Bochumer Förderung für Photovoltaik: leer — 100.000€ stehen als dummes Blech-Bochum vor dem Rathaus

Bochum und die Klimakrise : da sieht man wo die Prioritäten stecken ; für ein nutzloses , hässliches Blech-Bochum-Schild / Skulptur werden 1000.00Eu an Steuergeldern zum Fenster herausgeschmissen , aber der Photovoltaik-Fördertopf für über 50.000 Gebäude in Bochum und weit mehr Balkone ist schon nach 1 Monat ausgeschöpft. Ob dieser noch mal aufgestockt wird ist unklar …..

(Ganz zu schweigen von den sozialen Problemen , die auch gehörige Förderung bräuchten)

(18.07.23, WAZ) :


Link zum ausgelaufenen Förderprogramm , Bochum : hier


Beispiel Essen : 2.385.000 Euro PV-Förderung

Bochum sollte sich mal ein Beispiel an Essen nehmen
(Bochum ca 62.56% Einwohner (584t:362t Einw.), aber nur 4,19 % der Essener Förderung) :

Solaroffensive der Stadt Essen

(01.03.23, Stadt Essen) , Original : hier

Die Stadt Essen fördert die Neuinstallation von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) und thermischen Solaranlagen mit Heizungsunterstützung auf dem Stadtgebiet.

Die Förderung unterstützt private, gemeinnützige und gewerbliche Antragsteller*innen mit Liegenschaften in der Stadt Essen. Ziel ist die stärkere Nutzung von Sonnenenergie zur Reduktion des CO2-Ausstoßes im Stadtgebiet. Für die Förderung 2023 stehen insgesamt 2.385.000 Euro zur Verfügung. Die folgenden Hinweise fassen die wichtigsten Aspekte der Solarförderung übersichtlich zusammen. Alle Details entnehmen Sie bitte der vollständigen Förderrichtlinie. Diese ist maßgeblich für alle Entscheidungen.

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Aufruf zur Demo : Mobilität für alle jetzt! 18.08.23, 15h Rathaus

Am 18.08. demonstriert das Bündnis zukunftsfähiges Bochum* dafür, autozentrierte Städte in Städte für Menschen umzubauen.

Autozentrierte Straßen und Städte sind die Ursache des vielen Autoverkehrs. Städte müssen nicht so autozentriert sein wie Bochum.

Wir können es schaffen, autozentrierte Städte zu überwinden und Mobilität für alle zu ermöglichen!

Dafür brauchen wir aber euch alle. Kommt am 18.08. zur Fahrrad-Demo und Kundgebung in die Bochumer Innenstadt! Wir haben einige Musik-Acts, Infostände und Redebeiträge für euch organisiert.

Die Demo beginnt um 15:00 Uhr mit einer Kundgebung mit Kulturprogramm am Willy-Brandt-Platz (vor dem Rathaus). Gegen 16:00 Uhr startet von dort die Fahrraddemo über den Ring und durch die Innenstadt. Anschließend demonstrieren wir weiter auf dem Willy-Brandt-Platz mit Kundgebung und Musik.

Mit der Demo fordern wir insbesondere Radwege auf dem City-Ring und eine autofreie innenstadt in dem gesamten Bereich innerhalb des Rings!

Wir freuen uns auf euch alle! Teilt die Demo mit euren Freund*innen und lasst uns gemeinsam ein buntes Zeichen für eine Mobilität für alle setzen!

Route :



Weitere Infos

Das „Bündnis Zukunftsfähiges Bochum“ fordert unter anderem eine Innenstadt ohne Autos. Im August soll es dazu eine große Demonstration geben.

Für eine Innenstadt ohne Autos und einen Radweg auf einer Spur des City-Rings setzt sich das neue „Bündnis Zukunftsfähiges Bochum“ ein. Der Zusammenschluss aus Klima- und Sozialpolitischen Initiativen plant für Freitag, 18. August, eine Demonstration in der Bochumer City.

Ab 15 Uhr soll es ein Bühnenprogramm mit Musik und Reden vor dem Bochumer Rathaus geben, um 16 Uhr startet eine Fahrraddemonstration über den City-Ring. „Die Flächenverteilung im Stadtverkehr ist ungerecht. Große Autos parken die Straßen zu und lassen kaum Platz für Fußgänger*innen, Fahrradfahrende oder den ÖPNV“, heißt es aus dem Bündnis.

Stefan Roth fasst die Forderungen des Bündnisses zusammen: „Uns geht es darum, autozentrierte Städte zu überwinden und eine klimagerechte Mobilität für alle zu schaffen. Bochum ist ein Extrembeispiel, wenn es um autozentrierte Städte geht. Wir fordern daher als Sofortmaßnahmen, eine Autofahrspur des City-Rings in einen Fahrradweg umzuwandeln und eine autofreie Innenstadt innerhalb des Rings einzurichten.“

Siehe auch WAZ :
(23.07.23, WAZ.de) , Original : hier

Dokumentation: DokFilm Heißzeit – Wege aus der Klima-Katastrophe – Teil 1

(DeutscheWelle, 2023)

Eine wichtige, aufrüttelnde und erschreckende Dokumentation — unbedingt ansehen — bis zum Ende.


  • Direkt zu den Video-URLs:

Beschreibung:
In den letzten 30 Jahren sind die CO2-Emissionen weltweit um 60 Prozent gestiegen. Lösungen für das drängendste Problem unserer Zivilisation, die Erwärmung des Klimas, werden gesucht. Die Doku begleitet Aktivisten beim Einsatz gegen den Klimawandel.

Maximal 1,5 Grad Celsius, so fordert die Wissenschaft, darf die weltweite Temperatur bis ins Jahr 2100 im Vergleich zu 1850 ansteigen. Andernfalls drohen verheerende Folgen für Mensch und Umwelt. Doch werden wir es schaffen, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen? Weltweit ringen Politik, Unternehmen, Labore und Universitäten um Lösungen.

Ein Filmteam besucht Klimaretter im Sudan, in Indonesien und Europa. Deren Erfindergeist lässt Winddrachen steigen, Gebäude abkühlen, Länder durch Ökostrom-Trassen verbinden oder Kohlendioxid aus der Atmosphäre saugen. Ihre Arbeit entscheidet mit über die Lebensbedingungen der nächsten Generationen.

Jedes Mal, wenn die Frauen in Shagra einen Akazien-Setzling in den Sand Darfurs einpflanzen, ist das in dem sudanesischen Dorf ein Anlass großer Freude. Der Baum wird seine Wurzeln 100 Meter ins Erdreich treiben und besser gegen die Dürren in der Sahelzone gewappnet sein als die meisten anderen Pflanzen. Er wird Gummisaft absondern, wenn die Frauen nach ein paar Jahren die Rinde anritzen. Der Verkauf von Gummi arabicum wird die Armut im Dorf lindern. 65.000 Akazien wachsen bereits in Darfur: ein Segen für die bitterarme Region und zugleich ein Kohlendioxidspeicher, der dazu beitragen kann, die Erderwärmung zu begrenzen.

Buch: Balkonkraftwerk von Stefan Tomik

Strom selbst erzeugen mit Steckersolargeräten und Photovoltaik auf Balkon, Terrasse und im Garten. Empfohlen von Holger Laudeley, Solarexperte und Yo

Balkonkraftwerk – Beschreibung

Sie wollen Ökostrom zuhause selbst erzeugen? Kein Problem mit genehmigungsfreien Steckersolargeräten für Balkon, Terrasse, Carport und (Schreber-)Garten. Mit diesen “Balkonkraftwerken” kann wirklich jede*r zum Stromproduzenten werden. Stefan Tomik beantwortet in diesem ersten Ratgeber zum Thema die dringendsten Fragen zu Steckersolargeräten wie: Wie viel Prozent der Stromrechnung können eingespart werden? Worauf muss man beim Kauf achten? Außerdem erklärt er das Wichtigste zu Rechtlichem und der Registrierung bei der Bundesnetzagentur, zur Sicherheit sowie Ausrichtung, Montage, Technik der Anlagen und Ertragschancen. Empfohlen vom Solar-Pionier und Youtube-Star Holger Laudeley!

Stefan Tomik

Stefan Tomik war 17 Jahre lang Politikredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Über ein ehrenamtliches Engagement bei der lokalen Bürgerenergiegenossenschaft lernte er die Idee von Balkonkraftwerken kennen und war begeistert. Er kündigte seinen Job und arbeitet heute in der Solarbranche.



Zum Boklima-(Balkon-)-PV – Bereich : hier

DUH* : Tracking-Tool für deine Sonnenenergie vom Balkon

( DUH : Deutsche Umwelt Hilfe )

DUH veranstaltet eine Solarstrom-Challange 2023 :

Dein Balkonkraftwerk macht keine Sommerpause und nutzt jede Sonnenstunde optimal aus? Das ist toll! Trage deine monatliche Strom-Ernte in unser Tracking-Tool ein und hilf uns dabei eine große Sonnenernte zu erfassen. Lade auch Freund*innen und Bekannte dazu ein, damit wir noch mehr erreichen können. Jede erfasste Kilowattstunde ist ein Argument, mit dem wir in der politischen Diskussion punkten können und Druck auf die Regierenden machen. Zusammen machen wir uns für die „Energiewende von unten“ stark!….

Track mit uns: Wie viel Strom erntest du pro Monat mit deinem Balkonkraftwerk?

Zum Mitmachen : hier

Wer kann mitmachen? Alle Menschen, die bereits ein Balkonkraftwerk nutzen. Du hast bereits ein Balkonkraftwerk und produzierst deinen Strom ganz einfach selbst? Das ist fantastisch! Schließe dich anderen BKW-User*innen an und verrate uns wie viel Strom du mit deinem Balkonkraft erntest!



Zum Boklima-(Balkon-)-PV – Bereich : hier


Weitere wichtige Themen der DUH-Site:

Der Kampf ums Klima: Wie uns die Öl-Industrie belügt

(01.06.23, ard , Reschke Fernsehen) , Org : hier

direkt zum Video : hier

Der Klimawandel spaltet die Nation: FDP gegen Grüne, Protestler gegen LKW-Fahrer, Junge gegen Alte. Doch während wir uns die Köpfe einschlagen, lacht sich ein großer Player ins Fäustchen: die Öl-Industrie. Über deren Anteil am Klimawandel spricht kaum jemand. Und das hat Gründe: Reschke Fernsehen zeigt, wie die fossilen Unternehmen uns seit Jahrzehnten mit Milliarden Dollar und Lobbyeinfluss manipulieren. Anja Reschke dreht den Spieß um und blickt in die dunklen Hinterzimmer – zu den Ölmagnaten, Kohlekonzernen, Gasgiganten.

Einige Eindrücke :






Impressionen vom Balkon-PV-Workshop 17.06.23

(zur Balkon-PV-Solar-Startseite )


Einige Highlights vom Workshop zu Balkon-PV vom Samstag 17.06.23 in der Kofa
22 hoch motivierte und interessierte TeilnehmerInnen :


Module aus der letzten Sammelbestellung

Es stehen noch Module aus der letzten Sammelbestellung zur Verfügung, wer Interesse hat, Näheres hier


Links aus der Veranstaltung :

— folgt in Kürze —

Weitere Links :


(zur Balkon-PV-Solar-Startseite )

Ankündigung : Balkon-PV-Workshop , Samstag 17.06.23 13h , Kofa , Stühmeyerstr 33, Bochum

Am Samstag (17.06) starten wir zum 2. Mal unseren Balkon-PV-Workshop.

Anmeldungen bitte an: mailto:balkonsolar [bei] boklima.de
Impressionen vom letzten Workshop (22.04.23) und weitere Termine, weiter unten.

Und hier der *NEUE* Flyer , zum Download als PDF : hier ; Danke an Arno. :




Weitere Termine

Vorankündigung : Sep ‘ 23 zusammen mit der VHS in der VHS Bochum
Kurs.Nr.: 20003 , Datum: 23.09.2023 Zeit: 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr VHS, Clubraum

Weitere Infos

im Schwerpunkt-Bereich Balkon-PV : hier


Impressionen vom Balkon-PV-Workshop vom 22.04.23:

PET-Einwegflaschen sind keine Liebe zur Natur – sondern ein Lobby-Streich!

(15.05.23 , bund) , Original: hier

Diese Flasche ist im deutschen Sortiment des Discounters Lidl zu finden. Es handelt sich dabei um eine 1,5 l PET-Einwegflasche, deren Flaschenkörper laut Hersteller zu 100 Prozent aus recyceltem PET-Kunststoff besteht. Durch den Einsatz von Recyclingmaterial für die Produktion, das geringere Gewicht und die höhere Kompression beim Leerguttransport soll die Ökobilanz der Flaschen besser sein als jene von Glas- & PET- Mehrwegflaschen. Dazu wurde extra eine Studie beim Institut für Energie und Umwelt (IFEU) in Auftrag gegeben.

Lobbying statt Lösung

Der Zeitpunkt ist klug gewählt. Nationale und europäische Gesetze sollen demnächst mehr Mehrweg vorschreiben. Lidls Kampagne täuscht die Möglichkeit eines verlustfreien Recycling-Kreislaufs vor und will die Öffentlichkeit glauben lassen, dass wir uns aus der Plastikkrise raus-recyceln können. Wirklich nachhaltige Alternativen wie unverpackt-Lösungen (z.B. gesundes Leitungswasser statt Flaschenwasser) und ein flächendeckender Ausbau der Mehrweginfrastruktur durch eine verbindliche und überfällige Mehrweg-Gesetzgebung sind akut durch die finanzstarke Kampagne gefährdet.

Wieso täuscht die Bilanz?

Es gibt rein physikalisch und auch prozessbedingt keine verlustfreien Stoffkreisläufe. Nicht jede Flasche landet wieder im Kreislauf. Lidl sammelt derzeit mehr ein, als sie produzieren. Nur so können die unvermeidlichen Materialverluste ausgeglichen werden. Dieser wird bei anderen Herstellern mit neuen Flaschen mit großen Anteilen an Neuplastik ausgeglichen. Es gibt also keine PET-Flasche, die vollständig recycelt werden kann, ohne zusätzliches neues Plastik einzubringen.

Gesundheit ist gefährdet durch PET

Für die PET-Produktion werden viele verschiedene Chemikalien eingesetzt. Lidl spricht in den Kreislaufflaschen-FAQs verdächtige Stoffe wie Bisphenol (möglicher Eingriff in das Hormonsystem) oder Acetaldehyd (verdachtsweise krebserregend) an. Die Palette an eingesetzten Chemikalien ist jedoch breiter. Dabei handelt es sich um Stoffe wie 2-Methyl-1,3-dioxolan oder Nonanal, die direkt vom PET-Material auf den Flascheninhalt übergehen können. Wir wissen auch, dass PET-Nanoplastik mittlerweile ins Gehirn gelangt.

Mehrwegsysteme optimieren und ausbauen

Der BUND fordert den Ausbau poolfähiger Mehrwegsysteme und Mehrweg zum neuen Normal zu machen, die für alle Firmen zugänglich sind. Insellösungen von großen Handelsketten dienen nur der Stärkung der eigenen Marktmacht. Dafür brauchen wir eine starke Gesetzesgebung und Sanktionen für die, die sich nicht dranhalten.

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Mehr Infos


Weitere Links :

Sind wir ökosozial-aktivistisch?

(13.05.23, taz.de) , Original : hier

Sozial-ökologische Transformation: Von Yuppies, Ökos, Egos und dem kleinen Mann

Wie Geld, Bildung und Umweltbewusstsein zusammenhängen, untersuchen Forscher:innen in Jena. Sie verraten, welche Klischees stimmen und welche nicht.

taz: Frau Holz, Herr Fritz, dass sich Deutschland extrem verändern muss, um klimaneutral zu werden, ist offensichtlich. Warum passiert trotzdem so wenig?

Jana Holz: Genau diese Frage treibt mich als Wissenschaftlerin an. Ich möchte wissen, warum das eigentlich so schwierig ist mit der sozial-ökologischen Transformation. Also: Wo hakt es da ganz konkret? Warum reden zwar einerseits alle darüber, dass sich etwas ändern muss, aber es passiert trotzdem nicht das Notwendige.
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Martin Fritz: Wir wollen herausfinden, wie sich durch den ökologischen Wandel die Mentalitäten, die Sozialstrukturen und die Erwerbsstrukturen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen verändern, wie sie sich auch wandeln müssen, um angepasst zu sein an ein nachhaltigeres Wirtschaften.
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Um mit dem Positiven zu beginnen: Wer sind denn die Menschen, die die Transformation politisch und persönlich vorantreiben?

Martin Fritz: Wir konnten durch unsere Forschung neun verschiedene Mentalitätstypen in Bezug auf die Transformation identifizieren. Den Typen, der den Wandel am stärksten vorantreibt, nennen wir die ökosozial-aktivbürgerliche Mentalität. Das sind Menschen mit einem sehr hohen Umweltbewusstsein, ihnen ist soziale Gerechtigkeit wichtig, sie engagieren sich politisch und gesellschaftlich.

Infografik: Anaïs Edely

Original : https://taz.de/picture/6261986/948/grafik-online-taz-230512-Sozialmilieus-4-2.jpeg

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Weitere sehr interesasante Aussagen und Grafilken im Artikel : hier


(Tip, von Holger)
Insbesondere die Grafiken im Anhang machen meiner Meinung nach sehr gut deutlich, wie unterschiedlich wir je nach Mentalität den Klimawandel sehen und wie unser CO2 Fußabdruck ausfällt. Das Interview mit den Forscher:innen dazu unten (taz, 13.05.2023).