Kategorie: #-Status zur Sichtbarkeit
Kritik an Plug-in-Hybriden: Klimakiller mit Staatsförderung
(taz , 02.09.20)
Im Realbetrieb stoßen Plug-in-Hybride bis zu 7-mal so viel CO2 aus wie offiziell angegeben. Darum fordert die DUH, sie nicht mehr zu fördern.
Der Name täuscht: Tatsächlich zum Laden eingesteckt werden Plug-in-Hybride nur selten Foto: Jorge Silva / Reuters
Der Bundesregierung gelten sie offiziell als Klimaschützer: Sogenannte Plug-in-Hybride, also Fahrzeuge, die sowohl einen Benzin- als auch einen Elektromotor haben und deren Batterie an der Steckdose aufgeladen werden kann. Die Anschaffung wird vom Staat mit bis zu 4.500 Euro unterstützt, als Dienstwagen werden sie geringer besteuert, und weil Plug-in-Hybride ebenso wie reine Elektroautos mit dem Buchstaben „E“ am Ende des Nummernschilds gekennzeichnet werden, dürfen sie in manchen Kommunen kostenlos parken und vereinzelt sogar Busspuren benutzen.
Begründet wird diese Förderung mit der angeblichen Klimafreundlichkeit der Fahrzeuge. Und tatsächlich ist der CO2-Ausstoß pro Kilometer auf dem Papier gering: Die Werte liegen zwischen 25 und 90 Gramm – und damit weit unterhalb von vergleichbaren reinen Benzinern und unter dem EU-Flottengrenzwert von 95 Gramm.
Doch das stimmt nur, wenn der Wagen tatsächlich zum Großteil mit dem Elektromotor angetrieben wird. Das sei aber in der Praxis nicht der Fall, meint Barbara Metz, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Die Fahrzeuge verfügten oft nicht über Schnellladetechnik, sodass das Laden extrem lange dauere.
Zudem würden sie oft als Dienstwagen zugelassen, die die NutzerInnen mit einer Tankkarte betanken könnten. „Damit gibt es keinen Anreiz, sie zu Hause zu laden“, meint Metz. Von Händlern ist zu hören, dass bei gebrauchten Hybridfahrzeugen das Ladekabel oft gar nicht ausgepackt worden sei. Und selbst wenn die Fahrzeuge geladen werden, ist die Batterie so klein, dass sie schon nach kurzer Zeit wieder mit Benzin fahren müssen.
Und dann sieht die Klimabilanz völlig anders aus als auf dem Papier. Das zeigen Tests, die die DUH mit mehreren Modellen durchgeführt hat. So stieß eine Mercedes A-Klasse statt der offiziell angegebenen 28 Gramm CO2 pro Kilometer im realen Betrieb 128 bis 209 Gramm aus. Bei einem Volvo XC40 waren es statt 50 Gramm bis zu 362 Gramm, wenn die Batterie leer war. Beim Porsche Cayenne E-Hybrid wurden statt der angegebenen 89 Gramm bis zu 500 Gramm gemessen, wenn das Fahrzeug im „SportPlus“-Modus gefahren wurde.
Verkehrsexperte Axel Friedrich, der die Tests für die DUH durchgeführt hat, findet es „pervers“, dass die Fahrzeuge als umweltfreundlich beworben werden dürfen. Die DUH fordert darum, dass die Bundesregierung die Förderung von Plug-in-Hybriden beim Autogipfel in der nächsten Woche beendet. „Es muss Schluss sein mit milliardenteuren Scheinlösungen, die dem Klima nicht nützen, sondern sogar schaden“, sagte Barbara Metz.
Aus der taz : https://taz.de/Kritik-an-Plug-in-Hybriden/!5706790/
Ökonom Ottmar Edenhofer ausgezeichnet: Preis für CO2-Preis-Vorkämpfer
Klima-Ökonom Ottmar Edenhofer erhält den diesjährigen Umweltpreis der Bundesstiftung Umwelt DBU. Geehrt wird sein Kampf für die CO2-Bepreisung.
Chef des Potsdam-Institus für Klimafolgenforschung Ottmar Edenhofer Foto: Mauersberger/imago
BERLIN taz | Mit Preisen kennt sich Ottmar Edenhofer nun wirklich aus: Seit etwa 15 Jahren bearbeitet der Ökonom und Chef des Potsdam-Institus für Klimafolgenforschung (PIK) die Politik, seine Zunft und die Öffentlichkeit mit der Forderung, Kohlendioxid müsse überall einen ordentlichen Preis bekommen, um das Versagen des Marktes zu beenden.
Letztes Jahr erzielte der weltweit renommierte Wissenschaftler einen kleinen Erfolg: Im Klimapaket der Bundesregierung tauchte ein CO2-Preis für Verkehr und Gebäude auf (wenn auch in eher homöopathischen Dosen).
Nun bekommt Edenhofer einen richtig großen Preis: Die Deutsche Bundesstitfung Umwelt DBU verleiht ihm ihren Umweltpreis 2020, für „entscheidende Impulse im Diskurs über finanzielle Anreize als Instrument für mehr Klima- und Umweltschutz“. Edenhofer teilt sich Europas bestdotierte Öko-Auszeichung (500.000 Euro) mit dem Geschwisterpaar Trappmann, das seine Blechwarenfabrik in Limburg auf Umweltschutz trimmt.
„Es kostet nicht die Welt, den Planeten zu retten“
Ottmar Edenhofer ist neben Co-Leiter des PIK (zusammen mit Johan Rockström) auch Professor an der TU Berlin und Chef des Thinktanks Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Dazu schreibt er mit KollegInnen regelmäßig Studien und Papers. Edenhofer berät unter anderem die Bundesregierung und die Weltbank und legte 2014 als Hauptautor des UN-Klimarats IPCC dar, dass sich Klimaschutz auch ökonomisch rentiere. Sein Credo: „Es kostet nicht die Welt, den Planeten zu retten.“
Der 1961 in Niederbayern geborene Edenhofer wollte ursprünglich katholischer Priester werden. Als Mitglied des Jesuitenordens betreute er im Bosnien-Krieg Flüchtlinge. Geblieben ist dem inzwischen verheirateten zweifachen Vater die Verbindung zur Kirche: 2015 beriet er Papst Franziskus, als der seine einflussreiche Öko-Enzyklika „Laudato Si“ schrieb.
Den Kapitalismus will der Ökonom reformieren, nicht abschaffen. Er fordert staatliche Eingriffe wie Regeln und Steuern, andererseits plädiert er für nachhaltiges Wirtschaftswachstum, um vor allem in Entwicklungsländern die Armut zu bekämpfen.
„Der Preis ist eine große Ehre und kommt überraschend“, sagte Edenhofer der taz. „Ich hätte am Beginn meiner Arbeit nie gedacht, dass dieses Thema so prägend würde. Ich meinte: Das liegt doch auf der Hand, dass externe Kosten in die Preise einfließen müssen.“
Er habe unterschätzt, wie sensibel die Politik auf höhere Energiepreise für Arme oder Landbewohner reagiere, etwa wenn Benzinpreise duch CO2-Abgaben steigen, sagt Edenhofer.
Seine Vorschläge, die Einnahmen aus den CO2-Einnahmen des Klimapakets sozialverträglich auszugleichen und an die Menschen zurückzugeben, wurden von der Koalition allerdings ignoriert. Edenhofer hat in seinen Jahren der Politikberatung auch gelernt: In der Politik setzt sich nicht immer die beste Lösung durch.
Bis 2009 beriet er auch den damaligen SPD-Außenminister Frank Walter Steinmeier. Der überreicht ihm nun am 25. Oktober als Bundespräsident den Umweltpreis.
Aus der taz : https://taz.de/Oekonom-Ottmar-Edenhofer-ausgezeichnet/!5712072/
Warum die Klimakrise so deprimierend ist
Alle reden über Corona, doch die Klimakatastrophe ist eine weit größere Bedrohung. Schon die Veränderungen im eigenen Garten sind gravierend. Eine Analyse von Friedhelm Greis
veröffentlicht am 28. August 2020, 12:05 Uhr, bei golem.de
Wie würden die Schlagzeilen des Jahres 2020 aussehen, wenn es keine Coronapandemie gäbe? Erinnert sich noch jemand an die verheerenden Buschbrände in Australien? Die Rekordtemperaturen in Sibirien, verbunden mit Waldbränden? Derzeit brennen die Wälder wieder in Kalifornien in nie dagewesenem Umfang. Der dritte Dürresommer in Folge in vielen Regionen Deutschlands hat aber auch vielen Menschen hierzulande klar gemacht, dass nach dem Ende der Pandemie ein weit größeres Problem ungelöst wartet: die Klimakatastrophe. Ein Problem, das sich vielleicht gar nicht mehr lösen lässt. Inhalt:
- Wetter: Warum die Klimakrise so deprimierend ist
- Die Klimakrise ist zu Hause angekommen
- Der Klimawandel ist zu langfristig
- Jede Hiobsbotschaft wird zur Glaubensprobe
- Umweltzerstörung wird ausgeblendet
- Nur die junge Generation hat die Klimakrise verstanden
Anders als bei der Coronapandemie hat man das Gefühl, sowohl als Individuum als auch als Gesellschaft, der Klimakrise mehr oder weniger hilflos ausgeliefert zu sein. Woran liegt das?
Corona machte vieles möglich
Die Pandemie hat zumindest gezeigt, dass die Menschheit eine globale Gefahr erkennen und diese mehr oder weniger gemeinsam bekämpfen kann. Auch jeder einzelne konnte und kann dazu beitragen, das Infektionsrisiko für sich selbst zu reduzieren und damit auch die Verbreitung der Krankheit insgesamt einzudämmen. Weltweit werden Wissenschaft und Technik dafür eingesetzt, das Virus zu bekämpfen und die Folgen der Pandemie beherrschbar zu machen.
Wochenlang wird über eine praktisch nutzlose Kontaktverfolgungsapp mit einer Verve diskutiert, die in der Klimadebatte nur dann vorhanden ist, wenn Greta Thunberg über den Atlantik segeln will oder der WDR-Kinderchor die Oma als Umweltsau besingt. Stellenmarkt
Trotz aller Kritik herrscht in der Coronapandemie der Eindruck vor, dass die Gesellschaft der Bedrohung nicht ohnmächtig ausgeliefert ist. Die Politik erscheint handlungsfähig, wirft für unumstößlich gehaltene Prinzipien in kürzester Zeit über Bord. Warum ist das nicht bei einer Gefahr möglich, die mittel- und langfristig viel gravierender als ein Virus ist?
….
Nur die junge Generation hat die Klimakrise verstanden
Selbst in autokratischen Ländern wie Iran kommt es aber nun zu Protesten, wenn an der Benzinpreisschraube gedreht wird. In demokratischen Ländern, wie bereits in Frankreich, entstehen schnell Bewegungen wie die Gelbwesten. Stellenmarkt
Dennoch ist es beschämend zu beobachten, dass vor allem Kinder und Jugendliche eine radikalere Klimapolitik einfordern. Natürlich müssen sie befürchten, viel länger und stärker von den drohenden Klimaveränderungen betroffen zu sein. Doch die ältere Generationen versagt, wenn sie die schon bestehenden Möglichkeiten zum Klimaschutz wie den Bau neuer Stromtrassen, Windräder oder Pumpspeicherkraftwerke aus fadenscheinigen Gründen ablehnt oder blockiert.
Handeln ohne direkten Effekt
Natürlich ist kein demokratisch gewählter Politiker bereit, Millionen Arbeitsplätze zu riskieren, damit sich die Erde vielleicht im 22. Jahrhundert etwas schneller abkühlt. Wenn sich die Erwärmung jedoch beschleunigt und verschiedene Klima-Kipppunkte erreicht werden, könnte das Leben auch für die älteren Generationen in Deutschland ungemütlicher werden. Was bleibt zu tun, um nicht deprimiert die Hände in den Schoß zu legen und in “ökologische Trauer” zu verfallen, wie es inzwischen die Psychologen nennen?
“Obwohl die Handlungen eines einzelnen Individuums keinen Effekt auf das Klima haben, heißt das nicht, dass sie bedeutungslos sind”, schreibt Franzen. Er schlägt vor, die Welt auf die unvermeidlichen Veränderungen vorzubereiten und krisenfester zu machen, nicht nur im Großen, auch im Kleinen. “Das Absichern fairer Wahlen ist eine Klimaaktion. Die Bekämpfung extremen Reichtums ist eine Klimaaktion. Das Abschalten der Hassmaschinen in den sozialen Medien ist eine Klimaaktion”, schreibt Franzen.
Was tun?
Wie soll der einzelne Mensch in seinen vielen Rollen als Konsument, Berufstätiger, Bürger oder Elternteil konkret damit umgehen? Nach Ansicht Franzens sollte man deutlich mehr tun als Grün zu wählen, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren oder Flüge zu vermeiden, wenn man die Klimakatastrophe als Fakt akzeptiere.
Als privater Konsument ist es vermutlich noch am einfachsten, sich “klimafreundlicher” zu verhalten und aus dem Perfektionswahn des Konsums auszusteigen. Wenn man es wirklich will. Doch beruflich bleibt vielen Menschen noch gar keine andere Wahl, als klimaschädliche Produkte zu entwickeln, herzustellen, zu verkaufen. Oder weite Strecken mit dem Auto oder Flugzeug zurückzulegen. Selbst als Journalist stellt sich die Frage: Sind Inlands- oder Langstreckenflüge vertretbar, nur um über ein neues Elektroauto zu berichten? Und müsste nicht viel mehr über die Klimakatastrophe berichtet werden? Oder wäre das, wie dieser Artikel, nicht auf die Dauer zu deprimierend? Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe – Techniken und Planung – Ökonomie und Ökologie – Energiewende (Deutsch)
Das Ende im Garten
In seinem Roman Candide hat Voltaire den naiven Jüngling Candide im 18. Jahrhundert eine Weltreise machen lassen, um den theologischen Optimismus eines Leibniz oder Wolff zu persiflieren. Dabei geriet Candide von einer Katastrophe in die nächste, selbst das verheerende Erdbeben von Lissabon im Jahr 1755 und die Inquisition blieben ihm nicht erspart.
Heutzutage würde es Voltaire wohl reichen, eine junge Greta oder Luise von einem Klimadesaster zum nächsten zu schicken, von einer erfolglosen Klimakonferenz zur anderen, um sie von ihrem Glauben an “die beste aller Welten” zu heilen. Statt von der Inquisition gefoltert zu werden, müssten sie ständig Interviews geben. Sogar bei der weisen Regentin Angela müssten sie antichambrieren.
Voltaires Roman endet mit dem bekannten Zitat: “Allein es gilt, seinen Garten zu bestellen.” 250 Jahre später müsste es wohl heißen: “Allein es gilt, seinen Garten zu bewässern.”
Vollständiger Bericht bei golem.de : https://www.golem.de/news/wetter-warum-die-klimakrise-so-deprimierend-ist-2008-150470.html
Halbzeit: Umwelt — Versiegelung 0 : 1 In Bochum soll gebaut werden – und wie …
Seit 2019 herrscht in Bochum der „Klima-notstand“. Die Stadt will ab sofort „… die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen berücksichtigen und wenn immer möglich jene Ent-
scheidungen prioritär behandeln, welche den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen“.
informieren Sie sich und seien Sie kritisch
unterstützen Sie die Petitionen der verschiedenen Bochumer Umweltinitiativen und Naturschutzverbände prüfen Sie als Wähler, wem Sie die Verantwortung für den Klima- und Umweltschutz in die Hände geben dringen Sie als Parteimitglied auf die Erfüllung der klimapolitischen Ziele der Stadt stellen Sie sich als Mitglied eines städtischen Gremiums der persönlichen Mitverantwortung für das Bochumer Klima.
Schadensrekorde bei Bäumen: Klimaziel lebt, Wald stirbt
(von taz.de))
Deutschland stieß 2019 deutlich weniger CO2 aus und nähert sich so dem Klimaziel. Aber Dürre und Käfer killen mehr Bäume als zuvor.
Die Wälder in Deutschland leiden unter der Trockenheit und Käfern
BERLIN taz | Die Bundesregierung verkündet Fortschritte beim Klimaschutz – gleichzeitig aber steigen auch wegen der Erderwärmung aktuell die Waldschäden weiter an und die Bauern klagen über eine schlechte Ernte.
Während das Bundeskabinett am Mittwoch den Klimaschutzbericht 2019 beschloss und stolz verkündete, die CO2-Emissionen seien seit 1990 um 35,7 Prozent gesunken, veröffentlichte das Landwirtschaftsministerium neue Schadensrekorde aus den deutschen Wäldern. Schon am Vortag hatte der Bauernverband gewarnt, wegen der anhaltenden Dürre sei die Ernte auch 2020 im dritten Jahr in Folge schlechter als im Schnitt der letzten fünf Jahre.
Der Klimaschutzbericht verkündet für 2019 805 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, deutlich unter der Vorgabe aus dem Klimaschutzgesetz für 2020. Grund für den Erfolg sei vor allem der starke Rückgang in der Energiewirtschaft (etwa minus 17 Prozent), der durch höhere Preise im EU-Emissionshandel getrieben wird.
Wieder einmal steigen die CO2-Emissionen im Verkehr
Auch in den Bereichen Industrie, Abfallwirtschaft und Landwirtschaft sanken die klimaschädlichen Emissionen. Mehr Klimagase kommen dagegen aus der Heizung und Kühlung von Gebäuden und aus dem Verkehr.
Die Coronakrise hat auf die Zahlen keinen Einfluss, da es sich um Daten für 2019 handelt. Wegen der Rezession, die die wirtschaftliche Aktivität 2020 massiv reduziert hat, rückt das ursprüngliche Klimaziel von minus 40 Prozent für 2020 aber in greifbare Nähe, heißt es in dem Bericht.
Dem deutschen Wald nutzt das alles allerdings wenig. Laut neuesten Zahlen aus den Bundesländern sind nun durch die extreme Dürre, Stürme und Schädlingsbefall insgesamt 178 Millionen Kubikmeter Schadholz angefallen statt bisher 160 Millionen. Aufgeforstet werden müsse nun eine Fläche von 285.000 Hektar (größer als das Saarland), bei der letzten Inventur waren es noch 245.000 Hektar.
„Dürre und Schädlinge haben die Widerstandskraft der Bäume so geschwächt, dass insbesondere die Fichten in den Tieflagen bestandsweise und sogar flächig absterben“, erklärte das Landwirtschaftsministerium.
Ähnlich düster ….
(vollständiger Artikel bei taz.de)
Die Linke: Mobilitätspaket nachbessern!
Bus und Bahn an mehr Tagen kostenfrei nutzen, zusätzliche Fahrrad-Stellplätze und temporäre Radspuren: Mit diesen Maßnahmen will die Bochumer Linke das Mobilitätspaket zur Wiederbelebung von Handel und Gastronomie nachbessern.
Über den Antrag entscheidet der Bochumer Rat am Donnerstag, den 27. August. „Das bisher beschlossene Paket ist stark unausgewogen“, sagt Horst Hohmeier, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat. „Die Stadt übernimmt ganze 16 Wochen lang Parkgebühren für Autos, aber die Anreise mit Bus und Bahn soll gerade einmal an vier einzelnen Tagen kostenlos sein. Das benachteiligt alle, die sich kein Auto leisten können, oder die bewusst darauf verzichten. Deswegen muss der Rat jetzt in den Bereichen nachbessern, die bei den bisherigen Planungen deutlich zu kurz gekommen sind.“
Konkret beantragt Die Linke, dass die Zahl der Tage, an denen der Nahverkehr kostenfrei genutzt werden kann, deutlich erhöht wird. „Damit die Aktion überhaupt eine Wirkung haben kann, muss mindestens an allen Samstagen bis zum Jahresende auf Ticketpreise verzichtet werden“, so Horst Hohmeier. „Die Stadt muss außerdem kurzfristig zusätzliche sichere Radstellplätze in der Innenstadt schaffen und temporäre Radspuren auf den Radialstraßen und dem Innenstadtring einrichten.“ Zusätzlich zur Schaffung sicherer, attraktiver und kostenfreier Anfahrtmöglichkeiten in die Innenstadt will Die Linke dem Bochumer Handel und der Gastronomie ein weiteres Angebot machen: Sie sollen die von ihnen genutzten Freiflächen erweitern können. Dafür beantragt die Linksfraktion ein Konzept zur temporären Umwidmung von Parkplätzen zur Nutzung als Popup-Biergärten, Open-Air-Verkaufsflächen und so weiter.
„Und im Anschluss an diese Sofortmaßnahmen müssen wir darüber reden, wie wir die positiven Effekte dauerhaft verstetigen können“, sagt Horst Hohmeier. „Den Radwege-Ausbau müssen wir zum Beispiel dringend beschleunigen.“ Mittelfristiges Ziel der Bochumer Linken ist außerdem eine Umstellung der ÖPNV-Finanzierung, um Ticketpreise ganz überflüssig zu machen. Als erste Schritte auf dem Weg dahin strebt Die Linke die Einführung eines kostenlosen Sozialtickets und eines 365-Euro-Jahrestickets (1 Euro pro Tag) für alle anderen an.
Klimaaktivistin trifft Merkel: Thunberg kommt ins Kanzleramt — Zwei Frauen, die sich ähneln
(taz 19.08)
Kanzlerin Angela Merkel empfängt Klimaaktivist*innen zum Austausch über die EU-Klimapolitik. Umweltverbände hoffen, dass das auch Konsequenzen hat.
Statt nur vor dem Kanzleramt zu demonstrieren, wollen Neubauer und Thunberg nun drinnen diskutieren Foto: Michael Kappeler/dpa
BERLIN dpa/taz | Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft am kommenden Donnerstag eine Gruppe von Klimaaktivistinnen um Greta Thunberg und Luisa Neubauer zu einem Meinungsaustausch im Kanzleramt. Die CDU-Politikerin wolle mit den Vertreterinnen von Klimabewegung Fridays for Future den nationalen und internationalen Klimaschutz erörtern, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Er fügte hinzu, die Kanzlerin unterstütze junge Menschen, die auf die Straße gingen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.
Die Kanzlerin will die deutsche EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um beim Klimaschutz voranzukommen. Thunberg und Neubauer haben der Bundesregierung wiederholt vorgeworfen, sich nicht ausreichend für das Klima einzusetzen. Sie fordern, dass Regierungen in aller Welt endlich anfangen müssten, die Klimakrise als eine Krise zu behandeln.
Neben Thunberg und Neubauer sollen nach dpa-Informationen auch die beiden Belgierinnen Anuna de Wever und Adélaïde Charliér bei Merkel dabei sein. Die vier Aktivistinnen hatten die EU vor knapp einem Monat gemeinsam zu Maßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe aufgerufen.
Thunberg bestätigte das Treffen am Nachmittag auf Twitter. Ihren Angaben zufolge sind dafür 90 Minuten angesetzt. Diskutiert werden soll unter anderem ein offener Brief. In diesem forderten die Aktivist*innen unter anderem den sofortigen Stopp von Investitionen in und Subventionen für fossile Brennstoffe sowie die Festlegung verbindlicher CO2-Budgets. Das Schreiben haben bislang mehr als 120.000 Menschen unterzeichnet, darunter Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai und zahlreiche Prominente wie Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.
Umweltorganisationen halten das Gespräch für ein wichtiges Signal. Dem müssten jedoch auch Taten folgen, forderte Lutz Weischer von Germanwatch: „Die Bundeskanzlerin muss die EU noch in diesem Jahr zu einem verbesserten Klimaziel für 2030 von mindestens minus 55 Prozent führen und alles dafür tun, dass auch eine darüber hinausgehende Zielgröße möglich wird.“
Schwere Vorwürfe beim UN-Klimagipfel
Ähnlich sieht das BUND-Geschäftsführerin Antje von Broock: „Es ist ein gutes Signal, dass sich Frau Merkel mit den Forderungen der jungen Klimaaktivistinnen auseinandersetzt. Ob es sich um mehr als nur einen symbolischen Akt handelt, zeigt sich, wenn die Bundeskanzlerin ihr politisches Gewicht für ein höheres EU-Klimaziel in die Waagschale werfen wird.“
Erstmals waren Merkel und Thunberg im September am Rande eines UN-Klimagipfels aufeinander getroffen, allerdings nur zu „Smalltalk und Selfies“, wie die Schwedin später berichtete. Bei dem Gipfel New York erhob sie in einer aufsehenerregenden Rede („How dare you?“) schwere Vorwürfe gegen die anwesenden Staats- und Regierunschefs.
Das jetzt geplante Treffen mit Merkel fällt für Thunberg mit dem zweiten Jahrestag des Beginns ihres Klimaprotests zusammen. Am 20. August 2018 hatte sich die damals 15-jährige Schwedin vor den Reichstag in Stockholm gesetzt, um ihre Regierung zu einem stärkeren Handeln gegen die Klimakrise aufzufordern. Daraus ist die internationale Klimabewegung Fridays for Future entstanden, die vor allem in Deutschland sehr viele Anhänger gefunden hat.
vollständigen Artikel bei taz.de
(taz 20.08)
Greta Thunberg bei der Kanzlerin: Zwei Frauen, die sich ähneln
Sowohl Kanzlerin Merkel als auch Aktivistin Thunberg wollen den Klimakollaps verhindern. Wie das konkret klappen kann, können aber beide nicht sagen.
Treffen mit Abstand: Greta Thunberg und ihre Mitstreiterinnen mit Bundeskanzlerin Merkel Foto: Steffen Kugler/DEG/reuters
Es mag zunächst erstaunen, dass Greta Thunberg einen Termin im Kanzleramt bekommt. Aber so groß sind die Unterschiede zwischen ihr und Merkel gar nicht, denn beide teilen das gleiche Ziel: Auch die Kanzlerin will vermeiden, dass sich die Erde unerträglich erhitzt. Die Bundesrepublik ist dem Pariser Klimaabkommen 2016 beigetreten – da gab es Fridays for Future noch gar nicht.
Thunberg beklagt zu Recht, die derzeitige Umweltpolitik reiche niemals dafür aus, dass Deutschland seine Klimaziele einhielte. Nur: Eine konkrete Alternative hat auch sie nicht zu bieten. Thunberg fordert zwar eine klimaneutrale Wirtschaft, aber es bleibt nebulös, wie man sich diese Welt vorzustellen hat. Verbot aller Flugzeuge? Aller privaten Autos? Aller Handys? Aller Neubauten? Muss jeder Vegetarier werden?
Dazu steht nichts in dem offenen Brief, den Thunberg und drei weitere Aktivistinnen an alle EU-Regierungen geschickt haben. Diese Sprachlosigkeit verweist auf eine weitere Gemeinsamkeit mit der Kanzlerin: Auch Merkel ist ratlos, wie ein Umstieg in eine klimaneutrale Wirtschaft gelingen könnte.
Der Unterschied zwischen Merkel und Thunberg ist vor allem politästhetischer Natur: Merkel gesteht ihre Ratlosigkeit indirekt ein, indem sie weitermacht wie bisher. Es wird Klimapolitik betrieben, aber nur als grüne Fassade. Der Kern der Wirtschaft bleibt fossil – weil der Ökostrom niemals dazu reichen würde, einen krisenfreien Aufschwung zu garantieren.
Wie sieht ein „neues System“ aus?
Thunberg hingegen maskiert ihre Ratlosigkeit durch Radikalität. Sie fordert ein „neues System“, doch dieses wird nirgendwo konkret beschrieben. Also passiert politisch nichts. Ungewollt stabilisiert auch Thunberg die bisherige Wirtschaftsordnung.
Dies ist keine Kritik an Fridays for Future. Es wäre eine Überforderung, ausgerechnet von SchülerInnen zu verlangen, schlauer als der Rest der Gesellschaft zu sein. Aber das Treffen im Kanzleramt zeigt einmal mehr, dass es kein „Politikversagen“ ist, dass der Klimaschutz nicht vorankommt. Es fehlt ein tragfähiges Konzept.
Parlamentarisches Neuland? Ein Bürgerrat für die Energiewende
(24.06.2020 , neulandquartier.de)
Neun von zehn Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland befürworten eine stärkere Nutzung der Erneuerbaren Energien (EE). Das ergab Ende 2019 eine repräsentative Umfrage der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Umso erstaunlicher, dass der Widerstand gegen geplante Bau- und Infrastrukturvorhaben im Bereich der EE oftmals immer noch die mediale Berichterstattung dominiert: ob eine Bürgerinitiative gegen ein geplantes Erdkabel oder eine Interessengemeinschaft gegen neue Windräder – die Fronten im Vorhaben sind oft schon vor dem Planungsbeginn massiv verhärtet und die Zusammentreffen von Projektträgern und Bürgerinnen und Bürgern gestalten sich spannungsgeladen. Unbemerkt scheint dabei zu bleiben, dass sich im Ziel ein Großteil doch eigentlich einig ist: Ein Netzaus- und -umbau ist notwendig, um vor dem Hintergrund von Klimaschutz und CO2 Reduktion, sowie dem damit verbundenen Transport von Energie aus erneuerbaren Ressourcen, die Energiewende voranzubringen. Um beispielsweise die Potenziale von Wasserstoff als Energieträger zu nutzen, ist ein Aus- und Zubau der bestehenden Gasinfrastruktur notwendig, wie die Bundesregierung unlängst verkündete. Doch wenn sich im Grunde die meisten einig sind: Warum liegen Idee und Praxis dann oftmals weit auseinander? Und wie ist dem zu begegnen?
Bürgerbeteiligung weiterdenken
Ohne Bürgerbeteiligung, keine Demokratie. …
Bürgerräte als Motor der Energiewende
…
Die Energiewende findet maßgeblich im ländlichen Raum statt
…
Kompletten Artikel siehe hier
Umfrage : Agentur für erneuerbare Energieen :

Stolperfallen der Ruhr-Radwende („Die Fahrradhölle hat einen Namen und der ist Bochum“, sagt Ralf B)
(COORECTIV , 13.08.20)
Verkehr, Klimawandel Stolperfallen der Ruhr-Radwende
Das Ruhrgebiet kämpft mit der Verkehrswende. Die Kommunen haben sich ehrgeizige Ziele für ihre Mobilität gesteckt. Aber nicht einmal der konsequente Ausbau von Radwegen klappt. Wie in vielen Städten Deutschlands fehlt es an Personal, politischem Willen und vernünftigen Plänen. Eine Lösung könnte sich aber an den Ruhr-Unis finden. schließen 20 Minuten
von Matthias Bau 13. August 2020
„Die Fahrradhölle hat einen Namen und der ist Bochum“, sagt Ralf Bindel von der örtlichen Radwende-Initiative. „Es gibt nichts, das derart schrecklich ist, als mit dem Fahrrad von einer Ecke der Stadt in die andere zu fahren. Es gibt keine durchgehenden Fahrradverbindungen. Es gibt keine sicheren, komfortablen, schnellen Radwege.“ Ein Flickenteppich aus Fahrradstreifen verteile sich über die Stadt – manchmal nur hundert Meter lang, angsteinflößend schmal – die abrupt im Nichts enden oder auch mal vor einem Stromkasten.
Mit seinem Ärger ist Bindel im Ruhrgebiet nicht allein. Die Hölle findet sich auch woanders. Viele Fahrradverbände der Region verzweifeln an den Zuständen in ihrer Stadt.
„Allen Sonntagsreden zum Trotz – die kommunale Verkehrsplanung ist durch und durch auf das Auto fixiert“, sagt uns ein Stadt- und Verkehrsplaner, der viele Jahre in einer Kommune am Rande des Ruhrgebiets gearbeitet hat und lieber anonym bleiben möchte. „Es gab schlicht keine Kapazitäten bei der Stadt, beim Kreis als Aufgabenträger und beim zuständigen Verkehrsbetrieb, um ambitionierte Ausbauplanungen zu betreiben.“
Die fehlenden Kapazitäten schlagen sich in Zahlen nieder: In Gelsenkirchen zum Beispiel klaffte Ende vergangenen Jahres eine 67,5 Kilometer große Lücke im Fahrradnetz der Stadt. 2011 betrug sie noch 93 Kilometer. Würde die Stadt in diesem Tempo weiterbauen, bräuchte sie 21 Jahre, um alle Netzlücken zu schließen. Instandhaltung und Sanierungen nicht berücksichtigt, denn von den bestehenden Radwegen ist aktuell jeder vierte Kilometer baufällig.
Essen baut bereits seit 23 Jahren: 1997 wurde das Hauptroutennetz für die Zweiräder geplant. Heute sind drei Viertel fertig. Die letzten Lücken sollen bis 2025 geschlossen werden. Was „auch langsam Zeit“ werde, kommentiert Jörg Brinkmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) der Stadt. Trotzdem könnte der Zeitplan ambitioniert sein. Die letzten Lücken umfassen 60 Kilometer, wie die Stadt in ihrem Masterplan Verkehr schreibt – das Jahresbudget für das Vorhaben: 500.000 Euro. „Allerdings sind deutlich höhere Investitionen erforderlich, um die baulichen Lücken im Radverkehrsnetz in angemessener Zeit zu beseitigen und dadurch den Radverkehrsanteil weiter zu erhöhen“, heißt es wörtlich in dem Dokument der Stadt.
Zum Vergleich: Auch Bottrop hat ein Jahresbudget von 500.000 Euro für den Radverkehr vorgesehen, wie man auf uns auf Anfrage mitteilt. Damit seien „bis zu 500 Meter an Lückenschluss möglich.“
„Wir kannibalisieren uns gegenseitig.“
Für den Radverkehrsanteil haben sich einige Städte hehre Ziele gesetzt: In Bochum sollen bis 2030 60 Prozent aller Wege mit dem Umweltverbund zurückgelegt werden; das heißt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Rad. Essen will bis 2035 sogar 75 Prozent schaffen. Dafür müssten die Essenerinnen und Essener allerdings zwei bis drei Mal häufiger aufs Rad steigen als aktuell und ihre Autofahrten um mehr als die Hälfte reduzieren. Wie so eine Mobilitätsverlagerung zu schaffen ist, haben die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener in einer Umfrage der Stadt sehr konkret beantwortet.

Der Modal-Split-Anteil des städtischen Radverkehrs liegt in Gelsenkirchen derzeit bei neun Prozent, das heißt: Bei etwa jeder zehnten Fahrt kommt der Drahtesel zum Einsatz. Eine Verbesserung dieses Schnitts sollte zumindest nicht am Besitz von Fahrrädern scheitern: Sieben von zehn Gelsenkirchenern haben ein Fahrrad, bei Kindern und Jugendlichen sind es sogar neun von zehn. Woran scheitert es also? Bei der städtischen Befragung erklärte jeder vierte Gelsenkirchener, dass ihn die Infrastruktur einfach nicht zum Fahrradfahren motiviere.
„Die aktuellen Vorschläge aus der Politik sind vor allem im ursprünglichen Sinne nachhaltig, also systemstabilisierend und das ist nun mal die autofixierte Stadtplanung“, sagt uns der Stadtplaner. Jahrelanger Frust klingt aus seinen Worten. „In der von alten, deutschstämmigen Männern bestimmten Politik ahnt man allerdings so langsam, dass man sich vielleicht doch mal um den Nahverkehr kümmern muss und dass das Thema zudem wahlkampfrelevant geworden ist. Aber Ahnung haben selbst die Vertreter der Grünen nicht, sodass man sich mit halbgaren Vorschlägen überbietet, was nun schnell gemacht werden soll.“ Die letzten vorhandenen Planungskapazitäten der Kommune seien dann oftmals damit gebunden, Ideen wieder einzufangen, die entweder kontraproduktiv sind oder ein schlechtes Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag haben, erklärt er.
Nach Angaben der Stadt Gelsenkirchen gegenüber CORRECTIV gibt es derzeit gerade einmal drei Planstellen für den Radverkehr innerhalb der Verwaltung. Eine weitere Ausschreibung sei noch offen, ob die Stelle besetzt werden könne, sei ungewiss. „Der Markt ist leergefegt“, sagt ein Mitarbeiter der Stadt. Erschwerend käme die Konkurrenz der Kommunen untereinander um neues Personal hinzu: „Wir kannibalisieren uns im Grunde gegenseitig.“
von Cerrectiv