Der AKU, BUND und NABU suchen Helfer, bitte hier melden und ruft auf: >>Amphibien
haben es in den letzten Jahren leider immer schwerer: Zu trockene Jahre lassen die Laichgewässer austrocknen, Krankheiten wie das Ranavirus oder die Salamanderpest können ganze Populationen auslöschen, der nicht weniger werdende Verkehr bedroht weiterhin die Tiere bei der Wanderung zu den Laichgewässern.
Um Fröschen, Kröten und Lurchen bei den Wanderungen– wortwörtlich – unter die Arme zu greifen, suchen wir noch Helfende, die uns im Frühjahr unterstützen, die Amphibien sicher über die Straßen zu tragen
Wir sagen: #Balkonsolar statt #Böller! Dies sollte / könnte auch für alle BochumerInnen eine Alternative sein. Wer Fragen hat , komme zu unseren Balkon-Solar Workshops (siehe hier) oder schreibe an balkonsolar.
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️statt Verbund-#Feuerwerk »Big Beast« lieber einen Kleinwechselrichter: hier
Schön bunt leuchtend, laut, mit beißendem Qualm und übrig bleibt viel Müll, das bringen Raketen und Böller mit sich, jedes Jahr in der Silvesternacht. Statt Ihre Gesundheit, Tiere und Natur zu belasten, ist es besser wenn Sie Silvester ohne teures Feuerwerk feiern und das gesparte Geld in eine Solaranlage investieren.
So sehr, wie manche Menschen den Jahreswechsel herbeisehen, so sehr fürchten sich Tiere vor der lauten Silvesternacht. Zwar sind die bunten Lichteffekte der Raketen wunderschön anzusehen, aber der Rauch und der Müll nach der Böllerei ist schädlich für Mensch und Natur. Für Tierfreunde stellt sich außerdem die Frage, ob sie ihren geliebten Haustieren und den Wildtieren diese Knallerei nicht lieber ersparen sollten, dem Tierwohl zu Liebe.
Silvestertradition mit Ach und Krach umweltschädlich und manchmal gefährlich
Die Freude am Silvesterfeuerwerk hat einen bitteren Beigeschmack. Lichtverschmutzung, Lärmbelastung, Luftverschmutzung, Müll und nicht zuletzt die Verletzungsgefahr.
Die grellen Lichtblitze irritieren und erschrecken Tiere, Zuhause und vor allem freilebende Wildtiere in bewohnten Gegenden und in der Natur. Jeder laute Knall und der Krach der verschiedenen Effekte versetzt die Wild- und Haustiere zum Teil so sehr in Panik, dass sie ihr Leben lassen. Vor allem Wildvögel fliegen in der Dunkelheit in Angst gegen Hindernisse, wobei sie sich schwer verletzen oder sterben können. Manche, der so wichtigen Vögel, verschwinden nach der Silvesterknallerei für immer von den Plätzen, wo sie einst sicher nisten und schlafen konnten. Auch Rehwild kann sich in Panik in der Nacht gefährlich verletzen. Der Stress kostet die Wildtiere auch viel Energie, die sie in der anstrengenden Winterzeit dringend zum Überleben brauchen.
Deshalb setzt sich Fressnapf Schweiz zum Haus- und Wildtierschutz für ein stressfreies Silvester für Haustiere und wildlebende Tiere ein.
Beim Abbrennen der Feuerwerkskörper entsteht außerdem schädlicher Rauch. Der Qualm reizt die Atemwege von Mensch und Tier und der Feinstaub belastet die Umwelt. Passt man mal nicht auf oder gibt es Probleme mit der Qualität der Feuerwerkskörper, kann das schwere Verletzungen zur Folge haben oder Brände verursachen. Das ist auch ein Grund, weshalb Schweizer Städte und Gemeinden immer verbreiteter öffentliche Feuerwerke absagen und die Menschen bitten, keine Feuerwerkskörper zu nutzen, um die Krankenhäuser in der aktuellen Coronalage zu entlasten.
Ist der Silvesterspaß vorbei, bleibt außerdem eine Menge Abfall und Plastikmüll zurück. Da Raketen, Knaller oder Konfettikanonen teils in reichlich Entfernung explodieren, verteilen sich deren Überreste so weit, dass die Plastikteile und andere Bestandteile unmöglich vollständig aufgesammelt und umweltfreundlich entsorgt werden können.
Natürlich freut sich jedes Kinderherz über die Raketenpracht und sie zaubert einfach eine einmalige Atmosphäre zum Jahreswechsel, doch die Nachteile sind nun mal nicht zu beschönigen. Und ganz billig ist der Knaller-Spaß an Silvester auch nicht.
Clever investiert, können Sie sich im neuen Jahr mit dem gesparten Geld von den Silvesterknallern den Traum einer eigenen Photovoltaikanlage erfüllen. Eine Solaranlage versorgt einige Ihrer Geräte Zuhause oder liefert Strom für die gesamte Hauselektronik inklusive Elektroauto oder E-Bike. So schaffen Sie sich auf klimafreundliche Art ein Stück Unabhängigkeit.
Sparen Sie sich die teuren Knallkörper für die Silvesternacht und gönnen Sie sich im neuen Jahr besser eine Solaranlage. Photovoltaik gibt es bei uns im platzsparenden Set als Solarstrom für Ihren Balkon oder zur leistungsstarken Solarstromerzeugung für Ihr Dach.
Seit nunmehr über zwei Jahren steht die Mahnwache Essen an jedem Donnerstag vor der RWE Hauptverwaltung in Essen. Nun jährt sich der Tag der Zerstörung von Lützerath und wir wollen mehr und lauter werden.
Wir sagen RWE, dass sie zwar Kohle scheffeln, ganze Dörfer vernichten und ihren Gewinn auf unser aller Kosten maximieren können, aber die Idee von Lützi wird weiter leben! Also kommt alle am 11.1.2024 ab 16:00 Uhr nach Essen, um ihnen zu zeigen, dass ein “Weiter so” nicht möglich ist.– Diese Nachricht wurde von meinem Android-Gerät mit K-9 Mail gesendet.
Zur Entwicklung von Zielen und Maßnahmen für eine global nachhaltige Kommune (GNK) Bochum haben sich Menschen in einem Beteiligungsprozess zusammen gefunden. Menschen aus Politik, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft bildeten eine sogenannte Steuerungsgruppe. Hier ist die Geschichte dazu
Bericht über den Prozess und das Ende. Wie geht es weiter ?
Was noch fehlt: im Gesamttext der Hinweis auf die fehlende Experteneinführung zum Start der Bürgerbeteiligung (Bürgerrat). So ist das Problem Wirtschaftswachstum überhaupt nicht behandelt worden, obwohl dies der Auslöser für die Erstellung des Brundland-Berichts – und damit der Beschreibung von Zukunftsfähigkeit – war. Die Beschlüsse der 1. UN-Umweltkonferenz von 1972 in Stockholm wurden damit umgeworfen. Das Fazit dieser Konferenz war: Damit die armen Länder Umweltschutzmaßnahmen umsetzen können müssen sie sich erst wirtschaftlich entwickeln. Hinterher bemerkte man dass diese wirtschaftliche Entwicklung (wie in der westlichen Welt) zu mehr Umweltzerstörung führt. Die UN erteilte den Auftrag nach einer Lösung zu suchen. Ergebnis: der Brundtland-Bericht.
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Starterpaket zur Umsetzung von Nachhaltikeitszielen der Stadt Bochum : hier
Am 15.11.23 gab es einen sehr interessanten Vortrag von Ellen Matthies zum Thema “Transformation zur Nachhaltigkeit”. Über 30 interessierte Besucher*Innen lauschten und diskutierten heftig mit.
Aufruf : * wer erinnert sich an wichtige Punkte … * Was waren neue Erkenntnisse für euch? * Wie können wir unsere Arbeit verbessern? * Welche Vorschläge sind besonders wichtig? * ……………………………………..?
Ein KI – Tool aus Holland hilft — zumindest für einige visuelle Eindrücke
Wie können wir Szenarien ökologischer Stadtumgestaltung visuell vermitteln.
Mit https://dutchcyclinglifestyle.com/de könnt ihr einfach eure Straße eingeben, und eine Künstliche Intelligenz KI gestaltet sie „holländisch“ um. (Hinweis : jeder Aufruf generiert eine neue , andere Vision 🙂 🙂 )
Ein sehr interessanter, diskussionsreicher Workshop mit vielen Fragen und Anregungen — im Rahmen der Labortage bei ‘das Lobor‘ . Insbes. eine Reihe von Teilnehmern — gute 25 — nicht nur aus Bochum .
Danke für die Gute Betreueung.
Bilder wurden von ‘das labor’ zur Verfügung gestellt — Danke . Es folgt demnächst auch noch ein Video.
Prof. Dr. Ellen Matthies lehrt an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Umweltpsychologie. Sie war von Mai 2013 bis Oktober 2020 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderung (WBGU) Sie hat an der RUB Umweltpsychologie studiert.
Ellen Matthies hat zahlreiche Forschungsprojekte geleitet, die den Bereichen der angewandten Sozialpsychologie und der Umweltpsychologie zugehörig sind. Die Finanzierung erfolgte zumeist durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), aber auch durch den Norwegischen Forschungsrat und das Deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung. In den Projekten wurde unter anderem die Rolle von persönlichen und sozialen Normen bei der Ressourcennutzung, die Bedeutung von Gewohnheiten bei Verhaltensänderungen und die Entwicklung und Evaluation von Interventionen zur Förderung umweltverträglichen Verhaltens untersucht.
Ellen Matthies’ Forschungsergebnisse sind in diversen internationalen psychologischen und interdisziplinären Fachzeitschriften veröffentlicht worden (z.B. im Journal of Environmental Psychology, Applied Psychology, An international Review, Environment and Behavior).
Seit Februar 2022 ist Ellen Matthies Sprecherin der “Fachgruppe Umweltpsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie”. Zuvor war sie bereit von 2003 bis 2009 Mitglied der Sprecher*innengruppe.
Ellen Matthies ist Mitbegründerin der Zeitschrift Umweltpsychologie.
Von Mai 2013 bis Oktober 2020 war Ellen Matthies Mitglied im Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU).
Kastner, K., & Matthies, E. (2023). On the importance of solidarity for transforming social systems towards sustainability. Journal of Environmental Psychology, 102067. https://doi.org/10.1016/j.jenvp.2023.102067
Blöbaum, A., Engel, L., Beer, K., Böcher, M. & Matthies, E. (2023): Nature Conservation versus Climate Protection: A Basic Conflict of Goals Regarding the Acceptance of Climate Protection Measures? Frontiers in Psychology, 14, 1114677. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2023.1114677
Kastner, K., Schmidt, K. & Matthies, M. (2022) Ernährungsstile und Nachhaltigkeit – eine psychologische Perspektive. Einführung in das Schwerpunktthema. Umweltpsychologie, 25(2), 3-11.
Matthies, E., Holzen, V., Schmidt, K., Wallis, H. & Sieverding, T. (2022). Die Coronakrise als “Gamechanger” für die Transformation zur Nachhaltigkeit. In C. Soetbeerg & M. G. Ophoff (Hrsg.): Corona und Nachhaltigkeit. Lernen aus der Krise für eine nachhaltige Entwicklung.DBU-Umweltkommunikation / Band 16 (S.87-94). Oekom.
Eine erstmalige Verwendung der Bezeichnung „Nachhaltigkeit“ in deutscher Sprache im Sinne eines langfristig angelegten verantwortungsbewussten Umgangs mit einer Ressource ist bei Hans Carl von Carlowitz 1713 in seinem Werk Silvicultura oeconomica nachgewiesen.[7] Carlowitz fragte, „wie eine sothane [solche] Conservation und Anbau des Holzes anzustellen / daß es eine continuirliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe / weiln es eine unentbehrliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse [Sein] nicht bleiben mag“.[8][9]
Aktuelle Konzepte der Nachhaltigkeit
Nachhaltige Entwicklung beachtet ökologische, ökonomische und soziale Aspekte.
Die 1983 von den Vereinten Nationen eingesetzte Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Kommission) beeinflusste die internationale Debatte über Entwicklungs- und Umweltpolitik maßgeblich,[35] ohne jedoch auf den Ursprung in der deutschen forstwirtschaftlichen Debatte Bezug zu nehmen.[36] Die Kommission unter dem Vorsitz der ehemaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland hatte den Auftrag, langfristige Perspektiven für eine Entwicklungspolitik aufzuzeigen, die zugleich umweltschonend ist. In ihrem auch als Brundtland-Bericht bekannt gewordenen Abschlussdokument Unsere gemeinsame Zukunft aus dem Jahre 1987 ist das von diesem Leitgedanken inspirierte Konzept der nachhaltigen Entwicklung definiert.
Kluft zwischen Problembewusstsein und individuellem Verhalten
Interview mit Prof. Dr. Ellen Matthies
Wie lassen sich Handeln und eigener Lebensstil so ausrichten, dass künftige Generationen und Menschen in anderen Teilen der Welt nicht benachteiligt werden? Eine zentrale Frage unseres Zusammenlebens, der die Umweltpsychologin Prof. Dr. Ellen Matthies nachspürt. Im Rahmen Anlässlich ihres Vortrages zur 15. Helmholtz Environmental Lecture am UFZ sprach sie mit der Umwelt-Perspektiven-Redaktion über individuelle Verhaltensmuster, die Rolle von Normen beim Konsum und der Ressourcennutzung und sowie Strategien, die umweltverträgliches Verhalten zu fördern.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – steht er sich und seiner Entwicklung nicht gerade deshalb schon immer in seiner Geschichte im Wege?
Ellen Matthies: Auf eine bestimmte Art stimmt das: Menschen sind kognitive Geizkrägen, wie wir Psychologen sagen. Das heißt, sie ersparen sich gern den Aufwand, über etwas tiefgründig nachzudenken und zu entscheiden. Menschen handeln nach Routinen – so, wie sie es schon immer gemacht haben. Sie haben auch eine ausgeprägte Verlust-Aversion. Das heißt: Was sie potenziell verlieren könnten, ist ihnen sehr viel wichtiger als das, was sie potenziell gewinnen könnten. Insofern haben es Menschen schwer, sich zu verändern. Aber wir haben ja auch über Jahrhunderte gelernt, genau damit umzugehen. Wir können das überwinden über die entsprechenden Institutionen, die wir geschaffen haben, leben ja in einer Zivilisation. Es stimmt also einerseits, aber es sollte andererseits Menschen nicht daran hindern, ihre Probleme zu bewältigen.
Umweltpsychologie ist eine Disziplin, die sich mit dem Denken, Fühlen und Handeln von Menschen in ihrer Umwelt und mit der Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt beschäftigt. Zwei Fragen sind in der Umweltpsychologie zentral: Wie beeinflusst die Umwelt uns Menschen? Und: Wie beeinflussen wir Menschen die Umwelt?
Psychologie im Umweltschutz – Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns
Karen Hamann, Anna Baumann & Daniel Löschinger
Ob wir uns vegetarisch ernähren, Fahrrad fahren oder eine Solaranlage bauen: Fortwährend treffen wir Entscheidungen im Sinne der Umwelt – oder auch nicht. Was uns dabei leitet und motiviert, erforscht die Umweltpsychologie. Das Handbuch der Psychologie im Umweltschutz erklärt anhand eines psychologischen Modells, wie wir nachhaltiges Handeln besser verstehen und fördern können. Als erstes deutschsprachiges Werk fasst es den Wissensschatz der angewandten Umweltpsychologie wissenschaftlich fundiert und praxisnah zusammen.
Wichtige Themen wie Selbstwirksamkeit, soziale Normen und Emotionen erhalten dabei jeweils ein eigenes Kapitel. Leitfragen und alltagsnahe Beispiele ermöglichen eine direkte Anwendung im Umweltschutz. Das Handbuch richtet sich damit an alle, die ihre Umweltschutzprojekte und ihre Kommunikation wirksamer gestalten möchten – sei es im pädagogischen Bereich, beim urbanen Gärtnern, im Umweltaktivismus oder bei der Arbeit für Umweltorganisationen.
Der Bioladen “Hannes Bio und Genuss” in Bad Arolsen im tiefen Hessen-Land im Landkreis Waldeck-Frankenberk (bei Kassel) verkauft jetzt auch Balkonkraftwerke ( Balkon – PV -Anlagen) .
Eine tolle Sache — Wäre das nicht auch eine Anregung für die Bochumer / Ruhrgebiets Bioläden ?
Weitere Infos zur PV-Initiative von Boklima : hier
An alle Bochumer Bürger:innen, die sich für sich und Andere, oder auch für ihre Kinder und Enkel eine bewohnbare Erde wünschen
Aufruf des Bochumer Klimaschutzbündnisses anlässlich der weltweiten Aktionstage der internationalen Klimaschutz-Organisation 350.org am 3. und 4. November :
Kohle-, Öl- und Gasunternehmen fahren Milliardenprofite ein
Am 3. und 4. November werden die fossilen Energiekonzerte ihre nächsten Quartalsgewinne bekannt geben. Allein für das Jahr 2022 verzeichnete das Unternehmen BP (British Petroleum) einen Gewinn von 28 Milliarden Dollar – und damit mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2021. Auch die anderen Energieriesen wie Exxon Mobil oder Shell verzeichneten enorme Gewinne. Einer der Hauptgründe dafür war der immer noch andauernde russische Angriffskrieg auf die Ukraine.
Was passiert mit den Gewinnen
Schaubild 1: BP-Zentrale an der Wittener Straße as passiert mit den Gewinnen?
Während für die Verbraucher die Energie-kosten in die Höhe schießen, werden im Geschäft mit fossilen Brennstoffen also Milliardengewinne erzielt. Doch wie werden die Gelder eingesetzt? Obwohl im Jahr 2022 ein Rekord-Nettogewinn von 4,144 Billionen US-Dollar durch die Unternehmen der fossilen Energiewirt-schaft erzielt wurde, investierten sie in diesem Jahr nur 0,0019 % davon in Solar- und Windenergie. BP verwarf seine Pläne, die Öl- und Gasförderung bis zum Jahr 2030 um 40 % zu reduzieren und gibt als Ziel jetzt nur noch eine Reduktion um 25 % an. In einem System, das auf kurzfristig erzielbare und hohe Gewinne für Großaktionäre ausgelegt ist, wäre es absurd beim Übergang zu erneuerbaren Energien auf diese Unternehmen zu vertrauen.
Übergewinnsteuer wirkungslos
Im Dezember 2022 hatte die Europäische Union eine Übergewinnsteuer für Mineralölkon-zerne beschlossen. Demnach werden Gewinne, die 2022 und 2023 mindestens 20 % über dem Schnitt von 2018-2021 liegen mit einem Satz von 33 % besteuert. Über Sinn und Unsinn der Übergewinnsteuer wurde vielfach kontrovers diskutiert. Außerdem wurde inzwischen die Abschöpfung dieser sogenannten „Zufallsgewinne“ wieder eingestellt. Dabei konnte ohnehin lediglich ein Bruchteil der Gewinne tatsächlich abgeschöpft werden.
Handlungsbedarf: Umverteilung von Geldern
Man kann also schlussfolgern, dass diese Herangehensweise nicht die richtige war. Richtig war es jedoch zu erkennen, dass eine Umverteilung von Geldern dringend nötig ist. Aus diesem Grund hat die internationale Klimaschutz-Organisation 350.org auch aufgerufen, am 3. und 4. November unter dem Motto „Power Up“ gemeinsam zu protestieren. Die Regierungen sollen aufgefordert werden, sich die Gewinne von Kohle-, Öl- und Gasunter-nehmen zurück zu holen. Sei es durch Steuern, die Streichung aller Subventionen oder ein Ende der Investitionen in alte und neue Projekte zur Förderung fossiler Brennstoffe. Mit diesem Geld muss der Ausbau globaler und erneuerbarer Energielösungen voran getrieben werden. Diese Lösungen müssen gerecht sein und auf einer fairen Verteilung von Ressourcen in der Welt basieren.
Der Kauf einer Bambuszahnbürste ist zu wenig
Jede*r einzelne kann (und sollte) zwar für sich etwas fürs Klima tun, doch dabei muss man auch anerkennen, dass es immer Faktoren geben wird, die sich der direkten Entscheidungs-gewalt entziehen werden. Wir dürfen uns nicht in privaten Konsumentscheidungen verlieren und uns zurücklehnen, weil wir eine Bambuszahnbürste oder ein E-Auto gekauft haben. Die schlimmsten Folgen der Klimakatastrophe lassen sich nur mildern, wenn wir das Große im Blick behalten, uns informieren und den Übergang zu erneuerbaren Energien und Klima-gerechtigkeit demokratisch und gemeinsam einfordern.
Macht mit!
Das Bochumer Klimaschutzbündnis nimmt die weltweiten Aktionstage der internationalen Klimaschutz-Organisation 350.org am 3. und 4. November zum Anlass alle Bochumer:innen aufzurufen:
Kommt vorbei und bringt euch ein! Unser nächstes Treffen findet am Mittwoch, den 15. November ab 18 Uhr im Umweltzentrum Alsenstraße 27 statt. Lasst uns zusammen für eine lebenswerte Zukunft in Bochum und in der ganzen Welt eintreten!
Bochum, den 30. Oktober 2023
Gez.: Ihre Bürger*innen des Bochumer Klimaschutzbündnisses c/o Dr. I. Franke (Sprecher von BoKlima) AkU e.V., Alsenstraße 27, 44789 Bochum
Auf der ganzen Welt werden Menschen zusammenkommen, um eine globale Revolution für erneuerbare Energien anzutreiben. Entziehen wir den Kohle-, Öl- und Gasunternehmen das Geld und ihren politischen Einfluss, um es für eine saubere und gerechte Zukunft für alle einzusetzen!