Wichtig:
in diesem Quarks-Beitrag, ab Min 7:20 geht es um die Abschaffung der Insekten feindlichen Steingärten :
modern , unkrautfrei und insekten feindlich

Hierzu wollte Boklima schon mal die ‘silberne Zirtone’ vergeben
Wichtig:
in diesem Quarks-Beitrag, ab Min 7:20 geht es um die Abschaffung der Insekten feindlichen Steingärten :
modern , unkrautfrei und insekten feindlich

Hierzu wollte Boklima schon mal die ‘silberne Zirtone’ vergeben
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( von bo-alternativ.de )
„Klimaschutz ist in Bochum nur etwas fürs Schaufenster”, kritisiert Dr. Carsten Bachert-Schneider, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion “Die Partei & Stadtgestalter”. In einer Pressemitteilung pflichtet der promovierte Physiker dem Klimabündnis BoKlima bei: “Aus dem Blick der Wissenschaft macht die Stadt und die Koalition zu wenig. Ausgerechnet die Bochumer Grünen verhinderten den Vorschlag der Stadtgestalter, kommunale Neubauten gemäß Passivhausstandard zu errichten. “Als Fraktion fordern wir besonders ein nachhaltiges Verkehrskonzept mit Ausrichtung auf den ÖPNV und den Radverkehr. Der Verkehr ist in Bochum der Bereich mit dem höchsten CO2-Ausstoß”, sagt Dr. Bachert-Schneider. “Es ist daher ein großes Versäumnis von den Grünen, die von uns vorgeschlagene RegioTram zur Anbindung von Günnigfeld an das Schnienennetz zu verhindern. Die Gelsenkirchener Grünen stehen dem Vorschlag offener gegenüber und befürworten eine Prüfung.”
„Eigentlich war das Ausrufen des Bochumer Klimanotstands ein riesiger Erfolg. Schließlich ist das vorrangigste Ziel zu 100 Prozent erreicht worden: Die Grünen in Bochum konnten mit diesem zahnlosen Papiertiger die Kommunalwahl gewinnen. Dazu mussten sie die Koalition mit der SPD nicht einmal durch echte unbequeme Klimaschutzmaßnahmen gefährden”, kommentiert Nils Brandt von „Der Partei“ und Vorsitzender der Fraktion satirisch. Brandt erinnert auch an den Kauf der Steag: “Dass sich die Stadt mit den Stimmen der Bochumer Grünen an dreckigen Kohlekraftwerken beteiligt hat, ist da das Krönchen.”
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33 BAUKULTUR Rezepte
deutsch : Download (PDF 8MB) , hier
englisch : Download (PDF, 3MB, Datei ist barrierefrei/ barrierearm)
( Original : hier )
Die Publikation “33 Baukultur Rezepte” vermittelt Themen der Baukultur auf einem ungewöhnlichen Weg: Ein “Kochbuch für Baukultur” präsentiert 33 Vermittlungsformate in Form von “Rezepten”, die das Bewusstsein für das gute Planen und Bauen stärken sollen. Die Rezepte reichen von öffentlichen Aktionen und Exkursionen über Vernissagen und Ausstellungen bis hin zu Workshops und Beratungsangeboten. Herausgekommen sind übertragbare Ideen zum “Nachkochen” für alle, die sich vor Ort engagieren möchten.
“Das Lesen soll Spaß und Lust auf mehr machen – die Texte sind mit einem Augenzwinkern zu lesen”
, sagt BBSR-Expertin Karin Hartmann. “Unser Rezeptbuch zeigt, dass viele oft auch unkonventionelle Wege das Gespräch in den Gemeinden über Baukultur beleben – und damit den Mehrwert qualitätsvoller Architektur und von Freiräumen deutlich machen. Attraktive Orte stiften Identität, gerade in ländlichen Räumen.”
Die vorgestellten Formate sind aus dem ehrenamtlichen Engagement von Baukulturinitiativen in Klein- und Mittelstädten hervorgegangen.
Die Rezepte des Kochbuchs enthalten Angaben zum Küchenpersonal (Beteiligte), zu den Zutaten (Materialien, Räume, Werkzeuge), zur Vorbereitung (Zeitplanung) und zur Zubereitung (Vorgehen). Zudem gibt das Buch an, für welche Anlässe sich das Vermittlungsformat eignet und welche Ziele sich damit erreichen lassen. Eine dreistufige Bewertung in den Kategorien “Aufwand”, “Kosten” und “Akteure” hilft Interessierten, den personellen, finanziellen und zeitlichen Aufwand einzuschätzen.
Die besten und meisten Impressionen finden sich bei bo-alternativ.de , hier und hier ein Bericht.
Einige wenige nur mit Handy noch hier (von BG und TB) :
Weitere Berichte meistens von der QuerdenkerDemo :
…
Link zum Video (Ausschnitt des Vortrags Bochum muss handeln) : hier Teil1 und hier Teil2
Fridays for Future ist zurück auf der Straße. Mehr als 1200 Teilnehmerinnen liefen und radelten bei der gestrigen Klimastreik-Demonstration mit. Die Redebeiträge und die Zuhörer*innen zeigten deutlich, dass aus der Schüler*innenbewegung eine gesamtgesellschaftliche Bewegung geworden ist. Die Polizei hatte mit dem Verbot der Zwischenkundgebung vor dem Hauptbahnhof provoziert, blieb aber während der Demonstration friedlich. Lediglich die MLPD störte wieder mit Parteifahnen und eigenem Lautsprecher
Kundgebungen allein reichen nicht. Das ist eine der Botschaften des Klimastreiks am Freitag in Bochum. Etwa 1000 Klimaschützer der unterschiedlichsten Gruppierungen, die Fridays-for-Future-Bewegung spricht sogar von der doppelten Zahl an Teilnehmern, zogen bei der mehr als zweistündigen Veranstaltung durch die Stadt.
Proteste sind auch immer die Zeit der eingängigen Parolen:
Diese und andere Sprüche waren auf den Plakaten und Transparenten zu lesen, die Vertreter von gut einem Dutzend Organisationen von Amnesty International über ‟Omas gegen Rechts” bis zum Bochumer Klimabündnis kund taten.
…
200 Teilnehmer waren in Bochum angemeldet, eine vielfache Zahl war tatsächlich dabei. Nach mehreren Monaten, in denen die Klimaaktivisten coronabedingt auf Proteste auf der Straße verzichten mussten, war der Wunsch deutlich zu spüren, ein Zeichen zu setzen. Die zentrale Botschaft in Bochum? ‟Das wird sich zeigen, sagt Annika, eine der Sprecherinnen von Friday for Future in Bochum. ‟Das Schöne ist, dass das Bündnis für den Klimawandel aus ganz unterschiedlichen Blickwinkel gesehen wird.”
Veröffentlicht: Freitag, 25.09.2020 17:34
Aktivisten von Fridays for Future Bochum und zahlreiche Sympathisanten haben am Nachmittag in der Bochumer Innenstadt demonstriert.
Sie alle haben sich am weltweiten Klimastreik beteiligt. Die Aktion stand unter dem Motto “kein Grad weiter”, womit die Eindämmung der Erderwärmung gemeint ist. Die Demonstranten weltweit fordern eine nachhaltigere Klimapolitik. Die Klimastreikenden hatten sich um 14 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz versammelt. Danach gab es einen Demonstrationszug durch die Stadt mit geschätzt 1.000 Teilnehmern. An der Abschlusskundgebung vor dem Rathaus haben circa 450 Menschen teilgenommen. Alles ist friedlich verlaufen, sagte uns ein Sprecher der Polizei.
[eeSFL]
( Original Aufruf hier )
8 Forderungen für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt in Nordrhein-Westfalen . Unterschreiben!
18
Fußballfelder verschwinden täglich unter Beton.
18 Mio.
Vögel sterben jährlich durch Kollision an Glasfassaden.
55 %
der Schmetterlingsarten in NRW sind gefährdet.
In vielen Handlungs- und Politikfeldern muss grundlegend umgesteuert werden.
Gemeinsam mit vielen Unterstützer*innen setzen wir uns dafür ein,
dass Artenvielfalt und Naturschutz auf die politische Agenda gesetzt werden.

16. Sep: Als „zahnlosen Tiger“ kritisieren die nordrhein-westfälischen Naturschutzverbände BUND, LNU und NABU das heute von Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser vorgestellte “Maßnahmenpaket zur intelligenten und effizienten Flächenentwicklung“. Das Paket enthalte überwiegend Placebos und löse nicht das Problem des weiterhin fortschreitenden Flächenfraßes. Mehr erfahren

09. September: Trotz der breiten gesellschaftlichen Diskussionen um den Klimawandel und den Rückgang der Insekten scheint in vielen Kommunen der Handlungswille zu fehlen, ganz konkret gegen die Schotterung von Vorgärten vorzugehen. Volksinitiative Artenvielfalt NRW fordert ein Verbot von Schottergärten und mehr Arten- und Klimaschutz in den Städten. Mehr erfahren

20. August: Auf heftige Kritik der NRW-Naturschutzverbände stößt die von der schwarz-gelben Landesregierung beschlossene Novellierung des Landeswassergesetzes. BUND, LNU und NABU sehen darin einen „Angriff auf den Gewässerschutz“. Mehr erfahren
Volksinitiative Artenvielfalt NRW , Postfach 19 00 04 , 40110 Düsseldorf
+49 (0) 211 15 92 51-54 ,
kontakt@Artenvielfalt-NRW.de
NABU: Birgit.Koenigs@nabu-nrw.de
BUND: Dirk.Jansen@bund.net
( zum Original : hier )
Vor dem Düsseldorfer Landtag starteten BUND, LNU und NABU heute die gemeinsame Initiative. Mindestens 66.000 Unterschriften werden benötigt. Die Verbände rufen alle Bürger*innen in NRW dazu auf, mit ihrer Unterschrift ein klares Signal für mehr Artenschutz zu setzen.
23. Juli 2020 – Mit einer Aktion vor dem Landtag in Düsseldorf haben die drei großen NRW-Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) heute den Startschuss für die landesweite Volksinitiative Artenvielfalt gegeben. Unter dem Motto „Insekten retten – Artenschwund stoppen“ sollen in den nächsten Monaten mindestens 66.000 Unterschriften gesammelt werden. Dann muss sich der NRW-Landtag mit der Volksinitiative beschäftigen. In acht zentralen Handlungsfeldern fordern die Naturschützer einen deutlichen Politikwechsel.
„Wir wollen mit der Volksinitiative ein eindeutiges Signal für mehr Artenvielfalt auf dem Land und in unseren Städten geben“, sagte die NABU-Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer zum Auftakt. „Dabei appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, sich mit ihrer Unterschrift für ein lebenswertes Nordrhein-Westfalen einzusetzen und so ein deutliches Signal für notwendige Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt an die Landesregierung zu senden.”
Ursprünglich sollte die Volksinitiative bereits im April starten. Corona-bedingt hatten die Verbände den Start verschoben. „Inzwischen sind 45 Prozent der Arten in NRW bedroht. Der dramatische Rückgang vieler Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten duldet keinen Aufschub mehr“, so Naderer. „Wir gehen trotz Corona jetzt bewusst raus auf die Straßen und Marktplätze um Unterschriften zu sammeln. Dabei werden wir alle Hygieneregeln beachten.“
Konkret fordern die Verbände einen Stopp des Flächenfraßes, mehr Waldflächen ohne Nutzung, die Ausweitung des Biotopverbundes und die Ausweisung eines Nationalparks Senne. Auch müssten der ökologische Landbau deutlich ausgeweitet, ein Verbot chemisch-synthetischer Pestizide in Naturschutzgebieten durchgesetzt sowie Gewässer und Auen wirksam geschützt werden.
Dr. Heide Naderer bei der Unterzeichnung – Foto: Bernd Schaller
„In allen diesen Politikfeldern sehen wir Stillstand oder Rückschritte“, kritisierte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. „Wir können nicht erkennen, dass die Landesregierung gewillt ist, dem dramatischen Verlust an biologischer Vielfalt konsequent zu begegnen.“ Vereinzelte Förderprogramme ersetzten keine Strategie, und ansonsten werde dem Credo, die Wirtschaft zu ‚entfesseln‘, alles untergeordnet. „Damit zerstört die Landesregierung die natürlichen Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkel.“
Der Natur- und Artenschutz müsse aber nicht nur auf dem Land, sondern auch in der Stadt gestärkt werden. Die Landesregierung sei gefordert, dafür den ordnungsrechtlichen Rahmen zu setzen. Die Verbände fordern so zum Beispiel klare landesrechtliche Vorgaben etwa zur Eindämmung der Lichtverschmutzung und ein Verbot so genannter Schottergärten. Umgesetzt werden müssten die Maßnahmen dann allerdings in den Städten und Gemeinden.
„Mit der Volksinitiative Artenvielfalt wollen wir uns bewusst im Kommunalwahlkampf bemerkbar machen“, sagte der LNU-Landesvorsitzende Mark vom Hofe. „Auch vor Ort muss sich die Politik daran messen lassen, was sie für lebenswerte Städte und Gemeinden tut. Hier geht der Artenschutz Hand in Hand mit dem Klimaschutz. Denn mit mehr Natur in der Stadt können wir auch wirksam dem Klimawandel begegnen.“
Um die Forderungen der Volksinitiative Artenvielfalt NRW zum Thema im Landtag zu machen müssen mindestens 0,5 Prozent der Stimmberechtigten (ab 18 Jahren) in Nordrhein-Westfalen unterschreiben. Gültig sind nur manuelle Unterschriften auf dem offiziellen Unterschriftenbogen. Das Stimmrecht aller Unterzeichnenden müssen sich die Initiatoren der Volksinitiative von der jeweiligen Gemeinde der Hauptwohnung bestätigen lassen.
Ansprechpartner:
BUND NRW: Holger Sticht, Vorsitzender, T. 0152-34 28 95 94, holger.sticht@bund.net
LNU NRW: Mark vom Hofe, Vorsitzender, T. 02204-810 878, vom_hofe@t-online.de
NABU NRW: Dr. Heide Naderer, Vorsitzende, Heide.Naderer@NABU-NRW.de

Insekten retten – Artenschwund stoppen
Trotz anhaltendem Artenschwund gibt es bisher keine konsequente Naturschutzpolitik in NRW. Ziel der Kampagne von BUND, LNU und NABU ist es, konkrete Handlungsvorschläge in den Landtag einzubringen und das Land so zu mehr Natur- und Artenschutz zu bewegen. mehr →
In Deutschland wird ein Verbot für Verbrennungsmotoren ab 2030 diskutiert. Frankreich peilt das Jahr 2040 an, Norwegen 2025. Auch wenn diese Ausstiegs-Szenarien nicht in Stein gemeißelt sind, klar ist: Europa steht vor einer Verkehrswende, die nicht nur neue Antriebstechniken erfordert, sondern vor allem einen Umbau der städtischen Infrastruktur. Wie werden wir uns in unseren Städten künftig fortbewegen? Wird das Auto dabei überhaupt noch eine Rolle spielen?
Familieneinkauf mit dem Bollerwagen. | Bild: BR
Eine Großstadt wie Köln ohne Autos – derzeit ist das kaum vorstellbar. Doch es gibt ein besonderes Viertel, in dem sind Autos streng verboten. Die dreijährige Johanna wohnt mit ihren Eltern im “Stellwerk60” in Köln-Nippes, in der aktuell größten, komplett autofreien Siedlung Deutschlands. Zusammen mit rund 1.300 anderen Bewohnern haben sich Inga Feuser und ihr Mann per Mietvertrag verpflichtet, kein privates Auto zu besitzen. Zum Einkaufen geht es mit dem Rad oder dem Bollerwagen. Ein großer Wocheneinkauf ist so zwar nicht möglich, dafür kauft die junge Familie fast täglich frisch in den zahlreichen Geschäften rund um die Siedlung. Leben ohne Auto – das bedeutet Verzicht, aber auch einen enormen Gewinn an Lebensqualität, vor allem für die Kinder. Denn wo vorher die Gehwege zugeparkt waren, ist jetzt Platz zum Spielen – und die Eltern müssen auch nicht ständig auf den Verkehr aufpassen. “Man kann die Tür aufmachen, die Kleine läuft raus, obwohl sie erst drei ist, spielt auf der Straße und ich muss mir keine Sorgen machen”, erzählt Inga Feuser begeistert.
Zweirad statt PKW: Französisches Viertel in Tübingen. | Bild: BR
Leben ohne Pkw, das klingt revolutionär im Auto-Land Deutschland. Aber kann das langfristig funktionieren? Ähnliches Konzept – andere Stadt: Im Französischen Viertel in Tübingen hat die Verkehrswende schon vor 20 Jahren begonnen. Autos dürfen hier zwar rein, abgestellt werden sollen sie aber im Parkhaus. Eigentlich – doch seit einiger Zeit sind die Gehwege im Viertel immer öfter zugeparkt. Trotz Parkverbot ist das Auto wieder dabei, die Macht im Quartier zu übernehmen. Der Kunstdozent Frido Hohberger ist einer der Gründungsväter der alternativen Siedlung. Seit er vor über 20 Jahren mit seiner Familie hierhergezogen ist, hat sich das Viertel stark verändert. Die Euphorie von damals ist verflogen und mit ihr die Disziplin. “Am Anfang war es eine Art Biotop und das hat sich normalisiert, durch Wegzug oder natürlich auch dadurch, dass die Leute älter geworden sind. Jetzt ist es ein ganz normales Viertel mit allen Schwierigkeiten, die man auch in anderen Vierteln findet”, sagt der leidenschaftliche Radfahrer Hohberger, vor dessen Haus die Autos vor allem abends immer öfter den Weg versperren.
Trotzdem ist Frido Hohberger kein Autofeind. Seine Familie hat selbst ein Auto – für Ausflüge und um in den Urlaub zu fahren. Sonst steht es im Parkhaus. An die Jahre im autofreien Viertel erinnern sich seine inzwischen erwachsenen Kinder gerne zurück – selbst wenn sie das Auto in manchen Situationen vermisst haben, denn auch als Kind ist man ab und zu bequem.
Innenstädte: Elektroautos für die Logistik. | Bild: BR
Trotz mancher Schwierigkeiten, scheint das Prinzip des autofreien Viertels aufzugehen – im Kleinen. Doch lässt sich das Konzept auch auf eine ganze Großstadt übertragen? Christian Piehler leitet den Bereich Verkehrsforschung am Deutschen Luft- und Raumfahrzentrum in Köln. So wie hier sind die meisten Städte in Deutschland immer noch stark auf den Autoverkehr ausgelegt. Doch aus Sicht des Verkehrsexperten führt an einem Umbau der Innenstädte kein Weg vorbei: „Ich denke was passieren müsste, um die Probleme, die wir mit den autofixierten Städten in Deutschland haben zu lösen, ist, dass wir zu einer stärkeren Verbindung der Mobilitätskonzepte mit der Stadtentwicklung kommen, ohne dass wir das konventionelle Auto einsetzen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwa, aber auch durch eine Stärkung des Fußgänger- und Radverkehrs”,sagt Christian Piehler.
Und so könnte die Stadt in Zukunft aussehen: Die großen Einfallsstraßen werden zurückgebaut, um den privaten Autoverkehr zu verdrängen. In der Innenstadt fahren nur noch elektrische Lastentransporter, Fahrräder und E-Trikes, um die Güter zu transportieren – dazu automatisierte Quartiersbusse für ältere Menschen. Alles ist vernetzt und die Fahrpläne lassen sich per App miteinander kombinieren.
… weiteres :
(Link zur ARD-Sendung : hier )
( von Zeit.de : hier zum Artikel )
( direkt zum Audio-Podcast: hier )
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Die autofreie Großstadt, das zeigen Experimente im Ausland, muss keine Utopie sein. Der Podcast erklärt, warum sich Deutschland so schwertut – und wo die Grenzen sind.
Von Ileana Grabitz und Marc Brost 18. September 2020, 11:15 Uhr
Brüssel, Paris und Mailand und Amsterdam sowieso: Immer mehr Städte vertreiben die Autos aus ihren Innenstädten – beflügelt auch durch Corona, das vielerorts zeigte, wie entspannt ein Leben mit weniger Straßenverkehr sein kann. Ist die autofreie Stadt nur eine romantische Idee von Weltverbesserern oder wäre ein Leben ohne Staus und Verkehrsunfälle, ohne Lärm und Schmutz auch für Großstädter möglich, wenn es die Politik wirklich wollte?
In der neuen Folge von Das Politikteil diskutieren wir, wie eine autofreie Großstadt aussehen könnte, welche Städte in Europa mit gutem Beispiel vorangehen und warum die Widerstände ausgerechnet in Deutschland viel größer sind als in vielen Nachbarländern. Zu Gast ist Petra Pinzler, Politikredakteurin der ZEIT und Expertin für Stadtentwicklung und Umweltpolitik. Um wirklich etwas zu verändern, meint Pinzler, müsse das Autofahren deutlich unbequemer werden. Was aber sind die Anreize, mit denen man Autofahrer zum Umstieg aufs Rad oder auf den ÖPNV motivieren kann? Und wie verträgt sich das mit dem Freiheitsgedanken? Darf die Politik die, die gerne Auto fahren wollen oder vielleicht auch darauf angewiesen sind, derart bevormunden?
In Das Politikteil sprechen wir jede Woche über das, was die Politik aktuell beschäftigt, über die Geschichten hinter den Nachrichten und darüber, was noch kommen könnte. Immer freitags mit zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana Grabitz und Marc Brost zu hören.
Neue Seite zum Thema Klimanotstand in Bochum frei geschaltet :
Aktuelles ==> Klimanotstand , oder auch direkt hier