Förster zur Flutkatastrophe »Dass unsere Umwelt ganz schön kaputt ist, sehe ich jeden Tag«

(25.07.21, spiegel – panorama), Original : hier

Das Hochwasser an der Ahr wurde durch Schäden im Wald verschärft – und wird der Natur am Fluss schaden. Ein Revierförster fordert zum Umdenken auf. Aus dem Ahrtal berichtet Jan Friedmann

Der Förster Jens Willen ist Opfer und Experte zugleich, eine seltene Kombination im Katastrophenfall. Willen hat sein Revier in Reifferscheid in der Eifel. Sein Haus steht hingegen unten im Ahrtal in Schuld. Das ist der kleine Ort am Oberlauf des Flusses, der teilweise zerstört wurde und den Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte.

Die Bundeskanzlerin und ihr Tross beschränkten sich bei ihrem Rundgang auf den Ortskern, wo die Aufräumarbeiten schon weit fortgeschritten sind. Wer zu Jens Willen möchte, muss ein Stück am Fluss entlanggehen, wo entwurzelte Bäume und Kühlschränke liegen, in den Böschungen Dämmplatten und Teile von Wohnwagen.

In dem letzten Abschnitt der Hauptstraße geht es über einen Haufen aus Treibholz; darin liegt, in Plastik verpackt, eine Portion Schweinegulasch. Weiter über bizarr zerrissene Zacken von Asphalt, ein Bach hat sie in die Straße gerissen.

Förster Willen sieht die Flut auch als Umweltkatastrophe – in ihrem Hergang und ihren Folgen.

Es ist eine Perspektive, die wohl immer stärker in den Blick rücken wird. Zurzeit dominieren noch das allgegenwärtige menschliche Leid, die persönlichen Katastrophen. Überall entlang des Flusses, in Schuld wie in anderen Orten, räumen die Menschen auf; sie retten, was zu retten ist, und sie trauern um die Toten aus der Nachbarschaft.

Auch Willen, 61, reinigt mit Freunden und Kollegen das Untergeschoss seines Hauses. Dort unterhielt er auch sein Forstbüro und bewahrte wertvolle Maschinen für den Wald auf, die jetzt kaputt sind. Das Treibgut in seinem Garten hat selbst er, der mit Motorsägen erfahren ist, noch nicht auseinanderbekommen.

Der kranke Wald

In einer Pause berichtet er davon, was er über die Ursache und die Folgen des Hochwassers denkt, das den Fluss in sein Haus brachte. »Dass unsere Umwelt ganz schön kaputt ist, das sehe ich jeden Tag, wenn ich arbeite«, erzählt der Forstamtmann. »Jeden Tag sehe ich kranke Bäume, und meine Aufgabe als Förster ist es, diese kranken Bäume zu entfernen.«

Er sieht einen Zusammenhang zur Flut: Ein trockener, kranker, gelichteter Wald nehme das Wasser nicht mehr so gut auf. Das gelte vor allem dann, wenn er – wie rund um die Ahr – weitgehend auf Steilhänge beschränkt sei, mit Freiflächen oben auf den Kuppen. Von dort schoss das Wasser kaum gebremst in Seitentäler und von dort in die Ahr, die Region weist große Höhenunterschiede auf.

Willen ist schon seit vielen Jahren Revierförster. Er hat beobachtet, wie sich der Zustand des Waldes in den vergangenen Jahren verschlechtert hat – durch Hitze, Trockenheit und wiederkehrende Unwetter. »Die Geschwindigkeit der Wetterwechsel ist immens«, sagt er, das schwäche die Bäume.

Selbst Bestände hundertjähriger Eichen lichteten sich, ganz von selbst. Er halte sich zurück, dort zusätzlich Holz zu schlagen: »Da habe ich seit 25 Jahren keine Axt mehr dran gehabt.« Auch in den anderen Flächen: absterbende Bäume. »Buchen, Ahorn und ganz klar die Nadelbäume, Kiefer, Lärche, Fichte«, alle Arten seien betroffen. »Die einheimischen Baumarten können sehr viel ab, aber ob es auf Dauer reicht, bin ich mir nicht sicher«, sagt Willen.

Hätte ein anderer Wald die Katastrophe verhindern können? Mancher Experte glaubt das nicht, weil die Wassermasse schlicht extrem groß war. In einem aber ist sich Willen sicher: dass ein langfristiges Umdenken notwendig ist, auch in der Region. »Ich denke nicht an meinen Beruf, ich denke vor allem an meine Kinder und Enkel.« Es gelte, längerfristig CO₂ einzusparen und die Intensivlandwirtschaft zu beschränken.

Warnung vor Schadstoffen

Zu den langfristigen Problemen tritt nun ein neues, vor allem unten im Tal. »Die ganze Gewässerökologie ist kaputt«, so der Förster. Überall Müll, kaputte Autos, Öl und andere Schadstoffe. Die gelangten in die Nahrungskette und auf Äcker und Wiesen. Die Behörden warnen die Menschen an der Ahr vor Keimen und Schadstoffen im Wasser. Förster Willen erzählt, bei ihm habe sich schon eine kleine Wunde infiziert, er musste eine Tetanus-Spritze bekommen.

Und überall entlang der Ahr fragen sich die Menschen, wie und wo sie wohl ihre Dörfer wieder aufbauen werden. Die breite Schneise der Verwüstung hat die Trennlinien zwischen Natur und dem von Menschen beanspruchten Territorium neu definiert. Schon nach dem Hochwasser im Jahr 2016 erweiterten Orte am Oberlauf die Kanalisation und bearbeiteten das Flussbett. Es half nichts gegen die Wucht des Wassers.


Klimakrise

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Tip von Ingo

So wollen die großen Parteien in Zukunft Hochwasser-Katastrophen verhindern — Wer überzeugt am meisten?

(20.07.21) vice.de , Original : hier

Plötzlich ist Katastrophenschutz also Wahlkampfthema. Nur: Was heißt Katastrophenschutz? Experten sagen, der Klimawandel sei mit Schuld an derlei Wetterereignissen. Geht es also um langfristige Prävention, kurzfristige Warnmöglichkeiten oder mittelfristige Anpassungen von Landschaften? Oder alles auf einmal?

Wir haben allen Parteien im Bundestag – außer der AfD – dieselbe Frage gestellt: 

Was will Ihre Partei konkret tun, um Hochwasser-Katastrophen zu verhindern?

Hier die Antworten.


CDU

“Mit zunehmenden Extremwetter-Ereignissen ist das Wassermanagement inzwischen eine Frage, die ganz entscheidend für unser Land geworden ist. Es geht dabei um Hochwasserschutz nicht nur an Küsten, sondern auch an Flüssen und kleinen Bächen, um Maßnahmen zur Klimaanpassung und den Klimaschutz.

Dies alles ist auch eine Form von Bevölkerungsschutz. Daher setzen wir an, bevor der Ernstfall eintritt und entwerfen unsere Politik in langen Linien: Wir machen uns stark für einen ambitionierten Klimaschutz, um die Erderhitzung zu begrenzen. Wir setzen uns ein für ein Klima-Anpassungsgesetz, das den Folgen des Klimawandels in der Stadt, auf dem Land sowie an Küsten, Meeren und in den Bergen wirksam begegnet.

Uns ist wichtig, dass unser Land widerstandsfähiger und krisenfester wird. Es braucht Klima-Anpassungskonzepte und Starkregen-Gefahrenanalysen sowie technischen Hochwasserschutz – in festen Strukturen und auch mobil. Wichtig ist dabei, dass wir vermehrt auf natürliche Lösungen setzen und die Flächenversiegelung verringern. Der natürliche Hochwasserschutz muss wieder mehr an Bedeutung gewinnen. Die Natur müssen wir dabei als Partner verstehen und Möglichkeiten zum Wasserrückhalt schaffen.

Hochwasserschutz, Schutzbedürfnisse und Schutzvorkehrungen sind vor Ort verschieden. Beim Bevölkerungsschutz hingegen braucht es eine gemeinsame nationale Katastrophenschutz-Strategie. Unser föderales System für den Bevölkerungsschutz ist leistungsfähig, flexibel und flächendeckend verfügbar. Die Anforderungen von heute sind allerdings andere als früher. Wir wollen deshalb neue Kriterien für eine länderübergreifende Schadenslage entwickeln und zwischen Bund und Ländern einen modernen Bevölkerungsschutz etablieren. Für eine engere Vernetzung und Verzahnung aller Akteure im Bevölkerungsschutz wollen wir eine gemeinsame Plattform bilden, sodass sie stärker als bisher in einem integrativen Netzwerk zusammenwirken können.”

SPD

“Wir werden den Klimawandel und seine Folgen wie Unwetter nicht schnell umkehren können. Daher wollen wir auf der einen Seite den Klimaschutz durch mehr Investitionen und eine Veränderung der Energieerzeugung in Deutschland voranbringen. Unser Ziel ist ein klimaneutrales Deutschland.

Die akuten Auswirkungen des Klimawandels – vor kurzer Zeit starke Unwetter, Überschwemmungen und Hochwasser – wollen wir als Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen angehen. So sollen Hochwasserkatastrophen verhindert werden. Das wird viel Geld kosten. Geld, das die kommunale Ebene der Städte, Gemeinden und Kreise nicht hat. Daher müssen sie finanziell durch Länder und Bund unterstützt werden. Gleichzeitig müssen Planungen der Städte und Gemeinden für neue Baugebiete kritisch überprüft werden, sodass Flüsse mehr Raum als früher erhalten oder Regenrückhaltebecken gebaut werden. Unsere Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat dazu viele Projekte und Programme – zum Beispiel zum Hochwasserschutz – angestoßen und auch Vorschläge für mehr Klimaschutz gemacht.

Vor allem in Überschwemmungsgebieten innerhalb von Ortschaften ist das Bauen nur in Ausnahmefällen zulässig. Hierfür haben wir ein Gesetz beschlossen, damit Bauvorhaben die Hochwasserschutzbelange vor Ort und in den Nachbargemeinden besonders berücksichtigen. Auch für andere Hochwasser-Risikogebiete gelten seitdem strengere Auflagen an eine hochwassersichere Bauweise.”

CSU

“Klimaschutz ist präventiver Hochwasserschutz: Bayern hat sich daher das ambitionierte Ziel gesetzt, bereits im Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Wir wollen im Freistaat insgesamt 22 Milliarden Euro investieren, um diese Vorgabe zu erreichen. Auf Bundesebene setzen wir uns mit Blick auf den Klimawandel beispielsweise für einen schnelleren Ausstieg auf der Kohleverstromung bis 2030 oder für eine Solarpflicht auf allen Neubauten ein.

Trotz aller Klimaschutz-Anstrengungen müssen wir uns aber an die bereits eingesetzten Klimaveränderungen anpassen: Dazu gehört, sich auf häufigere Extremwetter-Ereignisse vorzubereiten. Um Hochwasser-Katastrophen zu verhindern, setzen wir uns für den naturnahen Binnen- und Außendeichbau ein und wollen Anreize für die Renaturierung von Bächen und Auen setzen. Retentionsflächen wollen wir erhalten, und auch der Bau von Flutpoldern ist ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsvorkehrungen.

Beim Schutz vor Hochwasser dürfen wir den Blick aber nicht nur auf die großen Gewässer lenken, jeder kleine Bach kann sich innerhalb weniger Minuten in einen reißenden Strom verwandeln, wie sich zuletzt auf dramatische Weise gezeigt hat. Daher müssen wir die Gefahrenlage in jeder einzelnen Kommune genau überprüfen. Fördermittel zum Hochwasserschutz stehen in ausreichender Höhe zur Verfügung, sie werden bisher aber nur zögernd abgerufen. Mit einem verpflichtenden Hochwasser-TÜV wollen wir in Bayern dafür sorgen, dass die Gelder künftig schneller für geeignete Maßnahmen verwendet werden. Unabhängige Experten sollen die Gefahrenlage für Hochwasser in jeder Kommune in einem Praxis-Check bewerten und Empfehlungen zum Hochwasserschutz abgeben. Hochwasserschutz ist die beste Form der Klimaanpassung.”

FDP

“Wir Freien Demokraten wollen einen handlungsfähigen Staat. Dazu gehört, dass der Staat seine Bürgerinnen und Bürger auch im Katastrophenfall bestmöglich schützt. Wir streben auch hier eine umfassende Modernisierung unseres Landes an. Um die Menschen künftig besser vor Hochwasser-Katastrophen zu schützen, wollen wir ein niedrigschwelliges und digitales Frühwarnsystem aufbauen. Mit der Mobilfunk-Infrastruktur sind Warnungen per SMS auf jedes Handy in einem Gefahrenbereich leicht umsetzbar. Aktuell behindert die geltende Rechtslage diesen Cell-Broadcast, der in anderen Ländern längst üblich ist. Das wollen wir ändern.

Für den Fall, dass Strom und Mobilfunk ausfallen, müssen weitere Kommunikationsmittel wie Sirenen und Lautsprecher zur Verfügung stehen. Zudem wollen wir das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausbauen und so die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen optimieren. Wir wollen darüber hinaus klären, ob und wie die Meldungen des EU-Flutwarnsystems früher an die Menschen hätten gelangen können. In unserem Wahlprogramm fordern wir mehr Mittel und eine bessere Ausrüstung der Bundeswehr. Die aktuelle Katastrophe zeigt, wie wichtig der Einsatz unserer Soldatinnen und Soldaten auch bei nationalen Katastrophenfällen ist. Ganz grundsätzlich wollen wir Investitionen in die Kernfunktionen unseres Staates stärken.”

Die Linke

“Regen fällt vom Himmel. Aber dass sich schwere Unwetter häufen, hat seine Ursache im menschengemachten Klimawandel. Hitzerekorde, Waldbrände, Starkregen und Überschwemmungen – all diese Phänomene nehmen zu und gefährden das Leben und die Existenz von Menschen.  Den Klimawandel aufzuhalten, ist daher eine Überlebensfrage der Menschheit. Wir dürfen beim Klimaschutz nicht länger auf kurzfristige Interessen der Wirtschaft Rücksicht nehmen, angesichts der dramatischen Folgen. Wir müssen viel schneller weg von Kohle und Öl. Energie, Verkehr und Wohnen müssen so umgebaut werden, dass sie nicht länger schädlich fürs Klima sind.

Diese dringend notwendigen Maßnahmen, auch wenn sie sofort und konsequent umgesetzt werden, können die Klimaerwärmung nur begrenzen. Deshalb müssen wir auch Vorkehrungen treffen, um Städte und Gemeinden auf Extremwetter-Phänomene wie Hitzesommer, Stürme und Hochwasser-Katastrophen vorzubereiten, bestmöglich vorherzusagen und abzumildern.

Maßnahmen wie Bodenentsiegelung, Renaturierung, Begrünung von Stadtgebieten sind wesentliche Bausteine, um auf die Herausforderungen vorbereitet zu sein. Dazu gehört auch festzustellen, welche Gebiete noch als sicheres Bauland gelten und wo zum Beispiel potentielle Überflutungsgebiete liegen. Die Klimafolgenforschung leistet hier seit vielen Jahren wichtige Arbeit, und ihre Erkenntnisse müssen endlich politisch ernst genommen und umgesetzt werden.

Notwendig ist auch, den Katastrophenschutz zu stärken, allem voran die Warnung und die Evakuierung der Bevölkerung. Hier gibt es offensichtlich bislang große Defizite, die in der aktuellen Flutkatastrophe vielen Menschen das Leben gekostet haben.

Allen sollte klar sein, dass wir nach dieser Katastrophe nicht einfach zur Tagesordnung übergehen dürfen.”

Bündnis 90/Die Grünen

“Die Wassermassen kosteten viele Menschen das Leben, rissen Existenzen davon und zerstörten Heimat – die aktuelle Flutkatastrophe lässt uns alle tief betroffen zurück, und unsere Anteilnahme und Solidarität gilt denen, die ihre Angehörigen verloren haben und vor dem Nichts stehen. Unser Dank und unsere Anerkennung geht an die vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfer*innen, die unermüdlich retten und räumen. Wir müssen jetzt zunächst dafür sorgen, dass Hilfen schnell und unkompliziert bei den Menschen vor Ort ankommen.

Die Flutkatastrophe führt uns schmerzlich vor Augen, dass die Klimaerhitzung nicht nur auf weit entfernten Pazifikinseln zur Bedrohung wird, sondern auch bei uns in Deutschland spürbare Folgen hat. Dagegen müssen wir uns dringend besser wappnen. Wir Grüne fordern deshalb, Katastrophenschutz und Wettervorhersagen stärker zu verzahnen und eine zentrale Koordinationsstelle beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu schaffen, die in unübersichtlichen Lagen die Hilfen koordiniert. Auch gilt es, die Menschen besser zu warnen, vorzugsweise auf mehreren Wegen wie Cell-Broadcasting, Warn-Apps oder die klassische Sirene. Außerdem müssen Hochwasserrisiken insgesamt neu bewertet und die Bevölkerung regelmäßig über geeignete Schutzmaßnahmen informiert werden.

Die beste Vorsorge gegen Hochwasser ist es, das Wasser ‘in der Landschaft’ zu halten, damit sich Starkregen gar nicht erst zu solchen Wassermassen auftürmen kann. Das gelingt, indem wir unter anderem neue Überflutungsgebiete schaffen, Flächen entsiegeln, die Kommunen zu klimafesten Schwammstädten umbauen und die Fließgeschwindigkeit durch natürliche Hindernisse im Flusslauf reduzieren. Ergänzend dazu müssen wir auch auf technischen Hochwasserschutz setzen, wie etwa Rückhaltebecken, mobile Hochwasserwände sowie die Ertüchtigung von Wällen und Deichen.

All diese Maßnahmen bekämpfen lediglich die Symptome der Klimaerhitzung, doch selbstverständlich müssen wir auch an die Ursachen ran: Deshalb pochen wir Grünen vehement darauf, das Klimaabkommen von Paris umzusetzen. Wir wollen die Wirtschaft ökologisch modernisieren, schnell aus der Kohle aussteigen, klimaschädliche Subventionen abbauen und einen höheren CO2-Preis bei gleichzeitiger sozialer Entlastung von Kleinverdiener*innen und Familien einführen.”

29. Juli 2021 – Erdüberlastungstag — Übersicht (Für Deutschland bereits am 05. Mai 2021)

Earth Overshoot Day 2019: Ressourcen verbraucht in Deutschland

Eine kleine Auswahl an Presse-Berichten zum Weltüberlastungstag (wird kontinuierlich fortgeschrieben) :

Hintergrund :

Presse Berichte

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(Hinweise zu weiteren wichtigen Beiträgen bitte an
boklima (at) boklima (dot) de )

Klimaschutz: Autarkes Wohnen im Wasserstoff-Haus

(25.07.21 , aus capital ) , Original : hier

Wasserstoff ist mittlerweile auch im Eigenheim angekommen. Dank einer Kombination aus Solarenergie und Wasserstoff können Verbraucher vollständig autark und klimaneutral wohnen – doch dafür müssen sie derzeit noch tief in die Tasche greifen von Marilena Piesker 25. Juli 2021

Hausbesitzer könnten in Deutschland künftig völlig autark leben: Denn dank Wasserstoff lassen sich Strom und Wärme einfach zu Hause produzieren. Das Prinzip dahinter ist simpel: Solarmodule auf dem Dach sammeln Sonnenenergie, die sich mittels Elektrolyse in Wasserstoff umwandeln lässt. Eine Brennstoffzelle im Keller des Hauses macht aus dem Wasserstoff Strom und speist ihn ins Haus ein.

Energie, die nicht genutzt wird, verbleibt in einem Speicher. Bei dem Prozess entsteht zusätzlich Wärme, die Hausbesitzer zum Heizen verwenden können. Das Neue daran: Weil der selbstproduzierte Solarstrom den Wasserstoff generiert, sind Strom und Heizung klimaneutral – sie verursachen also keine CO2-Emissionen mehr.

Verbraucher, die Elektrizität und Wärme mit Wasserstoff erzeugen, sparen nicht nur Strom- und Heizkosten, sondern schonen zugleich auch die Umwelt. Dennoch setzen in Deutschland immer noch die wenigsten Hausbesitzer auf diese Technologie. Der Grund: Wer mit Hilfe von Wasserstoff autark leben will, muss derzeit noch viel Geld in die Hand nehmen. Oft rechnet sich die Investition erst nach einigen Jahren und längst nicht jeder Wasserstoff ist auch klimaneutral.

Nutzung von Brennstoffzellen-Heizungen

Eine Möglichkeit, Wasserstoff zu Hause zu nutzen, besteht in der Installation von Brennstoffzellen-Heizungen. Die Nachfrage danach ist groß, wie eine Umfrage des Portals Hausfrage.net zeigt: Demnach möchten rund 31 Prozent der deutschen Verbraucher in Zukunft auf eine Brennstoffzellen-Heizung umsteigen.

ImmobilienSo rentiert sich die Solaranlage auf dem DachViele Hausbesitzer hätten gern eine Solaranlage auf dem Haus, scheuen aber die Kosten. Dabei sind Solarmodule inzwischen nicht nur effizienter, sondern auch deutlich günstiger als früher. Welche Renditen möglich sind und worauf Eigentümer achten sollten

Zwar funktionieren die meisten Brennstoffzellen-Heizungen ähnlich wie eine klassische Gasheizung mit Erdgas. Allerdings verbrennen sie dieses Gas nicht, sondern erzeugen Wärme und sogar Strom stattdessen mittels einer chemischen Reaktion: Aus dem Erdgas wird zunächst Wasserstoff gewonnen, der dann mit dem Sauerstoff aus der Umgebung reagiert.

Brennstoffzellen sind im Vergleich zu anderen Heizsystemen sehr effektiv. Laut einer Studie der deutschen Gaswirtschaft lassen sich mit dieser Technologie im Schnitt bis zu 66 Prozent an Energiekosten einsparen im Vergleich zu einer klassischen Gasheizung.

Ein weiterer Vorteil: Brennstoffzellen-Heizungen sind relativ emissionsarm. Im Schnitt verbrauchen sie 69 Prozent weniger CO2 als ein klassischer Gas-Heizkessel. Da die Brennstoffzelle Wasserstoff aus fossilem Erdgas gewinnt, ist diese Form des Heizens allerdings nicht klimaneutral. Diese Form des Wasserstoffs bezeichnet man auch blauen Wasserstoff.

Anmerkung BoKima :

Zitat:
Von der staatlichen Förderbank KfW können Interessenten zurzeit einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro für ein Brennstoffzellen-Heizung bekommen, und sogar bis zu 15.000 Euro für die Installation des regenerativen Picea-Systems.

Die Förderung der Brennstoffzellenheizung auf Basis von Erdgas ist klimaschädigend und müsste sofort eingestellt werden.

Einsatz von Photovoltaik

Wasserstoff lässt sich aber auch aus regenerativen Energien wie Photovoltaik gewinnen. Diese Variante wird als sogenannter grüner Wasserstoff bezeichnet.  Das Besondere daran: Wenn Solarenergie in Wasserstoff umgewandelt wird, lässt er sich speichern. Dieser Vorgang macht den Solarstrom sogar im Winter nutzbar, weil sich der überschüssige Wasserstoff in einem Tank speichern lässt.

Deutschlandweit ist bisher allerdings nur ein Anbieter dieser regenerativen Technik bekannt. Das Berliner Start-up Home Power Solutions (HPS) hat mit Picea einen Speicher entwickelt, der Hausbesitzern das gesamte Jahr über eine vollständig CO2-freie Energieversorgung garantieren soll.

Preis schreckt viele ab

Doch so romantisch das autarke Leben auch klingt und so wichtig die Umstellung auf Wasserstoff für den Klimawandel langfristig ist – sie hat für Verbraucher auch ihren Preis und der schreckt viele ab. Egal ob Eigenheimbesitzer auf die Brennstoffzellen-Heizung mittels Erdgas oder regenerativer Energien umsteigen wollen – die Anschaffung ist in jedem Fall teuer und amortisiert sich erst nach vielen Jahren.

Dabei müssen Verbraucher, die klimaneutral heizen wollen, nochmal deutlich tiefer in die Tasche greifen: Während Eigenheimbesitzer für eine Brennstoffzellen-Heizung mit Erdgas durchschnittlich 30.000 Euro an Anschaffungskosten hinlegen müssen, kostete das regenerative System Picea im Schnitt zwischen 70.000 und 100.000 Euro. Käufer sparen zwar erheblich an Energiekosten ein, trotzdem amortisiert sich die Anschaffung einer Brennstoffzellen-Heizung erst nach knapp 15 Jahren, die von Picea sogar erst nach 26 Jahren.



Tip von Ingo

Deutschland 2050 – Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird (WDR5-Quarks, Gespräch mit dem Autor)

Aprikosen aus Hamburg, Kühlräume für Berlin und Hochleistungskühe im Hitzestress.

(25.07.21, WDR5-Quarks) Ab Minute 15:15
Gespräch mit Nick Reimer

  • (31:25′) Wir müssten unsere Lebensweise ändern – wer will das
  • (33:10′) grönländisches Eisschild taut nach unten , es kann nicht mehr aufgehalten werden
  • (33:41′) Wenn der abschmilst dann steigt der Meeresspiegel um 7m – Emden liegt auf 1m.
  • (33:58′) (Alle Eisschilde schmelzen) — Düsseldorf wäre dann weg


Spätestens die Hitzesommer 2018 und 2019 sowie die auch 2020 anhaltende Trockenheit haben es deutlich gemacht:

Der menschengemachte Klimawandel ist keine Bedrohung für die ferne Zukunft ferner Länder, der Klimawandel findet statt – hier und jetzt. Doch welche konkreten Auswirkungen wird er auf unser aller Leben in Deutschland haben? Selbst wenn es Deutschland und der Welt gelingen sollte, den Ausstoß von Treibhausgasen in den nächsten Jahrzehnten drastisch zu reduzieren – bereits jetzt steht fest: Das Klima in Deutschland verändert sich.

Im Jahr 2050 wird es bei uns im Durchschnitt mindestens zwei Grad Celsius wärmer sein. Was sind die praktischen Konsequenzen dieses Temperaturanstiegs? Wie wird unser Leben in Deutschland in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts konkret aussehen, wenn es immer heißer, trockener und stürmischer wird? Welche Anpassungen werden nötig und möglich sein? In ihrem neuen Buch geben die Autoren Nick Reimer und Toralf Staud konkrete Antworten auf die Frage, wie der Klimawandel uns in Deutschland treffen wird. Auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse aus zahlreichen Forschungsfeldern schildern sie, wie wir in dreißig Jahren arbeiten, essen, wirtschaften und Urlaub machen. Welche neuen Krankheiten uns zu schaffen machen. Wie sich unsere Landschaft, unsere Wälder, unsere Städte verändern.

Entstanden ist eine aufrüttelnde Zeitreise in die Zukunft: Selbst wenn wir den Klimawandel noch bremsen können, wird sich unser Land tiefgreifend verändern. Ohne verstärkten Klimaschutz jedoch wird Deutschland 2050 nicht wiederzuerkennen sein


„Deutschland 2050. Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird“- Es wird bald sehr ungemütlich

(22.06.21) Besprechung bei Deutschlandfunk Kultur , Original : hier (Von Günther Wessel)

Das Wasser wird knapp, Schienen verbiegen sich und es wird Kälteräume brauchen. In knapp 30 Jahren wird sich vieles in Deutschland wegen des Klimawandels ändern. Was genau, das beschreiben Nick Reimer und Toralf Staud erschreckend realistisch.

Die beiden Journalisten Nick Reimer und Toralf Staud haben für ihr Buch „Deutschland 2050. Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird“ mit zahlreichen Wissenschaftler*innen gesprochen, unter anderem mit denen vom Deutschen Wetterdienst. Deren Prognose: 2050 wird es in Deutschland zwischen 1,9 bis 2,3 Grad Celsius wärmer sein als 1881, egal was wir tun. Denn die CO2-Mengen, die dann das Klima bestimmen werden, sind schon längst in die Atmosphäre emittiert.

Detailliert bröseln Reimer und Staud auf, was zwei Grad Erwärmung für uns Menschen konkret bedeutet: Das Leben in Deutschland wird ungemütlich.

Gab es beispielsweise im Südwesten von 1971 bis 2000 im Schnitt an 30 Tagen Temperaturen von über 25 Grad Celsius, werden es Mitte des Jahrhunderts bis zu 80 Tage sein – bei Spitzenwerten von 45 Grad. In Stuttgart wird es an 70 Tagen heißer als 30 Grad Celsius sein. In Hamburg herrscht dann ein Klima wie heute in Pamplona, in Berlin wie in Toulouse.

Kälteräume, Überschwemmungen, veränderte Landwirtschaft

Städte werden Kälteräume einrichten müssen und Altenheime müssen dauerhaft klimatisiert sein.

Außerdem wird es im Winter mehr, im Sommer weniger regnen und wenn, dann mehr als Starkregen mit Überschwemmungen. Trotzdem nimmt die Trockenheit zu, da der ausgedörrte Boden das Wasser nicht aufnehmen kann. Der sinkende Grundwasserpegel gefährdet die Wasserversorgung, und Konflikte um Wassernutzung sind programmiert.

Kaum eine Folge der Erwärmung bleibt so unerwähnt und genau das macht dieses Buch so lesenswert. Alles ist nachvollziehbar beschrieben. Denn Reimer und Staud haben fleißig die Ergebnisse verschiedener Studien zusammengetragen. Nichts dabei ist Kaffeesatzleserei, alles ist wissenschaftlich fundiert und abgesichert.

Leider, muss man sagen, denn die Befunde sind bedrohlich: So sind von den in Deutschland vorkommenden 71.900 Tier- und Pflanzenarten 30 Prozent durch den Klimawandel bedroht.

Zahlreiche einheimische Tiere sind bedroht

Die Brockenanemone wird ganz sicher aussterben. Das Hahnenfußgewächs gedeiht nur noch auf dem höchsten Gipfel des Harzes, denn es braucht bestimmte niedrige Temperaturen, aber die wird es in ein paar Jahren auf dem Brocken nicht mehr regelmäßig geben.

Oder der Moselapollofalter: Diese Schmetterlingsart kommt weltweit nur an der Mosel vor, wo sich die Raupen von der weißen Fetthenne ernähren. Normalerweise schlüpften die Raupen erst im April, jetzt aber wegen des fehlenden Frostes immer früher, und finden dann kein Futter, weil die Fetthenne noch nicht herangewachsen ist. Selbst Igel und Kuckuck werden 2050 bedroht sein.

Dafür wird es mehr asiatische Tigermücken geben, die das Denguefieber verbreiten können. Die Mückenart wurde 2007 erstmals im Südwesten Deutschlands nachgewiesen und wird sich bis 2050 im ganzen Land verbreitet haben.

Beeindruckende Lektüre

Den beiden Autoren ist ein beeindruckendes und irritierendes Buch gelungen. Beeindruckend ob der Faktenfülle und der Anschaulichkeit, irritierend, weil der Klimawandel, die Klimakrise so nahe rückt. Das Fazit: Alles wird sich ändern, wenn wir nichts ändern.

Nick Reimer/Toralf Staud: „Deutschland 2050. Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird“
Kiepenheuer & Witsch 2021
388 Seiten, 18 Euro

Düstere Aussichten? Wie der Klimawandel Deutschland verändern könnte

(21.07.21, heise.de ) , Original : hier

Spätestens 2050 will die EU klimaneutral sein. Dürre und Dauerregen bleiben Deutschland bis dahin trotzdem nicht erspart. Im Gegenteil.

Die Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat neuen Druck im Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel erzeugt. Kurz zuvor hatte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) im Auftrag der Deutschen Bahn eine Analyse zu klimatischen Veränderungen in der Bundesrepublik vorgelegt. Demnach wird es hierzulande etwa bis 2060 deutlich mehr Hitzetage und weniger harte Winter geben. Innerhalb der EU ist man sich weitgehend einig, dass man bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein will. Die Folgen des Klimawandels aufhalten wird man damit laut Experten nicht – höchstens abmildern. Wie es in Deutschland bis dahin aussehen könnte, zeigen Klimaforscher und andere Fachleute.

HITZE: Dass lang anhaltende hohe Temperaturen mit dem menschengemachten Klimawandel verbunden sind, daran gibt es in der Fachwelt kaum Zweifel. Für die Zukunft wird das die Menschen vor große Herausforderungen stellen, wie Daniela Jacob betont. Sie ist Meteorologin und Direktorin des German Institute for Climate Services (Gerics) in Hamburg. “Um 2050 müssen wir damit rechnen, dass die Sommermonate deutlich heißer und trockener sind”, so Jacob. Etwa für den Oberrheingraben bei Karlsruhe lasse sich schon heute projizieren, dass sich dort bis zur Mitte des Jahrhunderts die Zahl der heißen Tage (Tagesmaximum der Temperatur über 30 Grad Celsius) im Vergleich zum Zeitraum von 1970 bis 2000 circa verdoppeln werde.

GESUNDHEIT: Entgegen der Vorstellung von strahlendem Sonnenschein und Urlaubsatmosphäre kann “warmes Wetter” sehr schlecht für unsere Gesundheit sein. “Wenn die Temperatur auch nachts nicht unter 20 Grad fällt, bedeutet das, dass wir uns nicht richtig ausruhen können und weniger leistungsfähig sind”, erklärt Jacob. Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig geht davon aus, dass die Hitze das Gesundheitssystem zusätzlich belasten wird. So könne es etwa zu mehr Kreislauferkrankungen kommen.

Frankreich habe zum Beispiel 2003 eine große Hitzewelle gehabt und als Folge dauerhaft hoher Temperaturen damals gut 35.000 zusätzliche Todesfälle. Deutschland sei in dem Jahr weitgehend verschont geblieben, weswegen es hierzulande schlechtere Warnsysteme für Hitzewellen gebe. Bis 2050 werde sich das wahrscheinlich ändern, sagt Marx.

LANDWIRTSCHAFT: Anhaltende Hitze und langer, starker Regen wird Experten zufolge auch eine Umstellung für diejenigen bedeuten, die sehr auf das Wetter angewiesen sind. “In der Landwirtschaft müssen wir auf Sorten setzen, die mit diesen starken Temperatur- und Feuchtevariationen zurechtkommen”, sagt Forscherin Jacob. Ein Problem ist demnach auch, dass Wasser bis 2050 knapper wird. “Die Landwirtschaft muss sich so umstellen, dass sie die Böden nicht so oft bewässern muss”, ergänzt sie.

Darüber hinaus sollten Landwirte die Böden aber auch möglichst nicht zu stark austrocknen lassen. Allgemein sei es wichtig, die in der Landwirtschaft erzeugten Lebensmittel auch sorgsam zu konsumieren, betont der Vorsitzende des Deutschen Klima-Konsortiums, Mojib Latif. Schon heute würden viel zu viel Lebensmittel weggeschmissen. “Da wird eine Menge Energie und Rohstoffe unnötigerweise verschwendet. Das kann einfach nicht angehen.”

HOCHWASSERSCHUTZ: Als Folge des menschengemachten Klimawandels werde Hochwasser mit Blick auf das Jahr 2050 vor allem in Gebieten in Nord- und Westeuropa zunehmend eine Bedrohung darstellen, sagt Ralf Merz. Der Hydrologe arbeitet am Standort Halle an der Saale des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Diese Entwicklung hänge vor allem mit dem sogenannten Jetstream zusammen. Dieser treibt in der oberen Atmosphäre die Hoch- und Tiefdruckgebiete über Europa hinweg, wie der Wissenschaftler erklärt. Wegen des Klimawandels habe sich der Strom verändert, sodass Hoch- oder Tiefdruck-Systeme länger an einem Ort stehen bleiben. “Und das ist auch jetzt wieder passiert bei dem Tiefdruckgebiet “Bernd”.” Demnach wäre früher ein solches Tief nach zwei Tagen weitergezogen, jetzt ist es an einem Ort stehen geblieben – mit verheerenden Folgen. Lesen Sie auch Infrastruktur im Katastrophenfall: “Im Extremfall sterben Menschen”

TOURISMUS: Die Themen Tourismus und Klimawandel sind heute schon eng verbunden. Zur Mitte des Jahrhunderts werden sich unsere Urlaubsziele nach Einschätzung der Meteorologin Jacob verändert haben. Nord- und Ostsee könnten damit rechnen, dass die Sommer dort einmal wärmer und stabiler werden. Die Bedrohung durch den steigenden Meeresspiegel sei dort bis 2050 gering – die deutschen Küsten darauf also “relativ gut vorbereitet”. Kritischer werde das jedoch bis zum Ende des Jahrhunderts. Andere Regionen werden laut Experten unter dieser Entwicklung leiden. “Ich glaube, der Mittelmeerraum wird in Zukunft nicht mehr so attraktiv sein”, sagt etwa auch der Vorsitzende des Klima-Konsortiums, Latif. Laut Jacobs werden dort über 40 Grad in den Sommermonaten herrschen. “Das ist für Urlaub zu warm. Diese Regionen gehören dann zu den Verlierern im Tourismus.”

WOHNEN: Wenn es draußen unerträglich warm ist, flüchten wir uns auch schon heute gerne in kalte Innenräume. Dass diese auch energieintensiv mit Klimaanlagen runtergekühlt würden, verschärfe das Problem des menschengemachten Klimawandels, sagt Jacob. Wissenschaftler Marx, Mitglied der Helmholtz-Klima-Initiative, empfiehlt daher, Gebäudehüllen wesentlich besser zu dämmen, “dann hat das auch im Sommer den Effekt, dass Hitze nicht so schnell ins Haus kommt.” Gerade deutsche Städte müssen seiner Einschätzung nach neu gedacht werden. “Wir brauchen in der Stadt grüne und blaue Infrastruktur, das heißt Parkanlagen und Gewässer.” So könne man für deutliche Abkühlung in heißen Häuserschluchten sorgen. “Das liegt daran, dass Pflanzen Wasser verdunsten und dabei Energie weggeführt wird.”

Dass mehr getan werden müsse, um den Anstieg des Klimawandels zu bremsen, betonen die Experten im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. “Wir verlassen gerade den Wohlfühlbereich”, warnt etwa Klimaforscher Latif. “Wie viele Jahrhundertfluten hatten wir eigentlich in den letzten 30 Jahren?” Es sei aber immer noch möglich, die Pariser Klimaziele einzuhalten – auch wenn das einer “Herkulesaufgabe” gleiche. Nach Einschätzung des Hydrologen Merz ist der Klimawandel zwar fortgeschritten, “aber wir stehen hoffentlich immer noch vor dem Kipppunkt, an dem sich das Klima auf Dauer stark verändert. Das heißt, wir müssen jetzt die Entwicklung aufhalten, bevor es zu spät ist.”

Nach dem Hochwasser: Umdenken beim Klimaschutz? Eher nicht

(24.07.21, WAZ )

Auf Bilder der Katastrophe reagieren viele mit großer Empathie. Warum Experten trotzdem nicht mit einer grundlegenden Verhaltensänderung rechnen. Es sind Bilder einer Katastrophe, die viele Menschen sehr betroffen machen: Die Folgen des Hochwassers, das in NRW, Rheinland-Pfalz und Bayern Existenzen zerstört, Häuser beschädigt und Menschenleben gekostet hat, haben eine Welle der Hilfsbereitschaft und viel Mitgefühl ausgelöst.

Zugleich hat die Flut ein Thema wieder in den Fokus gerückt, das von der Corona-Pandemie lange Zeit ins Abseits gedrängt worden war: den Kampf gegen den Klimawandel. Es gab kaum eine politische Stimme zum Hochwasser, die sich in den vergangenen Tagen nicht zum Klimawandel und seinen Folgen aufs Wetter geäußert hat. Sputen müssten wir uns, mehr Tempo machen, den Weckruf der Natur hören.

Doch was bleibt, wenn Häuser und Brücken aufgebaut, Bahnstrecken und Straßen repariert worden sind? Wie nachhaltig sind Zusagen der Politik? Und was verändert die Flut beim Einzelnen? Leben wir bald klimafreundlicher?


Tip von Ingo

Szenarien zur Energieversorgung 100 Prozent Erneuerbare? So könnte es klappen

(23.07.21) aus tagesspeigel.de , Original : hier

Kritiker sind skeptisch, doch das DIW hat nachgerechnet: Deutschland kann seinen Energiebedarf bald komplett aus erneuerbaren Energien decken. Marion Koch

Ganz auf fossile Brennstoffe, auf Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und auch Atomkraft zur Energieversorgung verzichten – das geht offenbar doch. Deutschland könnte seinen Bedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien decken, wenn das Ausbautempo bei Wind- und Solarenergie stark gesteigert wird, ergeben Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.

Das gab die Energieökonomin Claudia Kemfert, Leiterin der DIW-Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt, bekannt. Möglich werde das in zehn bis 15 Jahren nicht nur für die Stromnachfrage, sondern für die gesamte Energienachfrage.

„100 Prozent erneuerbare Energien sind technisch möglich und ökonomisch effizient“, sagte Kemfert. Für die aktuelle Studie berechneten die Wissenschaftler Szenarien einer Vollversorgung auf der Grundlage von Photovoltaik, Windkraft an Land und auf See und anderen erneuerbaren Energien.

Keine Atomkraft mehr, keine Kohle – wo soll dann der Strom herkommen?

Das Thema wird kontrovers diskutiert. Weil Deutschland seine Klimaziele erreichen muss, bis Ende 2022 aus der Atomkraft aussteigt und bis spätestens 2038 Schritt für Schritt aus der Kohle, geht es um die Frage, woher der Strom dann kommen soll – und ob die erneuerbaren Energien den kompletten Bedarf decken.

Laut der DIW-Studie würde zwar der Trend zur Elektrifizierung stark steigen und dadurch auch mehr Strom gebraucht. Die Wissenschaftler gehen von über 1000 Terrawattstunden aus, im Jahr 2018 lag der Bedarf bei 500 Terrawattstunden. Der gesamte Energieverbrauch sei aber mit 1200 Terrawattstunden weniger als halb so hoch wie 2018, als er bei 2600 Terrawattstunden gelegen habe.

Zwei Szenarien haben die Forscher entwickelt: Beide fußen auf einem Erzeugungsmix erneuerbarer Energien in ganz Europa

….

Wichtig dabei sei, dass das Potenzial für erneuerbare Energien in allen Regionen vorhanden sei. Es werde bisher nur sehr ungleich genutzt, sagt DIW-Forschungsdirektor für internationale Infrastrukturpolitik und Industrieökonomie, Christian von Hirschhausen. https://cdn.podigee.com/podcast-player/podigee-podcast-player.html?id=pdg-fcb8be2&iframeMode=script

Die Vollversorgung sei dadurch nicht gefährdet. Darauf ließen Berechnungen schließen, bei denen die Forscher:innen Stromerzeugung und Stromverbrauch im Winter zum Zeitpunkt der niedrigsten Einspeisung von Sonnen- und Windenergie gegenüberstellten. „Hohe Anteile fossiler Erdgasverstromung im Netzentwicklungsplan für Deutschland sind die Schatten einer Energiepolitik von gestern“, sagt Kemfert.

Wir brauchen mehr Windräder

Malte Küper vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln sieht die Studie indes kritisch: „Das DIW hat Potenziale beleuchtet, die tatsächliche Umsetzung bei gleichzeitigem Erhalt der Versorgungssicherheit ist aber sehr ambitioniert, zumal allein die Anzahl der neuen Windräder in den letzten Jahren viel zu langsam gestiegen ist“, erklärt der IW-Referent für Energie auf Anfrage.

Auch den Verzicht auf außereuropäische Importe von Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen hält Küper in Anbetracht der benötigten Mengen nicht für sinnvoll, da hier große Potenziale ungenutzt blieben. Das Ausbautempo bei Wind- und Solarenergie allerdings müsse tatsächlich stark zulegen.

Die fossile Stromversorgung hat weltweit ihren Zenit bereits im Jahr 2018 überschritten. Das besagt eine Studie zweier Nichtregierungsorganisationen, die auch am Mittwoch vorgestellt wurde.

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Weil Sonnen- und Windenergie immer weniger koste, würden viele Entwicklungsländer Kohle und Gas beim Ausbau ihrer Energieversorgung quasi überspringen, erklärten die britische Initiative Carbon Tracker und das indische Institut CEEW. Grundlage der Untersuchung sind die Daten und Prognosen der Internationalen Energieagentur IEA und der OECD. mit AFP/dpa


Tip von Ingo

Wetterextreme: das neue Normal? – Leschs Kosmos (ZDF)

(20.07.21) , ZDF , Original : hier ; bzw. direkt von MediaThekView : hier

Dramatische Bilder: Bei der Hochwasserkatastrophe im Westen und Süden Deutschlands haben mehr als 150 Menschen ihr Leben verloren. Werden solche Wetterextreme angesichts der Klimakrise zum Normalfall?
31 min Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 20.07.2026

Professor Harald Lesch geht in der Sondersendung den Fragen nach, die sich jetzt stellen: Was ist über die Ursachen der Flutkatastrophe bekannt, und was ist in der Zukunft zu erwarten? Und er holt sich Expert*innen ins Studio: Klimaforscherin Professor Friederike Otto von der Universität Oxford und Professor Christian Kuhlicke vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung.

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Wie kam es zu den Überschwemmungen?

In verschiedenen Regionen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und auch im Süden, etwa im Berchtesgadener Land, herrscht vielerorts der Ausnahmezustand. Gegenden, in denen niemand eine Katastrophe solchen Ausmaßes vermutet hätte. Wieso hatte der Starkregen gerade in diesen Gebieten solche Auswirkungen? Heftige Unwetter und langanhaltender Starkregen mit Niederschlagsmengen von über 180 Litern pro Quadratmeter wurden gemessen. Damit gab es an einem einzigen Tag mehr als doppelt so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Das Problem war die sogenannte Trogwetterlage: Drei aufeinanderfolgende Tage bleibt das Wetter unverändert. Das ist kein neues Phänomen, doch bis Ende der 1960er Jahre trat eine solche Trogwetterlage durchschnittlich an 14 Tagen im Jahr auf. Seit 1970 hat sich die Anzahl der Tage auf etwa 28 Tage verdoppelt.

Verwüstete Straße in Ahrweiler, Rheinland-Pfalz
Ein kleines Dorf im Kreis Ahrweiler wurde weitgehend zerstört und überflutet.
Quelle: dpa

In den betroffenen Regionen spielten auch die topographischen Bedingungen eine große Rolle. Wenn 150 Liter in bergigen Landschaften niedergehen und die Hänge runter rauschen, dann kann ein kleiner Fluss fünf bis sieben Meter anschwellen und schnell zu einem lebensgefährlichen Strom werden. Das Wasser ist dann kaum zu bewältigen. Vor allem weil die Böden zum Teil kaum Wasser aufnehmen können. Täglich werden 52 Hektar als Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Seit 1992 ist der Anteil versiegelter Flächen in Deutschland um 20 Prozent gestiegen. Manche Gegenden wirken auf den ersten Blick naturbelassen. Doch rund die Hälfte der gesamten Fläche ist geprägt von der Landwirtschaft. Rollen Fahrzeuge oder Maschinen über die Felder, wird je nach Gewicht Druck auf die Böden erzeugt. Dadurch werden die Bodenpartikel dichter zusammengedrückt, die Böden so sehr verdichtet, dass Regenwasser und Wasseransammlungen nicht mehr richtig versickern können. So können Landschaften, denen man es auf den ersten Blick nicht ansieht, zu Katastrophengebieten werden.

Faktoren, die die Krise verstärken

Seit wir Menschen fossile Brennstoffe im Megamaßstab verheizen, haben wir etwa zwei Billionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre gepustet. Ein großer Teil ist wieder aus der Luft verschwunden. Denn ein Viertel des vom Menschen freigesetzten CO2 haben die Meere aufgenommen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die einzellige Alge Emiliania huxleyi, die gigantische Algenblüten bildet: Sie panzert sich mit Kalkplättchen, in denen Kohlenstoff gebunden ist. Sterben die Algen ab, sinken sie samt ihrer „Rüstung“ auf den Meeresgrund. Dabei entziehen sie der Atmosphäre viele Gigatonnen CO2 pro Jahr. Doch C02 in Verbindung mit Wasser bildet Kohlensäure. Dadurch wurden die Ozeane in den vergangenen 50 Jahren um fast 30 Prozent saurer. Versauerte Ozeane bedrohen Korallen, Fische und Kleinstlebewesen – und auch die Alge Emiliana selber. Die Folge: Sie vermehrt sich schlechter und bildet keine Algenblüten mehr. Das heißt, die Ozeane sind in ihrer Funktion als CO2-Puffer, also als Klimawandelbremse, deutlich geschwächt.

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Wie können Extremwetterlagen entstehen?

Dauerregen, der sich oft wochenlang hält, extreme Kälteeinbrüche oder – wie gerade entlang der Westküste der USA – Hitzerekorde mit verheerenden Folgen. Das Wetter spielt weltweit immer häufiger verrückt. Extremwetter scheinen zur Regel zu werden.
Forschende gehen davon aus, dass die Extremwetterlagen etwas mit dem Höhenwind, dem Jetstream, zu tun haben. Er zirkuliert an der Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphäre in acht bis zwölf Kilometern Höhe und erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 500 Kilometern pro Stunde. Seit Jahren schon beobachten Forschende, dass der Jetstream schwächer wird und dadurch instabil. Die Ursache sehen sie in der rasanten Erwärmung der Arktis. Wenn das Eis schmilzt, wird von den dunklen Flächen mehr Sonnenlicht absorbiert. Seit 1971 hat sich die Polarregion dreimal schneller als der Rest der Erde erwärmt. In der Folge verringert sich der Temperaturunterschied zwischen Arktis und Tropen, der Jetstream verliert an Kraft. Er beginnt zu mäandern. Dadurch kann beispielsweise heiße Saharaluft bis weit in den Norden vordringen. Im Sommer 2019 war sie verantwortlich für den Hitzerekord in Deutschland. Auch die aktuelle Flutkatastrophe sehen Forschende im Zusammenhang mit dem geschwächten Jetstream. Expertinnen und Experten warnen, dass wir in Zukunft häufiger mit Extremwettern jeglicher Art rechnen müssen.

Alarmierende Prognosen

Die Prognosen, wie sich die globale Durchschnittstemperatur in Zukunft verändert, wenn wir so weitermachen wie bisher, sind alarmierend: Laut Weltklimarat könnte die Erwärmung um 1,5 Grad Celsius im Jahr 2030 erreicht sein, und um zwei Grad schon etwa 15 Jahre später. Welchen Unterschied auch nur ein halbes Grad mehr macht, haben Forschende ermittelt. Hier vier Beispiele:

Grafik Meeresanstieg bei Klimaerwärmung

Rotterdam – Leben mit der Flut

In der niederländischen Küstenmetropole Rotterdam müssen die Menschen ständig mit Hochwasser rechnen. 80 Prozent der Stadt liegen unter Meeresniveau. Das Risiko einer Überflutung ist hier allgegenwärtig. Doch der größte europäische Hafen ist mit einem umfassenden Hochwasserkonzept gesichert. Und auch im Rest der Stadt gibt es viele kleine und flexible Hochwasserlösungen. Alles ist auf die Macht des Wassers ausgerichtet. Auch auf die Wassermassen aus der Luft. Bei Trockenheit ist der Benthemplein bei Schülern einer angrenzenden Schule ein beliebter Spielplatz. Doch bei Starkregen wird die Fläche zu einem großen Rückhaltebecken. Später lässt man das aufgestaute Wasser von hier in den Hafen ablaufen. Auch jeder Quadratmeter, der nicht mit Beton versiegelt ist, hilft beim Hochwasserschutz. Immer mehr Dächer werden in Rotterdam bepflanzt. Bei Starkregen wird so das Wasser aufgenommen und dann nur noch zum Teil und vor allem erst viel später in die Kanalisation abgegeben. Ganz Rotterdam ist ein einziges großes Wasserlabor. Unzählige Pilotprojekte wurden hier entwickelt. Niederländische Architekten sind berühmt dafür, dass sie ständig auf der Suche sind nach neuen Formen des Wohnens am Wasser. Sogar ganze Siedlungen haben sie schon aus schwimmenden Häusern gebaut. Die Gebäude sind nicht nur hochwassersicher, sie schaffen auch neue Flächen. Eine Antwort auf den steigenden Platzbedarf in den großen Küstenstädten der Welt.

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