Rettung Bäume Neustr. ( 8.KNB) ; Aktionsverlauf ; WAZ Bericht 2015!

8.KNB – ( 16.12.20 ) Nibelungentreue der Wirtschaftsförderung statt nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz?

(siehe hier weiter unten)

Aktionsverlauf ; (Presse-) Berichte

( 28.02.21 ) neue Plakate ; Flugblatt wird an die Anwohner verteilt

Die neuen Plakate gibt’s hier


( 20.02.21 ) Leserbriefe


( 19.02.21 ) Ausschuss für Planung und Grundstücke – 02.03.2021 – 15:00 Uhr

  • Link ins RIS : hier
  • Link zur TO (als pdf) : hier
    • hier sind wir als to-Punkt 1.2 dran :
    • 1.2 Beschwerde mit Anregung nach § 24 Gemeindeordnung NRW (GO) im Rahmen eines offenen Briefes des Bochumer Klimaschutzbündnisses (BoKlima) zur Entwicklung des städtischen Grundstücks an der Kreuz- und Neustraße
    • Vorlage: 20210135
  • Link zur Beschlussvorlage — unser Antrag soll abgelehnt werden , hier :
    • Kurzübersicht:
    • Das Bochumer Klimaschutzbündnis hat mit einem auf den 16.12.2020 datierten offenen Brief zur Entwicklung des ehem. Firmengeländes von Gustav Schwager Nachf. auf die Einhaltung des Klimanotstandsbeschlusses hingewiesen. Anlass ist die Berichterstattung der WAZ Bochum vom 12.12.2020 über das geplante Bauvorhaben eines Investors auf der städtischen Fläche an der Kreuzstraße und Neustraße.
    • Beschlussvorschlag:
    • Über die Beschwerde mit Anregung nach § 24 GO NRW wird wie folgt entschieden:
    • zu Punkt 1 – Sofortiger Stopp der Abbrucharbeiten
    • Die Abbrucharbeiten werden ohne Verzögerung weitergeführt.
    • zu Punkt 2 – Erhalt der zwölf alten Laubbäume
    • Zunächst gelten die bestehenden Beschlüsse. Eventuell notwendige Baumfällungen sind auszugleichen.
  • Link zum 8. KNB im RIS : hier

( 11.02.21 ) – WAZ – Leserbrief

03.02.21 – WAZ – Grüne fordern einen Neustart für große Fläche in Bochum

Grüne 02.02.2021, Bochum.  Für die Fläche zwischen Kreuz- und Neustraße in Bochum soll es einen Neustart geben. Die Grünen fordern, dass das stimmigste Konzept gewinnt.

Für die ungenutzte – 5200 Quadratmetern große – Fläche zwischen Kreuzstraße und Neustraße im Herzen des Bermudadreiecks in Bochum soll es einen Neustart geben. Das fordern die Grünen im Rat der Stadt Bochum. Die Versuche der vergangenen Jahre betrachten sie als gescheitert. Stadtenwicklung Noch ein Konzept für begehrtes Innenstadt-Areal in Bochum

Die Fraktionsvorsitzende Barbara Jessel erklärt dazu: „Sollte eine Abstimmung mit den Interessenten aus dem Kreativbereich auf Grundlage des vorliegenden Entwurfes in Kürze nicht zustande kommen, muss ein Bestgebotsverfahren eingeleitet werden; mit einer zielführenden Ausschreibung …

Fläche zwischen Kreuzstraße und Neustraße: Zuschlag für stimmigstes Konzept

Vicki Marschall, Ratsmitglied im Aufsichtsrat der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEG), sieht in einem Bestgebotsverfahren, bei dem nicht das höchste abgegebene Gebot sondern das stimmigste Konzept den Zuschlag erhält, einen erfolgversprechenden Weg: „Wir sollten Kreativen nicht nur flächenmäßig Raum geben, sondern auch gedanklich. Neue Ansätze zuzulassen, fördert Wirtschaft und Gesellschaft gleic hermaßen.“


(31.01.21) Aktuelle Ansichten Neustr bei Sonne ….


30.01.21 – WAZ


(29.01.21) PM: Grüne wollen Neustart für Areal an der Kreuzstraße / Neustraße

Die Grünen im Rat wollen einen Neustart zur Entwicklung des ungenutzten Areals im Bereich Kreuzstraße und Neustraße im Herzen des Bermudadreiecks. Die Versuche der vergangenen Jahre betrachten sie als gescheitert.

Die Fraktionsvorsitzende Barbara Jessel erklärt dazu: „Sollte eine Abstimmung mit den Interessenten aus dem Kreativbereich auf Grundlage des vorliegenden Entwurfes in Kürze nicht zustande kommen, muss ein Bestgebotsverfahren eingeleitet werden; mit einer zielführenden Ausschreibung für ein lebendiges Quartier in dem kreativen Firmen auch aus dem IT-Bereich, Start-Ups und Wohnen, aber auch jungen Menschen Platz für Entfaltung gegeben wird.“

Vicki Marschall, Ratsmitglied im Aufsichtsrat der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEG), sieht in einem Bestgebotsverfahren, bei dem nicht das höchste abgegebene Gebot sondern das stimmigste Konzept den Zuschlag erhält, einen erfolgversprechenden Weg für ein transparentes Verfahren. Marschall: „Wir sollten Kreativen nicht nur flächenmäßig Raum geben, sondern auch gedanklich. Neue Ansätze zuzulassen, fördert Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen.“

Dr. Frank Taschner , Fraktionsgeschäftsführer , Die Grünen im Rat 
BVZ – Zimmer 2035 , Gustav-Heinemann-Platz 2-6 , 44777 Bochum

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8.KNB (16.12.20) : Nibelungentreue der Wirtschaftsförderung statt nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz?



Weiere Interne Diskussionen im internen Bereich : hier


WAZ – Artikel von 2015 s. unten


Impressionen der Plakat-Aktion

Plakat – Aktion :


12.12.20 , WAZ zu Neustr :


18.09.2015 (!!) , WAZ zu Neustr , 2015 , Kanzlei plant Bauinvestition

Artikel WAZ 18.09.2015 zu NeuStr :

https://www.waz.de/staedte/bochum/nord/kanzlei-plant-grosse-bauinvestition-id11103017.html

Stadtentwicklung Kanzlei plant große Bauinvestition , Andreas Rorowski

18.09.2015, 10:00

Der Spielplatz an der Neustraße soll einem Ärztehaus weichen. Ein Ausgleich soll an anderer Stelle in Mitte entstehen.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Bochum-Mitte.   Im Dreieck Kreuz-/Neu-/Brüderstraße sollen ein Bürogebäude und ein Ärztehaus entstehen. Der Spielplatz an der Neustraße soll weichen.

Es hat schon mehrere Versuche gegeben, die schier unübersichtliche Situation des abbruchreifen Gebäudeensembles auf einem städtischen Grundstück im Dreieck Kreuzstraße/Neustraße/Brüderstraße zu verändern und dort neu zu bauen. Nun liegt erneut ein vielversprechender Vorschlag auf dem Tisch. Unweit des Bermuda-Dreiecks will eine Bochumer Kanzlei insgesamt drei Gebäude mit weit mehr als 3000 Quadratmeter Gesamtfläche errichten.

Grünfläche im Blockinnenraum

Dazu soll an der Kreuzstraße in einer Baulücke ein mehrgeschossiges Bürogebäude mit 1000 Quadratmeter Gesamtfläche entstehen. Dahinter ist eine langgezogene, zweigeschossige Gebäudespanne mit überwiegend barrierefreiem Wohnraum geplant. 3680 Quadratmeter groß ist das gesamte, nahezu rundum von bebauten Grundstücken umsäumte Areal in bester Lage unweit von Bahnhof, Innenstadt und Bermuda-Dreieck. Die derzeit noch auf dem Grundstück stehenden ehemaligen Lager- und Büroräume sollen abgerissen werden und so auch Platz für eine Grünfläche in dem Blockinnenraum entstehen.

Aus Sicht von Verwaltung und Wirtschaftsförderung ist das Projekt indes erst dann rund, wenn auch ein hinter dem betreffenden Areal gelegener, 1470 Quadratmeter großer Spielplatz an der Neustraße in die Planungen mit einbezogen wird. Von einem „städtebaulichen Impuls“ war im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie die Rede. Vertretbar ist diese Veränderung aus Sicht der Verwaltung deshalb, weil der betreffende Spielplatz nahezu ungenutzt ist.

Spielplatz nur wenig besucht

Tatsächlich wird er nach WAZ-Erkenntnissen auch zu unterschiedlichen Tageszeiten nur selten von Kindern und eher gelegentlich von Jugendlichen besucht. In Absprache mit dem Investor könnte dort stattdessen ein Ärztehaus mit einer Gesamtfläche von 2000 Quadratmetern entstehen.

„Im Prinzip geht das“, lautete der Tenor im Ausschuss. Allerdings legten SPD und Grüne in einem Änderungsantrag Wert darauf, dass festgelegt wird, dass die entfallene Spielfläche und der dortige Treffpunkt für Jugendliche ersetzt werden müssen. Und: „Die Ersatzfläche kann an anderer Stelle ausgewiesen werden und ist durch den Investor zu finanzieren.“ Das sollte sich als mehrheitsfähiger Vorschlag erweisen. Die Ersatzmaßnahmen sollen aus dem Kaufpreis finanziert werden. Möglich sei, am in der Nähe gelegenen Riff einen Treffpunkt für Jugendliche zu errichten. Nach der Vorstellung der Verwaltung könnte der Verlust des Spielplatzes durch eine Erweiterung des hinter dem Rathaus gelegenen Spielplatzes im Appolonia-Pfaus-Park kompensiert werden.

Kommentare (2) Leserkommentare (2)

  • Baumliebhaber23.09.2015 18:08 Kanzlei plant große Bauinvestition So wird das letzte städtische Grün zubetoniert., Jede noch so kleinste Lücke wollen sogenannte Investoren zubetonieren. Irgendwas reinstopfen. Und die Stadt macht munter mit und sagt zu allen Ja und Amen und wer weiss was für Briefumschläge mit Füllung doch den Besitzer wechselt und wenn nur das Haus eines Verantwortlichen neu verputzt oder das Bad neu gemacht wird. Irgendwas fällt denen schon ein.
    Und deswegen ist Bochum auch leider so schäbig geworden und Austauschbarer Architektur. Kennste einen Bau kennste alle.
    Weniger anzeigen Antworten Melden
  • FM85018.09.2015 14:20 Kanzlei plant große Bauinvestition Gibts eigentlich nicht ausreichend leerstehende Gewerbeimmobilien, das der letzte Grashalm in der Innenstadt ausgerissen werden muss ? Investor,…. tse !


Hallo an alle Bäume rettenden Klimaschützer,



wir vom Bochumer Klimaschutzbündnis wollen morgen (Di., 15.12.20) mit einer spontanen Aktion versuchen die Bäume auf dem ehemaligen Spielplatz an der Neustraße in der Innenstadt (s Anhänge via Link bzw. unten eingebunden :

http://media.boklima.de/nextc/index.php/s/ryeGQ3yrYXPTTWm

)
zu retten. Es sind 12 Bäume, welche für die Kühlung der Umgebung wichtig sind um die Hitzeinsel wenigstens etwas abzumildern.

Stefan und ich werden morgen 12 laminierte Plakate fertigstellen und suchen Leute die helfen diese pressewirksam ab mittags aufzuhängen.

?? Wer will mit welchem Zeitfenster bei der Aktion helfen?

!! Bitte dringend bei Ingo melden (bitte mit Handynummer)  !!
Ich melde mich dann per Handy kurzfristig zur koordinierung.

Wer könnte professionelle Fotos anfertigen?

Viele Grüße
Ingo & Boklima …


Weitere Infos zu Aktionen etc im Internen Bereich (nach Anmeldung) :
a) im Forum : hier
b) im internen Beitrag : hier


Anhänge:

WAZ Bochum : Klimaschutzbündnis wirft der Stadt “Versagen” vor

(WAZ , 13.12.20 , Original : hier )

Umwelt 13.12.2020, 15:21

Der Stadtpark in Bochum. Eine Klima-Oase von großer Beliebtheit.
Der Stadtpark in Bochum. Eine Klima-Oase von großer Beliebtheit. Foto: Hans Blossey

Bochum.  Das „Bochumer Klimaschutzbündnis“ wirft der Stadt „weitestgehend Versagen“ beim Klimaschutz vor. Es gehe nur „im Schneckentempo“ voran.

Mit scharfen Worten kritisiert das „Bochumer Klimaschutzbündnis“ die aktive Klimapolitik der Stadt Bochum. Zum 5. Jahrestag des Pariser Klimaschutzabkommens schrieb das Bündnis „BoKlima“ einen offenen Brief an Politik, Verwaltung, Wirtschaft „und an uns, Bochums Bürger“. In dem Abkommen haben fast 190 Staaten der Welt unter anderem beschlossen, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf deutlich unter zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen.

Klimabündnis: In Bochum gehe der Klimaschutz nur „im Schneckentempo“ voran

In Bochum gehe es „allenfalls im Schneckentempo voran“, heißt es in dem Brief. Der Stadtrat habe vor 18 Monaten zwar den „Klimanotstand“ ausgerufen, jedoch würden bis heute „die permanent zu treffenden Entscheidungen nur sehr unzureichend auf Ihre klimatischen Auswirkungen geprüft“. Die Überprüfung des Wohnbaulandkonzepts würde vor sich hergeschoben. Die Ostpark-Bebauung in Altenbochum und Havkenscheid werde als europaweites Klimaschutzvorzeigeprojekt beworben, bleibe aber weit hinter schon lange vorhandenen Möglichkeiten zu Energiegewinnsiedlungen zurück.

Weiter beklagt „BoKlima“: „An Gebäuden, die heute errichtet werden und deren CO2-Fußabdruck weit in die Zukunft fest geschrieben wird, müsste alles Menschenmögliche umgesetzt werden, anstatt nur wenige Schritte in die richtige Richtung zu gehen.“ An der Neustraße in der Innenstadt sollen für die Baumaßnahmen eines Investors ein weiteres Dutzend alter Bäume fallen. Ausgleichspflanzungen in der Peripherie könnten das keinesfalls entschuldigen.

Bochum handle oft gegen wissenschaftlich begründete Empfehlungen

Steuergeld werde für Gutachten über negative Folgen des Klimawandels verschwendet, ….

„Wir, das Bochumer Klimaschutzbündnis mit seinen Bündnispartnern und Arbeitsgruppen, werfen Politik, Stadtverwaltung und Wirtschaft weitestgehend Versagen beim Schutz zukünftiger Generationen und bereits jetzt lebender Menschen vor. Aber auch jeder einzelne Bürger, wir Mitglieder der verschiedenen Initiativen nehmen uns da nicht aus, ist extrem gefordert, seinen Lebensstil zu überdenken, zu ändern und an den planetaren Grenzen der Erde auszurichten.“

Bochumer Bündnis wurde 2019 gegründet

Das Bochumer Klimaschutzbündnis wurde im September 2019 vom Arbeitskreis Umweltschutz Bochum (AkU) ins Leben gerufen. Der AkU setzt sich seit 1986 für den Klimaschutz ein.

Terminankündigung: Am 16. Dezember findet um 18 Uhr die nächste Telefonkonferenz des Bochumer Klimaschutzbündnisses statt (https://boklima.de).

5. Jahrestag des Pariser Klimaschutzabkommens (7. KNB) ; Berichte

14.12.20 WAZ Bericht

7. KNB – (11.12.20) 5. Jahrestag des Pariser Klimaschutzabkommens

Ein offener Brief des Bochumer Klimaschutzbündnisses an

Politik, Verwaltung, Wirtschaft und
an uns selbst, Bochums Bürger*innen

5 Jahre Pariser Klimaschutzabkommen…

und in Bochum geht’s allenfalls im Schneckentempo voran

Vor genau fünf Jahren, am 12.12.2015, haben alle 195 Staaten der Welt das Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart. Damit wurde beschlossen, dass die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C, möglichst auf 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau begrenzt werden soll.

Was müsste dafür geschehen?

Die Klimaforscher haben herausgefunden: Um überhaupt eine Chance zu haben, die 1,5-Grad Grenze einzuhalten, darf die Menschheit insgesamt nur noch 600 Gt (Gigatonnen=Milliarden Tonnen) CO2 ausstoßen.

Was heißt das für den Beitrag Deutschlands?

Die Klimaforscher haben errechnet, dass in unserem Gemeinwesen CO2-Minderungen von mindestens -60 Prozent bis 2025 und mindestens -85 Prozent bis 2030 gegenüber 1990 notwendig sind. Das bedeutet, dass zu Beginn des CO2-Minderungswegs die Absenkung überdurchschnittlich sein muss. Eine gleichmäßige Absenkung bis 2035 genügt nicht!

Und was geschieht in Bochum?

Zwar hat der Stadtrat vor 18 Monaten den Klimanotstand ausgerufen, jedoch werden bis heute die regelmäßig zu treffenden Entscheidungen nur sehr unzureichend auf Ihre klimatischen Auswirkungen geprüft. Die Überprüfung des Wohnbaulandkonzepts wird vor sich hergeschoben, erst in zwei Jahren soll es auf den Prüfstand. Die Ostparkbebauung in Altenbochum und Havkenscheid wird als europaweites Klimaschutzvorzeigeprojekt beworben, bleibt aber weit hinter schon lange vorhandenen Möglichkeiten zur Errichtung von Energiegewinnsiedlungen zurück. An Gebäuden, die heute errichtet werden und deren CO2-Fußabdruck weit in die Zukunft fest geschrieben wird, müsste aber alles menschenmögliche umgesetzt werden, anstatt nur wenige Schritte in die richtige Richtung zu gehen. An der Neustraße in der Bochumer Innenstadt sollen für die Baumaßnahmen eines Investors ein weiteres Dutzend alter Bäume fallen. Ausgleichspflanzungen in der Peripherie können das keinesfalls entschuldigen. Steuergeld wird für Gutachten über negative Folgen des Klimawandels verschwendet, anstatt es direkt für sinnvolle Maßnahmen zu investieren. Es wird unverständlicher Weise häufig gegen die wissenschaftlich begründeten Empfehlungen gehandelt.

Wir, das Bochumer Klimaschutzbündnis mit seinen Bündnispartnern und Arbeitsgruppen, werfen Politik, Stadtverwaltung und Wirtschaft weitestgehend Versagen beim Schutz zukünftiger Generationen und bereits jetzt lebender Menschen vor. Aber auch jeder einzelne Bürger, wir Mitglieder der verschiedenen Initiativen nehmen uns da nicht aus, ist extrem gefordert seinen Lebensstil zu überdenken, zu ändern und an den planetaren Grenzen der Erde auszurichten. Handlungsvorschläge hierzu gibt es unter https://klimaneutral.berlin/tipps/.

Das Bochumer Klimaschutzbündnis wurde im September 2019.vom Arbeitskreis Umweltschutz Bochum (AkU) ins Leben gerufen. Der AkU setzt sich seit 1986 für den Klimaschutz ein.

Terminankündigung: am 16.12.20 findet um 18 Uhr die nächste Telefonkonferenz des Bochumer Klimaschutzbündnisses statt (https://boklima.de/).

Bochum, den 11. Dezember 2020


Gez.: Ihre Bürger*innen des Bochumer Klimaschutzbündnisses
c/o Dr. I. Franke (Sprecher von BoKlima)
AkU e.V., Alsenstraße 27, 44789 Bochum

Mailkontakt: boklima@boklima.de

Homepage: www.BoKlima.de

Kopien: Presseverteiler

Klimawende – Einwohnerantrag in Bochum

Klimawende – Newsletter 01/2020

Wir starten einen Einwohnerantrag in Bochum

Seit der Auftaktveranstaltung am 26. Februar in der GLS Bank ist viel passiert. Und wir haben unseren Aufruf, die Klimawende von unten mitzugestalten, ernst gemeint und die Zeit zu Hause genutzt.

Viele Videokonferenzen, Recherchen und Diskussionen später haben wir unser Thema gefunden. Wir wollen 100 % Ökostrom bei den Stadtwerken Bochum bis 2025.

2017 stieß die Stadt Bochum insgesamt ca. 2 Mio. Tonnen Treibhausgase aus, wobei die Reduktion der Emissionen seit 2014 annähernd stagniert1 und auch die Ausrufung des Klimanotstands am 06.06.2019 hat daran nicht viel geändert.

Die Stadtwerke Bochum, die zu über 50% der Stadt Bochum gehören, liefern, wenn die EEG-Umlage nicht eingerechnet ist, aktuell Strom, dessen Gesamtmix nur zu etwa 38 % aus erneuerbaren Quellen stammt2. Wir denken, dass Bochum hier eine Vorreiterrolle einnehmen und die Stadtwerke anweisen sollte, diesen Anteil auf 100% auszubauen.

Deshalb haben wir letzte Woche einen Einwohnerantrag zur Vorprüfung bei der Stadt eingereicht. Nach Gesprächen mit den Parteien Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen sowie dem Erscheinen des Koalitionsvertrags letzterer mit der SPD haben wir uns entschlossen mit dem Bürgerbegehren noch zu warten und stattdessen einen kleineren Schritt zu machen. Der Koalitionsvertrag3 von SPD und Grünen für Bochum sieht vor, dass die Stadtwerke den Anteil erneuerbaren Stroms bis 2022 auf 75% erhöht. Da die Politik das Thema Ökostrom schon selbst ins Programm aufgenommen hat, sind wir sicher mit unserem Vorhaben erfolgreich zu sein. Mit unserem Einwohnerantrag wollen wir deshalb die Stadt dazu bringen, das Thema so schnell wie möglich zu behandeln und nicht nur als Papiertiger in den Schubladen der Demokratie enden zu lassen. Wir wollen, dass die Koalition ihre Wahlversprechen ernst nimmt und gehen sogar noch einen Schritt weiter und fordern ganze 100 % Ökostrom für Bochum.

Ein Einwohnerantrag bewirkt, dass sich der Stadtrat innerhalb von vier Monaten mit dem Thema befassen muss. Im Gegensatz zum Bürgerbegehren gibt es jedoch ein paar andere Regeln. Für einen Einwohnerantrag brauchen wir 8.000 Unterschriften von Menschen, die seit mindestens 3 Monaten in Bochum ihren Erstwohnsitz haben und mindestens 14 Jahre alt sind. Für ein Bürgerbegehren wären 12.000 Unterschriften von Einwohner*innen ab 16 Jahren nötig.

Spoiler-Alarm: Schaut doch gern mal auf unserer Homepage vorbei. Bald findet ihr dort noch mehr Fakten zu dem Thema: www.klimawende-bochum.de. Spoiler Nummer zwei: Der Einwohnerantrag soll natürlich nicht unser einziges Vorhaben bleiben. Hinter den Kulissen wird schon ein Bürgerbegehren zur Wärmeversorgung geplant.

Du findest uns gut? Dann folge und like uns auch gern in den sozialen Medien.

Wir können jeden Like und Retweet und Unterstützung gebrauchen. Ab März 2021 wollen wir, nach hoffentlich erfolgreicher Vorprüfung, mit der Sammlung der Unterschriften beginnen. Jeder Mensch ist herzlich willkommen mitzumachen, ob als Einzelperson oder als Sammelstelle.

Meldet euch bei uns!

Wir wünschen euch eine schöne Adventszeit.

Kontakt : www.klimawende-bochum.de , info@klimawende-bochum.de

  1. Antwort der Verwaltung, https://session.bochum.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=7074132
  2. Eigene Berechnungen nach Angaben der Stadtwerke Bochum. https://www.stadtwerke-bochum.de/privatkunden/produkte/strom-erdgas/strommix
  3. https://gruene-bochum.de/wp-content/uploads/sites/29/2020/10/Entwurf_Koalitionsvertrag_29.10.2020.pdf (abgerufen am 22.11.2020)

Niederschrift des Naturschutzbeirates vom 26.11.2020 — Altbaumschutz in Bochum

5. Anregungen und Empfehlungen

5.1Altbaumschutz in Bochum
Vorlage: 20202512

Herr Dr. Ludescher trägt die Gründe für seine Anregung vor.

Der Anregung wird durch den Naturschutzbeirat gefolgt.

Abstimmungsergebnis:
Einstimmig bei zwei Enthaltungen nach Beschlussvorschlag

5.2Ökologische Standards bei Bauleitplanung/Bebauungsplanung
Vorlage: 20202513

Die Anregung wird vom Naturschutzbeirat begrüßt und um einen Punkt ergänzt, so dass folgende Anregung beschlossen wird:

  • 1. Reduzierung der geplanten Baueinheiten auf ein Minimum
  • 2. Nachvollziehbare und ausführliche Darlegung der Berücksichtigung desKlimaschutzes, vor allem eindeutiger Bezug auf lokale Klimaparameter wieKaltluftschneisen und lokale Hitzeinseln
  • 3. Nutzung der Dachflächen und der Wände für Begrünung oder Solarenergie
  • 4. Versickerung der Niederschläge möglichst auf dem Gelände
  • 5. Wiesen statt Rasen auf den Außenanlagen, Näheres hierzu in einem Flyer
  • 6. Heimischen Arten ist bei der Anpflanzung von Gehölzen der Vorrang zu geben
  • 7. Mit Bauherren und Investoren ist ein städtebaulicher Vertrag mit der Vereinbarung, Gebäude im Energiegewinnmodus zu bauen, abzuschließen

Abstimmungsergebnis:Einstimmig bei zwei Enthaltungen nach Beschlussvorschlag5.3Erweiterung des Wildblumenprogrammes

Vorlage: 20202514

Die Anregung wird ergänzt wie folgt beschlossen:

( Original im RIS : hier )

( Info von Brigitte )

Online Umfrage Bochum zu SmartCity

Ziel ist es, die Lebensqualität in der Stadt für alle Menschen mithilfe digitaler Möglichkeiten zu verbessern. Dieser Ansatz wird international als „Smart City“ verstanden; die Stadt Bochum erarbeitet dazu gerade gemeinsam mit den städtischen Gesellschaften ein umfassendes und zukunftsorientiertes Konzept. …

Wir haben eine Reihe von Themen identifiziert, in denen wir als Stadt für alle Akteure unserer Stadtgesellschaft Mehrwerte durch den klugen Einsatz digitaler Technologien schaffen können – unter anderem für eine zukunftsorientierte Mobilität, mehr Klimaschutz, mehr Bürgerservice und eine generelle Vereinfachung des täglichen Lebens in Bochum.

Dabei ist uns Ihre Meinung als Bochumerinnen und Bochumer sehr wichtig. Priorisieren Sie mit uns – stimmen Sie ab, was Ihnen für ein noch lebenswerteres Bochum wichtig ist: …

Zur Umfrage : hier


( Info von Brigitte )

Impressionen Anti-Querdenken – 21.11.20

Die besten und meisten Impressionen finden sich bei bo-alternativ.de , hier und hier ein Bericht.

Einige wenige nur mit Handy noch hier (von BG und TB) :


Weitere Berichte meistens von der QuerdenkerDemo :

  • https://www.derwesten.de/region/nrw-corona-covid-19-querdenken-demo-koeln-aachen-dortmund-essen-duisburg-bochum-muenster-armin-laschet-intensivstationen-id230948012.html
    ( ab : 21. November 2020, 21.17 Uhr: Zahlreiche Anzeigen bei Corona-Demo in Bochum ; 15.34 Uhr: 300 „Querdenker“ bei Demo in Bochum ; )
  • https://www.waz.de/staedte/bochum/bochum-kundgebung-der-querdenker-soll-am-mittag-beginnen-id230964796.html
    ( … Mehr als 300 Gegendemonstranten ; Mehr als 300 Gegendemonstranten postierten sich 150 Meter entfernt am Gersteinring. Der DGB, die Grünen und weitere Verbände und Gruppen hatten zu dem Protest aufgerufen. „Kritik an Maßnahmen? Ja!!! Mit Nazis und AfD? Nein!!!“, stand auf einem ihrer zahlreichen Transparente. Schwarz gekleidete Mitglieder der Antifa rückten näher an die Bühne heran und skandierten: „Nazis raus!“ Es blieb bei verbalen Attacken … )

Verkehrskonzept Wattenscheid

Wattenscheid bewegt sich: ein Verkehrskonzept für den Stadtteil

Im Bochumer Stadtteil Wattenscheid ist einiges im Umbruch. Verschiedene verkehrliche Themenbereiche werden in den nächsten eineinhalb Jahren im Rahmen eines Verkehrskonzeptes untersucht, das die Stadt Bochum in Auftrag gegeben hat. Das Konzept beinhaltet unter anderem eine Untersuchung der verkehrlichen und lärmtechnischen Auswirkungen der Planungsvarianten zur möglichen Umgestaltung des August-Bebel-Platzes und die Entwicklungen verkehrlicher Maßnahmen für die Berliner Straße. Auch der Bereich rund um den Bahnhof und das Stadtteilzentrum stehen im Fokus der Bearbeitung.
Das Konzept befasst sich mit einer Vielzahl verkehrlicher Fragestellungen

  • zur Neuordnung des Parkraums,
  • zur Radverkehrsführung an verkehrswichtigen Straßen und in den Quartieren
  • und zur Verkehrslenkung des Kfz- und Wirtschaftsverkehrs im Innenstadtbereich.

Falschparkende im Stadtteilzentrum und Autos in der Fußgängerzone

Hierbei sollen auch bekannte Problemstellungen angegangen werden, wie der hohe Parkdruck in den Wohnquartieren, zugeparkte Gehwege und Falschparkende in der Innenstadt. Ein Gesamtkonzept für die Neuordnung des Parkraums soll her, inklusive Überlegungen zur Bewirtschaftung und/oder einem Bewohnerparkkonzept.
Ebenso sollen Maßnahmen entwickelt werden für den Umgang mit Autos und Lieferverkehren, die auch in Sperrzeiten regelwidrig die Fußgängerzone befahren. Auch die Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes steht auf der Agenda.

Integrierter Stadterneuerungsprozess

Das Konzept ist die konsequente Fortführung eines Weges, den die Stadt Bochum seit 2015/16 beschreitet – mit der Ausweisung des Stadterneuerungsgebietes „Soziale Stadt Wattenscheid“ und dem damit zusammenhängenden integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK). In diesem Sinne sind die Wattenscheider Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich bei der Erstellung des Verkehrskonzeptes auf unterschiedlichen Wegen zu beteiligen und sich mit dem Thema Verkehr in Wattenscheid zu beschäftigen.


( Original Site : hier )