Nachhaltigkeit – Wohlleben , WDR-COSMO

(15.12.21, geo.de ) , Peter Wohlleben Was bedeutet eigentlich nachhaltig?

Ein Gespräch mit Louisa Dellert

Nachhaltigkeit – Der Begriff ist in aller Munde. Doch was genau meinen wir, wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen?
Nachhaltigkeit – Der Begriff ist in aller Munde. Doch was genau meinen wir, wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen?

von Peter Wohlleben 15.12.2021, 12:30 Uhr Woher kommt der Begriff Nachhaltigkeit? Wer hat ihn definiert? Was ist wirklich sozial gerecht? Wieviel schlechte Nachrichten verträgt der Mensch? Über diese Fragen unterhalten sich Peter Wohlleben und die Autorin, Moderatorin und Influencerin Louisa Dellert

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Der Begriff ist in aller Munde – mehr und mehr Menschen bekennen sich zu ihm. Doch was genau meinen wir, wenn wir von Nachhaltigkeit sprechen?

Der Impuls zur Nachhaltigkeit kam nicht von der Forstwirtschaft

Starten wir mit einem berühmten Werbezitat um ein Schweizer Kräuterbonbon: “Wer hat’s erfunden?” Im Falle der Nachhaltigkeit kam der Impuls nicht von der Forstwirtschaft (obwohl die sich die Idee gerne auf die Fahnen schreibt) – es war der Bergbau. Hans Carl von Carlowitz, ein sächsischer Berghauptmann, stellte wie viele Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts fest, dass der Branche das so wichtige Holz auszugehen drohte.

Man brauchte es beispielsweise, um die weitverzweigten Stollen gegen Einsturz abzusichern. Von Carlowitz unternahm ausgedehnte Reisen in Europa und traf dort auf Menschen wie den Engländer John Evelyn, einen Gartenbauer, der schon vor von Carlowitz Abhandlungen über Baumanpflanzungen zur Verhinderung einer Rohstoffknappheit geschrieben hatte.

Mengennachhaltigkeit statt Erhalt von Ökosystemen

Unter den Eindrücken seiner Reisen verfasste der Berghauptmann dann sein Werk “Sylvicultura oeconomica”, den Grundstein der heutigen Forstwirtschaft in Deutschland, ja sogar weltweit.

Mit Ökologie hat das allerdings so wenig zu tun, als wollte man ein Maisfeld zu einer Insektenwiese adeln – nein, von Carlowitz führte vielmehr landwirtschaftliche Methoden im Wald ein.

Seither werden Bäume in Feldern angebaut, werden gepflegt und nach wenigen Jahrzehnten mehr oder weniger zeitgleich “geerntet”. Diese Plantagenwirtschaft wird bis heute auf großer Fläche betrieben. Aus damaliger Sicht war die Methode ein Fortschritt. Der Wald glich durch akkurate Gliederung in Abteilungen einem gut kontrollierbaren Vorratslager, aus dem nie mehr entnommen werden sollte als nachwuchs. Es ging also nicht um den Erhalt von Ökosystemen, sondern um eine reine Mengennachhaltigkeit. So etwas betreibt prinzipiell jeder Bauer auf seinem Feld: Jährlich wird in etwa die gleiche Menge an Feldfrüchten geerntet.

Eine moderne Definition von Nachhaltigkeit

Dieses Prinzip wurde bis heute im Wald eingehalten. Gelitten hat unter der Konzentration auf den Rohstoff Holz das Ökosystem. Wirklich alte Buchenwälder, einst in ganz Mittel- und Westeuropa dominierend, sind in Deutschland auf kümmerliche Reste von 0,3 Prozent der Waldfläche zusammengeschmolzen. Nachhaltig kann man das nicht nennen. Doch was wäre eine moderne Definition dieses so inflationär gebrauchten Begriffs? Sinnge­mäß hat man sich international auf Folgendes geeinigt: Das Ökosystem muss in seiner Funktion und Ar­tenausstattung so an die folgende Generation übergeben werden, dass es mindestens dem Zustand entspricht, in dem wir es von un­seren Eltern übergeben bekommen haben.

Schnell wird klar: Wirklich nachhaltig zu handeln ist in der heutigen Zeit, auf diesem Niveau des Lebensstandards, nicht mög­lich. Egal was wir tun, was wir pro­duzieren oder verbrauchen: Es hin­terlässt Spuren in der Umwelt, die sich nicht so schnell tilgen lassen. Trotzdem lohnt es sich, es wenigs­tens zu versuchen, und dabei mag die Einführung eines neuen Wortes helfen, denn neuerdings wird dem Begriff Nachhaltigkeit ein Adjektiv an die Seite gestellt: enkelgerecht. Und genau das sollte unser Han­deln prägen: Es muss den künfti­gen Generationen eine lebenswerte Zukunft ermögli­chen, einschließ­lich einer ausreichend großen, in­takten Natur.



(25.12.21, WDR-COSMO) Wasteland Rebels – Der COSMO Nachhaltigkeits-Podcast

Wie anfangen mit mehr Nachhaltigkeit im Alltag?

Der innere Schweinehund – wir kennen ihn alle. In dieser Folge sprechen Jessica und Shia, warum es es so schwer ist den Alltag nachhaltiger zu gestalten. Auch wenn wir eigentlich wissen, dass das eine gute und wichtige Sache ist. Und welche ersten konkreten Schritten bringen viel für den Klimaschutz? Und wir erfahren, wie Shia angefangen hat ihr Leben auf Zero-Waste und komplett nachhaltig umzukrempeln.

In dieser Folge beleuchten Hosts Jessi und Shia, warum es eigentlich so schwer ist, den eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten, obwohl wir doch wissen, dass es wichtig ist, wenn wir die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindern wollen. Audio starten, abbrechen mit Escape

Wie anfangen mit mehr Nachhaltigkeit im Alltag?

COSMO Wasteland Rebels – besser nachhaltig. 25.12.2021. 44:55 Min.. Verfügbar bis 25.12.2022. COSMO. Von Cengiz Tarhan.

Audio Download . Download mit LINUX: Rechte Maustaste und “Ziel speichern unter” oder “Link speichern unter”.

Wie und wo fängt man am besten an, das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten?

Ah, der innere Schweinehund – wir kennen ihn alle! Nicht umsonst heißt es: Aller Anfang ist schwer. Das bewahrheitet sich bei vielen Dingen, die wir uns vorknöpfen wollen – ein nachhaltigeres Leben ist da keine Ausnahme.

Selbstdisziplin ist nun wirklich nicht die Stärke von Shia. Im Gegenteil, sie ist Chaotin und oft eine ziemlich faule Socke. Trotzdem lebt sie seit über 7 Jahren Zero Waste und noch länger vegan. Wie das sein kann – das möchte Jessi in dieser Folge von Shia wissen.

Das Mindset scheint eine große Rolle zu spielen. Wenn wir defizitorientiert an die Sache gehen und immer nur sehen, was wir noch nicht können, verlieren wir schnell die Motivation. Shia vergleicht es wie das Erlernen einer Sprache – da erwarten wir doch auch nicht, direkt nach kurzer Zeit die Sprache fließend zu beherrschen. Jeder kleine Erfolg verdient es, gefeiert zu werden.

Dazu sprechen sie mit Psychologin Ellen Matthies von der Otto-von-Guericke-Universität und holen sich da auch noch mal viele Tipps, die helfen, das Ganze effizient anzugehen, sich bei Laune zu halten und den Spaßfaktor hochschrauben.


Gewaltiger Gletscherabbruch — Auswirkung auf das Klima

(28.12.21, WDR5) Gewaltiger Gletscherabbruch: “Schlüsselkomponente”

WDR 5 Morgenecho – Interview. 28.12.2021. 06:17 Min..

kalbende Front des Thwaites-Gletschers Audio starten, abbrechen mit Escape

Am Südpol zerbricht momentan der riesige Thwaites-Gletscher. “Das Abschmelzen des Thwaites wird den gesamten Westantarktischen Eisschild empfindlicher machen”, sagt der Gletscher-Forscher Olaf Eisen. Der Prozess sei langsam, aber nicht mehr zu stoppen.



(15.12.21, travelbook.de), Forscher wegen „Weltuntergangs-Gletscher“ in der Antarktis alarmiert

Wichtiger Schutzschild könnte wegbrechen

Forscher wegen „Weltuntergangs-Gletscher“ in der Antarktis alarmiert

Von Larissa Königs | 15. Dezember 2021, 11:08 Uhr

Der Thwaites-Gletscher in der Westantarktis wird oft auch „Doomsday-Glacier“ genannt, also „Weltuntergangs-Gletscher“. Der Grund: Er gilt als einer der für den Klimawandel gefährlichsten Gletscher. Sein weiteres Schicksal könnte unsere Welt dramatisch verändern. Nachdem erst im Frühjahr festgestellt worden war, dass der Gletscher schmilzt, kommt nun heraus: Der Prozess läuft deutlich schneller als ursprünglich gedacht. Die Details.

Wenn man das Weltklima und vor allem den Klimawandel betrachtet, sprechen Wissenschaftler oft von sogenannten „Kipp-Punkten“. Damit werden Elemente bezeichnet, die das Klima unwiderruflich verändern würden. Einer von ihnen ist der Thwaites-Gletscher in der Westantarktis. Der gigantische Gletscher ist etwa doppelt so groß wie Österreich und wirkt wie eine Barrikade für noch größere Eismassen. Zumindest noch. Denn Forscher befürchten, dass der wichtigste Schutzschild des Gletschers schon in den nächsten fünf Jahren abbrechen könnte.

Ein Forscherteam berichtete am Montag auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Verbands der Geophysiker (AGU), man habe im 45 Kilometer breiten „Ende“ des Gletschers, dort, wo das Eis auf das Meerwasser trifft, Risse entdeckt. Und diese Risse könnten, so die Forscher, die Geschwindigkeit des Zerfalls verdreifachen. Deswegen fürchten die Wissenschaftler, dass der Schutzschild innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre in Hunderte Eisberge zerfallen und komplett verschwinden könnte. Die Folgen wären verheerend.

Denn bricht der Schutzschild zusammen, ist der Gletscher dem Untergang geweiht. „Auf einmal würde das ganze Ding zusammenbrechen“, sagte Gletscherforscherin und Studienleiterin Erin Pettit von der University of Oregon.

Welchen Einfluss hat der Thwaites-Gletscher auf das Klima?

Das Problem: Das Zurückziehen des „Doomsday-Glaciers“, also „Weltuntergangs-Gletschers“, hätte dramatische Folgen für das gesamte Weltklima. Denn sollte das Schelfeis des Thwaites-Gletschers immer dünner werden, desto eher brechen auch größere Teile ab. Und je schneller diese abbrechen, desto schneller wird auch der Eisabfluss auf dem Festland. „Man kann sich das wie einen Korken auf einer Sektflasche vorstellen, der, wenn einmal geöffnet, den Weg für alles Nachkommende ebnet“, erklärt Dr. Johann Philipp Klages vom Alfred Wegener Institut im Gespräch mit TRAVELBOOK. Er ist Sedimentologe und befasst sich seit Jahren besonders mit den Gletschern in der Antarktis. Er betont, dass es sich bei dem Gletscher tatsächlich um einen Kipp-Punkt handelt.

Hinzu kommt, dass der Thwaites-Gletscher und der danebenliegende Pine-Island-Gletscher zusammen einen Großteil des antarktischen Eisschildes ausmachen. Gemeinsam sind sie mehrere Hundert Kilometer lang. Genau hier liegt die Gefahr: Denn beide Gletscher speichern gigantische Mengen Wasser. „Wir wissen aus der Vergangenheit, dass sich diese Gletscher schon mehrere Male dramatisch zurückgezogen haben. Sollte das wieder passieren, würden alleine diese beiden Gletscher für einen Anstieg des Meeresspiegels von etwa 1,5 Metern sorgen“, erklärt Klages. Das wäre aus heutiger Sicht global betrachtet nicht weniger als eine Katastrophe und würde zum Untergang von Metropolen auf der ganzen Welt führen.

Erst im Frühjahr kam die Wissenschaftlerin Anna Wåhlin von der Uni Göteborg in einem Bericht im wissenschaftlichen Magazin „Science Advances“ zu dem Ergebnis, dass die Unterseite des Thwaites-Gletschers deutlich stärker schmilzt als bisher angenommen. Das hatte eine Expedition von Wåhlin und ihrem Team zum Gletscher ergeben. Dort wurde ein Tauchroboter eingesetzt, der sowohl die Zunge als auch den Meeresboden untersuchen sollte.

Wie genau ist der Thwaites-Gletscher aufgebaut?

Wichtig zu wissen ist, dass die Zunge zwar über dem Wasser schwebt und somit bereits durch warme Zuflüsse angetaut wird. Der größte Teil des Gletschers liegt jedoch auf Festland. Das Problem ist allerdings, dass das Festland wiederum unterhalb des Meeresspiegels liegt. Dadurch sind die Eismassen sehr angreifbar. Bislang ging man zwar davon aus, dass die warmen Zuflüsse vom Ozean das aufliegende Gletschereis nur in kleinen Korridoren erreichen – doch das hat sich nun geändert.

Die Untersuchungen von Wåhlin und ihrem Team haben gezeigt, dass es sehr viel mehr unterirdische Tunnel und Täler gibt. Durch sie gelangt warmes Wasser auch zum Rest des Thwaites-Gletschers und lässt das darüberliegende Schelfeis ausdünnen. Wobei warm in diesem Fall relativ ist. „Die Wasser-Temperatur liegt bei circa 1 bis maximal 1,5 Grad Celsius. Für uns Menschen ist das kalt, doch es ist eben oberhalb des Gefrierpunkts von Salzwasser“, erklärt Klages. „Das warme Wasser war und ist aktuell in der Westantarktis der wichtigste Antrieb, warum die Gletscher sich zurückziehen.“

Die Zukunft des Gletschers ist ungewiss

Valide Aussagen, wann der Thwaites-Gletscher wirklich wegschmelzen wird, sind allerdings schwierig. „Wir können aktuell noch nicht sicher sagen, welche Dynamik überhaupt bei dem Gletscher zutrifft. Die Modelle, die wir haben, sind auch immer nur so gut, wie die verfügbaren Daten“, erklärt Klages, der vor allem Daten aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit analysiert. Deswegen forsche man aktuell auch von deutscher Seite so intensiv an den Gletschern der Westantarktis. Er rechne allerdings fest damit, dass man in der Zukunft verlässliche geologische Beweise für ein komplettes Zusammenbrechen des westantarktischen Eisschildes finden werde.

Dennoch: Klages hält nicht viel davon, den Gletscher mit Adjektiven wie „gefährlich“ oder mit furchterregenden Spitznamen zu belegen. „Es handelt sich um einen ganz normalen Gletscher. Alleine die Bedingungen, die ihn umgeben, machen ihn besonders. Allerdings ja auch nur, weil sie dafür sorgen könnten, unsere angestammten Lebensräume zu verändern“, meint Klages. Das sollte jedoch Grund genug sein, diesen Prozess noch aufzuhalten. Es ist zu hoffen, dass dies noch gelingt.


(15.12.21, geo.de) , Westantarktis Thwaites-Gletscher schmilzt rasant: Forschende warnen vor dramatischem Wandel

Der riesige Thwaites-Gletscher in der Westantarktis verhindert, dass gewaltige Eismengen in den Ozean fließen. Doch Satellitenfotos beweisen: der Gletscher verliert viel Eis. Ein britisch-amerikanisches Forschungsteam warnt nun eindringlich vor den globalen Folgen

Forschende eines britisch-amerikanischen Projekts haben vor einem “dramatischen Wandel” an dem gigantischen Thwaites-Gletscher in der Antarktis infolge der Erderwärmung gewarnt. Bereits innerhalb von weniger als zehn Jahren könne ein auf dem Meer schwimmender Teil an der Vorderseite des Gletschers “zersplittern wie die Windschutzscheibe eines Autos”, warnte der leitende US-Glaziologe Ted Scambos von dem Projekt International Thwaites Glacier Collaboration (ITGC) im Gespräch mit der BBC. Sowohl veröffentlichte als auch noch unveröffentlichte Studien deuteten dies an, fuhr der Forscher fort. Grund dafür sei warmes Wasser, das unter den Gletscher gelange.

Menge an Eis, die der Thwaites-Gletscher verliert, hat sich in 30 Jahren verdoppelt

Der Thwaites-Gletscher steht unter Dauerbeobachtung der Wissenschaftler. Sie messen die Geschwindigkeit, in der das Eisfeld schmilzt. Die Menge an Eis, die den Gletscher verlässt, hat sich nach Angaben der Forscher in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt.

Der Thwaites-Gletscher, der auch als “Doomsday Glacier” (Gletscher des jüngsten Gerichts) bezeichnet wird, liegt in dem als Marie-Byrd-Land bezeichneten westlichen Teil der Antarktis. Das Eisfeld erstreckt sich über eine Fläche von der Größe des US-Bundesstaats Florida.

Sollte das gesamte Eis im Einzugsgebiet des Gletschers eines Tages schmelzen, würde das den Meeresspiegel um bis zu 65 Zentimeter steigen lassen, wie die BBC berichtete. Mit diesem Szenario, auf das sich die Bezeichnung mit dem jüngsten Gericht bezieht, wird aber erst in mehreren Jahrhunderten gerechnet.


(11.07.21, hna.de) , Katastrophale Folgen für das Klima? „Weltuntergangs-Gletscher“ schmilzt schneller als erwartet

Forschende haben auf der Unterseite des Thwaites-Gletschers in der Antarktis Warmwasserströme entdeckt. Das könnte enormen Gefahren für das Klima bedeuten.

Antarktis – In wissenschaftlichen Kreisen wurde der Thwaites-Gletscher in der Antarktis bereits „Weltuntergangs-Gletscher“ getauft. Zusammen mit dem Pines-Gletscher hält er in der Westantarktis die Eismassen vom Südpazifik ab. Wenn er dies einmal nicht mehr schafft, wird der Meeresspiegel noch viel schneller ansteigen als bislang.

Nach Angaben des Online-Wissenschaftsportal spektrum.de hat die Wissenschaftlerin Karen Heywood von der University of East Anglia erstmals die Unterseite des Gletschers erforscht. Das Ergebnis ihrer Expedition teilte sie in der Zeitschrift Science Advances mit. Die neuen Daten belegen: Um den Gletscher steht es schlimmer als gedacht.

Weltuntergangs-Gletscher: Warmwasserkanal entdeckt

Während ihrer Expedition setzte das Team um Heyword einen eigenständig tauchenden Roboter ein. Die gesammelten Informationen offenbarten, dass Warmwasserströme auf der Unterseite des Thwaites-Gletschers verlaufen. Diese sorgen derzeit dafür, dass der Gletscher von unten ausgehöhlt wird. Daher sei es gut möglich, dass der Teil des Eises, der den Meeresboden berührt, immer weniger wird. Der gesamte Gletscher schiebt sich in Richtung Festland. Das beschleunigt den Schmelzvorgang zusätzlich, da immer neue Bereiche dem Warmwasser ausgesetzt werden.

NameThwaites-Gletscher
StandortIm westantarktischen Marie-Byrd-Land
GrößeRund 192.000 km² (Stand: 2010)
BesonderheitenDer Gletscher liegt in einer Gegend mit erhöhter vulkanischer Aktivität.

Unter dem Gletscher fand der eingesetzte Tauchroboter drei Warmwasserkanäle, darunter ein noch komplett Unbekannter. In einem der drei Kanäle stellten die Wissenschaftler:innen eine Wärmeenergie von etwa 0,9 Terrawatt fest. Diese Energie schmelze jährlich über 75 Kubikkilometer Eis – Mehr als 25 mal so viel wie Wasser im Starnberger See.

Video: Schneller als je zuvor – die Gletscher der Welt schmelzen

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Weltuntergangs-Gletscher in der Antarktis: Katastrophaler Anstieg des Meeresspiegels?

Die Wissenschaftler stellten zudem fest, dass eine große Menge des warmen Wassers an den Stellen fließe, an denen der Gletscher noch auf dem Meeresboden steht. Durch das schmelzende Eis verliere der Gletscher an Gleichgewicht und Stabilität. Das führt wiederum zu einem schnelleren Schmelzen.

Wenn der Gletscher auseinanderbreche, würden die Eismassen dahinter frei ins Meer treiben. Dies würde zu einem viel zu schnellen Anstieg des Meeresspiegels führen und katastrophale Auswirkungen auf das Klima der Welt haben. Derzeit sorgt das Schmelzen der Gletscher in der Westantarktis für rund zehn Prozent des weltweit steigenden Meeresspiegels. Allein 40 Prozent davon ist auf den Thwaites-Gletschers zurückzuführen. Das Wetter in Deutschland* hat sich in den letzten Jahren schon aufgrund des Klimawandels verändert. Die Winter werden milder und die Sommer immer wärmer. (ebb) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA


Klimapodcast Gradmesser „Wir schaffen die Klimaziele nicht annähernd“

(17.12.21, tagesspiegel.de) , Original : hier

Podcast mit Klimaphysiker Wolfgang Lucht.

Direkt zum Podcast : hier

Deutschland reißt die 1,5-Grad-Grenze und verpulvert viel zu schnell sein CO2-Budget. Was das bedeutet, und wie sich die Politik jetzt Emissionen schön rechnet. Ruth Ciesinger

SPD, Grüne, FDP und Union – sie haben sich im Wahlkampf demonstrativ zum 1,5-Grad-Ziel bekannt. Und jetzt? Bisher bringen auch die Pläne der Ampel bei weitem nicht so schnell CO2-Neutralität, wie Deutschland sie nach dem Pariser Klimaabkommen erreichen müsste. „Wir schaffen die Klimaziele nicht annähernd“, sagt Klimaphysiker Wolfgang Lucht. https://cdn.podigee.com/podcast-player/podigee-podcast-player.html?id=pdg-aa36757&iframeMode=script

Wenn die Menschheit mit einer Zwei-Drittel-Wahrscheinlichkeit die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen will, bleibt Ihr aktuell ein CO2-Budget von rund 320 Gigatonnen, das noch in die Atmosphäre verheizt werden kann. Wenn nicht drastisch gegengesteuert wird, das ergeben die Berechnungen des Weltklimarates, dann ist das Budget in etwas mehr als sieben Jahren aufgebraucht.

Aber wie lässt sich so ein globales CO2-Budget eigentlich so leicht errechnen? Warum ist es ungleich schwerer, einen gerechten Verteilungsmaßstab für die einzelnen Staaten zu finden? Mit was für Tricks rechnet die Politik jetzt Emissionen schön? Um diese Fragen und mehr geht es in dieser Gradmesser-Folge mit Professor Wolfgang Lucht, Leiter der Abteilung für Erdsystemanalyse am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen.

Spannend außerdem: Wenn Menschen wissen, worum es in der Klimakrise wirklich geht, dann sind sie zu deutlich größeren Einschränkungen bereit, das hat Wolfgang Lucht bei seiner Begleitung des Bürgerrates Klima gemerkt. „Da geht noch viel mehr“, sagt er. Doch die Regierung muss vorher erstmal ehrlich sein.

Klimaplan Historisch (25.03.2000)


Zu den Dokumenten und Links zum Klimaplan 2035


Bochum Agenda 21
Antrag an das Plenum des Forumstages am 25.03.2000

Antragsteller: AG Leitbilder (Beschluss vom 22.3.00)

Die Teilnehmenden am Forumstag fordern die zuständigen Gremien der Stadt Bochum (Agenda-Beirat und Stadtrat) auf, folgende Agenda-Projekte auf den Weg zu bringen:

I. Stadtentwicklungsplan “Nachhaltiges Bochum 2010”

Bis zum Frühjahr 2002 (Mitte der aktuellen Ratsperiode) wird vom Rat der Stadt Bochum ein Stadtentwicklungsplan “Nachhaltiges Bochum 2010” verabschiedet. Dieser Plan enthält:

  1. Grundsätze und Leitziele für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Bochum Eine Grundlage für den Diskussionsprozess ist das entsprechende Papier der AG Leitbilder vom 11.1.2000. Die Verabschiedung der “Grundsätze und Leitziele” durch den Rat könnte und sollte noch im Jahre 2000 erfolgen.
  2. Konzept für Nachhaltigkeits- und Umweltqualitätsziele mit Indikatoren
    für zentraleHandlungsfelder der Stadtentwicklung

An Vorschlägen für Indikatoren nachhaltiger Entwicklung arbeitet derzeit ein Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum in Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum (Agenda-Büro). (Vgl. dazu die entsprechende Arbeitsvorlage auf dem Forumstag.)

  1. Handlungskonzept zur Erreichung der Nachhaltigkeits- und Umweltqualitätsziele

(Maßnahmenbündel, Zeitplan mit Zwischenschritten, Akteure, finanzieller Mitteleinsatz, Umsetzungsberichte zur Zielerreichungskontrolle) Hier kommt es darauf an, bei der Fortschreibung der verschiedenen Rahmenpläne (vgl. Bochum-Planung 2010) und Fachpläne die Nachhaltigkeits- und Umweltqualitätsziele zu konkretisieren, zu präzisieren und maßnahmenbezogen zu integrieren.

II. Klimaschutzkonzept Bochum 2010

1. Klimaschutzkonzept Bochum 2010: Als Einstieg in den Stadtentwicklungsplan “Nachhaltiges Bochum 2010” verabschiedet der Rat der Stadt bis Herbst 2001 ein Klimaschutzkonzept Bochum 2010. Das Ziel dieses integrierten Maßnahmenkonzeptes ist, die Vorgaben des Klima-Bündnisses – Reduktion der CO2-Emissionen um die Hälfte bis 2010- zu realisieren.

2. Klimaschutzbericht: Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, bis Ende des Jahres einen Klimaschutzbericht für Bochum vorzulegen. Dieser Bericht soll gleichzeitig eine Erfolgskontrolle des “Bochumer Energiekonzeptes” aus dem Jahre 1993 beinhalten.

3. Wissenschaftliches Gutachten: Um Handlungsempfehlungen für das Klimaschutzkonzept und den Klimaschutzbericht auf fundierter Datenbasis zu erarbeiten, gibt der Rat der Stadt noch im Frühjahr 2000 ein wissenschaftliches Gutachten in Auftrag. Dessen Aufgaben sind:

  • Umsetzungsorientierte Maßnahmenvorschläge, insb. für die klimarelevanten Bereiche Energie
  • Als Grundlage für die Maßnahmenvorschläge: Erhebung der Ist-Situation beim Energie-

Die Erfahrungen mit entsprechenden Gutachten für andere Städte zeigen, dass für ein fundiertes Klimaschutz-Gutachten ein Kostenansatz von 150.-200.000 DM erforderlich ist. Für dieses Gutachten soll daher für den kommenden Jahresetat 2000 der Stadt ein Betrag in Höhe von 150.-200.000 DM bereitgestellt werden (unabhängig vom Agenda-Budget).

Die Beantragung dieses Haushaltspostens ist dringlich, da die Verabschiedung des Haushaltes auf der Hauptausschusssitzung am 3.5.2000 ansteht.

Begründung des Antrags:

Der Bochumer Agenda-Prozess befindet sich nun seit über einem Jahr in seiner aktiven Phase (Beginn mit der Info-Börse am 30.1.99). Es ist daher an der Zeit, dass sich die Agenda-Aktiven über ihre Beteiligung an Arbeitsgruppen, Foren und der Vorbereitung von Einzelprojekten hinaus darüber verständigen, zu welchem konkreten Ziel mit welchen Zwischenschritten in welchem Zeitrahmen die Agenda-Aktivitäten insgesamt hinführen sollen.

Der Agenda-Prozess: Initiierung einer nachhaltigen Entwicklung für die gesamte Stadt oder Förderung von Einzelprojekten?

Auf dem Foren-Tag soll die Vorstellung von Projekten aus der Arbeit der einzelnen Foren einen gewichtigen Raum einnehmen, um eine Entscheidung über die Förderung von ausgewählten Projekten aus dem Budget des Agenda-Prozesses vorzubereiten.

Nichts spricht gegen das Vorgehen, einzelne Projekte finanziell zu fördern, die in besonderer Weise geeignet erscheinen, eine nachhaltige Entwicklung in Bochum anzustoßen und diesen Entwicklungsprozess gleichzeitig zum Ausdruck zu bringen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind allerdings Zweifel angebracht, den noch jungen Agenda-Prozess auf die Auswahl von Einzelprojekten zu fokussieren, da noch keinerlei Verständigung unter den Agenda-Beteiligten über das Gesamtprofil der angestrebten nachhaltigen Entwicklung in Bochum erfolgt ist. Bevor hierüber aber keine tragfähige Klärung erreicht ist, besteht die Gefahr, dass die Konzentration auf Einzelprojekte von der Befassung mit der Gesamtentwicklung der Stadt ablenkt und darüberhinaus inhaltlich gesicherte Entscheidungsgrundlagen für die Auswahl von Einzelprojekten fehlen. Über Einzelprojektförderung hinaus wird aber der Agenda-Prozess seinem Anspruch auf Nachhaltigkeit nur gerecht, wenn er in einem integrativen Politikansatz die Gesamtentwicklung der Stadt Bochum in den Blick nimmt.

Integrativer Agenda-Ansatz

Bei einem integrativen Ansatz des Agenda-Prozesses stehen nicht Einzelaspekte, sondern die Stadtentwicklung in ihrer Gesamtheit und Vielfalt auf dem Prüfstand. Auf dem Weg über die Formulierung von konkreten Qualitätszielen soll der Agenda-Prozess in ein konkretes und verbindliches Handlungs- und Maßnahmenprogramm der Stadt führen. Zu vermeiden ist, dass die Agenda 21 ein unverbindlicher Empfehlungskatalog für die Entscheidungsträger der Stadt wird. Vielmehr sollte die Bochum Agenda 21 das zentrale Steuerungsinstrument für die zukünftige Stadtentwicklung werden. Dabei müssen die verschiedenen Handlungsfelder der kommunalen Politik unter dem Gesichtspunkt der nachhaltigen Entwicklung miteinander vernetzt werden.

Der Agenda-Prozess als Initiierung einer grundlegenden Neuausrichtung der städtischen Entwicklung auf das Ziel der Nachhaltigkeit schließt die Förderung von Einzelprojekten (Projektansatz) gerade dann ein, wenn diese Vorbild- und Initialfunktion für die weitere städtische Entwicklung haben.

Verfahrensschritte

Unverzichtbar ist es, sich auf einen tragfähigen Konsens über die Grundsätze und Leitziele für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Bochum zu verständigen. Bezogen auf die zentralen Handlungsfelder der städtischen Politik müssen dann konkrete Umweltqualitätsziele

(z.B. zur Reduzierung der Luftverschmutzung) formuliert werden, deren Umsetzung anhand von Nachhaltigkeitsindikatoren (z.B. CO2-Emission) dann gemessen und kontrolliert werden kann. Bezogen auf die zentralen Handlungsfelder muss dann eine Ist-Analyse (Bestandsaufnahme) erfolgen, um anschließend aus der Differenz von Ist- und Soll-Zustand die Maßnahmen ableiten zu können, die zur Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung erforderlich sind. Die Umweltqualitätsziele dienen also als politisch relevante Entscheidungs- und Handlungsgrundlage für die politischen Entscheidungsträger.

Um den mittlerweile ein Jahr alten Agenda-Prozess in einem überschaubaren Zeitrahmen zum Erfolg zu führen, erscheint es notwendig und zielführend, für die einzelnen Verfahrensschritte (bei aller gebotenen Vorsicht ) zeitliche Vorgaben zu vereinbaren. Ansonsten droht der Prozess, sich ins Unverbindliche zu verlaufen.

Aus dem ganzheitlichen Ansatz des Agenda-Prozesses folgt, dass es nicht damit getan ist, ein Agenda-Budget mit 200.000 DM/Jahr auszustatten bei einem Haushaltsvolumen der Stadt Bochum von ca. 1,7 Milliarden DM. Vielmehr ist es erforderlich, das gesamte Ausgabeverhalten der Stadt an den Kriterien der Nachhaltigkeit auszurichten.

Es ist schwierig, mit der nachhaltigen Entwicklung konkret zu beginnen, wenn man nicht zu Beginn eine sinnvolle Auswahl von Maßnahmen trifft. Für eine solche Auswahl bietet sich ein Handlungsfeld an, das selbst schon hinreichend komplex (fachpolitik-übergreifend) und in hohem Maße konsensual ist. Dies trifft in einzigartiger Weise für das Feld des Klimaschutzes zu.

Klimaschutzkonzept als Einstieg in eine ganzheitliche nachhaltige Entwicklung

Der Klimaschutz stellt sowohl eine globale wie auch nationale und kommunale Aufgabe allerersten Ranges dar, wenn es um nachhaltige Entwicklung geht. Aus diesem Grunde ist auch die Stadt Bochum seit 1994 Mitglied im “Klimabündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder”. Die Mitglieder dieses Bündnisses verpflichten sich auf eine “Reduzierung der CO2-Emissionen der Kommunen mit dem Ziel einer Halbierung bis zum Jahr 2010″ sowie auf eine “weitgehende Reduzierung aller treibhausrelevanten Gase im kommunalen Bereich” (Zweck des Vereins, §2 der Vereinssatzung). Bisher fehlt in Bochum die Ausarbeitung eines integrierten Handlungskonzeptes, das umfassend Maßnahmen enthält, die die Erreichung dieses ehrgeizigen Klimaschutzzieles gewährleisten können.

Wir schlagen vor, die Erarbeitung eines Bochumer Klimaschutzkonzeptes mit zeitlichem Vorrang anzugehen. Ein solches Handlungskonzept umfasst die Bereiche Energie, Verkehr, Stadtplanung, Umwelt, Soziales als auch Wirtschaft(sförderung). Es ist also aufgrund seiner Komplexität wesentlich mehr als ein Einzelprojekt. Um gesicherte Zielvorgaben für die Politik machen zu können, ist zuerst eine Bestandsaufnahme der CO2-Emissionen –nach Verursacherbereichen getrennt- im Bereich der Stadt Bochum erforderlich. Diese Arbeitsschritt sollten –wie in anderen Agenda-Kommunen auch- von einem ausgewiesenen wissenschaftlichen Institut ausgeführt werden.

Aktivitäten fürs Klima — Klimasünder – Klimahelden: Eine Reise um die Welt (ARD)

Ein besonderes Projekt zum Klimagipfel: Die Weltspiegel-Korrespondentinnen und Korrespondenten Tamara Anthony, Christian Blenker, Kerstin Klein, Sven Lohmann und Sandra Ratzow haben Klimahelden gesucht, die Hoffnung machen. Via Video-Call waren sie mit der Zentrale in Hamburg verbunden an ihren Drehorten von Grönland bis in die Wüste Gobi.

Link zum Video : hier

Besondere Beispiele :

  • Lebenswertes Singapoor : Grüne Hochhäuser , ab min : 33:35
    • In 10 Jahren mehr al 10 Millionen Bäume NEU anpflanzen
    • Auto-Anmelde-Beschränkung / Beschränkung der Neuzulassungen
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Positive Ideen zum Klimaschutz : RuhrPark und Hanibal mit PV-Modulen bestücken (die Stadtgestalter)

(06.12.21, die-stadtgestalter.de ) , Original : hier

Ruhr Park und Hannibal Center könnten viel Sonnenstrom erzeugen

Die Bochumer Einkaufszentren Ruhr Park und Hannibal Center verfügen über riesige Dach- und Parkplatzflächen, die zur Erzeugung von Sonnenstrom genutzt werden könnten. Die STADTGESTALTER haben errechnet, was maximal möglich wäre. Es könnte so viel Strom erzeugt werden wie 6.200 Bochumer Haushalte im Jahr verbrauchen.

Sonnenstrom hat in Bochum zur Stromerzeugung das größte Potential


Um Strom aus Sonne zu gewinnen, können Solaranlagen auf Dächer montiert werden, auf Freiland-, Wasser- oder Parkplatzflächen. Jedoch stehen Frei- und Grünflächen in Bochum für eine solare Nutzung nur wenige zur Verfügung. Regelmäßig stehen dem großflächigen Aufbau von Solarfarmen eine andere Nutzung, z.B als Acker oder Weideland, eine Ausweisung als Naturschutzgebiet oder optische Gründe entgegen. Die Nutzung der Bochumer Seen für schwimmende Solaranlagen hatten die STADTGESTALTER schon vorgeschlagen (Schwimmende Solaranlagen auf Bochumer Seen). Auf dem Wasser könnte so viel Strom erzeugt werden, wie 11% der Bochumer Haushalte im Jahr verbrauchen. Das ist schon eine Menge. Das Potential in Bochum lässt sich aber noch deutlich vergrößern, wenn zusätzlich Dach und Parkplatzflächen genutzt werden. Aus Wirtschaftlichkeitsüberlegungen sollte sich die Stadt dabei zunächst auf die Nutzung von besonders großen Flächen konzentrieren, wie sie zum Beispiel bei Einkaufszentren vorzufinden sind. Entsprechend wird auf dem Dach des Hannibal Centers bereits seit 2009 Sonnenenergie in Strom umgewandelt.

Wieviel Sonnenstrom könnte auf den Geländen von Ruhr Park und Hannibal Center erzeugt werden?

Doch wie groß ist das Potential bei der Stromerzeugung aus Sonnenkraft zum Beispiel bei Hannibal Center und Ruhr-Park, den beiden größten Einkaufszentrum auf dem Stadtgebiet?  …

Dachflächen:…
– beim Ruhr Park eine solare Nutzung zu maximal 60% zu.
– Beim Hannibal Center … maximal 80% der Dachflächen nutzbar. 
==> Ohne Betrachtung der Statik wäre maximal eine Dachfläche von 4,36 ha für die Montage von Solaranlagen auf beiden Einkaufszentren nutzbar.

Freilandflächen: …’
Angrenzend an das Hannibal Center befindet sich jedoch eine rund 10 ha große Brachfläche, … Eine Nutzung für eine Freiflächen-Solaranlage böte sich daher an.

Park- und Verkehrsflächen: 
– Ruhr Park und Hannibal Center über insgesamt 23.3 ha Parkplatz-und Straßenflächen. Es bestehen zwei Möglichkeiten diese solar zu nutzen. Die Stellplätze können überdacht werden oder es könnten Solar-Tracker (Solar-Tracker: Nachführsysteme für Photovoltaik-Anlagen) aufgestellt werden. Bei Solar-Trackern werden Solarmodule drehbar auf einen mehrere Meter hohen Mast montiert und dann nach dem jeweiligen Sonnenstand ausgerichtet. Dies ermöglicht eine zusätzliche Stromausbeute von bis zu 45% gegenüber starren Freiland- oder Dachanlagen. So wird es möglich selbst bei schlechtem, bewölktem Wetter mittels Solar-Trackern noch eine erkleckliche Menge Strom zu gewinnen.

Solar-Tracker, Foto Parucom:

Aus diesen Gründen haben die STADTGESTALTER eine solare Nutzung durch Solar-Tracker betrachtet, wie sie z.B. bereits auf dem Parkplatz des Amazon-Lagers FRA3 in Bad Hersfeld besteht. https://www.youtube.com/embed/4Pz93ZMOwR8?feature=oembed

Bis zu 620 Solar-Tracker könnten auf dem Gelände von Ruhr Park und Hannibal Center zur Erzeugung von Sonnenstrom aufgestellt werden.

Solarpotential von Ruhr Park und Hannibal Center

Nutzt man die genannten Flächen vollständig für die Erzeugung von Sonnenstrom, wäre die Erzeugung von maximal 15.000 MWh Strom pro Jahr möglich. Das entspräche dem Jahresbedarf von 6.200 Bochumer Haushalten (3,1% aller Bochumer Haushalte). 7.300 t CO2 könnten so pro Jahr eingespart werden.

Campact zum Klimaschutz im Koalitionsvertrag

(26.11.21, campact) , Orginal : hier

Unsere Erfolge

„Mehr Fortschritt wagen“: Damit hat die Ampel aus SPD, Grünen und FDP ihren Koalitionsvertrag überschrieben. Doch wie viel Fortschritt wagt sie beim Klimaschutz – für den diese Regierung so entscheidend ist? Campact-Vorstand Christoph Bautz hat die 177 Seiten des Vertrags für Sie gewälzt. Lesen Sie seine Analyse!
was hat das alles fürs Klima gebracht – Hunderttausende auf der Straße, Millionen Türhänger an Deutschlands Haustüren, unser Trommeln auf allen Kanälen für die Klimawahl? Seit Mittwoch wissen wir mehr: Der Koalitionsvertrag der Ampel steht – und das Klima hat nach Jahren des Stillstands endlich zentrale Priorität. Das ist ein riesiger Erfolg für uns alle.
Ist damit alles paletti beim Klimaschutz? Mitnichten. Denn die Ampel-Koalition verfehlt ihren eigenen Anspruch, Deutschland auf den 1,5-Grad-Pfad des Pariser Klimaabkommens zu führen. Überall stand die FDP auf der Bremse – und häufig auch die SPD. Dabei haben beide im Wahlkampf noch selbst eine 1,5-Grad-Politik versprochen.[1] Wenn es nächstes Jahr um die Umsetzung der Gesetzesvorhaben geht, kann und muss die Ampel hier noch massiv nachbessern. Wir werden alles dafür tun.
In den einzelnen Bereichen – Energie, Verkehr, Agrar und Wärme – sind die Fortschritte höchst unterschiedlich verteilt. Teilweise sind sehr konkrete Maßnahmen formuliert; teilweise gute Ziele, aber ohne die nötigen Schritte, um sie zu erreichen. Und an vielen Stellen klaffen große Leerstellen. Wir haben für Sie den 177 Seiten starken Vertrag analysiert.[2] Wo ist etwas für den Klimaschutz erreicht – und wo müssen wir in den nächsten vier Jahren gemeinsam für mehr streiten?

Energiesektor: Der größte Erfolg

Dieser Doppelerfolg für das Klima sticht aus dem Koalitionsvertrag heraus: der Kohleausstieg 2030 und der massive Ausbau der erneuerbaren Energien. Acht Jahre früher soll Deutschland aus der Kohle raus. Gleichzeitig soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch bis 2030 auf 80 Prozent steigen. Besonders wertvoll wird diese Zahl dadurch, dass auch ein wesentlich höherer Gesamtstrombedarf angenommen wird. Der entsteht vor allem durch 15 Millionen neue Elektroautos, die 2030 auf unseren Straßen fahren sollen und Millionen neuer Wärmepumpen für Gebäude.
Das alles zusammen genommen ist ein riesiger Erfolg für uns alle. Für Fridays for Future und die Hunderttausenden auf den Straßen, für die Aktivist*innen im Hambacher Wald, für die Menschen in den Dörfern im Rheinland und der Lausitz, die von den Kohlebaggern bedroht sind. Unser jahrelanger Protest hat sich gelohnt – und gewirkt!

Verkehr: Es ändert sich wenig

Sehr dünn fällt die Bilanz für den Klimaschutz im Verkehrssektor aus. Er ist für 20 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich [3], diese wurden in den letzten 30 Jahren [4] überhaupt nicht gesenkt. Die Ampel-Koalition beschränkt sich bei diesem Thema vor allem auf eine Antriebswende: 15 Millionen E-Autos sollen bis 2030 auf den Straßen unterwegs sein und das Ende des Verbrennermotors Anfang der 2030er Jahre einläuten. Das ist ambitioniert – doch wie das konkret erreicht werden soll, bleibt völlig offen.
Was es neben einer Antriebswende braucht: eine grundlegende Verkehrswende, weg vom Auto, hin zu Fahrrad, Bus und Bahn. Und genau diese blockierten die Autoparteien SPD und FDP in den Verhandlungen. Deshalb schreckt die Ampel vor allem, was die Verkehrswende wirklich stärken würde, zurück: Weder soll der CO2-Preis mehr als geplant steigen noch werden klimaschädliche Subventionen wie das Diesel-Privileg oder die Pendlerpauschale abgebaut.[5]
Da passt ins Bild, dass die Grünen unverständlicherweise das Verkehrsministerium der FDP überlassen haben. Volker Wissing wird sich nur bewegen, wenn wir ihn als Bürger*innen mit breitem Protest dazu antreiben. Ganz konkret etwa bei einem sehr wichtigen Vorhaben der Ampel: Alle neuen Straßenbau-Projekte im Bundesverkehrswegeplan sollen auf den Prüfstand.

Agrar: Hier könnte was gehen

Unter der GroKo blockierte der Konflikt zwischen Umwelt- und Agrarministerium jeden Fortschritt hin zu einer Agrarwende, die dem Klima und der Artenvielfalt dient. Dies könnte sich jetzt ändern. Beide Ministerien sind in der Hand der Grünen und der Koalitionsvertrag enthält etliche Fortschritte.[6]
So plant die Ampel, den Anteil des Ökolandbaus in der Landwirtschaft von derzeit 10 auf 30 Prozent bis 2030 zu erhöhen. Die Agrarsubventionen der EU will sie stärker an ökologische Auflagen binden. Der Standard in der Tierhaltung soll für uns Verbraucher*innen auf Produkten klar gekennzeichnet werden. Wichtig ist zudem, dass der Umfang der Tierbestände von Landwirt*innen an die Größe ihrer Ländereien gebunden wird – das erschwert die Massentierhaltung.
Doch ähnlich wie beim Verkehr – es gibt keine tiefgreifende Veränderung. Die nötige, grundlegende Agrarwende fehlt: Weg von der bisherigen Orientierung am Weltmarkt, wo unsere Landwirt*innen zu Dumpingpreisen konkurrieren. Und hin zu einer Landwirtschaft, die gutes Essen zu fairen Preisen klimagerecht für die Region erzeugt. Genau hierfür wollen wir bereits am 22. Januar bei der „Wir haben es satt“-Demo in Berlin zusammen mit Verbraucher*innen und Bäuer*innen protestieren – soweit es die Corona-Lage zulässt.

Bauen: Erste Ansätze

16 Prozent der CO2-Emissionen entstehen im Gebäudebereich.[7] Doch bisher werden jährlich nur 1 Prozent des Gebäudebestands energetisch saniert.[8] In 2020 wurden sogar 600.000 neue Gasheizungen eingebaut [9] – ein großes Problem für den Klimaschutz. Die Ampel will hier etwas ändern: Jede neue Heizung soll auf der Basis von 65 Prozent Erneuerbaren betrieben werden – de facto das Aus für Gas- und Ölheizungen. Leider greift dies erst ab 2025. Auch die Standards für die energetische Sanierung von Gebäuden sollen strenger werden.
400.000 neue Wohnungen will die Ampel pro Jahr bauen lassen. Allerdings anscheinend weiter mit Stahl, Beton und Styropor – die erzeugen schon bei der Herstellung so viel CO2, wie das Gebäude im Betrieb sein ganzes Leben lang ausstößt.[10] Ökologische Baustoffe werden kaum berücksichtigt. Wichtig ist, dass der CO2-Preis künftig nicht mehr alleine von Mieter*innen, sondern auch von den Vermieter*innen getragen werden soll. Doch an die sozial gerechte Erhöhung des CO2-Preises traut sich die Ampel nicht heran.

Fazit: Was fehlt

Insgesamt bleibt festzuhalten: Die Pläne der Ampel sind weder von den Zielen noch von den konkreten Maßnahmen her ehrgeizig genug. Das für den 1,5-Grad-Pfad viel zu niedrige Klimaziel der GroKo von minus 65 Prozent CO2-Emissionen bis 2030 (im Vergleich zu 1990) wird nicht angehoben. Hier wäre mindestens minus 70 Prozent nötig. Und der Koalitionsvertrag weist nicht den richtigen Mix an Maßnahmen auf.
Überall wo mit neuen Technologien Klimaschutz vorangebracht werden kann, ist die Koalition ambitioniert. Windräder und Solarzellen aufstellen, Autos auf Elektroantrieb umstellen, Gebäude dämmen. So richtig diese Schritte sind – sie alleine reichen nicht, um die Klimakrise zu lösen. Dazu braucht es auch dieses: weniger. Weniger Autos, weniger Flugverkehr und weniger Fleischkonsum.
Fast alle Mittel, die wir hierfür benötigen, haben SPD und FDP verhindert. Den derzeit völlig unwirksamen CO2-Preis von aktuell 25 Euro will die Ampel nicht mehr als geplant erhöhen – obwohl die Grünen im Wahlkampf hier noch 60 Euro versprochen hatten. Damit entfällt ein zentrales Lenkungsinstrument für eine Mobilitäts- und Wärmewende komplett. Ordnungspolitik und klare Regeln – im Wahlkampf von SPD und FDP als Verbote diskreditiert – sind kaum zu finden. Und an die Milliarden klimaschädlicher Subventionen trauen sich die Koalitionär*innen fast nirgendwo heran.

Klimabewegung: Was jetzt ansteht

Was heißt das für uns und die gesamte Klimabewegung?
Zum einen: Wir müssen auch mit einer Ampel-Regierung weiter für grundlegenden Wandel streiten. Zum zentralen Feld der Auseinandersetzung wird hier die Verkehrspolitik. Überall im Land sollen weiter Autobahnen und Fernstraßen gebaut werden. Doch an vielen Orten wächst der Widerstand – lokale Bürgerinitiativen und Klimaaktivist*innen kämpfen gemeinsam. Gleichzeitig wird in vielen Städten darum gerungen, wie viel Platz das Auto noch beanspruchen kann und wo öffentlicher Raum für Spielstraßen, Fahrrad, Bus und Bahn umverteilt wird.
Zum anderen wird sehr viel an der konkreten Ausgestaltung der beschlossenen Klimaschutz-Maßnahmen hängen. Und über diese entscheidet die Ampel in den nächsten 12 Monaten. 2022 wird das Jahr der Umsetzung. Wie schnell und mit welchen Instrumenten der Kohleausstieg kommt, wie grundlegend der Bundesverkehrswegeplan neu gestaltet wird, wie genau der Ausbau der Erneuerbaren vorangebracht wird: All das entscheidet sich nächstes Jahr. Die Wirtschaftslobbys der fossilen Industrien werden alles dafür tun, um die Details zu verwässern. Das müssen wir verhindern – und umgekehrt dafür sorgen, dass wichtige Stellschrauben weiter gedreht werden als bisher vorgesehen.
Dieser Koalitionsvertrag zeigt, wie viel wir gemeinsam als Bürgerbewegung erreichen können. Und gleichzeitig, wie viel es noch zu tun gibt. Ich setze darauf, dass Sie, tom mayer weiter mit uns für konsequenten Klimaschutz streiten. Die Bedingungen dafür sind unter einer Ampel-Regierung besser denn je.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Christoph Bautz, geschäftsführender Vorstand Campact e.V.
PS: Der Koalitionsvertrag dreht sich natürlich nicht nur ums Klima. Doch auch insgesamt fällt unsere Bilanz gemischt aus. Gesellschaftspolitisch kommen mit der Ampel riesige Fortschritte, die jahrelang von CDU/CSU verhindert wurden. Auch sozialpolitisch setzt die neue Regierung progressive Akzente – etwa beim Mindestlohn und der Kindergrundsicherung. Einen schweren Stand haben hingegen Transferhilfe-Empfänger*innen. Und ein Totalausfall: Die Verteilungsgerechtigkeit, der FDP sei Dank. Für uns als Bürgerbewegung bleibt also auch unter der Ampel viel zu tun – wir freuen uns, dass Sie dabei sind.
[1]„Wahlprogramme-Analyse – Parteien verfehlen 1,5-Grad-Ziel“, ZDF Online, 9. September 2021

[2]„Mehr Fortschritt wagen. Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“, Koalitionsvertrag zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, SPD Online, eingesehen am 26. November 2021

[3]„Emissionsquellen“, Umweltbundesamt Online, eingesehen am 26. November 2021

[4]„Umweltbundesamt: ,Verkehr steuert in falsche Richtung’“, Tagesschau Online, 4. November 2021

[5]„FDP stellt Verkehrsminister: Jubel auf der linken Spur“, Der Spiegel Online, 26. November 2021

[6]„Agrarpolitik der Ampel-Koalition: Foodwatch für strengere Gesetze“, Taz Online, 25. November 2021

[7]„Treibhausgasemissionen sinken 2020 um 8,7 Prozent“, Bundesumweltministerium Online, 16. März 2021

[8]„So will der Bund bei der energetischen Sanierung zum Musterschüler werden“, Handelsblatt Online, 25. August 2021

[9]„Interesse an Gasheizungen auf Rekordhoch“, Zeitung für kommunale Wirtschaft, 6. Januar 2021

[10]„Die graue Energie: Der entscheidende Hebel für Klimaschutz beim Bauen“, Bauwende Online, eingesehen am 26. November 2021
Campact e. V. · Artilleriestraße 6 · 27283 Verden

KlimaIni-SpeedDating im Museum — Impressionen

Einladung : hier

(13.11.21) BoKlima-Vorstellung

Einige Bild-Impressionen :

a) als Slide-Show


b) zum Download


Vorstellung der Initiativen (Video-Schnipsel)

01 – Start , AKU , Boklima, Beetogether

21 Abschluss – Veronika


Diskussions-Schnipsel (Teil 1 – (Eisenmann )) , (Teil 2) , (Teil 3)

Text Jason


Dank und Abschluss Veronika



Der Link zu allen Video-Schnipseln : hier


Übersicht und Kontakte der Initiativen

NameSiteKontakt
AKU
(Arbeitskreis Umweltschutz)
aku-bochum.deinfo[at]aku-bochum.de
BoKlima
(Bochumer Klimaschutz Bündnis)
boklima.deboklima[at]boklima.de
Beetogetherbeetogether-bochum.de/
bib der Dingebib-der-dinge-bochum.de/
Bochumbolztbochumbolzt.org/
BUND Bochumbund-bochum.de/
BUND Jugend Bochumbundjugend-nrw.de/mitmachen/ortsgruppen/bochum-2/
ER / EssBO
(Ernärungsrat )
ernaehrungsrat-bochum.de/
Expedition Hammeexpeditionhamme.wordpress.com/
fff Bochumtwitter.com/fffBochumanfragen@fffbochum.de
Hof Bergmannderhof.eu/
Klimawende Bochumklimawende-bochum.de/
klimawende.org/klimawende-bochum
Leihladen Bochumleihladen-bochum.de/
Netzwerk für Bürgernahe
Stadtentwicklung
stadtentwicklung.net
Parents 4 Futureparentsforfuture.de/de/Bochum
Radentscheid Bochumradentscheid-bochum.de/
SolaWi Bochumsolawi-bochum.de/
Stadtteilkoordination Westendbochum-westend.de/
Studens for Futurewachstumswende.de/project/students-for-future-bochum/
Tierbefreier*innen Bochum
VHSvhs.bochum.de
XR Bochum
(Extinction Rebellion)
extinctionrebellion.de/og/bochum/
Übersicht Initiativen

Die Klima Reihe im Schauspielhaus : Wie wollen wir hier leben

WAZ-Bericht : Umweltbewusstsein lässt zu wünschen übrig

Was kann Boklima tun ?

( Auch in unserem PresseSpiegel : hier )


Weitere Artikel zum Thema :

  • (16.06.21, schnetzer) , Veröffentlichung: Sonderstudie “Jugend und Corona in Deutschland” (Sommer 2021)
    • zum youtube Video : hier (Online-Pressekonferenz zur Veröffentlichung mit Klaus Hurrelmann und Simon Schnetzer)
  • (?.21, bildung-lausitz.de ) , EINE SONDERAUSWERTUNG DER STUDIE “JUNGE DEUTSCHE 2021” VON SIMON SCHNETZER UND KLAUS HURRELMANN (
    • J U G E N D U N D C O R O N A : W I E R Ü C K S I C H T S V O L L V E R H A L T E N S I C H D I E J U N G E N G E N E R A T I O N E N (CC, OpenSource)
  • (22.11.21, t-online) , Umfrage   Viele Junge wollen für Klimaschutz nicht verzichten,
    • Berlin (dpa) – Grün reden, aber nicht so grün leben? Viele junge Menschen wollen trotz Klima-Protesten auf ihren gewohnten Komfort nicht verzichten. Das jedenfalls legt eine Umfrage nahe.
    • Der Klimawandel macht demnach zwar vielen jungen Menschen in Deutschland Sorgen. Auf das Fliegen, Fleischessen und Autofahren beispielsweise will eine Mehrheit aber dennoch nicht verzichten.
  • (22.11.21, tagesschau.de ) , Mehrheit will Gewohnheiten nicht verändern
    • Bildungsforscher Hurrelmann schätzt ein: “Der größte Gegenspieler von Veränderung ist die Komfortzone des Wohlfahrtstaats, in der sich die jüngere Generation nach dem Vorbild ihrer Eltern bequem eingerichtet hat.” In der Studie kommt er zu dem Schluss: “Die große Mehrheit ist noch nicht bereit, die lieb gewordenen Gewohnheiten in den Bereichen Konsum, Mobilität, Ernährung aufzugeben und wartet erst einmal auf Entscheidungshilfen durch die Politik.” Und er folgert weiter: “Unter diesen Umständen kann der von jungen Leuten mehrheitlich befürwortete Klimaschutz nur mit klaren Regeln und Vorgaben durch die Politik gelingen.
  • (22.11.21, FAZ) , Viele Junge wollen für Klimaschutz nicht verzichten
    • … Viele wollen keinen Verzicht beim Auto oder Reisen …
  • (22.11.21, jungefreiheit.de ) , Jugendliche sind weniger umweltbewußt als gedacht
    • Sichere Rente ist eine Kernerwartung von Jugendlichen
      Der Umfrage zufolge erwarteten junge Leute von der Politik in Zukunft vor allem ein Garantieversprechen auf ihre Altersbezüge. „Auffällig ist der hohe Stellenwert der Sicherung der Rente. Im Vergleich zu früheren Studien ist das ein neuer Akzent, der aufhorchen läßt“, erläuterte Schnetzer die 59 Prozent der befragten Jugendlichen, die diese Erwartung an die Politik geäußert hatten. Am Horizont zeichne sich neben der Angst um das Klima die Sorge junger Leute um ihre Altersabsicherung im Lichte der demographischen Entwicklungen ab.
  • x

Im Internen Bereich (nach Anmeldung) ist dazu ein DiskussionsThread eröffnet : hier