(20.05.21 , Bericht vom Pressetermin aus der WAZ )
Kategorie: relevant-Bochum
10. Klimanotstandsbrief veröffentlicht :
Offener Brief des Bochumer Klimaschutzbündnisses an die politisch Verantwortlichen


Wir protestieren:
das stadtökologisch wichtige Grundstück
zwischen Kreuz- und Neustraße darf nicht
rücksichtslos verscherbelt werden!
Hierin fordert das Klimaschutzbündnis (Boklima.de) den Verkauf des Geländes nicht unter rein wirtschaftlichen Aspekten abzuwickeln :
- Keine Fläche darf allein „im Sinne der Wirtschaft“ entwickelt werden!
- Die Innenstadt darf nicht weiter bloß „vermarktet“ werden!
- Klimaschutz und Klimaanpassung müssen sofort und immer berücksichtigt werden!
- Klimaanpassung darf sich nicht auf Modellvorhaben beschränken!
- Schluss mit der Ausgrenzung der innerstädtischen Bevölkerung!
BoKlima fordert :
Umsetzung des Klimanotstandsbeschlusses, d.h. Bestgebotsverfahren mit ambitionierten Klimaschutz- und Klimaanpassungszielen für dieses Grundstück – jetzt!
Den 10. Klimanotstandsbrief im Wortlaut :
Klimawende – Newsletter 04/2021
Es gibt Grund zur Freude: Dem Schutz von Lebensgrundlagen und der Verantwortung für künftige Generationen wurde nun vor Gericht Vorrang eingeräumt. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 29.04.2021 gibt uns Aufschwung, denn auch wir stehen weiterhin für unser Ziel 100% erneuerbare Energien ein.
Deshalb wollen wir uns und unsere Forderungen noch mehr in den Blick der Öffentlichkeit bringen. Das tun wir konkret:
Diesen Freitag, den 14.05.2021 ab 17 Uhr vor dem Bergbaumuseum. Fridays for Future Bochum lädt ein zur Klimademo und da dürfen wir nicht fehlen. Mit einem kleinen mobilen Stand werden wir Unterschriften für unseren Einwohnerantrag sammeln. Natürlich unter Beachtung aller Corona-Hygiene-Auflagen. Wir freuen uns auf euch. Kommt vorbei, lernt uns kennen und fragt uns Löcher in den Bauch.
Außerdem laden wir euch herzlich ein, zu unserem Online-Abend mit Vorträgen und Diskussion zum Thema „Die Energiewende selbst in die Hand nehmen“. Dazu haben wir uns Gäste vom Umweltinstitut München sowie von den Scientist4Future Bochum eingeladen. Hier werden wir ins Detail gehen und uns die Potenziale in Bochum ganz genau anschauen. Wenn ihr wissen wollt, wie direkte Demokratie genau funktioniert und wie sie in Bochum wirken kann, dann kommt am 31.05.2021 um 19 Uhr online vorbei.
Link zur Veranstaltung: https://us02web.zoom.us/j/82482183111
Wir sammeln weiter fleißig Unterschriften! Ihr wollt uns dabei unterstützen?
Das geht auf vielfältige Weise:
- Jede und jeder Einzelne kann Unterschriften sammeln. Einfach die Unterschriftenliste auf unserer Webseite runterladen, ausdrucken und los geht’s. Einfach euren Freunden, Bekannten und Verwandten unter die Nase halten. Alle Bochumer Bürger:innen, die älter als 14 Jahre sind dürfen unterschreiben. Ausgefüllte Listen können in allen Sammelstellen abgegeben werden oder direkt zu unserer Hauptstelle, dem Umweltzentrum in der Alsenstraße 27, 44789 Bochum geschickt werden.
- Begleitet uns auf Demos oder Sammelaktionstagen
- Du bist Ladenbesitzer:in, hast ein Café, Restaurant, Büro, Kioskbude, Limonadenstand, ein Vereinsheim oder einen Briefkasten? Dann kannst du Sammelstelle werden. Sammelstellen legen Unterschriftenbögen aus und dienen als Abgabeort für unterschriebene Listen. Die notwendigen Mittel dazu, stellen wir zur Verfügung.
- Du willst richtig in die Hände spucken und aktiv mitmachen, zum Beispiel in einer Arbeitsgruppe? Dann komme zu einem online-Plenum oder schreibe uns eine Mail.
Egal wie viel ihr euch einbringen wollt, meldet euch bei uns unter
Die Scientist for Future gehören schon zum Kreis unserer Unterstützer:innen und haben eine Stellungnahme zu unserem Einwohnerantrag geschrieben. Darüber freuen wir uns sehr. Die Stellungnahme findet ihr im Anhang.
Übrigens: Die Klimawende Bochum ist nun auch offiziell ein eingetragener Verein und freut sich immer über neue Mitglieder.
Kontakt
Webseite: www.klimawende-bochum.de
Mail: info@klimawende-bochum.de
14.05.21 KlimaDemo-Bochum – Impressionen und Berichte
Hier einige Impressionen :
so war’s ….
Einige Rede-Beiträge als Video-Clip : hier
Berichte , Bilder und Reden auf bo-alternative :
Fridays for Future zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts:
„Inkompetenz trifft auf Klimaurteil trifft auf Inkompetenz“
Bericht von der Klimademonstration –
Dokumentation der Redebeiträge

Weitere Bilder von der Klima-Demo
Etwa 250 Teilnehmenden waren am gestrigen Freitag zur Klimademo von Fridays for Future gekommen. Schwerpunktforderung war „In 15 Jahre auf Null“. Gemeint ist das Ziel, in 15 Jahren Klimaneutralität zu erreichen. In der Begrüßungsrede wurde das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes als Erfolg gewertet. Die bisherigen Pläne, mit denen die Bundesregierung auf das Urteil reagieren will, wurden als völlig unzureichend kritisiert: „Inkompetenz trifft auf Klimaurteil trifft auf Inkompetenz“ Die Rede im Wortlaut.
Auf der Zwischenkundgebung auf dem Husemannplatz wurde die Rolle der der Banken, die weiter in großem Umfang in fossile Brennstoffe investieren, thematisiert: Eine*r der größten Akteur*innen in der Klimakrise ist der Finanzsektor. Die Rede im Wortlaut.
Die Commerzbank als eine der Akteur*innen wurde ganz konkret wegen ihrer Investitionen angegriffen: Die Commerzbank macht fett Kohle! Die Rede im Wortlaut.
Mit Aktionen, Transparenten und einem Redebeitrag machte „Ende Gelände“ auf das geplante neue Versammlungsgesetz von CDU und FDP in NRW aufmerksam. Die schwarz-gelbe Koalition will mit dem Gesetz erfolgreiche Proteste wie im Hambacher Forst zukünftig unterbinden. Aber: „Klimaschützen ist kein Verbrechen!“ Die Rede im Wortlaut.
Zum Abschluss erinnerte Fridays for Future daran, dass die Klimakrise eine wesentlich größere Krise als die Corona-Krise ist. Die Erkenntnisse der Wissenschaft, was zu tun ist, sind seit langem bekannt. Nur: „Gegen die Klimakatastrophe gibt es keinen Impfstoff!“ Die Rede im Wortlaut.
Und hier Ein Bericht der WAZ :


Weitere Artikel von WAZ u.a. in unserem PresseSpiegel : hier
KlimaDemo 14.05., 17:30

Heute 14.05 ab 17:30h Berbaumuseum — Klima-Streik
Trianel-Verluste sind auch Folge verfehlter Energiepolitik des Bundes (PM Grüne)
(12.05.21) Die Grünen in Rat Bochum teilen in einer Pressemitteilung mit :
Trianel-Verluste sind auch Folge verfehlter Energiepolitik des Bundes
Zur Berichterstattung um das verlustbringende Trianel-Kraftwerk in Lünen (TKL), an dem die Stadt Bochum gemeinsam mit Witten und Herne über die EWMR beteiligt ist, melden sich auch die Grünen im Rat zu Wort.
Der Sprecher der grünen Ratsfraktion im Ausschuss für Beteiligungen und Controlling, Wolfgang Cordes, war als Ratsmitglied seit Ende der 90er Jahre an den Entscheidungen beteiligt. Er erklärt dazu: „Die wirtschaftliche Entwicklung der TKL ist deprimierend und tut der Stadt finanziell richtig weh. Der nun von Teilen der Opposition erhobene Vorwurf, geldgeile Kommunalpolitiker hätten mit der Beteiligung an Trianel leichtfertig städtisches Geld verspielt, ist billiger Populismus und zeugt von Unkenntnis der historischen Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten.“
Um die Jahrtausendwende war der Energiemarkt ein von vier großen Energiekonzernen geprägtes Oligopol und alles andere als der freie Markt, der angeblich immer alles regelt. Um diese schädliche Dominanz zu brechen und gleichzeitig den wegfallenden Atomstrom zu kompensieren, empfahlen Bundes- und Landesregierungen den Stadtwerken in die Energieerzeugung einzusteigen und moderne, effiziente Kohlekraftwerke zu bauen. So hat das Kraftwerk in Lünen mit der Wärmeauskopplung einen Wirkungsgrad von über 50%. Alte Steinkohlekraftwerke galten als effizient, wenn sie 35% erreichten.
Neben den Gas-und-Dampfgaskraftwerken galten die modernen Steinkohlekraftwerke weithin als sichere, wenn auch – gerade die Kohlekraftwerke – nicht nachhaltige ökologische Investition. Wie viele andere kommunale Energieunternehmen sind die Stadtwerke Bochum dieser Empfehlung gefolgt. Nach dem Atomausstieg sind alle Akteure von einem steigenden Strompreis und der Rentabilität dieser Investitionen ausgegangen. Aber keiner konnte mit dem Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung rechnen. Und gegen den sind nur die privaten Investitionen geschützt.Cordes erinnert sich: „Wir Grüne haben 2005 nach intensiven Diskussionen widerwillig für die Beteiligung am Kraftwerk in Lünen gestimmt. Eine Koalitionskrise wäre wirkungslos geblieben: denn auch ohne unsere Zustimmung wäre eine Ratsmehrheit durch SPD und CDU sicher gewesen. Dieses Zugeständnis ermöglichte es uns als Teil der Koalition später allerdings, den Bau eines weiteren Kohlekraftwerks in Krefeld – und damit ein weiteres Millionengrab – abzuwenden. Jahre später ließ die Große Koalition im Bund die Stadtwerke und andere Energieunternehmen in öffentlicher Hand im Regen stehen. Sie veränderte den sogenannten Kohlekompromiss im sogenannten Kohleausstiegsgesetz Anfang 2020 und bestrafte sie gleichsam für den vormals erwünschten Markteintritt. Das macht die Lage der TKL heute wirklich schwierig. Am Ende könnte diese Investition zu einem bis zu dreistelligem Millionenverlust führen.“
Trianel ist ein Verbund von Stadtwerken in öffentlicher Hand. Diese können ungerechterweise nicht mit dem Goldenen Handschlag rechnen, mit denen den Energiekonzernen in Privatbesitz der Kohleausstieg derzeit bezahlt wird. Unternehmen in öffentlicher Hand können auf die internationalen Schiedsgerichte nicht zugreifen und ihnen ist der reguläre Rechtsweg gegen die Bundesrepublik untersagt. Auch die STEAG konnte wegen ihrer öffentlichen Gesellschafter nicht gegen die Ungleichbehandlung ihrer Steinkohlekraftwerke im Vergleich zu den wesentlich umweltschädlicheren Braunkohlekraftwerken klagen. Als ebenso verheerend für eine ökologisch und ökonomisch verantwortliche Energiepolitik stellte sich eine weitere Weichenstellung der Großen Koalition heraus.
Cordes: „Nachdem das Erneuerbare-Energien-Gesetz deutlich erfolgreicher war als selbst wir Grünen im Vorhinein angenommen hatten, drosselte die schwarz-rote Bundesregierung ab 2014 den weiteren Ausbau der Erneuerbaren massiv. Wir wären ohne diese energiepolitische Blutgrätsche schon viel weiter in Richtung Klimaneutralität und müssten der fossilen Energieerzeugung nicht so viel Geld hinterherwerfen. Man müsste die Stadtwerke heute auch nicht für die damals erwünschten Investitionen bestrafen. Denn die schmutzigsten Kraftwerke wären bei einer vernünftigen Politik als erste vom Netz gegangen.“
Eine andere Investition hat sich aus heutiger Sicht als richtig herausgestellt: Das Trianel Gaskraftwerk Hamm (TKH) ging Ende 2007 ans Netz. Nachdem der CO2-Preis gestiegen ist, kann es seine Funktion als Übergangstechnologie wahrnehmen. Es kann ohne Verluste betrieben werden. Die Bochumer Grünen haben dieses Projekt unterstützt.
Für Cordes bleibt als wesentliche Forderung an die neue Bundesregierung:
„Im Rahmen einer konsequenteren Energiewende, die dem ursprünglichen Klimakompromiss und dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts entspricht, muss die Bundesregierung die Ungleichbehandlung der kommunalen Unternehmen im Vergleich zu den privaten Konzernen beenden!“
Bericht von Der Mahnwache – FFF (WAZ)
( 07.05.21 aus waz.de Original : hier )
Die Bewegung Fridays for Future hat eine Mahnwache in Bochum abgehalten. Trotz Corona sind sie draußen weiter für den Klimaschutz aktiv.
Auch während der Pandemie geht die Klimaschutzbewegung-Bewegung Fridays for Future (FFF) auf die Straße. Einige wenige Mitglieder der Bochumer Gruppe von FFF hielten am Freitagnachmittag auf dem Kurt-Schumacher-Platz — mit Maske und Abstand — eine ‟Mahnwache” für das Klima ab.
Nächste Veranstaltung ist am Bergbaumuseum Bochum geplant
Dabei kamen sie mit Passanten ins Gespräch. Auf Schautafeln und Themenblättern sprachen sie einzelne Problemfelder an wie Kohleverstromung, ‟Zerstörung von Wäldern und Dörfern für den Braunkohleabbau” oder den Treibhauseffekt. Ein roter Faden verband diese Felder und zeigte, wie fast alles zusammenhängt.
Am 14. Mai (17.30 Uhr) ist eine ‟Lauf-Demo” von FFF am Bergbaumuseum geplant.
siehe hierzu auch : hier
Bilder von Boklima von der Mahnwache
Bilder von Boklima von der Mahnwache
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Politiker kritisieren : ” zu schnelles Baumfällen” in Bochum
( 10.05.21 , aus Waz.de von S.Vogt , Original : hier )
Bochum-Innenstadt.
An der Max-Grewe-Straße wurden Bäume gefällt, um Platz zu schaffen für Wohnungen und eine Tagespflegeeinrichtung. Kritik im Bezirk Bochum-Mitte.
Nicht nur bei Bürgerinnen und Bürgern wächst der Unmut über das Fällen von Bäumen. Auch die Politik zieht zunehmend in Zweifel, ob das Abholzen für neue Bauvorhaben immer in der beantragten Größenordnung sein muss. Jüngster Fall: An der Max-Grewe-Straße stehen sechs Bäume einem Wohngebäude im Weg. Bäume Bochum: Bäume gefällt — Streit in der Nachbarschaft
Dort sollen 29 Wohnungen und eine Tagespflegeeinrichtung entstehen. Die sechs Bäume fallen unter die Baumschutzsatzung der Stadt. Christiane Laschinski (SPD) zeigte sich in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Mitte verwundert. ‟Wir sind allzu schnell beim Fällen dabei. Es sollte künftig abgewogen werden zwischen den Interessen der Investoren und den Anforderungen des Klimaschutzes.”
Bochumer Politik will mehr einbezogen werden
So könnte kleiner gebaut werden, damit weniger Bäume für ein Bauvorhaben fallen müssten. Die Politik wolle mehr einbezogen werden und nicht nur lapidare Mitteilungen erhalten. ‟Es kann nicht sein, dass wir zu Baumfällungen immer Ja sagen.” Die Bezirksvertreterin forderte einen Ortstermin, bevor die Bäume abgesägt werden. Ihr Fraktionskollege Holger Schneider aber wusste zu berichten: Ein Ortstermin ist hinfällig, die Bäume sind bereits weg.
CDU-Fraktionschef James Wille nannte die Forderung der Interessensabwägung ‟fraglich”: Es handele sich um das Eigentumsrecht des jeweiligen Grundstücksbesitzers, da könne die Stadt nicht eingreifen. In keinem Fall aber sollte die Politik soweit gehen, dass Grundstücke nicht bebaut werden können, weil dort Bäume stünden.
Es fehlen Hunderte von Straßenbäumen
‟Wir müssen uns darüber Gedanken machen, ob wir bestimmte Dinge verhindern. Uns fehlen Hunderte von Straßenbäumen. Wenn ein Investor Ausgleichszahlungen statt Neuanpflanzungen leistet, könnten mehr Straßenbäume mit dem Geld gekauft werden.”
…..
David Schnell (SPD) erinnerte daran, dass für den Bau eines Klärwerks an der Hordeler Heide vor Jahren ein kompletter Wald entfernt worden war. Weil es an Flächen im Bezirk Mitte fehlte, wurde ein neuer Wald in Herne angepflanzt. ‟Straßenbäume waren somit auch nicht möglich.”
Eigentümer überzeugen
Karsten Finke (Grüne) warf ein: ‟Wir wollen vorher wissen, was passiert. Denn manchmal können Eigentümer überzeugt werden, mehr Bäume stehen zu lassen.”
Für den Neubau Max-Grewe-Straße muss der Bauherr als Ersatz 19 Bäume neu pflanzen; nach dessen Angaben sollen neun auf dem Fällgrundstück gepflanzt werden, jeweils fünf auf den Grundstücken Herrensiepen 2 und Breite Hille 27. Naturschutzgebiet soll wachsen
Das Naturschutzgebiet Am Blumenkamp — zwischen Hordel und Günnigfeld — soll erweitert werden.
Die Biologische Station östliches Ruhrgebiet ist zuständig für die Naturschutzfläche. Sie schlägt vor, sie Richtung Westen zu vergrößern und somit den ökologischen Wert zu steigern.
Neuanpflanzungen in Unterhordel
Grüner soll es in Unterhordel werden: Hier plant die Stadt, an der Straße Am Lakenbruch und Hannoverstraße leere Baumscheiben (nach Ela) im kommenden Herbst/Winter neu zu bepflanzen. Umwelt Bochum: Warum eine uralte Stieleiche gefällt werden musste
Straßenbäume fehlen auch im Riemker Neubaugebiet Am Wiesenstück und am Mühlenbach. Darauf machte die SPD-Fraktion aufmerksam. Die Stadt erklärt nun: Insgesamt sollen dort 20 neue Bäume gepflanzt werden, und zwar zeitnah.
bau(m)-kunst Art
bau(m)- kunst
“Wenn die Bäume gehen, wohin gehen dann wir?”
H.D. Gölzenleuchter

Genaueres : hier
ARTWALK
Begegnen Sie den Kunstwerken von H.D. Gölzenleuchter auf einem einzigartigen ARTWALK durch ganz Bochum.
Einmal quer durch Bochum,von Linden über Weitmar, Wiemelhausen bis Gerthe West engagieren sich Bürgerinitiativen gegen Bebauungspläne wider die Natur.
„Bäume können nicht fliehen.“
Der ARTWALK verbindet kulturelle Leidenschaft mit der Liebe zur Natur und gibt Bäumen eine Stimme.
Vielerorts stehen Werke (Holzschnitte) von H.D. Gölzenleuchter „Pate“ und werden schützend um die von einem Bauvorhaben betroffenen Bäume gelegt.
Bochum fällt und baut
In Altenbochum musste schon alter Baumbestand dem Ostpark weichen und es soll weitergehen: fast 200 Bäume wurden für das neue Schulzentrum in Bochum-Gerthe gefällt, das geplante Bauprojekt „Gerthe West“ würde bei Umsetzung nach der ersten “Vision” zu einem Verlust von mehr als 400 schützenswerten Bäumen führen.
Bochum plant, für die nächsten Jahre fast 10.000 neue Wohneinheiten zu bauen, verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Fast alle Bauvorhaben (Hattinger Straße / Hinter der Kiste in Linden, Charlottenstrasse in Stiepel, Schloßstraße in Weitmar, Gerthe West in Hiltrop) können nicht
ohne Baumfällaktionen umgesetzt werden.
Aber: „Wenn die Bäume gehen, wohin gehen dann wir?“ (H.D. Gölzenleuchter)
Es muss doch auch anders gehen: moderates Bauen im Einklang mit der Natur muss das Ziel sein. Landschaftsschutzgebiete dürften nicht verplant werden, Bäume auf der Naturdenk-malliste (so z. B. die drei Eichen an der Charlottenstrasse) dürfen gar nicht erst in die nähere Betrachtung eines Bauvorhabens kommen.
Um diese Forderungen zu verdeutlichen, haben sich die Bürgerinitiativen Gerthe West – so nicht! und Hinter der Kiste sowie die Initiativen Schlosspark und Charlottenstrasse mit dem Bochumer Künstler H.D. Gölzenleuchter zusammengeschlossen. Gemeinsam werden sie in
den nächsten Wochen mit der Aktion „Bau(M)-Kunst“ die Öffentlichkeit auf betroffene, besonders schützenswerte Bäume und Baumbestände aufmerksam machen – natürlich unter Einhaltung der Schutzbestimmungen. Die Motive werden schützend um die Bäume gelegt.
Die Arbeiten von H.D. Gölzenleuchter haben alle Mensch und Natur zum Thema – und das im doppelten Sinne.
Er arbeitet als bildender Künstler seit den 60er Jahren mit Holz, schneidet Motive in gebrauchtes Holz, walzt es in Farbe ein und druckt es als Holzschnitt auf Papier oder Leinwand.
Sein Holz: ausgediente Türen, Tischplatten, Vierkantbalken oder alte Eichenbohlen. Wald und Baum prägen seit jeher Bewusstsein und Denken der Menschen verschiedenster Kulturen.
H.D. Gölzenleuchter hat aus dem Zyklus Mensch und Baum Motive zur Verfügung gestellt, die überaus eindringlich diese Verbundenheit zeigen.
Jede Bürgerinitiative konnte sich ihre Motivewählen. Die Aktion beginnt am 8.Mai 2021.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.baum-kunst.art
Greenwashing per Gesetz: Versorger liefern bis zu 58 Prozent weniger Ökostrom als offiziell angegeben
Siehe hierzu auch :
- Einwohnerantrag: 100% Ökostrom bis 2025
- die Veranstaltung mit Colin : Ökostromanteil der Stadtwerke Bochum (online)
- Ökostrom: Vorbild Nettetal (Bericht wdr5)
- und im internen Forum : Solarpotentialkataster
- sowie im internen Bereich : Ökostrom Bochum — Stand und Perspektiven Vortrag / Diskussion : “Wie viel Ökostrom erzeugen die Bo-Stadtwerke”
(29.04.21 aus spiegel.de , Original : hier )
Viele deutsche Stromversorger sind schmutziger, als sie tun.
Ein Gesetz will, dass sie ihren Ökostromanteil künstlich groß rechnen. Nach jahrelanger Kritik plant die Regierung nun eine Reform.
Von Stefan Schultz 29.04.2021.
Deutschlands Stromversorger liefern ihren Kundinnen und Kunden erheblich weniger Ökostrom, als sie offiziell ausweisen. Das geht aus einem Gutachten des Hamburg Instituts im Auftrag des Ökostromanbieters Lichtblick hervor.
Der Energiekonzern E.on zum Beispiel weist einen Ökostromanteil von 56 Prozent aus, obwohl erneuerbare Energien nur sieben Prozent seines Strommixes ausmachen. Der Versorger EnBW steigert seinen Ökostromanteil auf dem Papier von 13 auf 65 Prozent, das Unternehmen Vattenfall von 15 auf 66 Prozent. Insgesamt hat das Hamburg Institut 30 Versorger untersucht, die meisten davon sind schmutziger, als sie auf dem Papier ausweisen.
Ursache des groß angelegten Greenwashings ist die gesetzliche Stromkennzeichnung. In dieser muss jeder Versorger angeben, aus welchen Quellen er die Elektrizität für seine Kunden beschafft hat und wie viel Gramm CO₂ bei der Produktion einer Kilowattstunde seines Stroms verursacht werden.
In diesen Strommix müssen die Anbieter allerdings nachträglich Ökostrom reinrechnen, den sie gar nicht gekauft und geliefert haben:
…
, sondern beim Gesetzgeber«, stellt ein Lichtblick-Sprecher trocken fest. Mehr zum Thema Vermurkster Systemwechsel: 100 Dinge, die bei der CO2-Wende schieflaufen Eine Mängelliste von Stefan Schultz
Irreführung der Verbraucher
In den Anfangsjahren der deutschen Energiewende hatte diese Regelung womöglich ihre Berechtigung. Inzwischen aber ist der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromversorgung stark gewachsen – und mit ihm sind auch die zusätzlichen Ökostromprozente immer höher geworden, die die Versorger auf ihren Strommix draufschlagen müssen.
Verbraucher werden so in die Irre geführt. Dazu wird der Wettbewerb verzerrt: Versorger, deren Strom größtenteils aus Kohlekraftwerken stammt, wirken auf dem Papier fast so klimafreundlich wie echte Ökostromanbieter.
Die Regierung will das veraltete Gesetz nun reformieren.
…
Info von Stafan



