Tunnel ohne Ende ( Stuttgart 21 )

Von Oliver Stenzel| , Datum: 01.07.2020

Auf einmal sind für Stuttgart 21 ein neuer Gäubahntunnel auf den Fildern und zusätzliche Gleise im Norden im Gespräch. Die sollen Probleme lösen, die es ohne das Bahnhofsprojekt gar nicht gäbe. Was nun als Verbesserung verkauft wird, ist nichts anderes als eine Bankrotterklärung.

Für große Aufregung in der Landespresse hatten sie nicht gerade gesorgt, die vergangene Woche bekannt gewordenen Pläne der Bundesregierung, zugunsten des Deutschlandtakts neue Tunnel zu bauen – darunter im Rahmen von Stuttgart 21 einerseits einen neuen Gäubahntunnel auf den Fildern, zum anderen im Norden Stuttgarts zusätzliche Zuläufe zum geplanten Tiefbahnhof für die Schnellfahrstrecke aus Mannheim. Dabei sind diese Pläne im Grunde nichts anderes als eine Bankrotterklärung für das Projekt, ein Offenbarungseid. Denn vor allem die Überlegungen für einen Gäubahntunnel zeigen, wie ein zentraler Bestandteil von S 21, der bis vor Kurzem noch als problemlos umsetzbar behauptet wurde, nun im Handumdrehen entsorgt wird – weil dieser Bestandteil nichts anderes ist als eine planerische Katastrophe. Murks. Letzteres sagt, oh Wunder, nun sogar die bei S 21 sonst so unkritische CDU im Landtag.

Zusätzlich 44 Tunnelkilometer – zu bislang 62

Was nun folgen soll: Zusätzlich zu den schon jetzt gebauten und geplanten 62 Tunnelkilometern unter und um Stuttgart auf den Fildern noch 20 bis 24 Kilometer – und eine Milliarde Euro Kosten mehr. Die trägt möglicherweise hauptsächlich der Bund, falls der Abschnitt in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird. Und bei den Zulaufstrecken im Norden kämen bei der vorgestellten Ausbau-Option noch einmal rund 20 Kilometer Tunnel hinzu, so der Landesvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Matthias Lieb. Laut Klaus Gebhard von der Gruppe “Umstieg 21” sogar rund 24 Kilometer. Damit “werden die Tunnelkilometer für Stuttgart 21 auf die Spitze getrieben”, sagt Lieb.

Scheuers Masterplan

Die Pläne für neue Tunnel im deutschen Schienennetz wurden erstellt im Rahmen des „Masterplans Schienenverkehr“, den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am 30. Juni mit viel Show vorgestellt hat. Er soll dem Ziel dienen, den „Deutschlandtakt“ umzusetzen, „um bis 2030 doppelt so viele Bahnkundinnen und Bahnkunden im Schienenpersonenverkehr zu gewinnen“. In dem Dokument ist dabei auch von einem „Ausbau der Planungs- und Baukapazitäten“ von momentan zwei Milliarden Euro hin zu drei bis vier Milliarden Euro pro Jahr die Rede. Allerdings enthält die präsentierte Fassung des Masterplans noch keine Liste konkreter Infrastrukturprojekte; diese soll bis zum 15. Juli folgen. (os)

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Noch einmal mindestens rund 44 Kilometer zusätzlich, auf einen Schlag noch einmal über zwei Drittel der bisherigen Menge mehr, man wäre dann am Ende bei bald 110 Kilometern. Riesige Mengen zusätzlich an Beton, dessen Bedarf S 21 schon in der bisher geplanten Dimension zu einer CO2-Schleuder macht (Kontext berichtete), und das in einer Zeit, in der die Folgen des Klimawandels nicht mehr zu leugnen sind. Dies führt jede Argumentation, die klimafreundliche Bahn jetzt durch den Deutschlandtakt attraktiver zu machen, ad absurdum.

Kurz: enorme zusätzliche Kosten, enormer zusätzlicher CO2-Ausstoß, ein Umsetzungszeitraum, den man mit Planung, Planfeststellung, Einwendungen, Ausschreibungen und Bau vermutlich eher auf 20 als auf zehn Jahre taxieren kann. Und das alles, um für die neue Station eine Betriebsqualität zu schaffen, die der alte Kopfbahnhof ohnehin schon hat. “Wahnsinn wird mit Wahnsinn bekämpft” beschreibt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 den in seinen Augen “sündhaft teuren Versuch (…) noch irgendwie zu retten, was nicht mehr zu retten ist”.

Auf den Fildern: Von Anfang an Murks

An wenigen Stellen des Projekts trat der Murks so offen zutage wie bei der Filderplanung für die Gäubahn, oder konkret, dem Planungsfeststellungsabschnitt ….

Bahnvertreter argumentierten auf Informationsveranstaltungen zu diesem Abschnitt gegenüber Kritikern auch mit Simulationen, die angeblich eine gute Betriebsqualität und Fahrbarkeit der Strecke nachweisen sollten. Die stimmten nun offenbar doch nicht so ganz, und die Kritiker haben Recht behalten. Gutes Futter für Gedankenspiele, wie sich dereinst dieses Szenario in der zu klein dimensionierten Tiefhaltestelle im Stuttgarter Talkessel wiederholen wird.


Weiter siehe : Kontext Wochenzeitung 01.07.20



( Hinweis von Holger )

Verbote für den Klimaschutz? –

Teil 2: Verbote für den Klimaschutz? – 28. Juni 2020

Die Mehrheit der Bevölkerung hält die Erderwärmung für eine Bedrohung und Gegenmaßnahmen für dringend erforderlich. Doch im Konsumverhalten schlägt sich das kaum nieder. Menschen verzichten ungern freiwillig. Appelle an die Vernunft oder gar die Moral bewirken wenig. Muss also der Staat mit Verboten und Steuern für klimagerechtes Verhalten sorgen? Oder sind Selbstverpflichtungen der bessere Weg – im Privaten wie in der Politik?

Von Dirk Asendorpf Audio starten, abbrechen mit Escape

Deutschland, deine Regeln (2/8) – Verbote für den Klimaschutz?

Audio Download . Download mit LINUX: Rechte Maustaste und “Ziel speichern unter” oder “Link speichern unter”.

  • Sendehinweis: Tiefenblick (Wdh.) | SO 28.05.20 22.30 – 23.00 Uhr | WDR 5

WDR 5 Tiefenblick: Deutschland, deine Regeln. Teil 2 von 8. 28.06.2020. 27:38 Min.. Verfügbar bis 22.06.2021. WDR 5.


Aus der WDR5 – Serie Tiefenblick ; zur WDR-Seite
oder aus der Audiothek

AGROPHOTOVOLTAIK – DOPPELT UND DREIFACH ERNTEN (Vortrag, Frauenhofer, 16.05.20)

auf der letzten LAG Sitzung Wald, Land und ländlicher Raum gab es 2 Vorträge zum Thema Agrar PV-Anlagen die Helge.Ehrhardt (Grüne) sehr gut fand.   Natürlich haben wir in Bochum nicht soviel Agrarfläche, aber das System könnte ja auch auf anderen Flächen sinnvoll eingesetzt werden.   Auf Parkplätzen wie Ruhrpark oder dem großen Kaufland am Ümminger See kann ich mir sehr gut eine Überdachung von 2-3 Parkreihen gleich mit E-Tankstellen darunter vorstellen.  

FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR SOLARE ENERGIESYSTEME ISE
AGROPHOTOVOLTAIK – DOPPELT UND DREIFACH ERNTEN
Max Trommsdorff
Gemeinsame Sitzung BAGen Landwirtschaft und Energie
Online-Sitzung am 16. Mai 2020 www.ise.fraunhofer.de

Agenda
 Herausforderungen Energiewende
 Agrophotovoltaik – von der Idee zur Umsetzung
 Forschungsergebnisse APV-RESOLA
 Food-Energy-Water Nexus


(Info via Heidi))

News von Correctiv.org: Die Verkehrswende und Corona

Klimawandel  Nachrichten zu Klimawandel und Umweltschutz  Liebe Leserin, lieber Leser, unsere besten Zeiten liegen fünf Wochen zurück – zumindest in Sachen Verkehrsemissionen. Mit Corona kam der Verkehr nahezu zum Stillstand: Berufstätige blieben im Homeoffice, Schulen und Kitas schlossen. Die Menschen fuhren mit dem Rad oder gingen zu Fuß.

Mittlerweile hat sich wieder Normalität eingestellt. Mit den Lockerungen kehren die Menschen zurück auf die Fahrbahnen und Straßen. Doch gerade der ÖPNV scheint als Verlierer aus der Krise zu gehen. Viele steigen aus Angst vor dem Virus eher ins eigene Auto statt in den Bus – keine guten Nachrichten für die Klimabilanz! Wie geht es nun weiter, was können wir mitnehmen aus der Corona-Zeit und wie packen wir die überfällige Verkehrswende an? Wie gewonnen, so zerronnen: Was wir aus dem Lockdown für die Verkehrswende lernen können Pop-Up-Radwege, kostenloser ÖPNV oder einfach mal im Homeoffice bleiben. Es gibt viele Konzepte, die den Verkehr im Ruhrgebiet entspannen würden. Mit 1,4 Mllionen Menschen, die hier täglich zwischen den Kommunen zur Arbeit und zurück fahren, ist das Ruhrgebiet absolute Pendlerhochburg. Und viele sind mit dem eigenen Auto unterwegs. In Bochum stößt nun die aktuelle Frei-Park-Aktion in der Innenstadt auf Widerstand bei Umweltinitiativen. Die kostenlosen Parkplätze sollen Anreiz sein, doch mal wieder zum Shoppen und Essen gehen in die Stadt zu fahren – existenziell für die lokalen Läden. Doch aus Klimasicht fatal und möglicherweise ein falsches Zeichen. Wir haben Bürger:innen bei unserer aktuellen Crowdrecherche „Wo Stehst Du?“ sowie lokale Mobilitätsinitiativen gefragt: Was nervt, wo gibt es Hoffnung und was ist die wichtigste Maßnahme auf dem Weg zur überfälligen Verkehrswende? 


Wie gewonnen, so zerronnen (CORRECTIV)
„Wo Stehst Du?“ (Bürgerrecherche) Generation Rettungsschirm Dass Konsequenzen aus der Krise gezogen werden, fordern auch die jungen Vertreter der Generationen Stiftung: „Wir brauchen einen Generationen-Rettungsschirm. Nicht morgen, nicht nächstes Jahr, sondern JETZT.“ Unter diesem Motto fordern sie die Bundesregierung auf, vier Sofortmaßnahmen umzusetzen. Ziel ist eine sozial gerechtere und ökologisch nachhaltige Zukunft. Mit dabei: Klimaschutz! Die Bunderegierung solle das Klimabudget aufstocken, die Klimaschutzbemühungen verstärken und die Notfallsituation der Klimakrise anerkennen. Sie können die Kampagne mit Ihrer Unterschrift und auch aktiver Mithilfe unterstützen.


Jugendorganisationen: Sie kriegen die Krise (Zeit)
Kampagne:Generation Rettungsschirm (Generationen Stiftung) Webinar zur KlimaSCHMUTZlobby Der grüne Europa-Abgeordnete Michael Bloss hatte zu seinem Webinar über die „Klimaschmutzlobby“ gleich zwei Expertinnen unserer Klimaredaktion eingeladen: Katarina Huth erzählte über die Undercover-Recherche bei den millionenschweren Klimawandel-Leugnern der USA, dem Heartland-Institut. Mit einer Kuli-Kamera und monatelangem Taktieren konnte sie beweisen, wie jede:r beim angeblich wissenschaftlichen Institut für Geld Kampagnen kaufen kann. Unsere Klimareporterin Annika Joeres erzählte über ihr neuestes Buch zur „KlimaSchmutzlobby“. Zusammen mit Susanne Götze hat sie jahrelang und mit vielen verdeckten Quellen recherchiert, wer seit Jahrzehnten dafür sorgt, dass der Ausstoß von CO2 immer neue Rekorde erreicht. Diese Spurensuche nach den Bremsern von Klimaschutz hatte aber seinen Preis: Klimawandel-Leugner erteilten ihnen Hausverbote auf ihrer Münchener Konferenz, Ökonomie-Professoren schrieben auf journalistische Anfragen, sie „wollten für ihre restliche Lebenszeit“ nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Dennoch fanden sie Netzwerke marktradikaler Denkfabriken mit direktem Zugang zur Bundesregierung, Rechtspopulisten, die sich mit Klimawandelleugnern vereinigen, und Staatssekretäre, die intern zum „Bermudadreieck der Energiewende“ getauft werden. 

Verschickt: Di, 23. Jun. 2020 8:12
Betreff: Die Verkehrswende und Corona + Anti-Klimaschutz Lobbyismus + Generation Rettungsschirm



Info von Ingo

Erneuerbare Energien: Berliner Unternehmen nimmt Solarstraße in Betrieb

Solmove glaubt, dass große Flächen in Deutschland in Solarkraftwerke verwandelt werden können. Ein Projekt in Frankreich war jedoch wenig erfolgreich.
Artikel veröffentlicht am 18. Juni 2020, 11:30 Uhr, Werner Pluta

Solarstraße (Symbolbild): ergänzen durch induktive Ladesysteme oder LEDs
Solarstraße (Symbolbild): ergänzen durch induktive Ladesysteme oder LEDs (Bild: Charly Triballeau/AFP via Getty Images)

Strom aus der Straße: Das Berliner Startup Solmove hat im Ruhrgebiet ein Stück Straße mit Solarmodulen ausgelegt. Nach einer längeren Testphase ist die Solarstraße jetzt in Betrieb und liefert Strom für ein Bürogebäude und eine Ladestation für Elektrofahrräder.

Die Testanlage der Smart Solar Street befindet sich auf einem Parkplatz auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Westerholt zwischen Gelsenkirchen und Herten. Solmove hat dort im Mai vergangenen Jahres 40 Quadratmeter Solarmodule installiert. Die Photovoltaikzellen sind in eine harte Glasschicht integriert und stabil genug, dass Autos darüberfahren können.

Im Herbst mussten an dem System einige Veränderungen vorgenommen werden. Seit dieser Testphase sei sie vollständig funktionsfähig. Je nach Sonnenstunden liefern die Module zwischen 8 und 18 Kilowattstunden (kWh). Der Solarstrom wird in einen 10-kWh-Stromspeicher gespeist. Dieser versorgt ein Bürogebäude sowie eine Ladestation für Pedelecs.

Die Solarmodule böten die Möglichkeit, auf versiegelten Verkehrsflächen wie Straßen, Radwegen oder Parkplätzen Strom zu erzeugen, teilte Solmove mit. In Deutschland könnten nach Angaben des Berliner Unternehmens auf einer Fläche von rund 1.400 Quadratkilometern Solarstraßen eingerichtet werden.

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Video: Solarstraße Wattway – Colas (1:11)

Der Ertrag könnte ausreichen, um rund 20 Millionen Elektrofahrzeuge zu versorgen. Zudem stellt sich Solmove vor, die Solarstraßen mit weiteren Systemen auszustatten. Induktive Ladetechnik etwa könnte es ermöglichen, die Akkus von Elektroautos während der Fahrt zu laden. Eine andere Möglichkeit wäre, mehrfarbige Leuchtdioden (LED) in die Fahrbahn zu lassen. Die können als Informationssystem fungieren. Eine weitere Idee wäre, die Straßen mit dem Solarstrom zu beheizen, so dass sie im Winter nicht vereisen. Schließlich könnten die Kommunen den Strom ins Netz speisen und so ihre chronisch leeren Kassen füllen.

Der Nutzen solcher Solarstraßen ist allerdings umstritten. In der Normandie, im Nordwesten von Frankreich, wurde 2016 eine in Betrieb genommen. Doch blieben die realen Erträge deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Straßenbelag war zudem nicht stabil genug.



Referenz : bei golem.de : https://www.golem.de/news/erneuerbare-energien-berliner-unternehmen-nimmt-solarstrasse-in-betrieb-2006-149162.html

Dokumentationen / Hintergründe / Filme zu Klimawandel , Klimaschutz , Klimanotstand

Hier mal eine kleine Zusammenstellung von Dokumentationen / Berichten aus der Mediathek zum Thema Klimawandel / Klimaschutz . — Auf alle Fälle diskussionswürdig und sehenswert :
( Die Verfügbarkeit ist unterschiedlich )


Zugriff auf die Mediathek-View-Web zum Stichwort
* Klimawandel ,
* Klimanotstand


Einige besondere Beiträge :

  • (22.06) , ARD , Wie der Klimawandel die Alpen verändert
    Der Klimawandel trifft die Alpen besonders stark. Gletscher schmelzen, Pflanzen und Tiere wandern immer weiter in die Höhe – und Skiliftbetreiber müssen sich wegen des fehlenden Schnees längst neue Methoden für ihren Betrieb ausdenken.
  • (22.06) , ARD , Bäume im Klimawandel & Neutronensterne
    Diesmal verrät uns der Astrophysiker Jörn Wilms von der Remeis-Sternwarte der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, was Neutronensterne sind. Und der Ökophysiologe Henrik Hartmann vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena fragt, wie es unserem Freund, dem Baum, in Zeiten des Klimawandels geht.
  • (22.06) , ARD , Klimawandel, Plastik, rücksichtslose Fangmethoden: Wie bedroht sind unsere Fische?
    Die Themen: Huchen, Äschen, Barben: Heimische Arten in Gefahr | Forschungsschiff Aldebaran: Flüsse und Seen im Visier | Immer weniger Fisch: Ist der Bodensee zu nährstoffarm? | Nachhaltiger Fischfang: Wie verlässlich ist das MSC-Siegel? | Plastik im Wasser: Wie Forscher Nano-Partikel erkennen
  • (20.06) , ARD , Archäologische Holzfunde als Blaupausen für Waldumbau
    Das Projekt “Archaeoforest” hat letzten Herbst begonnen. Ziel ist es, den Wald dem Klimawandel anzupassen und ihn zukunftsbeständig zu machen. Wir zeigen Ihnen, welche Rolle mittelalterliche Bergbauhölzer dabei spielen.
  • (17.06) , ZDF , Klimawandel hinterlässt seine Spuren
  • (13.06) , ARD , Sven Plöger über den Klimawandel
    ARD-Meteorologe Sven Plöger hat ein Buch darüber geschrieben, wie das Klimasystem funktioniert. Fundiert und leicht verständlich erklärt er die komplexen Zusammenhänge. Trotz der hitzigen Aussichten hat er sogar eine gute Nachricht dabei: Wir können das Schlimmste verhindern – vorausgesetzt, wir handeln jetzt!
  • (27.06.19) , ARD , Wie Gemeinden mehr Umweltschutz erreichen wollen
    Erlangen war die erste bayerische Stadt, die den Klimanotstand ausgerufen hat, viele Gemeinden folgten und werden folgen – viele lehnen diesen Schritt aber auch ab. Was bewegt Kommunalpolitiker, wie sehen sie den “Klimanotstand”?
  • (12.12.18) , 3SAT , Klimakiller Holzkohle
    Holzkohle ist ein brandheißes Thema, auch mit Blick auf den Klimawandel. Jedes Jahr nutzen die Europäer 800.000 Tonnen Holzkohle zum Grillen. 70 Prozent der europäischen Grillkohle werden dafür…
  • (15.03.19) , SRF , Grüne Träume
    Es ist die vielleicht grösste globale Protestbewegung seit den 68ern: In über 500 Städten auf der ganzen Welt sind Schülerstreiks geplant. Die Jugendlichen verlangen die Ausrufung des «Klima-Notstands». Und sie verlangen, dass die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 auf netto Null gesenkt werden. Ihr Traum ist so einfach wie klar: Den Klimawandel doch noch rechtzeitig stoppen zu können.
    Wie stark …..
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Weitere Anregungen und Vorschläge bitte eintragen / zusenden …

Brennstoffzellen-Busflotte nimmt in Wuppertal Betrieb auf

Strom aus der Müllverbrennung soll künftig Omnibusse der Wuppertaler Stadtwerke antreiben. Die Energie wird im Kraftwerk als Wasserstoff zwischengespeichert.

In Wuppertal sollen am Samstag, 20. Juni 2020 zehn Linienbusse mit Brennstoffzellen in Betrieb gehen. Das melden die WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH. Der Wasserstoff für ihren Antrieb wird in Wuppertal mit Strom aus der Müllverbrennung erzeugt.

Im Omnibus wird Strom aus der Brennstoffzelle in einer Hochvolt-Lithium-Batterie auf dem Fahrzeugdach zwischengespeichert oder treibt direkt die Elektromotoren an. Das Fahrzeug erreicht eine Leistung von 210 kW. Durch Rekuperation kann der Wasserstoffverbrauch auf rund 9 kg/100 km begrenzt werden. Mit einer Tankfüllung von 38,5 kg entsprechend rund 350 km Reichweite und einer Tankdauer von unter zehn Minuten müssen die Einsatzpläne gegenüber den Bussen mit Dieselmotor nicht wesentlich umgestellt werden.

Die Zweiachser des Typs A330 vom belgischen Herstellers Van Hool sind rund 12 Meter lang, bieten 35 Sitz- und 39 Stehplätze, einen für einen Rollstuhlfahrer und einen für einen Kinderwagen. Die Busse sind barrierefrei, verfügen über USB-Anschlüsse und WLAN.

Ein Bus kostet rund 650.000 Euro und damit fast dreimal so viel wie ein herkömmlicher Dieselbus. Die Gesamtkosten betragen 12 Millionen Euro. 6,5 Millionen Euro kamen von der Europäischen Union, dem Bund, dem Land NRW und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.

Mit der Produktion und Nutzung von Wasserstoff als Treibstoff soll der Schadstoffausstoß in Wuppertal spürbar reduziert werden. Im Müllheizkraftwerk auf Korzert wird aus Wasser durch Elektrolyse Wasserstoff gewonnen, der dafür nötige Strom stammt aus der Müllverbrennung. Die Elektrolysekapazität liegt bei rund 400 Kilogramm Wasserstoff täglich.

Bei Bedarf ist die Anlage erweiterungsfähig. Bereits im kommenden Jahr soll die Wasserstoffbusflotte auf 20 Fahrzeuge verdoppelt werden.


Link zur Seite bei hesie.de

( auf der Seite hat sich eine sehr angeregte Diskussion entwickelt )


Klima-Call – “Die Klimaschmutzlobby”: Buchbesprechung mit Annika Joeres und Katarina Huth

Video zur KlimaSCHMUTZlobby

Der grüne Europa-Abgeordnete Michael Bloss hatte zu seinem Webinar über die „Klimaschmutzlobby“ gleich zwei Expertinnen unserer Klimaredaktion eingeladen: Katarina Huth erzählte über die Undercover-Recherche bei den millionenschweren Klimawandel-Leugnern der USA, dem Heartland-Institut. Mit einer Kuli-Kamera und monatelangem Taktieren konnte sie beweisen, wie jede:r beim angeblich wissenschaftlichen Institut für Geld Kampagnen kaufen kann. Unsere Klimareporterin Annika Joeres erzählte über ihr neuestes Buch zur „KlimaSchmutzlobby“. Zusammen mit Susanne Götze hat sie jahrelang und mit vielen verdeckten Quellen recherchiert, wer seit Jahrzehnten dafür sorgt, dass der Ausstoß von CO2 immer neue Rekorde erreicht. Diese Spurensuche nach den Bremsern von Klimaschutz hatte aber seinen Preis: Klimawandel-Leugner erteilten ihnen Hausverbote auf ihrer Münchener Konferenz, Ökonomie-Professoren schrieben auf journalistische Anfragen, sie „wollten für ihre restliche Lebenszeit“ nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Dennoch fanden sie Netzwerke marktradikaler Denkfabriken mit direktem Zugang zur Bundesregierung, Rechtspopulisten, die sich mit Klimawandelleugnern vereinigen, und Staatssekretäre, die intern zum „Bermudadreieck der Energiewende“ getauft werden. 


Link zur Aufzeichnung bei Youtube


Michael Bloss 59 subscribers Die Klimakrise ist das dringlichste Probleme vor der die kommenden Generation stehen werden. Doch die Emissionen nehmen weiter zu. Wieso? Annika Joeres und Susanne Götze legen in ihrem Buch offen, wie der Klimaschutz durch Lobbyangriffe unter die Räder kommt. Eine Diskussion mit der Autorin Annika Joeres und der Correctiv-Journalistin Katarina Huth. Das Buch “Die Klimaschmutzlobby” ist beim Piper-Verlag erschienen: https://www.piper.de/buecher/die-klim… Die Recherche von Katarina Huth, CORRECTIV, gibt es hier: https://correctiv.org/top-stories/202… ➤ Abonniert meinen Kanal ➤ Verpasst keine Folge ➤ Spread the word! ➤ Folgt mir auf Telegram https://t.me/MichasKlimanews



Info von Ingo

Mit Tiny Forests gegen Klimawandel-Folgen

WDR 5 Neugier genügt – Freifläche. 05.06.2020. 09:07 Min.. Verfügbar bis 05.06.2021. WDR 5.

Biodiversität statt Monokultur: Tiny Forests sind kleine Waldstücke, die in jedem großen Garten angelegt werden können. Sie sollen widerstandsfähig sein gegen die Folgen des Klimawandels. Carolin Weische berichtet darüber im Gespräch mit Anja Backhaus.

Audio Audio Download

Waldboden in Roetgen Audio starten, abbrechen mit Escape . 00:00:00 Audio starten, abbrechen mit Escape


siehe auch beim WDR


1 Jahr Klimanotstand – andere Städte

Konstanz – Ein Jahr Klimanotstand: Was bringt es?

ZDF :

Klimanotstand – vor einem Jahr rief die Stadt Konstanz als erste Stadt in Deutschland diesen aus. Mehr als 60 weitere Städte sind gefolgt. Was hat es gebracht?

Sie waren die Ersten: vor einem Jahr rief Konstanz den Klimanotstand aus. Eine symbolische Aktion, aber mit dem Versprechen, mehr für den Klimaschutz zu tun. Mehr als 60 Städte und Gemeinden sind dem Beispiel gefolgt. Aber hat was was gebracht?

Quelle und Video (ZDF) , 02.05.2020 14:00 Uhr : https://www.zdf.de/nachrichten/video/politik-klima-klimanotstand-100.html


Ein Jahr Klimanotstand in Konstanz: Symbolpolitik oder echter Wandel?

Daniela Becker , Journalistin, München

Der St.-Stephansplatz liegt mitten in Konstanz. Freitags und dienstags findet dort ein Wochenmarkt statt, an den anderen Tagen ist der Platz üblicherweise vollgeparkt. Vielfach durch Autos mit Schweizer Kennzeichnen, die gern zum Shoppen in das schöne Städtchen am Bodensee kommen. Doch im Moment wirkt der Platz öde: Infolge der Corona-Krise dürfen die Schweizer die Grenze nicht mehr passieren.

Die Ödnis schmerzt den städtischen Klimaschutzkoordinator Lorenz Heublein: Am langen Wochenende um den 1. Mai hätten auf dem St.- Stephansplatz Klimaaktionstage stattfinden sollen, genau ein Jahr nachdem die Stadt als erste deutsche Gemeinde den sogenannten “Klimanotstand” ausgerufen hat. Im Anschluss war geplant, die Fläche nicht wieder vollständig als Parkplatz zu nutzen – sondern fortan als “Stadtwandelaktionsfläche”, wo den Bürgerinnen und Bürgern Möglichkeiten zum Klimaschutz aufgezeigt werden. “So wollten wir den ‚Notstand’ in eine aktivierende Mitmachphase überführen”, sagt Heublein. “Wir möchten die Stadtgesellschaft einladen, sich zu beteiligen, weil die Stadtverwaltung nur einen Teil zum Klimaschutz beitragen kann.”

Jannis Krüßmann (rechts) und Cyra Mehrer von #FridaysForFuture ist es noch längst nicht genug, was die Stadt Konstanz fürs Klima unternimmt;

Über das Wort ‚Notstand’ war auch in Konstanz lange diskutiert worden. Viele fanden die begriffliche Nähe zu den Notstandsgesetzen unangemessen. “Natürlich macht der Begriff vielen Menschen auch Angst. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise sieht man, dass der Klimawandel insgesamt immer noch eher als etwas sehr Abstraktes ist und weniger als Gefahr wahrgenommen wird. Nur wenn der Handlungsbedarf klar kommuniziert wird, wird auch etwas passieren”, meint Heublein.

So schienen es schließlich auch alle Parteien des Konstanzer Stadtrats zu sehen. “Der Klimanotstand beinhaltet die Aufforderung, diese Gefahren durch schnelles Handeln abzumildern oder zu beseitigen”, heißt es in dem Beschluss vom 2. Mai 2019, der einstimmig gefasst wurde, also mit den Stimmen aller Fraktionen. #FridaysForFuture ist mit dem bisherigen Ergebnis nicht zufrieden

Schnelles Handeln kann Jannis Krüßmann nicht wirklich erkennen. Der 18-Jährige ist einer der Vertreter von #FridaysForFuture in Konstanz, die die Klimaresolution ausgearbeitet hatten. “Wir dachten, mit dem Begriff ‘Notstand’ wird die Dramatik der Lage klar – und dass die Fraktionen selbst aktiv Klimaschutzmaßnahmen in den Gemeinderat einbringen”, sagt Krüßmann. “Das hat definitiv nicht in dem Ausmaß stattgefunden, wie wir uns das erhofft hatten.”

Zwar wurde innerhalb der Verwaltung direkt nach Beschluss des Notstands eine “Task Force Klimaschutz” eingerichtet, die Maßnahmen erarbeitete. “Wir wollten, dass alle Bereiche die Gelegenheit erhalten, ihre Ideen einzubringen, anstatt ihnen einfach etwas aufzuoktroyieren”, sagt Klimaschutzkoordinator Heublein. Heraus kam ein buntes Sammelsurium an Vorschlägen: vom Ausbau des kommunalen Energiemanagements über einen zentralisierten städtischen Fuhrpark und den Ausbau von Geh- und Radwegen bis hin zum Aufbau eines Klimabürgerrats, der die Verwaltung beraten soll. Daneben sollte eine Kommunikationsoffensive gestartet werden, um die Konstanzer Bürger*innen beim Klimaschutz stärker einzubeziehen.

Auch Gebäudesanierungen spielen eine Rolle: So hat sich die Stadt bei der Deutschen Energieagentur (dena) erfolgreich als Modellkommune für Energiespar-Contracting beworben. Die Gemeinde erhält dadurch nun einen kostenlosen Berater an die Seite gestellt, der sich eine kosteneffiziente Strategie überlegt, um in Zusammenarbeit mit Rundum-Dienstleistern ausgewählte Gebäude energetisch zu modernisieren. Immerhin: Der Stadtrat muss jetzt jeden Beschluss auf Klimafolgen prüfen

Eine weitere Maßnahme sind die so genannten “Klimarelevanzprüfungen”. Die Gemeinderäte müssen nun bei jeder Beschlussvorlage per Kästchenabfrage beantworten, ob mit dem Beschluss eine positive, negative oder gar keine Auswirkungen für den Klimaschutz zu erwarten sind. Wird “negativ” ankreuzt, was im Grunde bei nahezu allen Beschlüssen zur Stadtentwicklung und Infrastruktur der Fall ist, muss die eigentliche Begründung zur Vorlage darauf eingehen, wie diese negativen Auswirkungen konkret aussehen – und was man unternommen hat, um diese möglichst gering zu halten.

Quelle : torial.com : https://www.torial.com/daniela.becker/portfolio/490616 ,
und Klimafakten.de : https://www.klimafakten.de/meldung/ein-jahr-klimanotstand-konstanz-symbolpolitik-oder-echter-wandel



Erlangen

Am 29. Mai 2019 wurde in der Universitätsstadt Erlangen der Klimanotstand ausgerufen. Zeit für eine Zwischenbilanz.

1 Jahr Klimanotstand, Zwischenbilanz (Video via Youtube ) : https://www.youtube.com/watch?v=VwVldPfWfLo



Kiel

Praxisbeispiel: Kiel im Klimanotstand | Meine Kommune im Klimanotstand

Deusche Bundesstiftung Umwel

Viedeo :

Durch die Warnungen der Klimawissenschaftler*innen, die Extremwetterereignisse der letzten Jahre und nicht zuletzt durch Aktivitäten von Fridays For Future ist der Klimaschutz ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit gerückt. Die aktuell unverändert ansteigenden Treibhausgasemissionen verlangen nach raschen, ambitionierten Zielsetzungen und umfassenden Handlungen auf allen staatlichen Ebenen. Eine besondere Rolle kommt hier den Städten, Gemeinden und Kreisen zu. Mit ihrer Planungshoheit für Gebäude und im Verkehrsbereich entscheiden die Kommunen heute maßgeblich über die Treibhausgasbelastung der Atmosphäre in der Zukunft. Dank ihrer Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern können hier positive Impulse für Klimaschutz in der Kommune gesetzt werden.

Referentin:
Anna Muche, Klimaschutzmanagerin Stadt Kiel https://www.kiel.de/

Playlist mit allen Videos der Veranstaltung: https://www.youtube.com/playlist?list…
Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/d_b_u/a… ________________________________________

Veranstaltet durch:
Klima-Bündnis: https://www.klimabuendnis.org
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: https://www.klimaschutz-niedersachsen…
EnergieAgentur.NRW: https://www.energieagentur.nrw/
LandesEnergieAgentur Hessen: https://www.landesenergieagentur-hess…
Deutsche Bundesstiftung Umwelt: https://www.dbu.de/

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) https://www.dbu.de/



Veranstaltung : Meine Kommune im Klimanotstand – Was nun

Zusammenfassung der Veranstaltung | Meine Kommune im Klimanotstand – Was nun , 29.01.2020 DBU , Zentrum für Umwelt


Video : https://www.youtube.com/watch?v=M_9q5wu4ZGY

Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU
Durch die Warnungen der Klimawissenschaftler*innen, die Extremwetterereignisse der letzten Jahre und nicht zuletzt durch Aktivitäten von Fridays For Future ist der Klimaschutz ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit gerückt. Die aktuell unverändert ansteigenden Treibhausgasemissionen verlangen nach raschen, ambitionierten Zielsetzungen und umfassenden Handlungen auf allen staatlichen Ebenen. Eine besondere Rolle kommt hier den Städten, Gemeinden und Kreisen zu. Mit ihrer Planungshoheit für Gebäude und im Verkehrsbereich entscheiden die Kommunen heute maßgeblich über die Treibhausgasbelastung der Atmosphäre in der Zukunft. Dank ihrer Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern können hier positive Impulse für Klimaschutz in der Kommune gesetzt werden.

Statements von:

  • Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär
  • • Prof. Dr. Markus Große Ophoff, DBU Zentrum für Umweltkommunikation
  • • Anna Muche, Klimaschutzmanagerin Stadt Kiel
  • • Cornelia Rösler, Deutsches Institut für Urbanistik
  • • Dr. Dag Schulze, Klima-Bündnis
  • • Dr. Karsten McGovern, LandesEnergieAgentur Hessen
  • • Josephine Dai, Fridays For Future Osnabrück
  • • Cord Hoppenbrock, Klimaschutzmanager Landkreis Osnabrück
  • • Marcus Müller, Stadt Lüdenscheid
  • • Heinrich Strößenreuther, GermanZero
  • • Sarah Göttlicher, WertSicht
  • • Isa Reher, Kreis Stormarn