Am 15.11.23 gab es einen sehr interessanten Vortrag von Ellen Matthies zum Thema “Transformation zur Nachhaltigkeit”. Über 30 interessierte Besucher*Innen lauschten und diskutierten heftig mit.
Aufruf : * wer erinnert sich an wichtige Punkte … * Was waren neue Erkenntnisse für euch? * Wie können wir unsere Arbeit verbessern? * Welche Vorschläge sind besonders wichtig? * ……………………………………..?
Ein KI – Tool aus Holland hilft — zumindest für einige visuelle Eindrücke
Wie können wir Szenarien ökologischer Stadtumgestaltung visuell vermitteln.
Mit https://dutchcyclinglifestyle.com/de könnt ihr einfach eure Straße eingeben, und eine Künstliche Intelligenz KI gestaltet sie „holländisch“ um. (Hinweis : jeder Aufruf generiert eine neue , andere Vision 🙂 🙂 )
Ein sehr interessanter, diskussionsreicher Workshop mit vielen Fragen und Anregungen — im Rahmen der Labortage bei ‘das Lobor‘ . Insbes. eine Reihe von Teilnehmern — gute 25 — nicht nur aus Bochum .
Danke für die Gute Betreueung.
Bilder wurden von ‘das labor’ zur Verfügung gestellt — Danke . Es folgt demnächst auch noch ein Video.
Prof. Dr. Ellen Matthies lehrt an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Umweltpsychologie. Sie war von Mai 2013 bis Oktober 2020 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderung (WBGU) Sie hat an der RUB Umweltpsychologie studiert.
Ellen Matthies hat zahlreiche Forschungsprojekte geleitet, die den Bereichen der angewandten Sozialpsychologie und der Umweltpsychologie zugehörig sind. Die Finanzierung erfolgte zumeist durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), aber auch durch den Norwegischen Forschungsrat und das Deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung. In den Projekten wurde unter anderem die Rolle von persönlichen und sozialen Normen bei der Ressourcennutzung, die Bedeutung von Gewohnheiten bei Verhaltensänderungen und die Entwicklung und Evaluation von Interventionen zur Förderung umweltverträglichen Verhaltens untersucht.
Ellen Matthies’ Forschungsergebnisse sind in diversen internationalen psychologischen und interdisziplinären Fachzeitschriften veröffentlicht worden (z.B. im Journal of Environmental Psychology, Applied Psychology, An international Review, Environment and Behavior).
Seit Februar 2022 ist Ellen Matthies Sprecherin der “Fachgruppe Umweltpsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie”. Zuvor war sie bereit von 2003 bis 2009 Mitglied der Sprecher*innengruppe.
Ellen Matthies ist Mitbegründerin der Zeitschrift Umweltpsychologie.
Von Mai 2013 bis Oktober 2020 war Ellen Matthies Mitglied im Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU).
Kastner, K., & Matthies, E. (2023). On the importance of solidarity for transforming social systems towards sustainability. Journal of Environmental Psychology, 102067. https://doi.org/10.1016/j.jenvp.2023.102067
Blöbaum, A., Engel, L., Beer, K., Böcher, M. & Matthies, E. (2023): Nature Conservation versus Climate Protection: A Basic Conflict of Goals Regarding the Acceptance of Climate Protection Measures? Frontiers in Psychology, 14, 1114677. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2023.1114677
Kastner, K., Schmidt, K. & Matthies, M. (2022) Ernährungsstile und Nachhaltigkeit – eine psychologische Perspektive. Einführung in das Schwerpunktthema. Umweltpsychologie, 25(2), 3-11.
Matthies, E., Holzen, V., Schmidt, K., Wallis, H. & Sieverding, T. (2022). Die Coronakrise als “Gamechanger” für die Transformation zur Nachhaltigkeit. In C. Soetbeerg & M. G. Ophoff (Hrsg.): Corona und Nachhaltigkeit. Lernen aus der Krise für eine nachhaltige Entwicklung.DBU-Umweltkommunikation / Band 16 (S.87-94). Oekom.
Eine erstmalige Verwendung der Bezeichnung „Nachhaltigkeit“ in deutscher Sprache im Sinne eines langfristig angelegten verantwortungsbewussten Umgangs mit einer Ressource ist bei Hans Carl von Carlowitz 1713 in seinem Werk Silvicultura oeconomica nachgewiesen.[7] Carlowitz fragte, „wie eine sothane [solche] Conservation und Anbau des Holzes anzustellen / daß es eine continuirliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe / weiln es eine unentbehrliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse [Sein] nicht bleiben mag“.[8][9]
Aktuelle Konzepte der Nachhaltigkeit
Nachhaltige Entwicklung beachtet ökologische, ökonomische und soziale Aspekte.
Die 1983 von den Vereinten Nationen eingesetzte Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Kommission) beeinflusste die internationale Debatte über Entwicklungs- und Umweltpolitik maßgeblich,[35] ohne jedoch auf den Ursprung in der deutschen forstwirtschaftlichen Debatte Bezug zu nehmen.[36] Die Kommission unter dem Vorsitz der ehemaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland hatte den Auftrag, langfristige Perspektiven für eine Entwicklungspolitik aufzuzeigen, die zugleich umweltschonend ist. In ihrem auch als Brundtland-Bericht bekannt gewordenen Abschlussdokument Unsere gemeinsame Zukunft aus dem Jahre 1987 ist das von diesem Leitgedanken inspirierte Konzept der nachhaltigen Entwicklung definiert.
Kluft zwischen Problembewusstsein und individuellem Verhalten
Interview mit Prof. Dr. Ellen Matthies
Wie lassen sich Handeln und eigener Lebensstil so ausrichten, dass künftige Generationen und Menschen in anderen Teilen der Welt nicht benachteiligt werden? Eine zentrale Frage unseres Zusammenlebens, der die Umweltpsychologin Prof. Dr. Ellen Matthies nachspürt. Im Rahmen Anlässlich ihres Vortrages zur 15. Helmholtz Environmental Lecture am UFZ sprach sie mit der Umwelt-Perspektiven-Redaktion über individuelle Verhaltensmuster, die Rolle von Normen beim Konsum und der Ressourcennutzung und sowie Strategien, die umweltverträgliches Verhalten zu fördern.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – steht er sich und seiner Entwicklung nicht gerade deshalb schon immer in seiner Geschichte im Wege?
Ellen Matthies: Auf eine bestimmte Art stimmt das: Menschen sind kognitive Geizkrägen, wie wir Psychologen sagen. Das heißt, sie ersparen sich gern den Aufwand, über etwas tiefgründig nachzudenken und zu entscheiden. Menschen handeln nach Routinen – so, wie sie es schon immer gemacht haben. Sie haben auch eine ausgeprägte Verlust-Aversion. Das heißt: Was sie potenziell verlieren könnten, ist ihnen sehr viel wichtiger als das, was sie potenziell gewinnen könnten. Insofern haben es Menschen schwer, sich zu verändern. Aber wir haben ja auch über Jahrhunderte gelernt, genau damit umzugehen. Wir können das überwinden über die entsprechenden Institutionen, die wir geschaffen haben, leben ja in einer Zivilisation. Es stimmt also einerseits, aber es sollte andererseits Menschen nicht daran hindern, ihre Probleme zu bewältigen.
Umweltpsychologie ist eine Disziplin, die sich mit dem Denken, Fühlen und Handeln von Menschen in ihrer Umwelt und mit der Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt beschäftigt. Zwei Fragen sind in der Umweltpsychologie zentral: Wie beeinflusst die Umwelt uns Menschen? Und: Wie beeinflussen wir Menschen die Umwelt?
Psychologie im Umweltschutz – Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns
Karen Hamann, Anna Baumann & Daniel Löschinger
Ob wir uns vegetarisch ernähren, Fahrrad fahren oder eine Solaranlage bauen: Fortwährend treffen wir Entscheidungen im Sinne der Umwelt – oder auch nicht. Was uns dabei leitet und motiviert, erforscht die Umweltpsychologie. Das Handbuch der Psychologie im Umweltschutz erklärt anhand eines psychologischen Modells, wie wir nachhaltiges Handeln besser verstehen und fördern können. Als erstes deutschsprachiges Werk fasst es den Wissensschatz der angewandten Umweltpsychologie wissenschaftlich fundiert und praxisnah zusammen.
Wichtige Themen wie Selbstwirksamkeit, soziale Normen und Emotionen erhalten dabei jeweils ein eigenes Kapitel. Leitfragen und alltagsnahe Beispiele ermöglichen eine direkte Anwendung im Umweltschutz. Das Handbuch richtet sich damit an alle, die ihre Umweltschutzprojekte und ihre Kommunikation wirksamer gestalten möchten – sei es im pädagogischen Bereich, beim urbanen Gärtnern, im Umweltaktivismus oder bei der Arbeit für Umweltorganisationen.
Der Bioladen “Hannes Bio und Genuss” in Bad Arolsen im tiefen Hessen-Land im Landkreis Waldeck-Frankenberk (bei Kassel) verkauft jetzt auch Balkonkraftwerke ( Balkon – PV -Anlagen) .
Eine tolle Sache — Wäre das nicht auch eine Anregung für die Bochumer / Ruhrgebiets Bioläden ?
Weitere Infos zur PV-Initiative von Boklima : hier
An alle Bochumer Bürger:innen, die sich für sich und Andere, oder auch für ihre Kinder und Enkel eine bewohnbare Erde wünschen
Aufruf des Bochumer Klimaschutzbündnisses anlässlich der weltweiten Aktionstage der internationalen Klimaschutz-Organisation 350.org am 3. und 4. November :
Kohle-, Öl- und Gasunternehmen fahren Milliardenprofite ein
Am 3. und 4. November werden die fossilen Energiekonzerte ihre nächsten Quartalsgewinne bekannt geben. Allein für das Jahr 2022 verzeichnete das Unternehmen BP (British Petroleum) einen Gewinn von 28 Milliarden Dollar – und damit mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2021. Auch die anderen Energieriesen wie Exxon Mobil oder Shell verzeichneten enorme Gewinne. Einer der Hauptgründe dafür war der immer noch andauernde russische Angriffskrieg auf die Ukraine.
Was passiert mit den Gewinnen
Schaubild 1: BP-Zentrale an der Wittener Straße as passiert mit den Gewinnen?
Während für die Verbraucher die Energie-kosten in die Höhe schießen, werden im Geschäft mit fossilen Brennstoffen also Milliardengewinne erzielt. Doch wie werden die Gelder eingesetzt? Obwohl im Jahr 2022 ein Rekord-Nettogewinn von 4,144 Billionen US-Dollar durch die Unternehmen der fossilen Energiewirt-schaft erzielt wurde, investierten sie in diesem Jahr nur 0,0019 % davon in Solar- und Windenergie. BP verwarf seine Pläne, die Öl- und Gasförderung bis zum Jahr 2030 um 40 % zu reduzieren und gibt als Ziel jetzt nur noch eine Reduktion um 25 % an. In einem System, das auf kurzfristig erzielbare und hohe Gewinne für Großaktionäre ausgelegt ist, wäre es absurd beim Übergang zu erneuerbaren Energien auf diese Unternehmen zu vertrauen.
Übergewinnsteuer wirkungslos
Im Dezember 2022 hatte die Europäische Union eine Übergewinnsteuer für Mineralölkon-zerne beschlossen. Demnach werden Gewinne, die 2022 und 2023 mindestens 20 % über dem Schnitt von 2018-2021 liegen mit einem Satz von 33 % besteuert. Über Sinn und Unsinn der Übergewinnsteuer wurde vielfach kontrovers diskutiert. Außerdem wurde inzwischen die Abschöpfung dieser sogenannten „Zufallsgewinne“ wieder eingestellt. Dabei konnte ohnehin lediglich ein Bruchteil der Gewinne tatsächlich abgeschöpft werden.
Handlungsbedarf: Umverteilung von Geldern
Man kann also schlussfolgern, dass diese Herangehensweise nicht die richtige war. Richtig war es jedoch zu erkennen, dass eine Umverteilung von Geldern dringend nötig ist. Aus diesem Grund hat die internationale Klimaschutz-Organisation 350.org auch aufgerufen, am 3. und 4. November unter dem Motto „Power Up“ gemeinsam zu protestieren. Die Regierungen sollen aufgefordert werden, sich die Gewinne von Kohle-, Öl- und Gasunter-nehmen zurück zu holen. Sei es durch Steuern, die Streichung aller Subventionen oder ein Ende der Investitionen in alte und neue Projekte zur Förderung fossiler Brennstoffe. Mit diesem Geld muss der Ausbau globaler und erneuerbarer Energielösungen voran getrieben werden. Diese Lösungen müssen gerecht sein und auf einer fairen Verteilung von Ressourcen in der Welt basieren.
Der Kauf einer Bambuszahnbürste ist zu wenig
Jede*r einzelne kann (und sollte) zwar für sich etwas fürs Klima tun, doch dabei muss man auch anerkennen, dass es immer Faktoren geben wird, die sich der direkten Entscheidungs-gewalt entziehen werden. Wir dürfen uns nicht in privaten Konsumentscheidungen verlieren und uns zurücklehnen, weil wir eine Bambuszahnbürste oder ein E-Auto gekauft haben. Die schlimmsten Folgen der Klimakatastrophe lassen sich nur mildern, wenn wir das Große im Blick behalten, uns informieren und den Übergang zu erneuerbaren Energien und Klima-gerechtigkeit demokratisch und gemeinsam einfordern.
Macht mit!
Das Bochumer Klimaschutzbündnis nimmt die weltweiten Aktionstage der internationalen Klimaschutz-Organisation 350.org am 3. und 4. November zum Anlass alle Bochumer:innen aufzurufen:
Kommt vorbei und bringt euch ein! Unser nächstes Treffen findet am Mittwoch, den 15. November ab 18 Uhr im Umweltzentrum Alsenstraße 27 statt. Lasst uns zusammen für eine lebenswerte Zukunft in Bochum und in der ganzen Welt eintreten!
Bochum, den 30. Oktober 2023
Gez.: Ihre Bürger*innen des Bochumer Klimaschutzbündnisses c/o Dr. I. Franke (Sprecher von BoKlima) AkU e.V., Alsenstraße 27, 44789 Bochum
Auf der ganzen Welt werden Menschen zusammenkommen, um eine globale Revolution für erneuerbare Energien anzutreiben. Entziehen wir den Kohle-, Öl- und Gasunternehmen das Geld und ihren politischen Einfluss, um es für eine saubere und gerechte Zukunft für alle einzusetzen!
Ob jung oder alt, ob Haus oder Balkon – alle wollen Photovoltaik-Anlagen haben: eigener Strom aus der Sonne! Die Branche boomt: mehr als doppelt so viele neue Solaranlagen wie im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres! Von Timo Spicker
Bei diesen Wachstumsraten wollen natürlich viele Firmen mitmachen – und mitverdienen! Aber nicht alle arbeiten so, wie sie es in ihren Hochglanz-Werbungen ankündigen. Es gibt einige Firmen, die vollmundige Versprechen geben, diese dann aber nicht immer erfüllen.
Folge: jede Menge Ärger für die Kunden! Zu teuren Solaranlagen kommen dann auch noch hohe Anwaltskosten.
Interessant: vor allem einige großen Firmen, die deutschlandweit arbeiten, warten mit fragwürdigem Kundenservice auf. Was steckt dahinter? Wo müssen Kunden besonders gut hinschauen? Denn es gibt auch dunkle Seiten in der Solar-Branche. Von wegen “mit sonnigen Grüßen” …
Der Solarenergie Förderverein bietet in den nächsten Wochen eine Reihe von interessanten Veranstaltungen rund um PV (sowohl Balkon , wie auch Dach-Anlagen ) an:
Wie wir es anpacken Mit 100% Erneuerbaren Energien bis spätestens 2030 – dezentral und bürgernah! Denn nur so können wir die wohl dringlichste Frage unserer Zivilisation klären. Dazu bringen wir Lösungskonzepte in die Politik, Klimathemen in die Öffentlichkeit und klärende Antworten zu Solaranlagenbetreibern. Wissenschaftlich fundiert, praktisch erfahren und parteipolitisch unabhängig!