„Bochumer Klimanotstand ist ein zahnloser Papiertiger“

( von bo-alternativ.de )

„Klimaschutz ist in Bochum nur etwas fürs Schaufenster”, kritisiert Dr. Carsten Bachert-Schneider, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion “Die Partei & Stadtgestalter”. In einer Pressemitteilung pflichtet der promovierte Physiker dem Klimabündnis BoKlima bei: “Aus dem Blick der Wissenschaft macht die Stadt und die Koalition zu wenig. Ausgerechnet die Bochumer Grünen verhinderten den Vorschlag der Stadtgestalter, kommunale Neubauten gemäß Passivhausstandard zu errichten. “Als Fraktion fordern wir besonders ein nachhaltiges Verkehrskonzept mit Ausrichtung auf den ÖPNV und den Radverkehr. Der Verkehr ist in Bochum der Bereich mit dem höchsten CO2-Ausstoß”, sagt Dr. Bachert-Schneider. “Es ist daher ein großes Versäumnis von den Grünen, die von uns vorgeschlagene RegioTram zur Anbindung von Günnigfeld an das Schnienennetz zu verhindern. Die Gelsenkirchener Grünen stehen dem Vorschlag offener gegenüber und befürworten eine Prüfung.”

„Eigentlich war das Ausrufen des Bochumer Klimanotstands ein riesiger Erfolg. Schließlich ist das vorrangigste Ziel zu 100 Prozent erreicht worden: Die Grünen in Bochum konnten mit diesem zahnlosen Papiertiger die Kommunalwahl gewinnen. Dazu mussten sie die Koalition mit der SPD nicht einmal durch echte unbequeme Klimaschutzmaßnahmen gefährden”, kommentiert Nils Brandt von „Der Partei“ und Vorsitzender der Fraktion satirisch. Brandt erinnert auch an den Kauf der Steag: “Dass sich die Stadt mit den Stimmen der Bochumer Grünen an dreckigen Kohlekraftwerken beteiligt hat, ist da das Krönchen.”

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