An der Neustraße wird abgerissen

WAZ-Bericht und eigene Bilder zu den Arbeiten an der Neustr. :


Impressionen vom Abriss

In der Cloud : hier


Weitere Artikel

Neues zum ‘Haus des Wissens’

(15.05.21, WAZ)


Weitere Infos auf Boklima :

nicht erschienener Leserbrief : Klimapläne: Widerstand aus NRW!

An: meinungsforum@waz.de <meinungsforum@waz.de>
Gesendet: Donnerstag, 20. Mai 2021, 12:45:35 MESZ
Betreff: Fw: Klimapläne: Widerstand aus NRW!

Ein gutes Leben für Alle!

Wenn es um klimapolitische Maßnahmen geht, findet sich immer jemand, der/die dagegen ist, hier die NRW- Bau-und Kommunalministerin mit dem markigen Spruch: Politik gefährdet Wohlstand!

Da stellt sich die Frage, wessen Wohlstand, und woran wird dieser bemessen? Es geht hier wohl eher um monetäre Wohlstandseinbußen von einigen Wenigen, im Gegensatz zu Überlebensfragen, der gesamten Menschheit! Ja, es wird in der Klimapolitik nicht ohne Einschränkungen und Verluste gehen, aber mit welchem Ziel? Welche Möglichkeiten von Zusammenleben ergeben sich, wenn wir endlich das Hamsterrad der Wachtumslüge verlassen?
Es nicht mehr darum geht, ob es einen Klimawandel gibt, sondern wie wir den nachfolgenden Generationen einen lebenswertden Planeten hinterlassen!

Die Politik hat sich 30 Jahre nicht getraut Entscheidungen zu treffen, die eine lebenswerte Zukunft ins Auge faßt, aus Sorge vor der Wiederwahl. Die Natur ist unbezahlbar und sie steht uns bedingungslos zur Verfügung, aber d.h. nicht kostenlos! Deshalb werden Die mehr bezahlen müssen, die mehr haben, ob Menschen oder Länder!

Laßt uns mit dem kindischen Verhalten aufhören und die Augen zuhalten, ich war’s nicht! Und endlich die Verantwortung für unseren Lebenswandel übernehmen, und nicht die abstrafen, die Schritte wagen! Hier wäre auch ein Journalismus gefragt, der die Menschen aufklärt, wie sieht die Erde in 50 Jahren aus, wenn wir das 1,5°C Ziel unwahrscheinlicher Weise einhalten, auch dann sieht der Planet nämlich schon ganz anders aus als heute! Und die vielen Konzepte, die es gibt, um ein lebenswertes Leben für Alle zu gestalten!

Den Anfang könnte  z.B.ein Bericht machen, der auf der Kinderseite zu finden war, über einen einberufenen Bürgerrat zum Thema. Dieser hat leider keine entscheidenen Befugnisse, aber welche Aussicht, wenn notwendige politische Entscheidungen unabhängig von Lobbyismus und Wahlterminen zum Wohle der Bürger*innen getroffen werden würden!

Petra , Bochum

10. Klimanotstandsbrief veröffentlicht :

Offener Brief des Bochumer Klimaschutzbündnisses an die politisch Verantwortlichen

Wir protestieren:
das stadtökologisch wichtige Grundstück
zwischen Kreuz- und Neustraße darf nicht
rücksichtslos verscherbelt werden!

Hierin fordert das Klimaschutzbündnis (Boklima.de) den Verkauf des Geländes nicht unter rein wirtschaftlichen Aspekten abzuwickeln :

  • Keine Fläche darf allein „im Sinne der Wirtschaft“ entwickelt werden!
  • Die Innenstadt darf nicht weiter bloß „vermarktet“ werden!
  • Klimaschutz und Klimaanpassung müssen sofort und immer berücksichtigt werden!
  • Klimaanpassung darf sich nicht auf Modellvorhaben beschränken!
  • Schluss mit der Ausgrenzung der innerstädtischen Bevölkerung!

BoKlima fordert :
Umsetzung des Klimanotstandsbeschlusses, d.h. Bestgebotsverfahren mit ambitionierten Klimaschutz- und Klimaanpassungszielen für dieses Grundstück – jetzt!

Den 10. Klimanotstandsbrief im Wortlaut :

Klimawende – Newsletter 04/2021

Es gibt Grund zur Freude: Dem Schutz von Lebensgrundlagen und der Verantwortung für künftige Generationen wurde nun vor Gericht Vorrang eingeräumt. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 29.04.2021 gibt uns Aufschwung, denn auch wir stehen weiterhin für unser Ziel 100% erneuerbare Energien ein.

Deshalb wollen wir uns und unsere Forderungen noch mehr in den Blick der Öffentlichkeit bringen. Das tun wir konkret:

Diesen Freitag, den 14.05.2021 ab 17 Uhr vor dem Bergbaumuseum. Fridays for Future Bochum lädt ein zur Klimademo und da dürfen wir nicht fehlen. Mit einem kleinen mobilen Stand werden wir Unterschriften für unseren Einwohnerantrag sammeln. Natürlich unter Beachtung aller Corona-Hygiene-Auflagen. Wir freuen uns auf euch. Kommt vorbei, lernt uns kennen und fragt uns Löcher in den Bauch.

Außerdem laden wir euch herzlich ein, zu unserem Online-Abend mit Vorträgen und Diskussion zum Thema „Die Energiewende selbst in die Hand nehmen“. Dazu haben wir uns Gäste vom Umweltinstitut München sowie von den Scientist4Future Bochum eingeladen. Hier werden wir ins Detail gehen und uns die Potenziale in Bochum ganz genau anschauen. Wenn ihr wissen wollt, wie direkte Demokratie genau funktioniert und wie sie in Bochum wirken kann, dann kommt am 31.05.2021 um 19 Uhr online vorbei.

Link zur Veranstaltung: https://us02web.zoom.us/j/82482183111

Wir sammeln weiter fleißig Unterschriften! Ihr wollt uns dabei unterstützen?

Das geht auf vielfältige Weise:

  • Jede und jeder Einzelne kann Unterschriften sammeln. Einfach die Unterschriftenliste auf unserer Webseite runterladen, ausdrucken und los geht’s. Einfach euren Freunden, Bekannten und Verwandten unter die Nase halten. Alle Bochumer Bürger:innen, die älter als 14 Jahre sind dürfen unterschreiben. Ausgefüllte Listen können in allen Sammelstellen abgegeben werden oder direkt zu unserer Hauptstelle, dem Umweltzentrum in der Alsenstraße 27, 44789 Bochum geschickt werden.
  • Begleitet uns auf Demos oder Sammelaktionstagen
  • Du bist Ladenbesitzer:in, hast ein Café, Restaurant, Büro, Kioskbude, Limonadenstand, ein Vereinsheim oder einen Briefkasten? Dann kannst du Sammelstelle werden. Sammelstellen legen Unterschriftenbögen aus und dienen als Abgabeort für unterschriebene Listen. Die notwendigen Mittel dazu, stellen wir zur Verfügung.
  • Du willst richtig in die Hände spucken und aktiv mitmachen, zum Beispiel in einer Arbeitsgruppe? Dann komme zu einem online-Plenum oder schreibe uns eine Mail.

Egal wie viel ihr euch einbringen wollt, meldet euch bei uns unter

info@klimawende-bochum.de

Die Scientist for Future gehören schon zum Kreis unserer Unterstützer:innen und haben eine Stellungnahme zu unserem Einwohnerantrag geschrieben. Darüber freuen wir uns sehr. Die Stellungnahme findet ihr im Anhang.

Übrigens: Die Klimawende Bochum ist nun auch offiziell ein eingetragener Verein und freut sich immer über neue Mitglieder.

Kontakt

Webseite: www.klimawende-bochum.de  
Mail: info@klimawende-bochum.de


14.05.21 KlimaDemo-Bochum – Impressionen und Berichte

Hier einige Impressionen :

so war’s ….

Einige Rede-Beiträge als Video-Clip : hier

Berichte , Bilder und Reden auf bo-alternative :

Fridays for Future zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts:

„Inkompetenz trifft auf Klimaurteil trifft auf Inkompetenz“


Bericht von der Klimademonstration –
Dokumentation der Redebeiträge

Weitere Bilder von der Klima-Demo

Etwa 250 Teilnehmenden waren am gestrigen Freitag zur Klimademo von Fridays for Future gekommen. Schwerpunktforderung war „In 15 Jahre auf Null“. Gemeint ist das Ziel, in 15 Jahren Klimaneutralität zu erreichen. In der Begrüßungsrede wurde das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes als Erfolg gewertet. Die bisherigen Pläne, mit denen die Bundesregierung auf das Urteil reagieren will, wurden als völlig unzureichend kritisiert: „Inkompetenz trifft auf Klimaurteil trifft auf Inkompetenz“ Die Rede im Wortlaut.

Auf der Zwischenkundgebung auf dem Husemannplatz wurde die Rolle der der Banken, die weiter in großem Umfang in fossile Brennstoffe investieren, thematisiert: Eine*r der größten Akteur*innen in der Klimakrise ist der Finanzsektor. Die Rede im Wortlaut.

Die Commerzbank als eine der Akteur*innen wurde ganz konkret wegen ihrer Investitionen angegriffen: Die Commerzbank macht fett Kohle! Die Rede im Wortlaut.

Mit Aktionen, Transparenten und einem Redebeitrag machte „Ende Gelände“ auf das geplante neue Versammlungsgesetz von CDU und FDP in NRW aufmerksam. Die schwarz-gelbe Koalition will mit dem Gesetz erfolgreiche Proteste wie im Hambacher Forst zukünftig unterbinden. Aber: „Klimaschützen ist kein Verbrechen!“ Die Rede im Wortlaut.

Zum Abschluss erinnerte Fridays for Future daran, dass die Klimakrise eine wesentlich größere Krise als die Corona-Krise ist. Die Erkenntnisse der Wissenschaft, was zu tun ist, sind seit langem bekannt. Nur: „Gegen die Klimakatastrophe gibt es keinen Impfstoff!“ Die Rede im Wortlaut.


Und hier Ein Bericht der WAZ :



Weitere Artikel von WAZ u.a. in unserem PresseSpiegel : hier

Trianel-Verluste sind auch Folge verfehlter Energiepolitik des Bundes (PM Grüne)

(12.05.21) Die Grünen in Rat Bochum teilen in einer Pressemitteilung mit :

Trianel-Verluste sind auch Folge verfehlter Energiepolitik des Bundes

Zur Berichterstattung um das verlustbringende Trianel-Kraftwerk in Lünen (TKL), an dem die Stadt Bochum gemeinsam mit Witten und Herne über die EWMR beteiligt ist, melden sich auch die Grünen im Rat zu Wort.

Der Sprecher der grünen Ratsfraktion im Ausschuss für Beteiligungen und Controlling, Wolfgang Cordes, war als Ratsmitglied seit Ende der 90er Jahre an den Entscheidungen beteiligt. Er erklärt dazu: „Die wirtschaftliche Entwicklung der TKL ist deprimierend und tut der Stadt finanziell richtig weh. Der nun von Teilen der Opposition erhobene Vorwurf, geldgeile Kommunalpolitiker hätten mit der Beteiligung an Trianel leichtfertig städtisches Geld verspielt, ist billiger Populismus und zeugt von Unkenntnis der historischen Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten.“

Um die Jahrtausendwende war der Energiemarkt ein von vier großen Energiekonzernen geprägtes Oligopol und alles andere als der freie Markt, der angeblich immer alles regelt. Um diese schädliche Dominanz zu brechen und gleichzeitig den wegfallenden Atomstrom zu kompensieren, empfahlen Bundes- und Landesregierungen den Stadtwerken in die Energieerzeugung einzusteigen und moderne, effiziente Kohlekraftwerke zu bauen. So hat das Kraftwerk in Lünen mit der Wärmeauskopplung einen Wirkungsgrad von über 50%. Alte Steinkohlekraftwerke galten als effizient, wenn sie 35% erreichten.
Neben den Gas-und-Dampfgaskraftwerken galten die modernen Steinkohlekraftwerke weithin als sichere, wenn auch – gerade die Kohlekraftwerke – nicht nachhaltige ökologische Investition. Wie viele andere kommunale Energieunternehmen sind die Stadtwerke Bochum dieser Empfehlung gefolgt. Nach dem Atomausstieg sind alle Akteure von einem steigenden Strompreis und der Rentabilität dieser Investitionen ausgegangen. Aber keiner konnte mit dem Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung rechnen. Und gegen den sind nur die privaten Investitionen geschützt.

Cordes erinnert sich: „Wir Grüne haben 2005 nach intensiven Diskussionen widerwillig für die Beteiligung am Kraftwerk in Lünen gestimmt. Eine Koalitionskrise wäre wirkungslos geblieben: denn auch ohne unsere Zustimmung wäre eine Ratsmehrheit durch SPD und CDU sicher gewesen. Dieses Zugeständnis ermöglichte es uns als Teil der Koalition später allerdings, den Bau eines weiteren Kohlekraftwerks in Krefeld – und damit ein weiteres Millionengrab – abzuwenden. Jahre später ließ die Große Koalition im Bund die Stadtwerke und andere Energieunternehmen in öffentlicher Hand im Regen stehen. Sie veränderte den sogenannten Kohlekompromiss im sogenannten Kohleausstiegsgesetz Anfang 2020 und bestrafte sie gleichsam für den vormals erwünschten Markteintritt. Das macht die Lage der TKL heute wirklich schwierig. Am Ende könnte diese Investition zu einem bis zu dreistelligem Millionenverlust führen.“

Trianel ist ein Verbund von Stadtwerken in öffentlicher Hand. Diese können ungerechterweise nicht mit dem Goldenen Handschlag rechnen, mit denen den Energiekonzernen in Privatbesitz der Kohleausstieg derzeit bezahlt wird. Unternehmen in öffentlicher Hand können auf die internationalen Schiedsgerichte nicht zugreifen und ihnen ist der reguläre Rechtsweg gegen die Bundesrepublik untersagt. Auch die STEAG konnte wegen ihrer öffentlichen Gesellschafter nicht gegen die Ungleichbehandlung ihrer Steinkohlekraftwerke im Vergleich zu den wesentlich umweltschädlicheren Braunkohlekraftwerken klagen. Als ebenso verheerend für eine ökologisch und ökonomisch verantwortliche Energiepolitik stellte sich eine weitere Weichenstellung der Großen Koalition heraus.

Cordes: „Nachdem das Erneuerbare-Energien-Gesetz deutlich erfolgreicher war als selbst wir Grünen im Vorhinein angenommen hatten, drosselte die schwarz-rote Bundesregierung ab 2014 den weiteren Ausbau der Erneuerbaren massiv. Wir wären ohne diese energiepolitische Blutgrätsche schon viel weiter in Richtung Klimaneutralität und müssten der fossilen Energieerzeugung nicht so viel Geld hinterherwerfen. Man müsste die Stadtwerke heute auch nicht für die damals erwünschten Investitionen bestrafen. Denn die schmutzigsten Kraftwerke wären bei einer vernünftigen Politik als erste vom Netz gegangen.“

Eine andere Investition hat sich aus heutiger Sicht als richtig herausgestellt: Das Trianel Gaskraftwerk Hamm (TKH) ging Ende 2007 ans Netz. Nachdem der CO2-Preis gestiegen ist, kann es seine Funktion als Übergangstechnologie wahrnehmen. Es kann ohne Verluste betrieben werden. Die Bochumer Grünen haben dieses Projekt unterstützt.

Für Cordes bleibt als wesentliche Forderung an die neue Bundesregierung:
„Im Rahmen einer konsequenteren Energiewende, die dem ursprünglichen Klimakompromiss und dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts entspricht, muss die Bundesregierung die Ungleichbehandlung der kommunalen Unternehmen im Vergleich zu den privaten Konzernen beenden!“