Ankündigung : Balkon-PV-Workshop , Samstag 17.06.23 13h , Kofa , Stühmeyerstr 33, Bochum

Am Samstag (17.06) starten wir zum 2. Mal unseren Balkon-PV-Workshop.

Anmeldungen bitte an: mailto:balkonsolar [bei] boklima.de
Impressionen vom letzten Workshop (22.04.23) und weitere Termine, weiter unten.

Und hier der *NEUE* Flyer , zum Download als PDF : hier ; Danke an Arno. :




Weitere Termine

Vorankündigung : Sep ‘ 23 zusammen mit der VHS in der VHS Bochum
Kurs.Nr.: 20003 , Datum: 23.09.2023 Zeit: 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr VHS, Clubraum

Weitere Infos

im Schwerpunkt-Bereich Balkon-PV : hier


Impressionen vom Balkon-PV-Workshop vom 22.04.23:

Demo Aufruf : 05.05.23 16h HBF : Klimaschutz in Bochum : grob ungenügend

Klima Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder

Die Stadt #Bochum rühmt sich dieses Jahr mit ihrer 30-jährigen Mitgliedschaft im #Klima-Bündnis, doch Fakt ist, dass der #Klimaschutz in Bochum grob ungenügend ist. Gegen dieses #Greenwashing gehen wir diesen Freitag um 16 Uhr vorm HBF auf die Straße! Kommt auch.

Impressionen vom BoKlima-Workshop zu BalkonKraftWerken

Der Workshop war mit über 30 sehr interessierten Leuten gut besucht. Es gab viele Fragen – insbes. während des Praxis-Teils, die auch überwiegend alle besprochen werden konnten. BoKlima freut, dass mind. 6 TeilnehmerInnen es ernsthaft vorhaben so ein Balkonkraftwerk zu installieren — meldet Euch bei Problemen ; wir helfen .

Die weiteren Termine

” Sonnenstrom für Alle – mein erstes Balkonkraftwerk –
Vortrag und Workshop zum Schnuppern und Anfassen “

  • Am 17.06.23 13h – 15h in der Quartiershalle Ko-Fabrik , Stühmeyerstr. 33 , 44787 Bochum ; Vorankündigung : Sep ‘ 23 zusammen mit der VHS in der VHS Bochum
  • Kurs.Nr.: 20003 , Datum: 23.09.2023 Zeit: 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr VHS, Clubraum

Einige Impressionen vom Workshop

Die Stadt muss Vorbild sein, anders geht’s nicht!

Kommentar zur Eröffnung der Ausstellung „Vielfalt im Garten – Lebensraum für Insekten und Co.“ von BoKlima


Das Bochumer Klimaschutzbündnis (BoKlima) war bei der Eröffnung der Ausstellung „Vielfalt im Garten – Lebensraum für Insekten und Co.“ durch Herrn Dr. Bradtke am 18.4.2023 in der VHS Bochum und stellt kritisch fest :

>> Ein gutes Dutzend Menschen hatte sich am 18. April um 14:30 h im Foyer der VHS eingefunden, um der Ausstellungseröffnung „Vielfalt im Garten – Lebensraum für Insekten und Co.“ beizuwohnen. Dabei handelte es sich weit überwiegend um Menschen, die sich ohnehin mit der Materie bereits auskennen, sei es vor einem beruflichen oder ehrenamtlichen Hintergrund. Das Fehlen der eigentlich wichtigen Adressaten dieser Ausstellung, die Eigentümer:innen privater, meist konventionell gestalteter Haus- und Kleingärten,


mag mit einer mangelhaften oder unambitionierten Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld zu tun haben. Aber auch nach Begleitveranstaltungen wie Vorträgen, Exkursionen oder Workshops, z.B. mit Experten des Grünflächenamtes, sucht man im Zusammenhang mit dieser Ausstellung bislang vergebens….

An einem Strang ziehen

Zu Recht wies unser Bau-, Umwelt-und Nachhaltigkeitsdezernent Dr. Markus Bradtke in seiner kurzen Eröffnungsansprache auf die Bedeutung der Hausgärten für den Umwelt- und Naturschutz hin. Doch um dieses wichtige Potenzial zu erschließen braucht es weit mehr Anstrengungen, als sie bisher unternommen wurden. Vor allem aber muss unsere Stadt als glaubwürdige Vorreiterin auftreten, und muss diejenigen, die Willens sind, entsprechende Beiträge in Ihren Gärten zu leisten, spüren lassen, dass sie mit Ihrer Stadt an einem Strang ziehen.

Vier Fragen

Vier Fragen, die sich auf eben dieses städtische Engagement beziehen, hatte das Bochumer Klimaschutzbündnis mit seinem 15. Klimanotstandsbrief (nochmals als Anlage beigefügt) am Tag der Ausstellungseröffnung vorgetragen. Das Büro Bradtke hat dem Klimaschutzbündnis versprochen sie zu beantworten, aber leider nicht verraten bis wann. Das wäre aber insofern relevant, da die Verwaltung dem am 4. Mai tagenden Stadtrat vorgeschlagen hat, die Amtszeit des Dr. Bradtke um weitere acht (lange) Jahre zu verlängern. Und in diesem Brief fragt das Klimaschutzbündnis auch nach dessen Agenda für eine mögliche zweite Amtszeit, eine Frage, die im politischen Raum eigentümlicherweise bisher nicht vernommen werden konnte…

Zwei Erste-Hilfe-Maßnahmen

Unabhängig davon schlagen wir, das Bochumer Klimaschutzbündnis, folgende Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Wirkkräfte dieser Ausstellung vor:

  • Rasche Installation eines bislang versäumten Begleitprogramms zur Ausstellung, wie oben angedeutet
  • Biodiverse Bepflanzung der Pflanzbeete vor der VHS (dem BVZ)
    zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit unseres Gemeinwesens

Denn zur Zeit werden mögliche Besucher der Ausstellung vor dem BVZ von diesem „Pflanzbeet“ begrüßt:

Mailkontakt: boklima@boklima.de ; Homepage: www.boklima.de <<


Offener Brief anlässlich der Ausstellungseröffnung„Vielfalt im Garten – Lebensraum für Insekten und Co.

15. Klimanotstandsbrief des Bochumer Klimaschutzbündnisses „Bochum blüht und summt“, tut es das wirklich?

15. Klimanotstandsbrief des Bochumer Klimaschutzbündnisses

An den Bochumer Stadtbaurat,
zugleich Dezernent für Bauen, Umwelt, Mobilität und Nachhaltigkeit

Bochum blüht und summt“,
tut es das wirklich?

Sehr geehrter Herr Dr. Bradtke,

wir meinen, dass das bislang leider nicht der Fall ist. Es blüht und summt in unserer Stadt nicht so, wie es dringend nötig, aber auch noch nicht so, wie es kurzfristig möglich wäre. Wir erlauben uns deshalb die bevorstehende Eröffnung der Ausstellung Vielfalt im Garten – Lebensraum für Insekten und Co.“ zum Anlass zu nehmen, hierzu einige Fragen und Anmerkungen zu formulieren.

„Die Stadt Bochum möchte einen Beitrag dazu leisten, die Lebensräume von Insekten und Wildpflanzen aufzuwerten und zu bereichern und so dem Insektensterben wirksam entgegenzuwirken“ heißt es auf der Homepage unserer Stadt.

Wir meinen, die Stadt Bochum darf nicht nur „einen Beitrag leisten“ wollen, sondern müsste vielmehr alles daran setzen, dass auf den 146 km² Erde, für die wir hier verantwortlich sind, tatsächlich ein wirksamer Umwelt- und Naturschutz zum tragen kommt.

Private Klein- und Hausgärten

Das Bochumer Klimaschutzbündnis begrüßt alle Initiativen der Stadtverwaltung, die das ökologische Potenzial unserer Klein- und Hausgärten in den Blick nehmen. Denn wir betrachten die dbzgl. Bedeutung dieser privaten Flächen als erheblich und sehen hier gleichzeitig einen nennenswerten Aufklärungs- und Förderbedarf. Von Ihrem Wettbewerb „Projektideen für heimische Insektenoasen in Bochumer Kleingärten“ erhoffen wir uns, dass am Ende in jeder der Bochumer Kleingartenanlagen einige Gärtner:innen als Botschafter:innen der Biodiversität ihre Einsichten und Erfahrungen weitertragen und zum Nachahmen einladen, sodass die Kleingartenanlagen in nicht allzu weiter Ferne ihr volles Potenzial zur Entfaltung bringen können. Ähnliche Wettbewerbe sollten auch für die Haus- und Vorgärten durchgeführt werden.

Doch freiwillige Einzelaktivitäten allein genügen nicht. Ziel muss es sein, dass Bochums Klein-, Haus- und Vorgärten völlig neu gedacht werden, wenn wir der drohenden Biodiversitätskatastrophe* tatsächlich „wirksam entgegenwirken“ wollen.

Und dabei darf sich die Stadt nicht scheuen, überall, wo dies möglich ist, sachgerechte Vorgaben im Sinne des Gemeinwohls zu machen. Denn Eigentum verpflichtet. Die den Privaten wie der Kommune als Eigentum anvertrauten Flächen müssen verantwortungsvoll entwickelt und gepflegt werden und die Stadt ist hierbei in ihrer Vorbildfunktion besonders gefragt.

Zukunftsfähige Bebauungspläne

Gebote und Verbote zur Erreichung von Energie- und Ressourcenschutz, Klimaanpassung und Biodiversität gehören in jeden Bebauungsplan. Diese Möglichkeit der Steuerungs- und Lenkungswirkung von entsprechend qualifizierten Bebauungsplänen darf nicht weitgehend ungenutzt bleiben. Die Lebensqualität in den Quartieren hängt entscheidend davon ab, dass der Anteil versiegelter Flächen minimiert wird, wie mit dem Regenwasser verfahren wird, welche Bäume und Sträucher gepflanzt werden, welcher Art die Dächer, Fassaden und Grundstückseinfriedigungen sind und wie erträglich letztlich die kommenden Hitzesommer dort verbracht werden können. Aus diesem Grund unterstützen wir die Forderungen des Netzwerks für bürgernahe Stadtentwicklung, nach der wenigstens die Ergebnisse des Klimaplan- und des GNK-Prozesses in alle Bebauungspläne einzufließen haben.

Entsprechende Festsetzungen in Bebauungsplänen stellen keine Entmündigung von Investoren und Bewohner:innen sondern verantwortliches, am Gemeinwohl orientiertes kommunales Handeln dar, ohne das Leben in der Stadt unerträglich wird. Die damit verbundenen Qualitätssteigerungen führen ganz nebenbei zur Attraktivierung von Baugebieten und Wertsteigerung der Immobilien.

Ambitionierte Grundstücksvergaben

Analoges gilt für den Verkauf städtischer Flächen. Durch die Vergabeform der Erbpacht sowie die Formulierung entsprechender Auflagen hat die Stadt die Möglichkeit „wirksam“ Einfluss auf den Natur-, Klima- und Hitzeschutz in der (Innen-) Stadt zu nehmen. Jedoch erkennen wir ein entsprechend ambitioniertes Vorgehen der Verwaltung bisher nicht. Unter Ihrer Führung, Herr Dr. Bradtke, wurde im vergangenen Jahr die relevante Fläche zwischen Neu- und Kreuzstraße bedauerlicherweise vergeben, ohne dass die Stadt vom Instrument der Erbpacht und den Möglichkeiten ökologischer Vorgaben nennenswert Gebrauch gemacht hat. Damit wurde bei einer relevanten Fläche in zentraler Innenstadtlage ein für die Zukunft sehr bedeutsames Potenzial verspielt.

Und nun zu den städtischen Liegenschaften:

Innerstädtische Grünflächen

Innerstädtische Grünflächen, wie Parkanlagen, Spielplätze, Parkplätze, Verkehrsinseln, z.B. in Kreisverkehren, Fahrbahnränder, Regenrückhaltebecken usw. bergen ebenfalls ein bedeutsames ökologisches Potenzial. Neben einem Lebensraum für Vögel und Insekten schaffen biodiverse Flächen vielfältige Sinneseindrücke, bieten ganz nebenbei Anregungen für eigene private Projektideen, laden zum Verweilen und Beobachten ein, zeigen Kindern und Erwachsenen anschaulich wie naturnahe städtische Räume gestaltet werden und zum Wohlfühlen beitragen können. Naturnah gestaltete Freiflächen, in den ersten zwei Jahren sorgsam gepflegt, sind anschließend kostengünstig im Erhalt.


Schaubild 1: Verkehrsinseln, die einem das Herz aufgehen lassen (Bildquelle: BoKlima)

Wenn dagegen mit Fertigstellung jedes neuen Kreisverkehrs in unserer Stadt, und es sind nicht wenige, abschließend lediglich Rollrasen ausgerollt wird, werden auch dort weiterhin systematisch Chancen auf „wirksamen“ Naturschutz vertan.

Frage 1: Bitte lassen Sie uns wissen, auf welchen innerstädtischen Grünflächen eine klimagerechte und biodivers wirksame Freiflächengestaltung bereits umgesetzt wurde. Und welche Flächen sich dbzgl. in der Planung befinden. Welche prozentualen Anteile haben diese Flächen am gesamten Bestand unserer Stadt?

Städtische bebaute Grundstücke

Kitas und Schulen, die durch Drahtzäune mit PVC-Flechtwerk eingefriedet werden, anstatt mit biodivers wirkenden Sträuchern und Kletterpflanzen, führen doch die Anschaffung von zwei Bienenkoffern für Kitas und Grundschulen, durch Ihr Umwelt- und Grünflächenamt, ad absurdum.

Frage 2: Uns interessiert deshalb die Frage, auf welchen städtischen bebauten Grundstücken eine klimagerechte und biodivers wirksame Freiflächenplanung bereits umgesetzt wurde. Und welche Grundstücke sich dbzgl. in der Planung befinden. Welche prozentualen Anteile haben diese Grundstücke am gesamten Bestand unserer Stadt?

Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete

Bei der Ausweisung neuer Naturschutzgebiete ist höchste Eile geboten, die Roten Listen vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten werden immer länger. Wenn, wie im Falle des geplanten Naturschutzgebietes Kalwes/Grimberg erst mehr als ein Vierteljahrhundert (!) vergehen musste, bis es Ende vergangenen Jahres zu einem Aufstellungsbeschluss kam, dann sind wir hier in Bochum angesichts der Biodiversitätskatastrophe einfach viel zu langsam!

Auch was die acht bestehenden Naturschutzgebiete betrifft, nahm allein die notwendig gewordene Überarbeitung und Aktualisierung der Pflege- und Entwicklungspläne seit 2016 bis heute schon fast sieben Jahre in Anspruch, und nun, da sie bis auf einen alle vorliegen, hapert es massiv an deren Umsetzung. Während unsere Stadt mit Eigenbetrieben und Holding eine kaum zu überschauende Zahl von Stadt- und Pressesprecher:innen beschäftigt, hängt die Umsetzung der Pflege- und Entwicklungspläne in allen Naturschutzgebieten an einer einzigen 70%-Stelle (vgl. Vorlage 20220064).

Und was die Landschaftsschutzgebiete angeht warten wir ebenfalls seit einem Vierteljahrhundert (!) auf die notwendige Aktualisierung der Festsetzungen und Entwicklungsziele.

Frage 3: Deshalb möchten wir hiermit nach Ihrem aktuellen Zeitplan für die Ausweisung neuer Naturschutzgebiete, die Umsetzung der Pflege- und Entwicklungspläne sowie die Aktualisierung der Festsetzungen und Entwicklungsziele für die Bochumer Landschaftsschutzgebiete fragen.

Bochum Strategie

Wenn unsere Stadt dem Insektensterben „wirksam“ entgegen zu wirken verspricht, dann braucht es viel, viel mehr als sechs sogenannte „Pocket Parks“, die verteilt auf unser 146 km² großes Stadtgebiet entstehen sollen. Will die “Bochum Stratgie”


Schaubild 2: Was können sechs derartige „Pocket Parks“ bewirken? (Bildquelle: bochum.de)

zukunftsfähig sein, was selbstverständlich ist, dann fehlt ihr dazu die ambitionierte Hinterlegung des Klima- und Hitzeschutzes, wie auch des Umwelt- und Naturschutzes, wie sie uns für jedes Einzelne der insgesamt 125 Projekte notwendig erscheint.

Warum Klimaschutz und Biodiversität zusammen gehören

Vieles, was in Bund, Land und Kommunen nicht oder weniger gut funktioniert, ist auf mangelnde Zusammenarbeit und sogenanntes Spartendenken zurückzuführen. Als Bochumer Klimaschutzbündnis möchten wir den Blick über Klimathemen im engeren Sinne hinaus erheben und setzen uns daher auch mit Fragen, etwa der Biodiversität oder der Energiegerechtigkeit ein. Dazu möchten wir das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) wie folgt zitieren:

Der Erhalt der Biodiversität ist eine elementare Voraussetzung für Erfolge beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Denn gesunde Ökosysteme speichern enorme Mengen an Treibhausgasen und mildern die Folgen von extremen Wetterereignissen. Sie tragen dazu bei, dass auch zukünftig wichtige Ökosystemleistungen wie sauberes Wasser oder frische Luft für alle Menschen zur Verfügung stehen.“

Baudezernent:in der Zukunft

Zu Beginn Ihrer Amtszeit in Bochum erwähnten Sie gerne, dass Sie sich in erster Linie als Baudezernent in einer urbanen Großstadt verstünden, in der die Umwelt naturgemäß nur eine untergeordnete Rolle spiele. Zudem würden Ihre Kernkompe-tenzen und Interessen auf anderen Feldern liegen als dem Umweltschutz. Neueren Datums erlebt Sie die Öffentlichkeit bei Presseterminen öfters auch in Ihrer Rolle als Umweltdezernent, z.B. bei der Eröffnung einer Ausstellung wie heute.

Bochum braucht eine:n Dezernent:in, die:der auch dem Klima- und Umweltschutz höchste Priorität einräumt. Es kommt nicht auf Absichtserklärungen oder wohlfeile Eindrücke, die vermittelt werden, sondern auf Wirksamkeit an. Es genügt auch nicht ein Gutachten nach dem anderen in Auftrag zu geben**. Der Handlungsbedarf und konkrete Handlungsoptionen liegen seit langem auf dem Tisch. Wir wünschen uns ein Bochum, in dem weniger Aufwand für Selbstdarstellung, Imagekampagnen und subtilen Dauerwahlkampf getrieben wird, vielmehr ein Bochum, in dem die Themenstellungen des Klima- und Hitzeschutzes, wie der Biodiversität, mit einer angemessenen hohen Priorität behandelt und heute schon, nicht erst in Zukunft, bei jeder Entscheidung berücksichtigt werden. Auch die personelle Besetzung des Baudezernats hat, anders als es aus der Verwaltungsvorlage 20230297 hervorgeht, erhebliche „Klimarelevante Auswirkungen“.

Frage 4: Wir fragen uns und möchten deshalb Sie fragen: was hätte Bochum in den angesprochenen Feldern von Ihnen zu erwarten, wenn Sie in unserer Stadt eine zweite Amtszeit bekleideten?

Bitte lassen Sie uns wissen, ob wir mit Ihrer Stellungnahme rechnen dürfen und wenn ja, bis wann. In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort verbleiben wir für heute mit freundlichen Grüßen

Bochum, den 18. April 2023

Gez.: Ihre Bürger*innen des Bochumer Klimaschutzbündnisses
c/o Dr. I. Franke (Sprecher von BoKlima)
AkU e.V., Alsenstraße 27, 44789 Bochum

Mailkontakt: boklima@boklima.de
Homepage: www.boklima.de
Kopien: Presseverteiler, Fraktionen, Bündnisverteiler

* Der aktuelle Verlust an Arten und Beständen erlaubt es u.E. nicht mehr, bloß von einer Biodiversitätskrise zu sprechen, deshalb der Begriff der Biodiversitätskatastrophe. Gleiches gilt im übrigen für das Klima, wo heute von einer Klimakatastrophe gesprochen werden muss.

** https://die-stadtgestalter.de/2022/12/18/stadtplanung-ausufernde-konzeptflut-sorgt-fuer-zeit-und-geldverschwendung/



Der 15.KNB als Pdf : hier

Dazu siehe auch aus dem Ratsinformations-System (RIS) :
Wiederwahl von Stadtbaurat Dr.-Ing. Markus Bradtke


Zur Übersicht aller KlimaNotstandsBriefe : hier

Braucht Bochum neue Planer ? — “Planer sagen, 26 Prächtige Platanen müssen gefällt werden”

(30.03.23, WAZ.de) , Original : hier

Bochum-Wattenscheid.  Die marode Graf-Adolf-Straße in Wattenscheid wird komplett saniert. Das bringt eine gute und eine schlechte Nachricht für die Anwohner.

In die Jahre gekommen ist die Graf-Adolf-Straße in Bochum-Wattenscheid. Asphalt, Bürgersteige und Kanal werden daher saniert. Die Anwohner müssen sich auf Lärm und Einschränkungen in der Bauphase einstellen. Und: Bei einer Info-Veranstaltung hat die Stadt zwei zentrale Nachrichten für sie: eine Gute und eine Schlechte. Die gute Nachricht zuerst: Anlieger müssen keinen Kostenbeitrag leisten, Stadt und Land bezahlen die komplette Rechnung. Die schlechte Nachricht: 26 Platanen müssen gefällt werden.

26 alte Platanen in Wattenscheid sollen gefällt werden

Und das ist schwer zu ertragen für einige der Hauseigentümer und Anwohner. „Ist das wirklich nötig?“, so der Tenor bei der digitalen Infoveranstaltung. Gerade wegen der jahrzehntealten Platanen sei die Graf-Adolf-Straße „eine der charmantesten Straßen in Wattenscheid“, so eine der Teilnehmerinnen. Der Bäume wegen sei sie überhaupt dorthin gezogen.

Die Bäume erhalten? „Keine Chance“, sagt Andreas Heiming, Straßenplaner der Stadt Bochum. „Die können wir wegen der Nähe an der Straße und den Schäden an den Gehwegen nicht halten. Wir werden sie allesamt fällen müssen.“ Die Wurzeln haben die Bürgersteige angehoben und seien gerade für seh- und/oder geheingeschränkte Passanten ein großes Hindernis. Und auch der Straßenasphalt sei von dem ausladenden Wurzelwerk zum Teil zerstört. Alle 26 Platanen sollen daher, sollte die Politik der vorgestellten Planung folgen, noch in diesem Jahr gefällt werden. 2024 sollen die Kanal- und Straßenbauarbeiten folgen.

….

Fragen

  • Warum wurde das so geplant?
  • Wer hat Ideen um die Bäume doch zu erhalten ?
  • Welchen Mehr-Aufwand würde der Erhalt bedeuten ?
  • Leitungen können doch drum herum gelegt werden
  • ….
  • ….

Aufruf : Mitzeichnen Petition beim Deutschen Bundestag zur Vereinfachung von Balkon-PV-Anlagen

Die PV Initiative aus Freiburg hat beim Deutschen Bundestag eine Petition gestartet um die Bürokratie etc beim Installieren und Betreiben von Balkon-Solar-Anlagen zu vereinfachen .

Gemeinsam mit dem bekannten YouTuber Dr. Andreas Schmitz alias AkkuDoktor, unterstützt von der EWS Schönau und der Roßdorfer Energie-Gemeinschaft e.V. (REG.eV) startet der Verein Balkon.Solar eine Petition über die Petitionsplattform des Deutschen Bundestags, um weitgehende Vereinfachungen für den Einsatz von Balkonsolar zu erreichen und zu beschleunigen.

Diese läuft noch bis 27.04.23 — Bitte Mitzeichnen

Hier direkt zur Petition : hier

Petition als Pdf : hier


Text der Petition

Mit dieser Petition fordern wir Änderungen durch den Bundesgesetzgeber, um die Installation von Balkonsolaranlagen für möglichst viele Personen zu erleichtern, ihnen die Möglichkeit zu geben, von der Energiewende zu profitieren und sie von unnötiger Bürokratie zu entlasten. Unsere Forderungen basieren auf dem Positionspapier eines Verbandes der Elektrotechnik zu steckerfertigen Mini-Energie-Erzeugungsanlagen. Zusätzlich fordern wir noch Vereinfachungen für Wohnungseigentümer und Mieter.

Begründung

Wir fordern Änderungen in folgenden Gesetzen und Verordnungen:

Nationale Verordnung zum Nachweis von elektrotechnischen Eigenschaften von Energieanlagen (NELEV)
Ziel: Für die im Gesetz verankerte Pflicht zur Anmeldung bzw. den Nachweis beim Netzbetreiber soll eine Ausnahmeregelung für Anlagen bis 0,8kW Nettoleistung eingeführt werden.

Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV)
Ziel: Ergänzung des Registrierungsverfahrens um einen eigenen Assistenten und separate Klickwege für “Steckerfertige PV-Systeme bis 800W” (Balkonsolaranlagen) sowie die entsprechende Anpassung der “Anlage im Marktstammregister zu erfassende Daten”.

Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV)
Ziel: Für die im Gesetz verankerte Pflicht zur Bilanzkreiszuordnung soll eine Übergangsregelung zur Ausnahme von Anlagen bis 0,8kW eingeführt werden, welche bis zum ohnehin verpflichtenden Einbau einer modernen/intelligenten Messeinrichtung im Rahmen des im MsbG festgelegten “Smart-Meter-Rollouts” gilt.

Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)
Ziel: Für die im Gesetz verankerte Pflicht zur Messung der Erzeugungsleistung soll eine Übergangsregelung zur Ausnahme von Anlagen bis 0,8kW eingeführt werden, welche bis zum ohnehin verpflichtenden Einbau einer modernen/

Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV)
Ziel: Die im Gesetz verankerten Grundlagen der Festlegung der Netzentgelte für besondere Nutzungsformen sollen entsprechend der weiteren genannten Gesetzesänderungen angepasst werden, um den Wegfall der Netzentgelte durch das vorübergehende Net-Metering gesetzlich zu verankern.

Den Forderungen fügen wir auf Grundlage unserer eigenen Erfahrungen die Forderung nach folgenden Gesetzesanpassungen hinzu:

Wohnungseigentumsgesetz (WEG)
Ziel: Die Nutzung von Photovoltaik zur Eigenversorgung soll in die “privilegierten Maßnahmen” des §20 Absatz 2 aufgenommen werden.
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Ziel: Die Nutzung von Photovoltaik zur Eigenversorgung soll in die “privilegierten Maßnahmen” des des §554 Absatz 1 aufgenommen werden..


Um den Bundesrat zu zitieren: “Stecker-Solargeräte bieten Mieterinnen und Mietern die Möglichkeit vom Balkon oder Terrasse aus, eigene Solarenergie zu erzeugen. Die Komplexität des Meldeprozesses sowie der technischen Voraussetzungen stellen jedoch Hemmschwellen dar.” (Drucksache 162/22 (Beschluss), S. 58)

Balkonkraftwerke sind eine einfache und risikolose Möglichkeit, um saubere und unabhängige Energieerzeugung zu fördern. Durch private Initiative getragen, können sie Millionen von Haushalten dazu bewegen, dezentrale Erzeugungsanlagen zu installieren und ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten und Geld zu sparen.

Hier direkt zur Petition : hier


Weitere Infos und Hintergründe : https://balkon.solar/news/2023/01/30/petition/


Klimaschutz in Kommunen: Neuer digitaler Praxisleitfaden hilft bei der Umsetzung

Ob das die Stadt Bochum kennt …..

Bewährte Arbeitshilfe und zugleich Standardwerk für die Klimaschutzarbeit in Kommunen ist künftig digital nutzbar. Difu, ifeu und Klima-Bündnis entwickelten den Leitfaden im Auftrag des BMWK.



Berlin. Der Praxisleitfaden „Klimaschutz in Kommunen“ – bewährte Arbeitshilfe und zugleich das Standardwerk für die Arbeit im kommunalen Klimaschutz – ist jetzt digital verfügbar. Die neue Website leitfaden.kommunaler-klimaschutz.de tritt an die Stelle der bisherigen Printausgabe. Die Seite vermittelt umfassendes Know-how, das zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen notwendig ist.

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Leitfaden komunaler Klimaschtz: Klimaschutz braucht fundiertes Grundlagenwissen und ein strukturiertes Vorgehen. Nutzen Sie den digitalen Praxisleitfaden als Arbeitshilfe, um Klimaschutzaktivitäten zu initiieren und durchzuführen.
Wichtige Infos für das Handeln — auch für die Stadt Bochum 🙂
Aber nicht nur Papiere erzeugen sondern HANDELN !!
Handlungsfelder : hier

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Das neue Angebot des Service- und Kompetenzzentrums: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) wurde in Kooperation mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) und dem Klima-Bündnis im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) erarbeitet.
Der Leitfaden ist als praktische Wissensressource für Klimaschutzpersonal in Kommunen und Organisationen, aber auch für andere Akteur*innen im Klimaschutz konzipiert. Steckbriefe verschiedener Klimaschutzmaßnahmen informieren über die Wirksamkeit und inspirieren zum Handeln. Zahlreiche Infografiken visualisieren das vermittelte Know-how.

Der umfassend aktualisierte Praxisleitfaden richtet sich an Einsteiger*innen und Menschen mit Vorwissen im kommunalen Klimaschutz, die intensiver in die Materie einsteigen wollen. Inhaltlich knüpft das neue digitale Angebot mit den Schwerpunktthemen „Klimaschutzpersonal“, „Klimaschutzkonzept“ und „Handlungsfelder im kommunalen Klimaschutz“ an bisherige Printausgaben an.
Die auch für die mobile Nutzung optimierte Website eröffnet unterschiedliche Zugänge: thematisch über zusammenhängende Artikel, per Schlagwort mit der Suchfunktion oder über das Inhaltsverzeichnis. Die jeweiligen Kapitel und der Praxisleitfaden insgesamt können auch als barrierefreie PDFs heruntergeladen werden.


Hintergrundinfo über das SK:KK
Das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) ist Ansprechpartner in allen Fragen des kommunalen Klimaschutzes. Im Auftrag des BMWK berät es Kommunen und kommunale Akteur*innen dazu, wie sie Ideen und Projekte im Rahmen der Kommunalrichtlinie und anderer Förderprogramme umsetzen und fördern lassen können. Weitere Informationen: klimaschutz.de/skkk.

Wissenschaftliche Ansprechpartner: , Stephanie Frank, +49 30 39001-262 , frank@difu.de

Weitere Informationen: http://difu.de/17809 (Link zur virtuellen Pressemappe)

Sybille Wenke-Thiem Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Deutsches Institut für Urbanistik


Tip von V.