wichtige und interessante Artikel finden sich in dem Taz-Schwerpunkt Klimawandel

Kleiner Ausschnitt und Überblick der Arrtikel vom Mai 2020:

1. Treffen Klimawende Bochum

An: “Klimawende bochum” <klimawende-bochum@posteo.de>
Betreff: 1. Treffen Klimawende Bochum

Hallo zusammen,
da der Lockdown aufgrund von Corona noch etwas andauern wird (zumindest bei Treffen größerer Gruppen), haben wir uns entschieden mit unserer Arbeit im Rahmen von Klimawende Bochum zunächst online zu beginnen. Dazu stellt uns das Umweltinstitut München einen Zoom-Konferenzraum zur Verfügung.

ANMERKUNG (Red boklima):
Bitte nehmt andere Tools als Zoom (z.B. https://jitsi.org/ wird sogar in Bochum gehosted) , die sind immer noch eine DatenKrake, erfüllen immer noch nicht den wirklichen Daten- und vor allem Tracking-Schutz. Darüber hinaus ist wohl die Berliner Zoom-Fest-Einwahl-Nr (für Leute die sich per Telefon beteiligen möchten) kostenpflichtig ohne dass da drauf hingewiesen wird — das ist Betrug

Hier können wir alle per Video (oder auch nicht 😉 ) beitreten und uns zumindest über den Bildschirm sehen.

Um einen geeigneten Termin für möglichst viele Menschen zu finden, haben
wir einen Doodle vorbereitet.

Tragt Euch bitte zeitnah ein und wir geben
Euch dann Bescheid wann das Onlineplenum stattfinden wird. Die Uhrzeit
bezieht sich jeweils auf den Beginn des Onlineplenums. Hier der Link:

https://dudle.inf.tu-dresden.de/tbXdPq9w3g/

Bitte streut diese Info an Personen und Gruppen, von denen ihr wisst,
dass sie Interesse an Klimawende Bochum haben. Leider konnten wir nicht
alle eMail-Adressen von der Auftaktveranstaltung lesen und manche, die
sich eingetragen haben, bekommen die Mail nun leider nicht. Wenn es
Menschen gibt, die dauerhaft Infos zu kommenden Veranstaltungen haben
möchten, können diese sich gerne unter klimawende-bochum@posteo.de melden 🙂

Liebe Grüße und bleibt alle gesund,
Felix & Sarah

Klimaschutzkonzept – Anfrage an den Rat

Die AG Klimanotstand des BoKlimas verfolgt seit Ende letzten Jahres aufmerksam alle Geschehnisse rund um den Klimanotstand in Beschlüssen des Rates der Stadt Bochum und seiner Gremien.

Die neuste Entwicklung wurde durch die Frakion FDP & Die Stadtgestalter angeregt. Sie stellten eine Anfrage (Vorlage 20200791) (am 12.03.20) an die Verwaltung der Stadt Bochum mit 18 Fragen zu der Umsetzung,  Kosten, CO2-Minderung, Klimaneutralität und Allgemeines zu den Bochumer Klimaschutzkonzepten und deren gesteigerte Dringlichkeit durch den Klimanotstand.

Bisher gab es noch keine Antwort der Verwaltung.

Das BoKlima verfolgt die weitere Entwicklung und erwartet gespannt die Antwort der Verwaltung.

Link zur Anfrage im Ratsinformationssystem: https://session.bochum.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=7076968

(von Steffen)

Ökostrom: Vorbild Nettetal (Bericht wdr5)

WDR 5 Morgenecho – Westblick am Morgen. 14.04.2020. 04:02 Min.. Verfügbar bis 14.04.2021. WDR 5. Von WDR 5.
Link wdr5-Beitrag, direkter Link zum Audio-Beitrag

Letztes Jahr haben viele Kommunen in NRW den Klimanotstand ausgerufen. Damit wollen die Städte anerkennen, dass es eine Klimakrise gibt. Bisher aber setzen nur wenige Kommunen komplett auf Ökostrom. Eine Ausnahme ist Nettetal, berichtet Moritz Börner.

Wäre doch wünschenswert , wenn hier auch bald Bochum auftauchen würde …

Umweltbundesamt: Klimaschutz nicht vergessen

Umweltbundesamt: Klimaschutz nicht vergessen

WDR Studios NRW. 20.03.2020. 00:49 Min.. Verfügbar bis 03.04.2020. WDR Online. Hier zum Audio beim wdr.

Der Präsident des Umweltbundesamts, Messner, hat die Politiker ermahnt, neben der Corona-Krise auch die Klimakrise zu bekämpfen.

Fünf vor acht / Klimaschutz: Macht es besser als vorher

Eine Kolumne von Petra Pinzler

Wegen des Coronavirus wird die Wirtschaft weltweit heruntergefahren. Doch irgendwann ist das wieder vorbei – und dann muss der Klimaschutz wirklich ernst genommen werden. 26. März 2020, 9:01 Uhr

Manchmal, wenn man in diesen Tagen in den Pausen des Homeoffice auf den Balkon tritt und in den Himmel schaut, dann sieht man – Blau. Ein wunderbar leichtes Frühlingsblau. Erst auf den zweiten oder dritten Blick fällt einem auf, was da nicht ist: Kein einziger Kondensstreifen zieht sich über den Himmel. Es fliegen ja kaum noch Flugzeuge.

Keine Flugzeuge – kein CO2. Die Schlussfolgerung liegt nah. Und so geistern dieser Tage auch schon die ersten hoffnungsfrohen Kommentare durchs Netz: Vielleicht, so ihr Tenor, hat diese fürchterliche Pandemie wenigstens einen ungewollten, positiven Nebeneffekt. Vielleicht kommt nun die Klimakrise nicht ganz so schnell. Tatsächlich scheinen die ersten Zahlen das auch zu bestätigen.

Vollständiger Artikel bei Zeit-Online

Leider hat die Sache einen Haken. In der Vergangenheit haben Krisen, die die Wirtschaft zum Erliegen brachten, zwar auch dafür gesorgt, dass die Umwelt weniger zerstört wurde. Doch nach der Krise, wenn die Konjunktur wieder brummte, ging es ziemlich schnell wieder los, da rauchten dann die Schlote mehr denn je. Schlimmer noch: Weil in der Regel nach der Krise die Rezession folgte und damit auch hohe Arbeitslosigkeit, ergab sich ein anderer Mechanismus: Schutzregeln für die Umwelt und die Arbeitnehmer wurden in Frage gestellt

Doch es wird der Tag kommen, an dem Stück für Stück das normale Leben wieder beginnt. Und dann geht es darum, nicht die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen – in der Umweltschutz als Last betrachtet wurde. Ein dann zu erwartendes Konjunkturprogramm sollte auch zukunftsfähige Industriezweige unterstützen. Und dazu gehört, so hart es klingen mag, eben nicht jedes Flugzeug. Aber vielleicht die, die dann mit sauberem Kraftstoff fliegen. Nicht nur, damit der Himmel so wunderschön blau bleibt.

Weltweit Staatshilfen in Billionenhöhe zum Schutz der Wirtschaft — Umweltschützer : dies an Öko-Kriterien binden.

Aus der taz , 25.03.20

Wirtschaftshilfen in Corona-Krise: Hoffen auf die grüne Bazooka

Weltweit sollen Staatshilfen in Billionenhöhe die Wirtschaft vor dem Corona-Schock schützen. Umweltschützer wollen die an Öko-Kriterien binden.

BERLIN taz | Das Schreckgespenst heißt „Abwrackprämie“: In der Finanzkrise nach 2008 zahlte die Bundesregierung zwei Millionen Autohaltern, die ihr altes Fahrzeug verschrotten ließen und ein neues kauften, jeweils 2500 Euro. Gedacht war das als Hilfe für die Autoindustrie, verkauft wurde es vom SPD-Umweltminister Sigmar Gabriel als „Umweltprämie“, weil alte und dreckige Fahrzeuge gegen neue ausgetauscht wurden.

Aber die Kritik war groß: Der deutschen Industrie habe das „Strohfeuer“ kaum genutzt, hieß es. Und das Umweltministerium ließ sich zwar in einem Gutachten „positive Wirkungen“ der Prämie bescheinigen, bestätigte aber inhaltlich eigentlich die wütende Kritik der Umweltverbände mit einer ganz eigenen Logik: „Die Umweltprämie wurde nicht in erster Linie zur Umweltentlastung konzipiert. Deshalb kann ihr auch nicht eine zu geringe Umwelteffizienz vorgeworfen werden.“

In der globalen Wirtschaftskrise von 2008/09 wurde weltweit die Wirtschaft mit Milliardenhilfen gestützt. Fortschritte für die Umwelt- oder Klimapolitik brachten die weltweiten Hilfspakete aber kaum. Im Gegenteil legten die weltweiten CO2-Emissionen und der Verlust von Arten nach der Delle wieder kräftig zu.

Das soll nach Corona nicht noch einmal passieren. „Wir haben eine Verantwortung, dass sich die Wirtschaft besser als damals erholt“, sagt UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Den „Rahmen fürs Handeln“ sollten die UN-Ziele für Nachhaltigkeit und Klimaschutz setzen

Historische Chance

(entdeckt von Stefan) weiter hier

Corona lehrt Klimaschutz

Corona lehrt Klimaschutz

WDR 5 Politikum – Kommentar. 17.03.2020. 02:04 Min.. Verfügbar bis 17.03.2021. WDR 5. Von Tanja Busse.
Hier zum Audio-Beitrag beim wdr.

Wenn eine Gefahr erkannt ist, sind manchmal Einschnitte nötig, um größeres Unheil abzuwenden. Das kann man von der Corona-Krise lernen. Und durchaus auf den Klimawandel oder auch das Artensterben übertragen, findet Tanja Busse.

Wenn eine Gefahr erkannt ist, sind manchmal Einschnitte nötig, um größeres Unheil abzuwenden. Das kann man von der Corona-Krise lernen. Und durchaus auf den Klimawandel oder auch das Artensterben übertragen, findet Tanja Busse.

Noch vor vier Wochen habe ich mich vor Corona ebenso wenig gefürchtet wie vor Ebola oder der Beulenpest. Und jetzt ist es hier, das neue Virus, und es hat unser ganzes Leben umgekrempelt. Und es zeigt uns, dass schon ein wenig Abwarten – aus Zuversicht oder Geldgier – tödliche Folgen haben kann. Trotz erster Warnungen gab es noch eine Woche Party in den Après-Ski-Bars in Ischgl, und schon hatten sich Hunderte neue Infizierte in ganz Europa verteilt.

Politiker*innen erkennen tödliche Gefahr und handeln entschlossen

Bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten gibt es also Momente, in denen man mit relativ kleinen Maßnahmen ganz viel Gefahr abwenden kann. Lässt man die verstreichen, wird das schlagartig sehr viel schwieriger, wenn nicht unmöglich. Solche Momente gibt es auch in der Klimaforschung – tipping points werden sie dort genannt, Kipp-Punkte: Wenn die Eiskappen an den Polen abschmelzen oder die Permafrostböden der Tundra auftauen zum Beispiel.

Seit in Norditalien an einem einzigen Tag mehr als hundert Menschen an CoVid-19 gestorben sind, ist der Ernst der Lage erkannt. Nicht zu handeln, wäre tödlich – das haben die Politiker*innen gesehen – und deshalb wird gehandelt, und zwar nicht zu knapp. Es ist einiges, was die Politik den Menschen gerade zumutet. Und niemand protestiert.

Aus Corona lernen: Einschränkungen auch zum Klimaschutz

Es zeigt sich: Wenn der Ernst der Lage erkannt ist, sind enorme Veränderungen möglich. Daraus lässt sich einiges lernen – nämlich für all die anderen Politikfelder, in denen Wissenschaftler*innen schon lange den Ernst der Lage erkannt haben und mit großer Dringlichkeit Veränderungen einfordern. Die Klimakrise und der enorme Verlust der biologischen Vielfalt, den Biolog*innen als sechstes großes Massenaussterben der Geschichte bezeichnen.

Auch hier ist klar – ebenso wie bei der Corona-Pandemie: Einfach weitermachen ist gefährlich. Wir müssen handeln – und Einschränkungen akzeptieren, beim Reisen, beim Konsumieren, beim Essen, und je eher wir damit anfangen, desto eher haben wir eine Chance, den Schaden zu begrenzen.