Wie verändert sich unser Leben durch eine erhitzte Erde, wie kann ein klimagerechter Wandel gelingen – und wer bremst die nötigen Maßnahmen? CORRECTIV.Klima berichtet langfristig und nachhaltig über die Klimakrise. Gemeinsam mit Lokalmedien setzen wir deutschlandweite Recherchen um und laden zu Veranstaltungen ein. Zusammen finden wir heraus, welche Ansätze wirklich etwas bewegen.
Die Folgekosten des Kohlebergbaus könnten am Ende die Steuerzahler tragen – und nicht der Betreiber. Schuld daran ist auch die Politik, die sich vom Investor vorführen lässt.
In Ostdeutschland häufen sich Anträge für große Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen. Das führt zu Konflikten und gefährdet Natur, Landwirtschaft und die Energiewende.
Gemeindehaus der Stiepeler Dorfkirche, Gräfin-Imma-Straße 211, 44797 Bochum & “Vereinigte Pfingstblume”, Brockhauser Str. 126, 44797 Bochum Impulsvortrag und Forum: Lino Zeddies, Team Reinventing Society
Klimaschutz-Aktivismus & Gesellschaft in Transformation: Von Phase 1: „Einiges Erreicht“ zu Phase 2: „Grundlegende Gestaltung“
Vortrag, Arbeitsrunden, Schlussplenum
Graswurzelbewegungen im Klimaschutz haben bereits etwas erreicht.
In Gesellschaft, Wirtschaft, Kirche und Politik werden erste Forderungen umgesetzt, wenngleich (zu) langsam.
Wie könnte auf der lokalen Ebene mit diesen ersten Veränderungen weitergearbeitet werden?
Wie können sie in eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung umgesetzt werden?
Welche Konzepte, Werte und Praktiken bieten Orientierungen für gemeinsames Handeln in einer großen Klimabewegung? Welche Inhalte müssten weitergedacht werden?
Der Impulsvortrag von Lino Zeddies aus dem Team Reinventing Society eröffnet hierzu gedankliche Räume für die dann folgenden Erkundungsgespräche in Arbeitsrunden. Wir laden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein, Erfahrungen und Ideen auszutauschen und die Grundlagen zum Weiter- und Neudenken zu legen. Diese Erkundungsgespräche sind bewusst nicht darauf angelegt, Ergebnisse zu liefern, sie sind aber ergebnisfreundlich.
Im Schlussplenum können die Arbeitsrunden ihre Erkenntnisse und Pläne vorstellen, untereinander und mit Lino Zeddies diskutieren. Impulse aus diesem Plenum wollen wir in einer weiteren Veranstaltung aufgreifen. Angedacht sind auch Vorträge in der Reihe Fremde Gedanken, die sich mit dem Verständnis von „Natur“ in anderen Kulturen beschäftigen.
Ablauf
10.00 Willkommen und Einführung
10.15 – 11.45 Impulsvortrag mit Diskussion: Lino Zeddies von Reinventing Society
11.45 – 12.15 Pause, zwei der Arbeitsgruppen gehen zur “Pfingstblume”
12.15 – 13.30 Arbeitsgruppen
13.30 – 14.00 Pause
14.00 – 15.30 Arbeitsgruppen
15.30 – 16.00 Pause, “Pfingstblume” Arbeitsgruppen gehen zum Gemeindehaus
16.00 – 17.15 Forum mit Berichten aus den Arbeitsgruppen; Gespräch mit Lino Zeddies
Veranstalter
Eine Veranstaltung der Ev. Stadtakademie Bochum e.V. in Kooperation mit der GLS Treuhand und Extinction Rebellion Bochum.
Vortrag Lino Zeddies
Lino Zeddies ist Berater für Transformation, Selbstorganisation und Utopieentwicklung bei Reinventing Society – Zentrum für Realutopien.
Nach Lebensstationen als Pluraler Ökonom, Geldreformer und Coach in denen er sich ntensiv mit gesellschaftlicher und innerer Transformation auseinandersetzte, ist sein Wirken auf integrale Gesellschaftsentwicklung ausgerichtet. Im April 2020 hat er das Buch “Utopia 2048” veröffentlicht, in dem er die zahlreichen kleinen und großen Lösungen für eine schönere Welt erzählerisch zusammenfügt. Reinventing Society ist ein gemeinnütziger und unabhängiger Think-and-Do Tank, der Ende 2020 gegründet wurde, um gesellschaftliche Utopien eines guten Lebens innerhalb der planetaren Grenzen zu entwickeln und Menschen zu befähigen, die eigenen und systemischen Zukunftspotenziale zu verwirklichen.
Dazu schaffen wir utopische Erfahrungsräume, in denen wünschenswerte Zukünfte mit neuen Logiken fühlbar werden und Lust entsteht, Zukunft aktiv zu gestalten.
Eine Veranstaltung der Ev. Stadtakademie Bochum in Kooperation mit der GLS Treuhand und XR Bochum. Eine Anmeldung ist erforderlich: office.stadtakademie@kk-ekvw.de; 0234 962904-661.Der Eintritt ist frei. Wir sorgen für Getränke. Bitte bringen Sie sich selbst ihre Brotzeit mit.
Bochum im Vergleich mit anderen Ruhrgebietsstädten
(18.08.21, bo-alternativ) , Original hier ; von Martin B , Thomas B
Die Bundesregierung hat ihren interaktiven Deutschlandatlas aktualisiert und erweitert. Hier lässt sich z. B. erkennen, wie die Flächennutzung in Bochum im Vergleich zu anderen Städten aussieht. Dass die Versiegelung von Flächen im Ruhrgebiet stärker ist als im bundesweiten Durchschnitt, ist naheliegend. Wie heftig Bochum aber selbst im Vergleich der Ruhrgebietsstädte zubetoniert ist, machen die Zahlen und deren Visualisierung deutlich.
BoKlima / Bo-alternativ zeigt dies am Beispiel Flächenversiegelung und Waldbestand.
Die weitere Versiegelung von Flächen war von der Grünen Ratsfraktion in Frage gestellt worden. Der grüne Fraktionsvorsitzender Sebastian Pewny erklärte am 30. Juni in einer Pressemitteilung: „Die Zustimmung zum Wohnungsbau auf der Fläche Hattinger Straße/Hinter der Kiste im Südwesten ist für uns schwierig. Die Zielkonflikte zwischen Wohnungsneubau und Naturschutz treten immer offener unauflösbar zu Tage. Diese Fläche wird die letzte unversiegelte Fläche sein, der wir zustimmen.“
Die Bochumer SPD warf daraufhin den Grünen Koalitionsbruch vor. Die Grünen knickten ein und veröffentlichten am 7. Juli eine gemeinsame Erklärung mit der SPD: „SPD und GRÜNE stehen zum Koalitionsvertrag. Sie stehen auch zu dem bisher erfolgreich umgesetzten Handlungskonzept Wohnen.“ Hierin wird die weitere Versiegelungen von Flächen zwar problematisiert, aber für notwendig betrachtet.
Durch die Hochwasserkatastrophe ist ein neues gesellschaftliches Bewusstsein über die Folgen der Versiegelung von Flächen entstanden. Es ist nicht auszuschließen, dass auch in der SPD neu darüber nachgedacht wird. Der Grüne Fraktionsvorsitzende traut sich allerdings nicht, jetzt seine Position vom 29. Juni zu bekräftigen. Die weich gespülte neue grüne Formulierung in einer Pressemitteilung vom 16. Juli lautet: „Flächenversiegelung begrenzen“.
Visualisierungen
Hier mal die visualisierten Daten aus dem DeutschlandAtals – heruntergebrochen auf die zentralen Ruhrgebietsstädte :
Zunächst der Anteil der versiegelten Fläche:
Und dies zeigt den minimalen Wald-Anteil den Bochum noch übrig gelassen hat (nur Herne und Duisburg sind schlimmer dran):
3. KBN – (22.04.20) Betriebskonzept für die Markthalle im “Haus des Wissens” in Zeiten des Klimawandels
Klimanotstandsbrief Ein offener Brief des Bochumer Klimaschutzbündnisses an den Oberbürgermeister der Stadt Bochum sowie die im Rat vertretenen Parteien zum Betriebskonzept für die Markthalle im “Haus des Wissens” in Zeiten des Klimawandels
Sehr geehrter Herr Eiskirch, sehr geehrte Damen und Herren,
aus aktuellem Anlass möchten wir uns in Ergänzung unseres Klimanotstandsbriecs vom 16.2.2020 nochmals zu Wort melden. Die Beschlussvorlage Nr. 20200932 sowie die zugehörige Präsentation haben wir uns vor dem Hintergrund des mit Ratsbeschluss vom 6.6.2019 ausgerucenen Klimanotstands und der daraus resultierenden Vorgaben für die Verwaltungsarbeit durchgesehen und geben dazu folgendes zu Bedenken:
Wäre für die Markthalle nicht eine klare und zukunftsgerichtete Aufgabenstel- lung von Nöten? Anders als nach der Überschrict „Decinition der Arbeitsaucgabe I und II“ zu erwarten, cindet sich dort leider keine Aucgabenbeschreibung oder Decinition. Es werden lediglich unsystematisch ein paar Merkmale genannt, die nicht neu sind. Hätte man hier nicht zuerst eine zeitgemäße, das heißt zukunctscähige Aucgabenstellung erwarten dürcen, die auch auc einer Analyse der komplexen Ancorderungen, wie sie sich aus dem Klimanotstandsbeschluss ergeben, cußt? Könnte die Markthalle nicht weit mehr als nur eine „Doppelfunktion“ wahrneh- men? Soweit eine Doppelcunktion der Markthalle als „Erlebniseinkaucsort“ und als „gesellschactlicher Begegnungsort“ aucgerucen wird bedauern wir, dass das Konzept hier nicht viel mehr in die Tiece und Breite geht: denn neben den Funktionen ERLEBEN, EINKAUFEN und BEGEGNUNG drängen sich doch die Funktionen des ERFAHRENS und daraus resultierenden LERNENS geradezu auc. Wo sonst, als in einer Markthalle eines „Hauses des Wissens“ sollte eine solche breite Aucstellung zum Konzept werden?
Bochumer Klimaschutzbündnis – Offener Brief zum HdW – N01 2020 2020-04-22 Landwirtschaft, dwirtschaft, biologische Landwirtschaft und Tierhaltung, Fairer Handel (fair trade) oder Müllvermeidung sucht man in diesem Betriebskonzept vergebens. Der gesamte Text ist zudem, bis auc vereinzelte Ausnahmen, im generischen Maskulin cormu- corm liert. Internationale ionale Studien verweisen aber auc einen engen Zusammenhang zwischen einer gendergerechten Sprache und Ercolgen in der Erreichung von Klimazielen (UBA Texte 23/2018). Das bedeutet, , auch Gendergerechtigkeit würde uns in der Klimakrise weiterhelcen! weiterhelcen Mit anderen Worten: Politik und Öccentlichkeit wurde hier ein Konzept von vorgestern vorgelegt, das weder die hochgesteckten Erwartungen, Erwartungen die an dieses Strategie-2030-Projekt Strategie zu stellen sind, ercüllt, , noch wurde hier in irgendeiner Weise eise der Ratsbeschluss zum Klimanotstand otstand umgesetzt, in dem es bekanntlich heißt: „Die Kommune wird die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen berücksichtigen und wenn immer möglich jene Entscheidungen prioritär behandeln, welche den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen.“ Bochum, den 22. April 2020 Gez.: Ihre Bürger*innen des Bochumer Klimaschutzbündnisses (www.BoKlima.de) c/o Dr. I. Franke (Sprecher von BoKlima) AkU e.V., Alsenstraße enstraße 27, 44789 Bochum Mailkontakt: boklima@boklima.de Homepage: www.BoKlima.de (im Aucbau)